






SELBER ORT, ANDERE ZEIT.
Künstlerbund Baden-Württemberg 1955 – 2025
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|---|---|
| Herausgeber | Künstlerbund Baden-Württemberg / Staatliche Kunsthalle Baden-Baden |
| Autor(en) | Simone Demandt, Kristof Georgen, Christina Lehnert, Clemens Ottnad, Steffen Schlichter, Stef Stagel, Valeria Waibel, Christoph Zuschlag |
| Gestaltung | Bureau Progressiv |
| Maße | je 20 x 27 cm |
| Umschlag | Klappenbroschur |
| Seitenzahl | 272 (Bd. 1) / 104 (Bd. 2) |
| Abbildungen | 219 (Bd. 1) / 37 (Bd. 2) |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-267-9 |
Diese 2-bändige Publikation erscheint zum 70-jährigen Jubiläum des Künstlerbunds Baden-Württemberg, der 1955 in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden seine erste Ausstellung präsentierte. Zum landesweiten Verein gehörten damals u.a. Otto Dix, Ida Kerkovius, und Willi Baumeister. Heute umfasst der Künstlerbund 450 Künstler:innen. Archivmaterial gibt Einblick in seine facettenreiche Geschichte und aufschlussreiche Essays beleuchten die Bedeutung von Kunstvereinigungen und der dort initiierten Diskurse im Deutschland der Nachkriegszeit, nach seiner Teilung und Wiedervereinigung. Der zweite Band dokumentiert die gegenwärtige Ausstellung Selber Ort, andere Zeit mit 21 Künstler:innen welche das breite Spektrum der kreativen Ansätze und der im Bund vertretenen Generationen bezeugen.
LONGLIST „Schönste Deutsche Bücher 2026“ der Stiftung Buchkunst
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Matthias Dornfeld
danke esslingen42€ In den WarenkorbDie Malerei von Matthias Dornfeld mag auf den ersten Blick naiv oder gar primitiv anmuten. Seine Stillleben, Blumen- und Tierbilder und abstrahierten Porträts stehen jedoch in spannendem Diskurs mit der Avantgarde europäischer Kunstgeschichte. Die Werke erschließen sich aber auch ohne diesen Hintergrund, nämlich durch spielerische und provokante Gesten, welche die Darstellungen zuweilen an den Rand des Möglichen treiben. Nach einer umfangreichen Werkschau in der Villa Merkel Esslingen erscheint nun das Buch zur Ausstellung mit Texten von Friedrich Meschede, Daniela Stöppel und Christian Gögger. In den Essays wird Dornfelds Oeuvre und Ikonografie ausführlich beleuchtet und auch die unkonventionelle Hängung der Bilder sowie die Rezeption der Ausstellung diskutiert.
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Movers / Beweger38€ In den WarenkorbAutobahnen sind die Lebensadern Europas. Über sie fließen die Güter des täglichen Bedarfs in die Supermarktregale, auf dem Rücken tausender LKWs, gelenkt von hart arbeitenden Fahrer*innen. Wenn wir hochsehen in die Kabinen ihrer gigantischen Gefährte, können wir gerade mal ihre hinter dem Lenkrad hervorlugenden Köpfe erspähen. Simone Demandt zeigt uns nun endlich mehr von den Held*innen der Straße, die vor ihrer Kamera selbstbewusst posiert haben. Demandts Stärke, das „Intime im Anonymen und das Narrative im Nüchternen“ (Matthias Winzen) zu entdecken, kommt dabei voll zum Tragen. Sie hat die Lebenswelt von LKW-Lenker*innen zu dokumentarischen Schwarz-Weiß-Fotografien kondensieren lassen, auf denen sie diese Menschen zur Gänze und in ihrer Individualität zeigt, also ganz anders, als wir sie auf der Autobahn wahrnehmen. Movers lässt uns durch Demandts unvoreingenommene Augen in die Fahrerkabinen blicken und ermöglicht uns dadurch eine Horizonterweiterung ähnlich dem Reisen, bei der wir sämtliche Vorurteile gegenüber Kraftfahrer*innen hinter uns lassen. Wer wirklich wissen will, wem wir die vollen Regale zu verdanken haben, sollte unbedingt zu diesem Bildband greifen.
