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Lust und Begehren in Kunst und Design
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| Herausgeber | GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Leipzig |
| Autor(en) | Clemens Meyer, Bettina Ruhrberg |
| Gestaltung | Tobias Wenig |
| Umschlag | Hardcover in Leinen |
| Maße | 19,5 x 27,5 cm |
| Seitenzahl | 168 |
| Abbildungen | 200 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-015-6 |
„Whose Jizz is this?“
Sex – u – ell, der Publikationstitel erschließt sich allein phonetisch aufgelöst. „Sexuell“ umfasst das breite Spektrum dessen, was wir mit Sexualität verbinden. Lust, Verlangen, Ekstase, Unterdrückung, Obsession – in der Welt der Kunst, in Mode und Design zeigen sich verschiedene Spielarten von Eros und Sexus jenseits festgefahrener Klischees in unterschiedlichen Ausprägungen. Ausgehend von einer Neubewertung der Sexualität über die letzten dreißig Jahre wird in diesem Buch der Frage nachgegangen, inwieweit aktuelle gesellschaftliche Debatten um biologische und soziale Geschlechterrollen, Machtstrukturen und sexuelle Gewalt oder die zunehmende Enttabuisierung sexueller Praktiken Eingang in die Gestaltungen von Künstlern, Modemachern und Designern gefunden haben. Mit Arbeiten und Entwürfen von Walter Van Beirendonck, Monica Bonvicini, Tracey Emin, Hans-Peter Feldmann, Jürgen Klauke, Peaches, Cindy Sherman, Kara Walker, Vivienne Westwood und weiteren.
Das vorliegende Buch dokumentiert das ursprünglich als große Sommerausstellung im Leipziger GRASSI Museum für Angewandte Kunst geplante Projekt, welches aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde.
Weitere Bücher
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Stefan Knauf
10€ In den WarenkorbStefan Knauf (geb. 1990 in München, lebt und arbeitet in Berlin) setzt sich mittels bestimmter Materialien wie Baustoffe oder Pflanzen mit der Historie der Botanik, der Migration, des Handels, der Wissenschaft und der Architektur auseinander. Er kritisiert dabei ein idealisiertes, anthropozentrisches Naturverständnis, das immer noch vorherrschend ist. Seine Skulpturen, geometrisch-abstrakten Bilder und Installationen, in denen Konstruktivismus und Minimal Art nachhallen, sind Kontaktzonen, in denen alles miteinander zu tun hat: die menschliche und die nicht menschliche Geschichte, Natürliches und Künstliches, Ökologie und Ideologie. Diese Verstrickungen will Knauf in seinen Werken nicht auflösen. Er schlägt stattdessen unter dem Begriff der „modifizierten Landschaft“ andere Sichtweisen und Topografien vor. Er sucht nach materiellen, alchemistischen Formen von Wissen, nach einem neuen, multiperspektivischen Zugang zu Geschichte und Realität des Anthropozäns.
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Logan T. Sibrel
But I’m Different50€ In den WarenkorbDie Gemälde und Zeichnungen von Logan T. Sibrel (geb. 1986 in Jasper, IN, lebt und arbeitet in Brooklyn, NY) zeigen Augenblicke von großer Freude und Schönheit, aber auch Furcht, Traurigkeit, Verlangen und Aggression. Häufig wird nur ein Teil der meist männlichen Figuren dargestellt. Es werden fragmentarische Geschichten erzählt, die durch ihre Authentizität, Intimität und Verletzlichkeit berühren. Zu den künstlerischen Mitteln von Sibrel gehören Überschneidungen, versetzte Perspektiven oder Textfragmente, die wie Schnipsel von belauschten Gesprächen wirken und so den Effekt einer Collage erzeugen.
Dieses Buch ist die erste umfassende Publikation des Künstlers mit Arbeiten der letzten zwanzig Monate. Während der erste Teil die Malerei präsentiert, gibt der zweite Teil die Zeichnungen wieder. Hierbei wurden das Trägerpapier digital entfernt, sodass es wirkt, als hätte Sibrel die Bilder direkt in das Buch gezeichnet.Logan T. Sibrel absolvierte bis 2009 sein Bachelorstudium an der Indiana University in Bloomington und 2011 sein Masterstudium an der Parsons New School of Design in New York. Seine aktuellsten Einzelausstellungen umfassen In Another Life bei Galerie Thomas Fuchs (Stuttgart, DE) und Brake For Your Sweetheart at Auxier Kline (New York, NY).
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Karin Hochstatter
gegengerade20€ In den WarenkorbEine Provokation des Sehens zwischen Fläche und Tiefe
Karin Hochstatter (geb. 1960 in Köln, lebt und arbeitet in Köln) thematisiert in ihren Arbeiten Formen und ihre Auflösung sowie die dadurch entstehenden Wahrnehmungsmechanismen. Alltägliche Gebrauchsmaterialien aus hochtechnisierten Produktionsprozessen, wie Baustoffe oder Folien, werden zu fragilen und expansiven Gebilden, die unser Sehen und unsere Vorstellung von Skulptur hinterfragen. Das Buch dokumentiert ihre neueren Arbeiten aus den Jahren ab 2012, die stets als singuläre Ereignisse im Raum existieren und kein zweites Mal in der gleichen Art und Weise in Erscheinung treten.
