






Simone Demandt
Movers / Beweger
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| Autor(en) | Prof. Dr. Stephan Berg, Kunstmuseum Bonn; Michael Wahl, Dr. Anna Weirich, Faire Mobilität Beratungsnetzwerk des DGB; Katia Fazio, KV Göppingen, Simone Demandt |
| Gestaltung | Bureau Progressiv, Stuttgart |
| Maße | 24 x 32 cm |
| Umschlag | Softcover mit Ringbindung |
| Seitenzahl | 192 |
| Abbildungen | 86 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch, Polnisch, Ukrainisch |
| ISBN | 978-3-96912-218-1 |
Autobahnen sind die Lebensadern Europas. Über sie fließen die Güter des täglichen Bedarfs in die Supermarktregale, auf dem Rücken tausender LKWs, gelenkt von hart arbeitenden Fahrer*innen. Wenn wir hochsehen in die Kabinen ihrer gigantischen Gefährte, können wir gerade mal ihre hinter dem Lenkrad hervorlugenden Köpfe erspähen. Simone Demandt zeigt uns nun endlich mehr von den Held*innen der Straße, die vor ihrer Kamera selbstbewusst posiert haben. Demandts Stärke, das „Intime im Anonymen und das Narrative im Nüchternen“ (Matthias Winzen) zu entdecken, kommt dabei voll zum Tragen. Sie hat die Lebenswelt von LKW-Lenker*innen zu dokumentarischen Schwarz-Weiß-Fotografien kondensieren lassen, auf denen sie diese Menschen zur Gänze und in ihrer Individualität zeigt, also ganz anders, als wir sie auf der Autobahn wahrnehmen. Movers lässt uns durch Demandts unvoreingenommene Augen in die Fahrerkabinen blicken und ermöglicht uns dadurch eine Horizonterweiterung ähnlich dem Reisen, bei der wir sämtliche Vorurteile gegenüber Kraftfahrer*innen hinter uns lassen. Wer wirklich wissen will, wem wir die vollen Regale zu verdanken haben, sollte unbedingt zu diesem Bildband greifen.
Weitere Bücher
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MOVE!
Scheinbar kinetische Kunst 1926–202215€ In den WarenkorbMOVE! im Kunstmuseum Reutlingen | konkret vereint Werke, die scheinbar fließen, oszillieren, zittern, oder gar implodieren. Sie fordern unsere Sehgewohnheiten heraus, indem sie mit Rastern, Verschiebungen oder Moiré-Effekten spielen und dabei Kinetik, Rhythmus und Plastizität simulieren. Über 80 zum Teil serielle Kunstwerke aus den Jahren 1926 bis 2022 stellen das Schaffen von 46 Künstler:innen aus 16 Ländern vor. Das Spektrum umfasst Malerei, Zeichnung, Fotografie, Plastik, Collage, Serigrafie, Wandobjekt und Rauminstallation. Ein Schwerpunkt der Auswahl liegt auf Op-Art, Konstruktivismus, geometrischem Minimalismus sowie konzeptueller Kunst. Das Buch MOVE! begleitet diese wichtige von Holger Kube Ventura kuratierte Ausstellung.
Künstler:innen: Arman, Bernard Aubertin, Marcel-Louis Baugniet, Marina Bindella, Hartmut Böhm, John Carter, Max Cole, Carlos Cruz-Diez, Dadamaino, Paul Uwe Dreyer, Helmut Federle, Hans Jörg Glattfelder, Hermann Glöckner, Esther Hagenmaier, Terry Haggerty, Barbara Hindahl, Hans Peter Hoch, Gottfried Honegger, Renaud Jacquier-Stajnowicz, Imi Knoebel, Norbert Kricke, Thomas Lenk, Vera Leutloff, Dóra Maurer, Manfred Mohr, Guido Molinari, Vera Molnár, François Morellet, Aurélie Nemours, Erich Reusch, Satoshi Saitō, Adrian Schiess, Heidrun Schimmel, Steffen Schlichter, Alf Schuler, Eusebio Sempere, K. R. H. Sonderborg, Stef Stagel, Anton Stankowski, Klaus Staudt, Wolfram Ullrich, Angelo Usai, Victor Vasarely, Paule Vézelay, Herman de Vries, Bernhard Weber
Ausstellung MOVE! Scheinbar kinetisch
Kunstmuseum Reutlingen | konkret
18. September 2026 bis 28. Februar 2027ERÖFFNUNG: Donnerstag, 17. September 2026, 19 Uhr
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Ute Bartel
mansionaticum25€ In den WarenkorbEin unwirklicher Blick auf die Wirklichkeit
Ute Bartel (geb. 1961 in Halle, lebt und arbeitet in Köln) beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit alltäglichen Gegebenheiten, dem „mansionaticum“. Ein Begriff, der epochal anmutet, jedoch etymologisch schlicht „das zum Haushalt gehörende“ bedeutet. In konkreter Auseinandersetzung mit bestimmten Orten und Situationen gilt ihr Interesse den Dingen an sich und ihren formalen Besonderheiten, ihren Formen, Farben und Strukturen. Mit analogen wie digitalen Techniken der Fotografie entstehen Collagen, Objekte und in den Raum greifende Arbeiten. Die großzügig illustrierte Monografie zeigt form- und farbstarke Gebilde vertrauter und doch unbekannter Wirklichkeiten und gibt einen umfassenden Einblick in einen der Schwerpunkte im Werk der Künstlerin.
