


MEUSER
Werke 2012–2023 (DEUTSCH)
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| Herausgeber | Bärbel Grässlin, Christian Malycha, Claes Nordenhake, Gisela Capitain, Jochen Meyer, Thomas Riegger |
| Autor(en) | Alexander Linn, Christopher Williams, Elizabeth Anne Johnson, Gregor Jansen, Hannah Eckstein, Noemi Smolik, Peter Pakesch, Ulrike Groos |
| Gestaltung | Studio Martin Steiner |
| Maße | 24 x 30 cm |
| Umschlag | Hardcover |
| Seitenzahl | 160 |
| Abbildungen | 85 |
| Sprache(n) | Deutsch |
| ISBN | 978-3-96912-119-1 |
Seit dem Studium bei Joseph Beuys und Erwin Heerich, seit seinen ersten Ausstellungen – etwa 1979 in „Kippenbergers Büro“ – ist Meuser (geb. 1947 in Essen, lebt und arbeitet in Karlsruhe) ein Solitär. Seine Skulpturen und Plastiken sind unbequem und sperrig, aber immer auch verletzlich und zart. Sie haben Witz und herzergreifenden Charme. Meuser findet sein Material auf dem Schrottplatz. Souverän und einfühlsam gibt er den Resten und Überbleibseln der Industriegesellschaft Form und Würde zurück. Als Romantiker gibt er den Dingen ein Eigenleben zurück und macht sie zu mündigen Protagonisten. Unermüdlich arbeitet er an der Re-Poetisierung einer genormten und geschundenen Welt. Die aufwendig gestaltete Monografie erscheint anlässlich von Meusers 75. Geburtstag und versammelt Werke und Ausstellungen der vergangenen zehn Jahre. Acht internationale Autorinnen und Autoren entwerfen ein schillerndes Mosaik und zeigen, wie sich Meuser spielend gegenüber Duchamp, Minimalismus und Sozialer Plastik behauptet. Ein Ausblick mit offenem Ende.
Meuser studierte 1968–1976 an der Kunstakademie, Düsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich. 1991 erhielt er den ars viva-Preis. 1992–2015 Professor an der Kunstakademie Karlsruhe. Seit 1976 zahlreiche institutionelle Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Werke in internationalen Sammlungen: Bundeskunsthalle, Bonn; Deichtorhallen, Hamburg; documenta IX / Fridericianum, Kassel; Fundació Joan Miró, Barcelona; Joanneum, Graz; Kunsthalle Düsseldorf; Museum of Contemporary Art, Monterrey; Martin-Gropius-Bau, Berlin; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Museum Folkwang, Essen; Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien; Museum Morsbroich, Leverkusen; Rijksmuseum Twenthe, Enschede; Sakip Sabanci Museum, Istanbul; Städtische Galerie, Karlsruhe; Vanhaerents Art Collection, Brüssel; ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe.
Weitere Bücher
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Andreas Wegner
Wir fahren mit der Schneckenpost, weil die uns keinen Pfennig kost50€ In den WarenkorbDie Kunst von Andreas Wegner hinterfragt den kapitalistischen Stadtraum. Wegners Interventionen erproben alternative Modelle für urbane Interaktion, für Handel, Bebauung, Verkehr oder die Nutzung öffentlichen Raums. Inspiriert von Joseph Beuys’ Sozialer Plastik und Charles Fouriers’ Sozialutopien, gründete Wegner u.a. ein genossenschaftliches Kaufhaus in Berlin, einen Lebensmittelladen in Wien, und betrieb Immobiliengeschäfte als kreativen Widerstand. Diese Monografie illustriert die wichtigsten Projekte des Künstlers mit Abbildungen, Essays namhafter Autoren, Interviews, und eigenen Texten. Neben kollektiven Initiativen, Installationen, Fotografie, Film, und Skulptur ist Malerei bis heute eine Konstante in Wegners Werk.