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YAEL BARTANA
DAS BUCH DER MALKA GERMANIA42€ In den WarenkorbSie ist die Hoffnung. Sie ist die Anführerin. Sie ist der Messias. Sie ist Geschichte. Sie ist Fake.
Die Videokünstlerin Yael Bartana (geb. 1970 in Kfar Yehezkel, Israel; lebt und arbeitet in Amsterdam und Berlin) erkundet in ihren Arbeiten die Bildsprache von Identität und Gedenkpolitik. Zentral ist dabei das Hinterfragen kollektiver politischer und religiöser Heilserwartungen. Mit der Videoinstallation Malka Germania – hebräisch für „Königin Deutschland“ – schafft Bartana alternative Realitäten aus der deutsch-jüdischen Vergangenheit und Gegenwart, die Szenen des kollektiven Unbewussten an die Oberfläche befördern. Diese Publikation begegnet der Epiphanie der weiblichen Heilsgestalt Malka Germania in fünf Kapiteln, die dabei dem Layout des Talmuds folgen, der zentralen Schrift des rabbinischen Judentums. Es spiegelt die im Kunstwerk verbildlichte vielstimmige Komplexität, Nuancierung und Ambivalenz und verdeutlicht: Eine einfache Antwort gibt es nicht. Das Buch enthält ein Interview mit der Künstlerin sowie Texte von Sami Berdugo, Christina von Braun, Michael Brenner, Max Czollek und weiteren. Es erscheint anlässlich der Ausstellung Yael Bartana – Redemption Now im Jüdischen Museum Berlin.
Yael Bartana studierte an der Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem, an der School of Visual Arts, New York, und an der Rijksakademie van beeldende kunsten, Amsterdam. Ihre Arbeiten sind weltweit präsent und wurden unter anderem in Einzelausstellungen im Stedelijk Museum, Amsterdam, im Pérez Art Museum Miami und im Moderna Museet, Malmö, gezeigt.
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nolde/kritik/documenta (Englisch)
42€ In den WarenkorbEmil Nolde (1867–1956) zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Seine heutige Wahrnehmung ist durch historische Mythenbildung und deren Dekonstruktion geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lancierten er selbst und die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung das Bild des verfemten Malers. Doch in jüngerer Zeit sind Noldes antisemitische Haltung und sein Opportunismus gegenüber dem NS-Regime erneut ins Bewusstsein gerückt.
Der Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) hat sich mit Unterstützung der Nolde Stiftung Seebüll, auf die Spuren dieser ambivalenten Künstlerpersönlichkeit begeben und sich kritisch mit Werk und Wirkung Emil Noldes auseinandergesetzt. Erste Ergebnisse waren im Winter 2020/2021 in der Draiflessen Collection in Mettingen zu sehen.
Auf Einladung des documenta archivs in Kassel setzte Kuball diese Spurensuche fort. Das forschungsbasierte Ausstellungsprojekt „nolde / kritik / documenta“ beleuchtet die Verschränkung von Werk und Biografie und fragt nach den Widersprüchlichkeiten der Moderne, die in der Künstlerfigur Emil Nolde exemplarisch hervortreten. Im Mittelpunkt steht hierbei die Inszenierung der Werke Noldes im Rahmen der ersten drei Ausgaben der documenta (1955, 1959, 1964), die den „Mythos Nolde“ entscheidend prägten.
Der Katalog „nolde/kritik/documenta“ erscheint begleitend zur Ausstellung im Kasseler Fridericianum (9.12.2022-19.02.2023) in erweiterter Neuauflage.
Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln und assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe.