Karin Hochstatter studierte Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf und Philosophie an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf. Seit 1998 ist sie als Gastprofessorin und Lehrbeauftragte in Deutschland und den USA tätig.
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Under the Milky Way
Abstraktion, Autonomie und post-vandalistische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart38€ In den WarenkorbDas Draußen ist Schule geworden, die städtische Unterwelt Atelier, und entgrenzte Antiautorität ersetzt den Einfluss der Akademie und des Markts. Hier sind Kunstbewegungen und Hidden Masters entstanden, die inzwischen auch institutionell in Erscheinung treten. Manche haben einen Graffiti-Hintergrund, andere Malerei studiert, einige waren zuvor Stadteinbrecher, die an Orten malten, wo sie vor Behörden fliehen mussten. Die daraus erwachsene Kunst lässt sich am besten mit drei Begriffen beschreiben: Abstraktion, Autonomie und – je nach Sichtweise – Post-Vandalismus.
Die gerade zu Ende gegangene Ausstellung Under the Milky Way im Kunstverein Hannover präsentierte spannende Positionen dieser Szenen aus ganz Europa. Sie war keine Graffiti-Schau, sondern präsentierte einen künstlerischen Transfer, der abstrakte Malerei und andere Praktiken in den musealen Raum überführt. Darin finden sich raue Ideen, Ironie, autonome Kunst sowie konzeptuelle und anarchische Ansätze. Teilweise ungebeten entsteht eine Kunst der Kunst, manchmal geprägt von politischen Haltungen, manchmal von der Freiheit, genau das zu tun, was getan werden will.
Das Buch zur Ausstellung im Kunstverein Hannover versammelt maßgebliche Akteur:innen dieser Entwicklung in einer Konstellation, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Sie stammen aus heterogenen urbanen und künstlerischen Szenen, finden sich jedoch immer wieder unter der Milchstraße: mit einem progressiven Jucken in den Fingern, das nach einer Aktionsfreiheit ruft, die bei Tageslicht kaum möglich scheint.
Mit Amos Angeles, Alexandre Bavard, Cäcilia Brown, Stephen Burke, Bus 126, Brad Downey und Akim, Florentina Holzinger, Antwan Horfee, Hams Klemens, Klub7, Daniel Laufer, Mischa Leinkauf, Martina Morger, Moses und Taps, Martina Morger, Christoph und Sebastian Mügge, Patrick Niemann, Rocco und seine Brüder, Veli Silver, Mathias Weinfurter, Angst Yok.
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Can Yasar Köklü
CYK55€ In den WarenkorbCan Yasar Köklü (geb. 2003 in Schwelm, lebt und arbeitet in Brooklyn) ist ein junger Fotograf, Grafikdesigner und Filmemacher, der in Köln und Istanbul aufgewachsen ist und jetzt am renommierten New Yorker Pratt Institute studiert. In seiner ersten Publikation CYK – einem Künstlerbuch mit atemberaubend schönen Fotografien und persönlichen Texten – erkundet er sein Heranwachsen, seine Prägung und seine Gefühle in drei verschiedenen Kulturen: „Heimat“ beschreibt sein Geburtsland Deutschland, in dem er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, „Memleket“ ist der Türkei gewidmet, in der seine Wurzeln liegen, und „Home“ zeigt die Eindrücke, die Köklü während eines Schuljahres in Los Angeles und jetzt bei seiner Ausbildung in New York gesammelt hat. Mit seiner Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen fängt er einzigartige – faszinierende und sehr berührende – Momente ein.
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Sofia Mitsola
Sisterly AffectionsWeiterlesenIn Sisterly Affections entwirft die in London lebende Künstlerin Sofia Mitsola (geb. 1992) eine Bildwelt, in der Mythos, Begehren und Malerei aufeinandertreffen. Ihre Frauenfiguren – selbstbewusst, theatralisch, souverän – bewegen sich in Räumen, die sich eindeutigen Narrativen ebenso entziehen wie moralischen Zuschreibungen. Erotisches erscheint bei Mitsola als Ausdruck von Handlungsmacht: genährt aus der Bildsprache der Antike und zugleich neu formuliert aus einer gegenwärtigen, feministischen Perspektive. Der Katalog versammelt Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle und wird ergänzt durch einen Essay von Alyce Mahon sowie ein Gespräch mit Jennifer Higgie. Das nuancierte Porträt einer Künstlerin, die die Bedingungen sinnlicher Darstellung in der Gegenwart neu definiert.