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Sebastian Stöhrer
Bewohner40€ In den WarenkorbSebastian Stöhrers Werk kann mit Recht als Schöpfung bezeichnet werden. Aus Ton – also im Grunde aus Erde – formt er seine „Bewohner“: farbenfrohe, freundlich wirkende Skulpturen-Wesen, teils mit an Extremitäten erinnernden Erweiterungen aus Stöcken oder Ästen. Sie kommen locker-humorvoll daher, sind aber keineswegs bloß das Produkt einer Eingebung oder Laune. Es bedarf jahrzehntelanger akribischer Erkundungen am Brennofen auf Grundlage der jahrtausendealten Töpferkunst sowie fundierter Kenntnisse der Chemie und Physik, um solche Farben und Formen zu schaffen. Stöhrer wird als Alchemist bezeichnet, und tatsächlich tritt er zur Ehrenrettung dieser forschenden Zunft, eine Vorläuferin der modernen Naturwissenschaften, an. Die Alchemie vereint wie Stöhrers Werk pure Vernunft mit dem Zufall und einem Fünkchen Magie. Der Künstler treibt ein intuitives, sinnliches Spiel mit der Tonerde und der kaum kalkulierbaren Farbigkeit der Glasuren – die Schöpfung trägt nun mal auch das Chaos, das Anarchische, Triebhafte in sich. Als ihre Verkörperung treten uns Stöhrers „Bewohner“ entgegen; als Abbilder, vielleicht auch als Boten einer künftigen gutmütigen Version unserer selbst.
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Konkrete Progressionen
François Morellet, Vera Molnar, Manfred Mohr, Hartmut Böhm15€ In den Warenkorb2022 erhielt das Kunstmuseum Reutlingen | konkret durch eine umfangreiche Schenkung bedeutende Sammlungszugänge. Die erste Ausstellung dazu präsentiert unter dem Titel Konkrete Progressionen vier international renommierte Künstler:innen, deren Werke auf mathematischen oder geometrischen Ableitungen basieren: die konkreten Systematiker Hartmut Böhm (1938–2021) und François Morellet (1926–2016) sowie die Pioniere der computergenerierten Kunst Manfred Mohr (geb. 1938) und Vera Molnar (geb. 1924).
Das Buch dokumentiert die seriellen Malereien, Zeichnungen, Collagen, Wandobjekte und monumentalen Rauminstallationen aus Stahlträgern oder Betonsteinen. Die Arbeiten sind konkrete Spiele zur Mustererkennung in binären Gegensätzen oder geschichteten Rastern. Sie zeigen Sinuskurven, Vektorreihen, Hyperwürfel sowie aus der Kreiszahl π oder der Fibonacci-Folge abgeleitete Markierungen – und demonstrieren dabei vor allem stets die Verselbstständigung der jeweiligen Kalkulationsgrundlage.
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Parallel Lines
High Modernism in Croatia 1949–199836€ In den WarenkorbParallel Lines. High Modernism in Croatia 1949–1998 dokumentiert die gleichnamige Ausstellung in Bukarests Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst im Jahr 2025. Gemeinsam mit dem Nationalmuseum für Moderne Kunst in Zagreb organisiert, beleuchtete sie mit 188 Positionen die Kunstszene nach der Kominform-Resolution von 1948, die Jugoslawiens Bruch von sowjetischem Einfluss markierte. Die 60er Jahre sahen Zagreb mit seinen “Neuen Tendenzen” als Zentrum experimenteller Kunst in Antwort auf die Malerei des sozialistischen Realismus. Parallel Lines verweist auf das Nebeneinander institutionell geförderter und alternativer Kunst im jugoslawischen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Mit öffentlichen Dialogen und Debatten sorgten die parallelen Strömungen für eine dynamische Kulturlandschaft.