Ute Bartel studierte an der Kunstakademie Münster und war Meisterschülerin von Reiner Ruthenbeck. Ihre Werke wurden vielfach ausgestellt, unter anderem im Kunstverein Speyer, in den Deichtorhallen Hamburg und im Westfälischen Kunstverein, Münster.
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Afrika
im Blick der Fotografen19,90€ In den WarenkorbZeitgenössische Fotografie aus Afrika
Noch immer ist das Bild Afrikas in der westlichen Welt geprägt von Stereotypen, die Wahrnehmung von Städten wie Lagos, Porto-Novo oder Kinshasa begrenzt. Das Buch zeigt Fotografien afrikanischer Künstlerinnen und Künstler, die vom Alltag in den Metropolen, von widerspenstiger Natur, von Industrie, den Spuren der Vergangenheit und Popkultur erzählen. So verbindet Osborne Macharia die kulturelle Identität Kenias mit fiktiven afrofuturistischen Geschichten, Yoriyas dokumentiert Alltagsmomente seiner Heimat Casablanca, die schon in der New York Times, im National Geographic und der Vogue abgedruckt wurden und Alice Mann untersucht in intimen Porträt-Essays die Vorstellungen vom Bildermachen als einem Akt der Zusammenarbeit. Mit weiteren Arbeiten von Ilan Godfrey, Fabrice Monteiro, Kibuuka Mukisa Oscar, Léonard Pongo und Fethi Sahraoui gibt das Buch einen zutiefst originären Blick in die afrikanische Wirklichkeit.
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Parallel Lines
High Modernism in Croatia 1949–199836€ In den WarenkorbParallel Lines. High Modernism in Croatia 1949–1998 dokumentiert die gleichnamige Ausstellung in Bukarests Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst im Jahr 2025. Gemeinsam mit dem Nationalmuseum für Moderne Kunst in Zagreb organisiert, beleuchtete sie mit 188 Positionen die Kunstszene nach der Kominform-Resolution von 1948, die Jugoslawiens Bruch von sowjetischem Einfluss markierte. Die 60er Jahre sahen Zagreb mit seinen “Neuen Tendenzen” als Zentrum experimenteller Kunst in Antwort auf die Malerei des sozialistischen Realismus. Parallel Lines verweist auf das Nebeneinander institutionell geförderter und alternativer Kunst im jugoslawischen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Mit öffentlichen Dialogen und Debatten sorgten die parallelen Strömungen für eine dynamische Kulturlandschaft.