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André Butzer
Pressemitteilungen, Briefe, Gespräche, Texte, Gedichte / Band 4: 1983–202526€ In den WarenkorbAndré Butzer (geb. 1973, lebt in Berlin) ist für seine provokante pop-expressionistische Malerei bekannt, die sich den großen gesellschaftlichen Widersprüchen unserer Zeit widmet. Versatzstücke von u.a. Comics, Disney und Kunstgeschichte gehen gleichberechtigt in seine farblich und energetisch intensiven Bilder ein. Butzer is ebenso eloquent in Worten und dieser Band, der vierte in einer Reihe, schöpft aus dem stetig wachsenden Archiv des Künstlers. Für das neue Buch arbeitet sich Butzers langjähriger Lektor Alexander Linn über fünf Jahre durch zahllose Dokumente und sah alle Publikationen aus dieser Zeit ein. Das Resultat ist eine wertvolles Quellenwerk mit Texten, Interviews, Briefen und Gedichten, sowie einem Transkript des Films André Butzer, Seine Kunst und Seine Zeit von 2023.
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Sabine Hornig
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Sabine Hornig (geb. 1964, lebt und arbeitet in Berlin) ist international durch ihre Skulpturen, Fotografien und Rauminterventionen bekannt geworden, die auf besondere Weise Bild, Perspektive und Raum ineinander verschränken. Ihre Arbeiten integrieren transparente Bildebenen auf Glas skulptural in den Raum, sodass sich die Bedeutung erst durch den Blick und die Bewegung des Betrachters entfaltet. In den neuen architekturbezogenen Arbeiten der Künstlerin werden ganze Fassaden und Durchgänge mit Großfotos überlagert. In dieser Publikation wird erstmalig der Fokus auf Sabine Hornigs räumliche Arbeiten von der Erstellung der Modelle zu Skulpturen und der Kombination mit transparenten Fotoebenen bis hin zu den Arbeiten im öffentlichen Raum gelegt. Dabei steht ihre bisher größte Installation im New Yorker Flughafen LaGuardia im Mittelpunkt, über die sie mit Nicholas Baume, Direktor und künstlerischer Leiter des Public Art Fund New York spricht.
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Karsten Födinger
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Die meist aus einfachen Baumaterialien bestehenden Arbeiten von Karsten Födinger (geb. 1978 in Mönchengladbach; lebt und arbeitet in Berlin) bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Architektur und Skulptur. Konzepte zu Materialstärke und Statik von Strukturen sind dabei von besonderem künstlerischem Interesse. Neben Großskulpturen für den Innenraum zeichnet sich Födingers Œuvre insbesondere durch skulpturale Interventionen im öffentlichen Raum aus, in denen der konkrete Ort der Ausgangspunkt ist und der historische und kulturelle Kontext stets miteinbezogen wird. Ohne Hang zur Romantik symbolisieren seine Skulpturen die Annäherung an ein absehbares Ende, das durch die unkontrollierte Ausbeutung der Ressourcen der Erde beschleunigt wird. Mit zahlreichen Abbildungen und Texten bildet diese erste umfassende Monografie einen Querschnitt durch das gesamte Werk des Künstlers.
Födingers Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem im Antenna Space, Shanghai, und im Palais de Tokyo, Paris. 2012 wurde er mit dem Baloise Kunst-Preis der Art Basel Statements ausgezeichnet.
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Larry Rivers
An American-European Dialogue38€ In den WarenkorbZwischen französischer Moderne und New York School
Der amerikanische Maler, Musiker und Filmemacher Larry Rivers (geb. 1923 in New York, gest. 2002 in New York) gilt als einer der einflussreichsten Protagonisten der New Yorker Kunstszene in den 1950er- bis 1970er Jahren. Er spielte mit Miles Davis und Charlie Parker, war ein enger Freund Frank O’Haras und Wegbereiter der Pop Art. Schon früh beschäftigte sich Rivers mit der französischen Malerei des späten 19. Jahrhunderts. Während seines Aufenthalts in Paris zwischen 1961 und 1962 traf er auf Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle, woraufhin sich die Bandbreite seiner verwendeten Materialien auf Holz, Karton und elektrisches Licht erweiterte. Die erste Monografie seit zwanzig Jahren beleuchtet erstmals die eigenwillige Kunst Larry Rivers‘ mit Blick auf das Spannungsverhältnis zwischen traditioneller französischer Malerei und dem Abstrakten Expressionismus um Willem de Kooning.