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Räume hautnah (DEUTSCH)
Draiflessen Collection32€ In den WarenkorbWir leben in Räumen, die wir nach unseren Vorstellungen formen. Unser Alltag hinterlässt dabei Spuren, die von unseren Gewohnheiten erzählen. Räume versprechen Schutz und Verortung, können aber auch das Gefühl der Enge hervorrufen. Wir verwachsen mit Räumen – sie wiederum werden zum Abdruck unserer Persönlichkeit. Umgekehrt gestalten Räume je nach Bauweise und Standort unser Dasein. RÄUME HAUTNAH versammelt künstlerische Positionen, die die Sphären von Mensch und Raum nicht unabhängig voneinander betrachten, sondern in komplexen Verflechtungsprozessen begreifen: als leibliche Erfahrung, emotionale Abhängigkeit oder instinktives Bedürfnis nach Schutz. Olesja Nein, die Kuratorin dieses Projekts, führt mit ihrem Katalogbeitrag in die Ausstellung ein und erläutert als Rundgang in Textform jede dieser künstlerischen Positionen näher, beschreibt den jeweiligen Wirkungsraum und gibt hilfreiche Informationen an die Hand. Philipp Zitzlsperger wiederum greift den in der Ausstellung wichtigen Aspekt des Abdrucks als auratisches künstlerisches Verfahren auf und erläutert dessen Herkunft und Bedeutung im Rückgriff auf die Vormoderne.
Künstler*innen: Absalon, Shannon Bool, Heidi Bucher, Eileen Gray, Do Ho Suh, Mary Mattingly, Tracey Snelling, Francesca Woodman
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Beate Höing
It’s all about Love28€ In den WarenkorbErinnerung – Was bleibt?
Die Malerin und Keramik-Bildhauerin Beate Höing (geb. 1966, lebt und arbeitet in Coesfeld und Münster) schafft Kunstwerke, die ästhetisch stark von der Ornamentik und handwerklichen Technik der Volkskunst beeinflusst sind. Inspirationen für ihre Motive bieten Souvenirkultur, aber auch Märchen und Mythen. Als Ergebnis entstehen fantasiereiche Bildwelten mit einem prägnanten Stil und einer ganz eigenen Ästhetik. Poetische Bilder und Skulpturen spielen gekonnt mit Kitsch und Formen traditionellen Handwerks. Tatsächlich Vorhandenes, Assoziiertes und Erinnertes fügt sich in einem ambivalenten Spiel aus Realität und Fiktion zusammen, in welchem Traum und Albtraum, Entspannung und Erschrecken dicht beieinander liegen.
Die großzügig bebilderte Monografie bietet einen umfassenden Überblick über die Arbeiten der Künstlerin von 2011 bis 2021.
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Die Kraft des Staunens
Der Neue Materialismus in der Gegenwartskunst34€ In den WarenkorbLange Zeit wurde Materie nur als passives, lebloses Objekt betrachtet. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat in der bildenden Kunst und in der Wissenschaft jedoch eine Neubewertung eingesetzt, die Materie als aktiv, widerspenstig und eigenständig versteht. Der Ethnologe Hans Peter Hahn spricht vom „Eigensinn der Dinge“, die belgische Philosophin Isabelle Stengers sogar von der „power of wonder“ – der Kraft des Staunens und der Überraschung angesichts einer materiellen Welt, die sich nicht immer in Worte fassen lässt.
Diese Publikation zeigt erstmals anhand von sechs ausgewählten künstlerischen Positionen die Bedeutung des Neuen Materialismus für die Kunst der Gegenwart auf. Die Künstler:innen nutzen Jahrmillionen alte Materie wie Gesteine aus einem Tagebau genauso wie klassische, anorganische Werkstoffe wie Keramik oder neueste Materialien wie digitale Produkte, die in hochtechnologischen Verfahren in bisher unbekannte hybride Gegenstände transformiert werden. Damit verleihen sie der Kunst in den aktuellen Diskussionen um die Stellung des Menschen gegenüber seiner Umwelt, um Nachhaltigkeit, Teilhabe und Gerechtigkeit eine kraftvolle Stimme.