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Sebastian Stöhrer
Bewohner40€ In den WarenkorbSebastian Stöhrers Werk kann mit Recht als Schöpfung bezeichnet werden. Aus Ton – also im Grunde aus Erde – formt er seine „Bewohner“: farbenfrohe, freundlich wirkende Skulpturen-Wesen, teils mit an Extremitäten erinnernden Erweiterungen aus Stöcken oder Ästen. Sie kommen locker-humorvoll daher, sind aber keineswegs bloß das Produkt einer Eingebung oder Laune. Es bedarf jahrzehntelanger akribischer Erkundungen am Brennofen auf Grundlage der jahrtausendealten Töpferkunst sowie fundierter Kenntnisse der Chemie und Physik, um solche Farben und Formen zu schaffen. Stöhrer wird als Alchemist bezeichnet, und tatsächlich tritt er zur Ehrenrettung dieser forschenden Zunft, eine Vorläuferin der modernen Naturwissenschaften, an. Die Alchemie vereint wie Stöhrers Werk pure Vernunft mit dem Zufall und einem Fünkchen Magie. Der Künstler treibt ein intuitives, sinnliches Spiel mit der Tonerde und der kaum kalkulierbaren Farbigkeit der Glasuren – die Schöpfung trägt nun mal auch das Chaos, das Anarchische, Triebhafte in sich. Als ihre Verkörperung treten uns Stöhrers „Bewohner“ entgegen; als Abbilder, vielleicht auch als Boten einer künftigen gutmütigen Version unserer selbst.
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Jeff Wall
AppearanceWeiterlesenEin neuer Blick auf das Werk des Fotokünstlers
Das Markenzeichen von Jeff Wall (geb. 1946 in Vancouver, lebt und arbeitet in Vancouver) sind großformatige Dialeuchtkästen, auf denen er sorgfältig komponierte Szenen wie Film-Stills präsentiert. Der studierte Kunsthistoriker knüpft mit seinen Werken vielseitige Verbindungen zur Kunstgeschichte und wird aufgrund seiner aufwendigen Inszenierungen immer wieder mit den Meistern der Moderne verglichen. Mit einem besonderen Fokus auf Konstellationen, die das fotografische Medium in Form einer Spurensuche präsentieren, ermöglicht das Buch einen neuen Blick auf Arbeiten des Künstlers, die bisher selten in Ausstellungen gezeigt wurden.
Jeff Wall studierte Kunstgeschichte an der University of British Columbia, Vancouver, sowie am Courtauld Institute of Art, London. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Museum of Modern Art, New York, in der Tate Modern, London, und im Art Institute of Chicago ausgestellt. 2008 erhielt er den Audain-Preis für sein Lebenswerk.
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Etsu Egami
Rainbow18€ In den WarenkorbDas Nennenswerte an der Kunst entzieht sich der Sprache. Die ästhetische Erfahrung ist ohne Worte, wie eine menschliche Begegnung, die uns im Innersten berührt. Etsu Egami interessiert sich für die Randbereiche der Verständigung, wo die Vermittlung von Gedanken und Gefühlen zu misslingen droht, wo Formen unlesbar werden. Dort setzt sie ihren Pinsel mit kalligrafischem, grobem Duktus an. Sie bringt fast durchscheinende Ölfarbe auf die Leinwand, um schemenhafte Gesichter auftauchen zu lassen, die in der Abstraktion zerfließen, und abstrakte Formen, die sich im Augenwinkel für den Moment zu einem Antlitz formieren. Das Malen ist ein körperlicher, performativer Akt für Egami, der Pinsel ist ihr verlängerter Arm, der in rhythmischen, ausladenden Schwüngen ein Bild entstehen lässt. Ihre Bewegungen übertragen sich bei der Betrachtung des Werks auf uns: Zuerst beginnen die Augen zu wandern, dann regt sich der Leib, und schließlich schwingt auch der Geist im Rhythmus des Pinsels. Dieser Katalog vereint Egamis herausragendste Werke, er ist eine universale Aufforderung zu einem eigenwilligen Tanz, ein Lichtbogen der Sinne, den die Künstlerin über alle Hürden der Verständigung hinweg spannt.
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Petra Arnold
Beyond Starlight39,90€ WeiterlesenEin fotografisches Langzeitprojekt über die Zirkusfamilie Fischer
Seit über zehn Jahren fotografiert Petra Arnold den Zirkus Starlight und die Artistenfamilie Fischer – analog, vorwiegend schwarz-weiß und hinter den Kulissen. Damals eine Großfamilie mit dreißig Enkelkindern, hat sich das Familienunternehmen über die Jahre deutlich verkleinert. Die Branche ist schwieriger geworden, von einem Zirkus können heute nur noch wenige leben. Arnolds Fotografien blicken hinter den Vorhang und beobachten ein Leben zwischen Zirkusfamilie und Familienzirkus – vorwiegend abseits der Manege. Die Porträt- und Momentaufnahmen sind Zeitdokumente und ein Verweis auf eine immer weiter wegbrechende traditionelle Zirkuskultur.