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João Onofre
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Tobias Pils
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Tobias Pils studierte von 1990 bis 1994 an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt, so im mumok, Wien (2021), in der Pinakothek der Moderne, München (2020), im Musée Picasso, Paris (2020), im Kunstmuseum Bonn (2020), bei Le Consortium, Dijon (2018), im Aspen Art Museum (2018), in der John Chamberlain Building der Chinati Foundation, Marfa (2016), und im National Art Museum of China, Peking (2010). 2020 führte er eine große Wandarbeit an der École normale supérieure in Paris-Saclay aus.
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Michelle Jezierski
Simultaneous Spaces34€ In den WarenkorbMichelle Jezierski (geb. 1981 in Berlin, lebt und arbeitet in Berlin) lässt in ihrer Malerei simultane Räume entstehen, die von Licht durchflutet sind. Helldunkel-Kontraste, gedeckte und offene Farbtöne erzeugen darin eine einzigartige Atmosphäre, die von Tiefe und Dynamik geprägt ist. Der Künstlerin geht es genauso um die Wahrnehmung dieser konstruierten Räume wie um die Weite natürlicher Landschaften. In ihren Gemälden tarieren leuchtende Farben und geometrische Störungen die Gegensätze von Ordnung und Chaos, Licht und Schatten, Innen und Außen, Struktur und Fließendem aus. Simultaneous Spaces, die erste umfassende Monografie der Künstlerin, zeigt 45 Werke, die zwischen 2017 und 2022 gemalt wurden.
Michelle Jezierski studierte an der Universität der Künste Berlin bei Tony Cragg und machte 2008 ihren Abschluss bei Valérie Favre. Für ein Semester wechselte sie mit einem Stipendium an die Cooper Union in New York, wo sie bei Amy Sillman studierte.
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Ion Bitzan
48€ In den WarenkorbDer Maler und Objektkünstler Ion Bitzan (geb. 1924 in Limanu, gest. 1997 in Bukarest) gehörte zu jener Generation rumänischer Künstler, die in den 1960er- und 1970er-Jahren den Anschluss an die internationale Avantgarde fanden. Seine Kreativität und die Qualität seiner unter anderem an der Concept Art und Dada geschulten künstlerischen Experimente machten ihn zu einer wichtigen Figur der rumänischen Kunst der Ceaușescu-Ära. Dieser Band wirft zugleich Licht auf eine Zeit voller Nuancen und Schatten, in der künstlerische Innovation und politische (Propaganda-)Kunst hinter dem Eisernen Vorhang in einer komplexen Beziehung zueinander standen. Bitzan vertrat Rumänien auf den Biennalen von Venedig (1964) und São Paulo (1967, 1969, 1981). 2017 richtete ihm das Nationale Museum für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest eine große Retrospektive aus.
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Michel Majerus 2022
49€ In den WarenkorbMichel Majerus (1967–2002) zählt zu den interessantesten Malern seiner Generation und hinterließ ein einzigartiges und vielschichtiges Werk, das bis heute hochaktuell ist. In seinen Arbeiten zitiert er Phänomene der Alltagskultur wie Comics, Werbung und Computerspiele ebenso wie kunsthistorische Vorläufer von Minimal bis Pop Art. Dabei dekontextualisierte er die verschiedenen Bildelemente und band sie in neue Bedeutungskontexte ein, indem er sie beispielsweise mit kunsthistorischen Referenzen auf die gleiche Ebene setzte.
Zwanzig Jahre nach seinem Tod zeigt eine deutschlandweite Ausstellungsreihe verschiedene Werkphasen und Aspekte seines Schaffens. In fünf Einzelausstellungen im KW Institute for Contemporary Art, dem Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.), dem Kunstverein in Hamburg, dem Michel Majerus Estate sowie in der Galerie neugerriemschneider in Berlin wird das Œuvre von Michel Majerus in einem noch nie dagewesenen Umfang gewürdigt.