Mit Arbeiten von Ilana Halperin, Agata Ingarden, David Jablonowski, Markus Karstieß, Robert Smithson und SUPERFLEX.
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Ernst Gamperl
Zwiesprache Dialogue34€ WeiterlesenEinzigartige Holzskulpturen als Ergebnis eines zehn Jahre langen Prozesses
Den Künstler Ernst Gamperl (geb. 1965 in München, lebt und arbeitet in Tremosine) faszinieren der Dialog mit dem lebendigen Material und die Qualität des Unvorhersehbaren. Er gestaltet Holzobjekte, bei denen er den natürlichen Trocknungsprozess, Risse und Unregelmäßigkeiten in die Formgebung einbezieht. Diese revolutionäre Technik des Drechselns hat zu völlig neuen Maßstäben geführt, technisch oft an der Grenze des Machbaren. In einem zehn Jahre währenden Prozess verwandelte Gamperl eine rund 230 Jahre alte entwurzelte Eiche in ein Ensemble aus Gefäßen und Skulpturen. Das Künstlerbuch transportiert die Faszination des Materials und des Handwerks, führt nah heran an die Objekte und dokumentiert den herausfordernden Werksprozess.
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Matilde Damele
New York. 1999-201435€ In den WarenkorbNew York und die Street Photography wurden füreinander geschaffen, weshalb sich Matilde Damele (geb. in Bologna, lebt und arbeitet in Rom), eine Meisterin dieses Genres, Ende der 1990er dahin aufmachte. 15 Jahre hat sie in New York verbracht, und ihre dortigen Streifzüge sind nun zu diesem einmaligen Bildband geronnen. Das Licht, die Straßenschluchten, die vorbeieilenden Menschen und ihre Einsamkeit unter den Vielen – Damele hat all das mit ihrer flinken Kamera in klassischem Schwarz-Weiß festgehalten. Sie hat ein herausragendes Porträt dieser zukunftsweisenden Stadt geschaffen, das uns stetig deren Vergangenheit ins Bewusstsein ruft.
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Digitale Skulptur
Follow the unknown19,80€ In den WarenkorbDie Grenzen des Greifbaren
Erstmalig in der Geschichte der bildenden Kunst wurde ein Wettbewerb zur Digitalen Skulptur ausgerufen. Was ist eine digitale Skulptur überhaupt? Wann verschmelzen Grenzen zwischen Realität und Virtualität? Mit dem Aufkommen digital erzeugter Bildformen haben sich die Voraussetzungen unserer Wahrnehmung und die Parameter unserer Sehgewohnheiten verändert. Durch die interaktive Einbeziehung des Betrachters führen softwaregesteuerte Bildphänomene wie virtuelle Umgebungen zu einem erkundenden Sehen. Das Buch präsentiert und dokumentiert zukunftsweisende Arbeiten, die im Rahmen einer internationalen Ausschreibung des Museums Ulm konzipiert wurden.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Morehshin Allahyari, Giulia Bowinkel & Friedemann Banz, Jörg Brinkmann, George Crîngaşu, Nieves de la Fuente Gutiérrez, Marcel Karnapke, Leonard Kern, Nicolò Krättli + Jann Erhard, Martina Menegon, Marjan Moghaddam
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Supernatural
Skulpturale Visionen des KörperlichenWeiterlesenDie Zukunft der Körperlichkeit im Zeitalter des Anthropozän
Angesichts der technologischen Entwicklung in der Biogenetik wird der Mensch zukünftig in der Lage sein, alles Lebendige, die Natur, die Tierwelt und die Ebenbilder des Menschen existentiell zu verändern. Wie werden die Körper der Zukunft aussehen? Wer oder was werden wir sein? Supernatural gibt Antworten aus dem Bereich der hyperrealistischen und realistischen Skulptur. Die zukunftsweisenden Werke reflektieren nicht nur Auswirkungen der digitalen Revolution und der Gentechnik auf den „posthumanen“ Menschen und die Umwelt, sondern veranschaulichen auch durch hybride Eigenschöpfungen, dass die Grenzen zwischen Natur und Kultur heute fließend geworden sind. Indem die Künstlerinnen und Künstler ihre Herstellungsverfahren mittels 3D-Druck perfektionieren und die skulpturalen Grenzen in Richtung Robotik und synthetische Biologie erweitern, eröffnen sich damit nicht zuletzt auch für sie neue Gestaltungsmöglichkeiten zwischen Artefakt, Biologie und Technik.