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Andreas Wegner
Wir fahren mit der Schneckenpost, weil die uns keinen Pfennig kost50€ In den WarenkorbDie Kunst von Andreas Wegner hinterfragt den kapitalistischen Stadtraum. Wegners Interventionen erproben alternative Modelle für urbane Interaktion, für Handel, Bebauung, Verkehr oder die Nutzung öffentlichen Raums. Inspiriert von Joseph Beuys’ Sozialer Plastik und Charles Fouriers’ Sozialutopien, gründete Wegner u.a. ein genossenschaftliches Kaufhaus in Berlin, einen Lebensmittelladen in Wien, und betrieb Immobiliengeschäfte als kreativen Widerstand. Diese Monografie illustriert die wichtigsten Projekte des Künstlers mit Abbildungen, Essays namhafter Autoren, Interviews, und eigenen Texten. Neben kollektiven Initiativen, Installationen, Fotografie, Film, und Skulptur ist Malerei bis heute eine Konstante in Wegners Werk.
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Sonja Yakovleva
Soaplands50€ In den WarenkorbDie Scherenschnitte von Sonja Yakovleva (geb. 1989 in Potsdam, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) sind von einem sex-positivem Feminismus geprägt. In ihnen finden sich gleichermaßen Pornografie und kunstgeschichtliche Verweise, volkstümliche Motive, Märchen und Mythen wieder, mit denen seit dem Mittelalter misogyne, rassistische und homophobe Ideologien in das kollektive Bewusstsein eingeschrieben wurden. Deren Verbreitung wurde durch Scherenschnitte begünstigt, weil sie grafisch vereinfachende Darstellungen nutzten und als häuslich und weiblich galten. Yakovleva bezweckt mit dieser Technik jedoch das Gegenteil. In ihren flirrenden Papierschnitten werden Geschichten von Frauen, prekäre Grauzonen, Machtverhältnisse, Repräsentation, Sexualität und Gewalt neu verhandelt.
Der Titel der ersten Monografie von Sonja Yakovleva Soaplands verweist auf japanische Badehäuser, in denen Männer sich einseifen und massieren lassen und die auch als Bordelle fungieren. Neuerdings gibt es auch Soaplands für Frauen mit männlichen Prostituierten. So haben in den gezeigten – zwischen 2018 und 2023 entstandenen – Papierschnitten Frauen das sexuelle Regime übernommen und unterwerfen das patriarchale System. Ohne Scham benutzen sie Männer als Objekte zur Befriedigung ihrer Lust.
Zur limitierten Künstlerinnenedition
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Language/Text/Image
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Beate Passow
Monkey Business24€ In den WarenkorbAus der Vergangenheit eine bessere Zukunft gestalten
Beate Passow (geb. 1945 in Stadtoldendorf, lebt und arbeitet in München) arbeitet mit ihren Installationen, Fotodokumentationen und Collagen gegen das Vergessen, sieht ihr Schaffen aber nicht als Vergangenheitsbewältigung, sondern als „Gegenwartsbewältigung“. Mit ihren Bildfindungen legt sie den Finger in die Wunden der Erinnerung. Allerdings nicht, um Erkenntnis zu gewinnen, sondern um sichtbare und überprüfbare Gegebenheiten zu verdeutlichen. In ihrem Bilderzyklus Monkey Business entwirft die Künstlerin eine rätselhafte Fabelwelt mit politischer Dimension. Eigenartige Tiere und mythische Figuren bevölkern die großformatigen, schwarzweißen Bilder, die erst bei näherer Betrachtung als gewebte Tapisserien zu erkennen sind. Die ungewöhnlichen Protagonisten bewegen sich durch leicht zu identifizierende Orte: Gibraltar, die New Yorker Wall Street, Brüssel oder die Insel Lampedusa. Hinter diesen geografischen Zuordnungen verbergen sich die politischen Abgründe des gegenwärtigen Europa, dessen herrschende Systeme, ökonomische Strukturen und politische Bewegungen von Passow zur Debatte gestellt werden.