Parallel dazu präsentieren dreizehn Museen Werke von Michel Majerus aus ihren Sammlungsbeständen: Ludwig Forum, Aachen, Kunsthalle Bielefeld, Kunstmuseum Bonn, Museum Folkwang, Essen, Sprengel Museum Hannover, Museum Ludwig, Köln, Kunsthalle Mannheim, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, Neues Museum Nürnberg, Saarlandmuseum – Moderne Galerie, Saarbrücken, Kunstmuseum Stuttgart, Staatsgalerie Stuttgart und Kunstmuseum Wolfsburg.
Die umfassende Publikation zur Ausstellungsreihe Michel Majerus 2022 beinhaltet drei Essays und zwei Künstlerbeiträge sowie eine Bilddokumentation der Ausstellungen und Sammlungspräsentationen, ergänzt um die Vita und Ausstellungshistorie von Michel Majerus mit fotografischem Archivmaterial.
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Werner Schmidt
James Joyce und die Farben des Ulysses59€ In den WarenkorbDieser beeindruckende Band ist das Ergebnis der jahrzehntelangen tiefschürfenden Auseinandersetzung des Künstlers Werner Schmidt mit dem literarischen Monument des 20. Jahrhunderts schlechthin: James Joyce’ Ulysses.
Was als persönliche Lesereise begann, mündet in eine farbgewaltige, interdisziplinäre und polyphone Hommage – ein Werk zwischen Literaturstudie, Farbtheorie, bildender Kunst und sprachlicher Reflexion.
Im ersten Teil des Buches analysiert und visualisiert Schmidt die Verwendung der Farben im Ulysses in einzigartigen chromatischen Diagrammen und kodierten Farbstreifen, die in Ausstellungen buchstäblich an die Wand gemalt wurden. Ergänzt wird dies durch eine Fotoserie, aufgenommen in Dublin, dem Schauplatz des Romans, die von pointierten Betrachtungen zu literarischen, linguistischen, politischen und religionsgeschichtlichen Facetten des Joyce’schen Universums begleitet werden.
Der zweite Teil versammelt die Stimmen von 20 renommierten Joyce-Forscher*innen, die in fünf thematisch gegliederten Kapiteln ihre Perspektiven auf Farbe, Textur, Struktur und Wirkung des Ulysses teilen.
Ein Fest für alle, die Joyce verehren – und ein Geschenk für jene, die Literatur in ihrer kühnsten, leuchtendsten Gestalt nicht nur lesen, sondern begreifen wollen.
Mit Texten von Florian Arnold, Dorothée Bauerle-Willert, Erik Bindervoet, Heinz Brüggemann, Jakob Brüssermann, Michael Deckard, Toni Hildebrandt, Otto Jägersberg, Christa-Maria Lerm Hayes, Jūratė Levina, Susanne Peters, Christoph Poetsch, Saskia C. Quené, Dieter Ronte, Werner Schmidt, Fritz Senn, Dirk Teuber, Vega Tescari, Shane Walshe, Andreas Weigel, Keith Williams, Ursula Zeller
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Museum Brot und Kunst
Forum Welternährung24€ In den WarenkorbEssen, Kunst und Konsum
Das Verlangen nach Nahrung und die Vermeidung von Hunger sind seit Jahrtausenden ein zentrales Anliegen der Menschheit. Ob Wirtschaft, Wissenschaft, Politik oder Kultur, alles ist bestimmt und beeinflusst von unserem Grundbedürfnis zu essen. Der Katalog zur Dauerausstellung des Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung beleuchtet 19 Themenschwerpunkte rund um die Bedeutung von Brot als Begriff für Nahrung insgesamt. Als erstes Museum weltweit hat es sich seit seiner Gründung im Jahr 1955 auf dieses Thema spezialisiert; die dazugehörige Sammlung umfasst eine Vielzahl von Objekten aus kultur-, sozial- und technikgeschichtlichen Zusammenhängen aus mehreren Jahrhunderten. Die großzügig bebilderte Publikation veranschaulicht das weite Feld der Ernährung im Dialog mit der Kunst und trägt zu einem besseren Verständnis unserer Lebenswelt bei.