Das Buch enthält unter anderem Arbeiten von Anne Carnein, Isa Genzken, Glaser/Kunz, Thomas Grünfeld, Sam Jinks, Josh Kline, Krištof Kintera, Reiner Maria Matysik, Alex May und Anna Dumitriu, Fabien Mérelle und Patricia Piccinini.
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Jan Muche
Agora42€ In den WarenkorbArbeitsspuren des Lebens
Im Zentrum der Bildproduktion von Jan Muche (geb. 1975 in Herford, lebt und arbeitet in Berlin) stehen Formen, die an Stahlbaukonstrukte, riesige Anlagekomponenten oder Gerüstbauteile erinnern. Seine konstruktivistisch-abstrakten Gemälde und Skulpturen nehmen Bezug auf Stahl als Symbol für Industrialisierung und die Arbeiter, deren optimistisch überhöhte Darstellung bezeichnend für die kommunistischen, stalinistischen, nationalsozialistischen und realsozialistischen Ideologien des 20. Jahrhunderts waren. Muches kratzige Ästhetik kombiniert proletarischen Charme mit dem Geist des Aufstrebenden, die die Betrachterin und den Betrachter auch in dissonante Regionen führt. Das Buch, gefördert von der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst, spiegelt sein Nachdenken über den Stellenwert von Arbeit, über Maloche im Zeitalter der Digitalisierung sowie die Auseinandersetzung mit den alten „Helden der Arbeit“ wider.
Jan Muche ist ausgebildeter Lithograf und studierte bei Karl Horst Hödicke an der Hochschule der Künste Berlin.
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Under the Milky Way
Abstraktion, Autonomie und post-vandalistische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart38€ In den WarenkorbDas Draußen ist Schule geworden, die städtische Unterwelt Atelier, und entgrenzte Antiautorität ersetzt den Einfluss der Akademie und des Markts. Hier sind Kunstbewegungen und Hidden Masters entstanden, die inzwischen auch institutionell in Erscheinung treten. Manche haben einen Graffiti-Hintergrund, andere Malerei studiert, einige waren zuvor Stadteinbrecher, die an Orten malten, wo sie vor Behörden fliehen mussten. Die daraus erwachsene Kunst lässt sich am besten mit drei Begriffen beschreiben: Abstraktion, Autonomie und – je nach Sichtweise – Post-Vandalismus.
Die gerade zu Ende gegangene Ausstellung Under the Milky Way im Kunstverein Hannover präsentierte spannende Positionen dieser Szenen aus ganz Europa. Sie war keine Graffiti-Schau, sondern präsentierte einen künstlerischen Transfer, der abstrakte Malerei und andere Praktiken in den musealen Raum überführt. Darin finden sich raue Ideen, Ironie, autonome Kunst sowie konzeptuelle und anarchische Ansätze. Teilweise ungebeten entsteht eine Kunst der Kunst, manchmal geprägt von politischen Haltungen, manchmal von der Freiheit, genau das zu tun, was getan werden will.
Das Buch zur Ausstellung im Kunstverein Hannover versammelt maßgebliche Akteur:innen dieser Entwicklung in einer Konstellation, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Sie stammen aus heterogenen urbanen und künstlerischen Szenen, finden sich jedoch immer wieder unter der Milchstraße: mit einem progressiven Jucken in den Fingern, das nach einer Aktionsfreiheit ruft, die bei Tageslicht kaum möglich scheint.