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GETA BRĂTESCU
Film und Video 1977–201842€ In den WarenkorbGeta Brătescu gilt heute als eine der wichtigsten Avantgardist:innen Osteuropas. In das Bewusstsein der westlichen Kunstwelt wurde sie jedoch erst 2017 durch die Venedig-Biennale gerückt. Die vorliegende Publikation befasst sich erstmals umfassend mit dem Schaffen der Künstlerin in den Medien des Films und des Videos und zeigt auf, dass ihre Ausdrucksweise gerade in diesen Medien parallel zu den internationalen Avantgarden verlief. Basierend auf dem Prinzip der Serie, des Aneinanderreihens und Überlagerns, formuliert Geta Brătescu ihren einzigartigen Zugang zu zentralen Fragen der Abstraktion, des politischen Potenzials des Bildes und der subjektiven Erfahrung von Erinnerung und Geschichte.
Die Bezüge, welche im Schaffen Geta Brătescus zu finden sind, äussern sich zahlreich und vielschichtig: In der vorliegenden Publikation werden sie mit Textbeiträgen von Geta Brătescu, Ion Grigorescu, Ștefan Sava und Lorenz Wiederkehr in einen weiteren kunsthistorischen Zusammenhang eingebunden. Drei Interviews, mit der Kuratorin Pernille Fonnesbech, dem Galeristen Marian Ivan und dem Creative Director des Modehauses Akris, Albert Kriemler, geführt von Roland Wäspe und Lorenz Wiederkehr formulieren den persönlichen Zugang zu ihrem Werk aus drei unterschiedlichen Perspektiven.
Komplettiert wird die Publikation durch eine erstmalige Auflistung sämtlicher Arbeiten der Künstlerin in den Medien des Films und des Videos sowie durch ein umfassendes Verzeichnis der 2020 im Kunstmuseum St.Gallen ausgestellten Werke.
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Beyond the Box
Dohmen Collection30€ In den WarenkorbKonventionen sprengen
Mit Installationen, Skulpturen, Objekten und Gemälden aus Mexiko, Kuba, Westafrika, Israel, Bulgarien, Russland, Südkorea und Japan, ergänzt durch außergewöhnliche Arbeiten aus den USA und Europa, beinhaltet diese Auswahl aus der Sammlung Dohmen künstlerische Positionen aus Ländern, die bis vor 15 Jahren noch nicht zum Kontext „westlicher“ Rezeption gehörten. Erst mit der bahnbrechenden, von Okwui Enwezor geleiteten documenta 11 von 2002 hat ein geopolitisches Umdenken in der zeitgenössischen Kunst Einzug gehalten. Ihrer Zeit entscheidend voraus und doch der Öffentlichkeit lange nicht präsent, wird in diesem Buch die Privatsammlung des Aachener Arztes Werner Dohmen vorgestellt. Sie beinhaltet Werke von Mariana Castillo Deball, Wim Delvoye, Jimmie Durham, Diango Hernández, Rodney McMillian, Pavel Pepperstein, Nora Turato, Haegue Yang und anderen Künstlerinnen und Künstlern, die bis heute provozieren, hinterfragen und Gedanken anstoßen.
Dr. med. Werner Dohmen ist seit 1988 Vorstandsvorsitzender des Neuen Aachener Kunstvereins. Neben dem Aufbau seiner eigenen Sammlung engagiert er sich für das interkulturelle Projekt No es arte, das die Rückführung von Goldarbeiten des präkolumbianischen Volkes Tairona unterstützt, die während der Kolonialisierung Südamerikas aus heiligen Stätten gestohlenen wurden.
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BOOM!
7 Jahre nova space48€ In den WarenkorbVon 2019 bis 2025 fanden im nova space, der Universitätsgalerie der Bauhaus-Universität Weimar, 21 Projekte statt, die in diesem Band in Bild und Text dokumentiert sind. Als Experimentierfeld und Begegnungsraum verband nova internationale Künstler:innen, Studierende, Lehrende und Öffentlichkeit unter der enthusiastischen Regie der Kuratorin Katharina Wendler. Deren Essay gibt Einblick in die spezifische Geschichte dieser mobilen und interdisziplinären Galerie, ihr Programm sowie die fortlaufende Entwicklung neuer kuratorischer Formate. Der 21. Akt von nova space ist eine Ausstellung in Buchform, zu der Künstler:innen, Architekt:innen, Gestalter:innen,Typograf:innen und Regisseur:innen eingeladen wurden, zum Thema BOOM! – Inspiration war das Motiv der Supernova – frei zu assoziieren.