Mit Arbeiten von Ernst Barlach, Bernhard Johannes Blume, Pieter Brueghel, Marc Chagall, Salvador Dalí, Simone Demandt, Agnes Denes, Frans Francken, Georg Flegel, Erich Heckel, Christian Jankowski, Markus Lüpertz, Gerhard Marcks, Max Pechstein, Pablo Picasso, Claire Pentecost, Thomas Rentmeister, Daniel Spoerri, Andy Warhol und anderen.
Das Buch wurde auf die Shortlist der Schönsten Deutschen Bücher 2021 aufgenommen.
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Dietmar Lutz
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Ein Jahr lang, von August 2020 bis August 2021, hat Dietmar Lutz (geb. 1968 in Ellwangen, lebt und arbeitet in Düsseldorf) jeden Tag ein Bild gemalt oder eine Zeichnung gemacht, in denen Momente seines Alltags zu sehen sind. Alle 365 Arbeiten sind in chronologischer Reihenfolge entweder direkt oder auf Fotografien im Umfeld ihrer Entstehung abgebildet. Sie lassen das Jahr aus einer radikal subjektiven Perspektive Revue passieren. Die Gemälde halten Erinnerungen fest, sind aber jeweils aus einer bestimmten Situation heraus entstanden, ohne dieser zwangsläufig Ereignishaftigkeit zuzuschreiben. Der Künstler beobachtet sich selbst in seiner Welt und definiert seine Rolle in ihr. Das Malen als tägliche Aufgabe scheint die Zeit zu strukturieren, nicht umgekehrt. Jedes Bild erschließt einen neuen Raum, in dem die unterschiedlichen Facetten der Zeit sinnlich erfahrbar werden.
Dietmar Lutz studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und ist für seine großformatigen Gemälde bekannt, in denen er Alltagssituationen beschreibt und Referenzen zur Film- und Literaturgeschichte kreiert. Lutz ist Mitbegründer des deutsch-britischen Künstlerkollektivs hobbypopMuseum, mit dem er unter anderem auf der 1. Athen Biennale, bei Deitch Projects in New York und in der Tate Britain in London ausgestellt hat.
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Weltkulturerbe Völklinger Hütte 1999 – 2019
29,90€ WeiterlesenDie Geschichte einer neuen Industriekultur
Die Völklinger Hütte gehört zu den wichtigsten Industriedenkmälern der Welt. Mit herausragenden Ausstellungen und Veranstaltungen ist das Kulturprojekt weit über die Grenzen des Saarlands hinaus bekannt geworden. Der Künstler Ottmar Hörl konzipierte hier sein großangelegtes Skulpturenprojekt 100 Arbeiter und Christian Boltanskis Installation in der Sinteranlage wurde zum hochemotionalen Erinnerungsort für die hier verpflichteten Zwangsarbeiter. Noch bis zum Jahr 1986 war die Völklinger Eisenhütte in Betrieb und wurde 1994 als erstes Industriekulturdenkmal aus der Hochphase der Industrialisierung in die renommierte Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Das Buch zum 25. Jubiläum dieser Auszeichnung zeigt die vielfältigen und eindrucksvollen Aufnahmen einer Transformation – vom größten Schrotthaufen Europas zum Begnungszentrum der Menschen mit der Kunst. Es dokumentiert die gelungene Umstrukturierung einer hochproduktiven Eisenverhüttungsstätte zu einem Ort für Kultur im 21. Jahrhundert.