Mit Amos Angeles, Alexandre Bavard, Cäcilia Brown, Stephen Burke, Bus 126, Brad Downey und Akim, Florentina Holzinger, Antwan Horfee, Hams Klemens, Klub7, Daniel Laufer, Mischa Leinkauf, Martina Morger, Moses und Taps, Martina Morger, Christoph und Sebastian Mügge, Patrick Niemann, Rocco und seine Brüder, Veli Silver, Mathias Weinfurter, Angst Yok.
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Harte Zeiten
Ciężkie Czasy34€ In den WarenkorbSich global verdichtende, politische und gesellschaftliche Herausforderungen sind für Künstler und Künstlerinnen immer auch lohnende Betätigungsfelder und mitunter erwachsen daraus antizipative Lösungsansätze.
Harte Zeiten – Ciężkie Czasy ist eine Kooperation des Künstlerbunds Baden-Württemberg, dem Port25 – Raum für Gegenwartskunst in Mannheim und der Galeria Miejska bwa in Bydgoszcz, Polen, mit Arbeiten von insgesamt zehn polnischen und zehn deutschen zeitgenössischen Künstler:innen. Unter dem Aspekt der „Grenzenlosigkeit der Kunst“ regt die Publikation mit Statements von und der Dokumentation des im September 2021 ausgerichteten Symposiums dazu an, über Kulturbedingungen und deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten in beiden Ländern und über diese hinaus zukunftsweisend nachzudenken.
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Sprache/Text/Bild
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Andreas Eriksson
WeiterlesenAlles hängt zusammen, von außen nach innen. Schau was dahinterliegt.
Andreas Eriksson (geb. 1975 in Björsäter, lebt und arbeitet in Medelplana, Schweden) ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Schwedens. Seine Kunst gründet auf einer traditionellen Bildsprache der Malerei, die sich kontinuierlich auf andere Felder ausgeweitet hat. So hat Eriksson zahlreiche Textilarbeiten produziert und sich mit verschiedenen Epochen und konzeptuellen Verfahren in der Skulptur und Drucktechnik auseinandergesetzt. Seine erste Monografie unternimmt den Versuch, Erikssons Entwicklung und Gedanken im Kontext des großen Spektrums seiner Arbeiten zu illustrieren. Dieses Buch ist ein konzentrierter Blick hinter die Leinwand.
Andreas Eriksson studierte von 1993 bis 1998 an der Königlichen Hochschule der Bildenden Künste in Stockholm und repräsentierte Schweden im Nordischen Pavillon auf der 54. Biennale di Venezia. Seine bisher größte Einzelausstellung fand 2014 in der Bonniers Konsthall, Stockholm statt.
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Sonia Gomes
I Rise – I’m a Black Ocean, Leaping and WideWeiterlesen„My Work is Black, it is Feminine, and it is Marginal. I‘m a Rebel.“
Die biomorphen Skulpturen von Sonia Gomes (geb. 1948 in Caetanópolis, Brasilien, lebt und arbeitet in Belo Horizonte, Brasilien) sind von beunruhigender, geradezu magischer Präsenz. Als Tochter einer schwarzen Mutter und eines weißen Textilunternehmers wuchs Gomes zwischen zwei Welten auf. Die afrikanische Kultur und Spiritualität ihrer Mutter und Großmutter, das Interesse an Ritualen, Prozessionen und Mythen prägten ihr Leben und ihr späteres Werk nachhaltig. Schon als Jugendliche hatte Gomes damit begonnen, Textilien und Kleidung zu dekonstruieren, um daraus Gebrauchsgegenstände und kunsthandwerkliche Objekte zu schaffen und ihren eigenen Stil zu kreieren. Sie gehört nach ihrer Beteiligung an der 56. Biennale di Venezia 2015 zu den einflussreichsten Künstlerinnen Brasiliens.