KÜNSTLER:INNEN: U. A. LAURA ABERHAM, MARGRÉT H. BLÖNDAL, ZUZANNA CZEBATUL, BJÖRN DAHLEM, DAVID DIAO, HANNAH SOPHIE DUNKELBERG, NADINE FECHT, LIAM GILLICK, JANA GUNSTHEIMER, NSCHOTSCHI HASLINGER, STEF HEIDHUES, JUDITH HOPF, VERENA ISSEL, CHRISTIN KAISER, IAN KIAER, RAGNAR KJARTANSSON, VERA KOX, SCHIRIN KRETSCHMANN, YUTAKA MAKINO, STEFAN MARX, ERIC MEIER, AD MINOLITI, BRUCE NAUMAN, PRINZ GHOLAM, HANNAH RATH, KARIN SANDER, FETTE SANS, KATRIN STEIGER, JAN TICHY, WOLFGANG TILLMANS, IGNACIO URIARTE, ROBIN WAART, YOUNG BOY DANCING GROUP, FRANCIS ZEISCHEGG, KARLA ZIPFEL U. V. M.
LONGLIST „Schönste Deutsche Bücher 2026“ der Stiftung Buchkunst
Buchpräsentation & Kuratorinnengespräch am 19. Juni 2026 um 18 Uhr in der Hansabibliothek Berlin
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Fotografie des Gegenwärtigen
24€ In den WarenkorbZur Bedeutung des Moments in der künstlerischen Fotografie
Kann es Fotografien geben, die konkrete Orte repräsentieren? Angesichts der täglich verfügbaren Bilderflut erscheint diese Frage zunächst überflüssig. Erst bei genauer Betrachtung zeigt sich die Distanz zwischen der visuellen Erfahrbarkeit von Orten und den davon generierten Medienbildern. „Es gibt nichts auf der Welt, das nicht einen entscheidenden Augenblick hätte“, stellte Henri Cartier-Bresson einmal fest. Das Buch untersucht diesen spezifischen Moment und geht der Frage nach, wie künstlerische Fotografie die Kluft zwischen raumbezogener Realität und fotografischem Bild beschreiben und das Gegenwärtige zum Zeitpunkt der Aufnahme sichtbar machen kann.
Mit Arbeiten von Viktoria Binschtok, Julian Faulhaber, Mareike Foecking, Stephanie Kiwitt, Nikolaus Koliusis, Barbara Probst und Wolfgang Zurborn sowie Texten von Holger Kube Ventura.
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SELBER ORT, ANDERE ZEIT.
Künstlerbund Baden-Württemberg 1955 – 202538€ In den WarenkorbDiese 2-bändige Publikation erscheint zum 70-jährigen Jubiläum des Künstlerbunds Baden-Württemberg, der 1955 in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden seine erste Ausstellung präsentierte. Zum landesweiten Verein gehörten damals u.a. Otto Dix, Ida Kerkovius, und Willi Baumeister. Heute umfasst der Künstlerbund 450 Künstler:innen. Archivmaterial gibt Einblick in seine facettenreiche Geschichte und aufschlussreiche Essays beleuchten die Bedeutung von Kunstvereinigungen und der dort initiierten Diskurse im Deutschland der Nachkriegszeit, nach seiner Teilung und Wiedervereinigung. Der zweite Band dokumentiert die gegenwärtige Ausstellung Selber Ort, andere Zeit mit 21 Künstler:innen welche das breite Spektrum der kreativen Ansätze und der im Bund vertretenen Generationen bezeugen.
LONGLIST „Schönste Deutsche Bücher 2026“ der Stiftung Buchkunst
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Mirror
Collaborative Pictures by Merrick d’Arcy-Irvine x Julia Bajanova40€ In den WarenkorbWir Menschen sind soziale Wesen. Ohne andere, die unser Verhalten spiegeln, geht verloren, was uns ausmacht – Sprache, Kultur, die Fähigkeit zum künstlerischen Ausdruck. Dem Fotografen Merrick d’Arcy-Irvine und der Modedesignerin Julia Bajanova ist daher an intensiven Begegnungen gelegen; mit den Personen, die auf ihren Bildern zu sehen sind, sowie miteinander, als Künstler*in und Mensch. Es berühren sich dabei ihre Medien und die Stoffe, die dafür in Gebrauch sind. Deren Materialität und ihr sinnliches Erleben im physischen Raum stehen bei den in diesem Band vereinten Bildern im Fokus, weshalb d’Arcy-Irvine und Bajanova auf digitale Mittel verzichten. Über die Sinnlichkeit entsteht eine emotionale Verbindung zwischen ihren künstlerischen Universen, deren Grenzen wie jene der Genres fluide werden. Farben und Formen verschmelzen zu einer gemeinsamen Sprache von bildender Kunst und Mode, in der d’Arcy-Irvine und Bajanova mit Licht auf dem Fotopapier ihre Botschaften verfassen. Sie erzählen davon, was uns Menschen ausmacht: vom freien Schaffen jenseits alltäglicher Notwendigkeiten. Die Bilder in Mirror sind demnach Spiegelungen unseres Daseins, Pforten zur Selbsterkenntnis.