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Soulages
Malerei 1946–201942€ Weiterlesen„Ich male nicht mit Schwarz, sondern mit Licht.“
Pierre Soulages (geb. 1919 in Rodez, Frankreich; lebt und arbeitet in Paris und Sète, Frankreich) ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der gegenstandslosen Malerei in Frankreich. Er gehörte zur Nouvelle École de Paris und entwickelte bereits 1946 seine ersten ungegenständlichen Bilder, die sich durch kräftige, meist schwarze Farbbalken auf hellem Grund auszeichnen. Durch seine Hinwendung zur totalen Gegenstandslosigkeit, die nichts abbildet, nichts anderes als sich selbst repräsentiert, stellte er die traditionellen Werte der Malerei radikal infrage. 1979 begann eine neue Phase seines Schaffens, eine Malerei, die er „Outrenoir“ nennt, „jenseits von Schwarz“. Nicht allein durch die Wahl der Materialien (zum Beispiel Walnussbeize und Teer) sowie Werkzeuge (Bürsten, Eisenhaken und Spachtel) nimmt Soulages in der Malerei eine singuläre Position ein. Das Buch dokumentiert den Werdegang des Künstlers von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute und zeigt die Entwicklung seines Œuvres in seiner – gerade angesichts eines so außergewöhnlich langen Schaffensprozesses – beeindruckenden Kohärenz.
Pierre Soulages studierte an der École Régionale des Beaux-Arts in Montpellier, bevor er 1946 nach Paris übersiedelte. Er war Teilnehmer der documenta I, II und II sowie der 26. Biennale di Venezia. Seine Werke wurden im Museum of Fine Arts, Houston, in der Eremitage, Sankt Petersburg, im Musée du Louvre und im Centre Pompidou in Paris sowie im Musée Fabre in Montpellier ausgestellt. 2014 wurde in seiner Heimtatstadt das Musée Soulages eröffnet.
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New Entries in the MNAC Collection36€ In den WarenkorbPULS 20 vereint die wertvollsten Fundstücke einer gemeinschaftlichen Schatzsuche. Vertreter*innen der rumänischen Kunstszene und des Nationalmuseums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest haben sich zusammengeschlossen, um aus den unzähligen hochkarätigen Positionen Rumäniens Werke auszuwählen, die von herausragender Qualität sind und die Vielfalt der dortigen Kunstproduktion der letzten 50 Jahre widerspiegeln. 2020, zum 20-jährigen Jubiläum der Gründung des MNAC, hat diese Institution schließlich jene 180 Arbeiten angekauft, die in diesem Katalog abgebildet sind. PULS 20 ist damit in zweifacher Hinsicht ein einmaliges Dokument: Es ist gelungen, Schlüsselwerke der rumänischen Kunst zwischen zwei Buchdeckeln zusammenzubringen, und zugleich handelt es sich bei dieser Publikation um den Ertrag eines erfolgreichen kooperativen kuratorischen Prozesses, eines organischen Diskurses unterschiedlichster Akteur*innen. Damit wurde bewiesen, dass ein demokratischer Dialog in der Kunst nicht nur möglich, sondern auch überaus fruchtbar und daher notwendig ist. Für Neulinge in der zeitgenössischen rumänischen Kunst ebenso wie für Spezialist*innen ist dieser Katalog daher genau die richtige Wahl.
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Charles Moore
On painting16€ In den WarenkorbFür diese Sammlung von Interviews befragte der New Yorker Kunsthistoriker und Kurator Charles Moore sieben Maler:innen über deren Werdegänge und Motivationen. Die Gespräche dringen in die Tiefe, oft in die Kindheit und zu prägenden Begegnungen, und kristallisieren gegenwärtige Themen und Fragestellungen in den Werken heraus. Diskutiert wird u. a. das Innehalten als radikaler Akt, die Suche nach Dichte und zugleich Fluchtpotenzial, die Emotionalität von Farbsymbolik und negativem Raum, Zeitparameter und Relativität, Algorithmen für Unwahrscheinliches, das Konstrukt von nationaler Identität und kollektiver Erinnerung, die perspektivischen Möglichkeiten von Subtilität sowie immer wieder die Malerei als Medium, das das volle Spektrum afroamerikanischer Identität zu spiegeln vermag.






