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Kai Schiemenz
Priel38€ In den WarenkorbPriele sind Ausspülungen im Watt. Zwischen Sandbänken wird Abgelagertes bei Ebbe ins Meer ausgewaschen und bei Flut fließt das Wasser wieder zurück. Priele sind gleichsam Flüsse im Meer. Dieser Idee folgend, zeigt das Buch die wesentlichen Werke und Projekte von Kai Schiemenz (geb. 1966 in Erfurt, lebt und arbeitet in Berlin) der letzten vier Jahre. Die Publikation gibt einen Einblick in die Herkunft einzelner Werkgruppen und deren Entstehungsgeschichte. Kai Schiemenz beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Stadt, Raum und Architektur. Seine kleinformatigen Skulpturen sind in sich geschlossene Gebilde, in denen er digitale Techniken mit natürlichen Materialien wie Holz oder Papier kombiniert. Gleichzeitig fungieren sie als Modelle für raumfüllende Installationen und Architekturen für den Außen- und Innenraum, in denen Schiemenz über Blickachsen Räume konstruiert, die den Betrachter aufgrund ihrer Durchlässigkeit direkt mit einbeziehen. Seine Skulpturen sind Architektur und seine Ausstellungen sind Landschaften, in denen sich die Besucher:innen wie in einem Park begegnen. Im Zentrum steht immer wieder die Frage nach dem Einfluss von gebauter Umwelt und urbanen Landschaften auf den Menschen.
Kai Schiemenz studierte 1990–1991 an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und 1992–1998 an der UdK Berlin, 1999 war er Meisterschüler bei Lothar Baumgarten. 1999 erhielt er den GASAG Kunstpreis, Berlin und 2005 das Villa Aurora Stipendium, Los Angeles.
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Sabine Hornig
Passage through Presence45€ In den WarenkorbGroßformatige Raum-Zeit-Schichtungen
Sabine Hornig (geb. 1964, lebt und arbeitet in Berlin) ist international durch ihre Skulpturen, Fotografien und Rauminterventionen bekannt geworden, die auf besondere Weise Bild, Perspektive und Raum ineinander verschränken. Ihre Arbeiten integrieren transparente Bildebenen auf Glas skulptural in den Raum, sodass sich die Bedeutung erst durch den Blick und die Bewegung des Betrachters entfaltet. In den neuen architekturbezogenen Arbeiten der Künstlerin werden ganze Fassaden und Durchgänge mit Großfotos überlagert. In dieser Publikation wird erstmalig der Fokus auf Sabine Hornigs räumliche Arbeiten von der Erstellung der Modelle zu Skulpturen und der Kombination mit transparenten Fotoebenen bis hin zu den Arbeiten im öffentlichen Raum gelegt. Dabei steht ihre bisher größte Installation im New Yorker Flughafen LaGuardia im Mittelpunkt, über die sie mit Nicholas Baume, Direktor und künstlerischer Leiter des Public Art Fund New York spricht.
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MK Kaehne
Π = 3,1415935€ In den WarenkorbDie Biografie des Konzeptkünstlers MK Kaehne (geb. 1963 in Vilnius, lebt und arbeitet in Berlin) oszilliert zwischen Vilnius, Moskau und Berlin. Vom russischen Konstruktivismus geprägt, zeichnet und baut er Koffer-Skulpturen in Warenhausästhetik, eine Umkehrung des Readymade-Prinzips. Sein Schwerpunkt verlagert sich allmählich vom Formalen zum Psychologischen, hin zu lebensgroßen Figuren wie It’s me (2023): eine hyperrealistische Nachbildung seiner selbst, kopfüber im Schlamm liegend, daneben ein Gartenzwerg. Kaehne arbeitet streng analytisch, die Ergebnisse aber sind voller Tragik und Ironie. Absichtslose Zeichnungen, in denen Biografisches, Dadaistisches und Politisches verschmelzen, begleiten sein Oeuvre. Ein Gesamtkunstwerk, das die persönliche wie gesellschaftliche Entwicklung nachzeichnet.




