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ODOR
Immaterielle Skulpturen40€ In den WarenkorbOdor wirkt unmittelbar. Gerüche wecken in uns Gefühle, Stimmungen und Erinnerungen. Sie überlagern andere Sinne und beeinflussen unsere Wahrnehmung stärker, als uns bewusst ist. Düfte schaffen Nähe und Distanz zugleich. Sie schreiben sich in unser Gedächtnis ein und festigen unsere Erfahrungen. Dennoch bleibt ihre Existenz im Raum unsichtbar und der Akt des Riechens flüchtig.
Die Publikation Odor – Immaterielle Skulpturen widmet sich der Macht der Gerüche. In kuratorischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen werden unterschiedliche Perspektiven auf dieses flüchtige Ereignis eröffnet. Sie beschäftigen sich mit dem Geruchssinn und den Eigenschaften des Immateriellen. Von den Künstler*innen konzipierte Künstler*innenseiten liefern weitere Informationen, Bilder und Kontexte zu den einzelnen Werken, die Geruch als Riech-und Raumerfahrung in den Mittelpunkt des Kunsterlebens stellen. Die Arbeiten bewegen sich im Spannungsverhältnis von Zeit und Raum, Individuum und Gemeinschaft, Bewusstsein und Unterbewusstsein, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Alltäglichem und Wunderbaren, Selbstempfinden und Fremdwahrnehmung, An- und Abwesenheit, Leben und Tod.
Künstler:innen: Jason Dodge, Carsten Höller, Koo Jeong A, Oswaldo Maciá, Teresa Margolles, Pamela Rosenkranz, Sissel Tolaas, Clara Ursitti, Luca Vitone
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Alexandru Chira
42€ In den WarenkorbDas Werk von Alexandru Chira (geb. 1947 in Tauseni, Rumänien, gest. 2011 in Bukarest) kartografiert auf systematische und umfassende Weise eine fiktiven Forschungsbereich. Seine Gemälde, Zeichnungen und Objekte, deren einzelne Elemente an Schalter, Bildschirme, Tastaturen und Hebel erinnern, dienten dem Zweck „Regen und Regenbogen zu bringen“, Wohlstand zu fördern und Hochwasser zu verhindern. In seinem Kunstlabor arbeitete Chira wie ein Bauer, der das Feld bestellt. Er säte in seiner Malerei Symbole, verpflanzte sie bisweilen, um neue semiotische Verbindungen zu schaffen, erntete sie dann und sammelte alles in gemalten Maschinen verschiedener Formen und Dimensionen. In den 1990er-Jahren, als Chira schon Universitätsprofessor und anerkannter Künstler war, erfüllte er sich mit dem „Ensemble von Tauseni“, dem größten Ein-Mann-Monument in Transsylvanien, einen Lebenstraum. So besteht ein Hauptteil seines Werkes aus Skizzen und weiterentwickelten Arbeiten, die sich auf das Monument beziehen. Im Laufe seiner jahrzehntelangen agrar-ästhetischen Faszination verbanden sich Architektur, Design, Astronomie, Geschichte, Magie, Ufologie, Mystik, Schamanismus und Theosophie zu einer Art praktischem Wissen, aber auch zu spiritueller Spekulation für sein Vorhaben.
Die umfangreiche Monografie mit über 750 Abbildungen umfasst vier Dekaden künstlerischen Schaffens von Alexandru Chira und basiert auf langjährigen Recherchen des National Museum of Contemporary Art of Romania. Sie enthält zahlreiche Transkriptionen von Texteinschüben, Legenden, Instruktionen zum Decodieren der Arbeiten und Gedichtfragmenten, die in den Bildern von Chira enthalten sind.




