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Annette Messager
Tragikomedie48€ In den WarenkorbSeit über fünfzig Jahren arbeitet Annette Messager (geb. 1943) mit Fotografie, Textilien und Fundstücken, um eine Welt zu erschaffen, in der Zärtlichkeit auf Unbehagen trifft und das Vertraute fremd wird. Dieser Katalog dokumentiert ihre Ausstellung „Tragikomedie“ in der Kunsthalle Praha, die Werke aus ihrem gesamten Schaffen vereint – von ihren Album-Sammlungen der frühen 1970er Jahre bis hin zu den groß angelegten Installationen der letzten Jahre. Der Katalog enthält zahlreiche Fotos von Messagers Werken, die lose nach wiederkehrenden Themen in ihrem Schaffen geordnet sind, darunter die Transformation von Alltagsgegenständen, märchenhafte Parabeln und kritische Reflexionen über das Frausein. Er enthält außerdem ein Interview zwischen Messager und Christelle Havranek, einen Essay von Léa Veinstein sowie eine ausführliche kuratorische Einführung.
Ausstellung Tragikomedie
Kunsthalle Praha, Prag
8. Oktober 2026 — 28. Februar 2027
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Ernst Gamperl
Zwiesprache Dialogue34€ WeiterlesenEinzigartige Holzskulpturen als Ergebnis eines zehn Jahre langen Prozesses
Den Künstler Ernst Gamperl (geb. 1965 in München, lebt und arbeitet in Tremosine) faszinieren der Dialog mit dem lebendigen Material und die Qualität des Unvorhersehbaren. Er gestaltet Holzobjekte, bei denen er den natürlichen Trocknungsprozess, Risse und Unregelmäßigkeiten in die Formgebung einbezieht. Diese revolutionäre Technik des Drechselns hat zu völlig neuen Maßstäben geführt, technisch oft an der Grenze des Machbaren. In einem zehn Jahre währenden Prozess verwandelte Gamperl eine rund 230 Jahre alte entwurzelte Eiche in ein Ensemble aus Gefäßen und Skulpturen. Das Künstlerbuch transportiert die Faszination des Materials und des Handwerks, führt nah heran an die Objekte und dokumentiert den herausfordernden Werksprozess.
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Vom Verrinnen
Zeitkonzepte der Gegenwartskunst30€ In den WarenkorbDie Zeit ist neben dem Raum die wichtigste Koordinate der menschlichen Existenz. Um sie kreisen die großen Fragen unseres Daseins, an dessen Ende unweigerlich der Tod und somit das Ende unserer Lebenszeit steht. Welche Rolle spielt die Zeit in der Kunst? Nicht erst seit den Vanitas-Gemälden des 17. Jahrhunderts haben sich Künstler:innen immer wieder mit diesem Thema beschäftigt. Das Buch Vom Verrinnen, geschrieben von Holger Kube Ventura, präsentiert Konzepte von zeitgenössischen Künstler:innen mit unterschiedlichen Herangehensweisen an die Zeit. Im 21. Jahrhundert scheint es weniger um Bilder zukünftiger Beschleunigungen als um Entwürfe zu Langsamkeit, Dehnung, Wiederholung und Stillstand von Momenten zu gehen. Bernard Aubertin (FR), Inge Dick (AT), Rom Gaastra (NL), Gosbert Gottmann (DE), Tommi Grönlund & Petteri Nisunen (FI), Manuela Kasemir (DE), Timo Klos (DE), Dimitry Orlac (FR), George Rickey (US), Patrik Söderlund & Visa Suonpää (FI) sowie John Woodman (UK) schärfen das Bewusstsein für den subjektiven Verlauf der Zeit und machen ihr Verrinnen erlebbar.
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Der tanzende Blick
Roman Novitzkys Stuttgarter BallettWeiterlesenSchwerelosigkeit, Grazie, Emotion
Die Fotos von Roman Novitzky (geb. 1984 in Bratislava) offenbaren das gesamte Vokabular des Tanzes und transportieren doch viel mehr als das. Mit seiner Kamera dokumentiert der Erste Solist des Stuttgarter Balletts auch verborgene Momente bei der Probe, aus der Garderobe oder von der Seitenbühne und öffnet dem Betrachter damit die Tür zu einem ganz eigenen Kosmos. Er schaut der Compagnie des Stuttgarter Balletts hautnah über die Schulter, zeigt auch Schweiß und Anspannung, Zweifel und Euphorie. Roman Novitzkys erste Monografie umfasst mehr als sechzig Fotos. Sie steht nicht nur für seine beiden großen Leidenschaften, sondern beschreibt zugleich seine fotografische, durch jahrelange Tanzerfahrung geformte Herangehensweise, die dem Betrachter vertraute Einblicke in sein alltägliches Umfeld gewährt.
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Cudelice Brazelton IV
Mortal Surface35€ In den WarenkorbDie Arbeiten von Cudelice Brazelton IV sind Magneten. Damit sammelt er auf, was er im urbanen Raum, auf der Straße, in Fabriken und Ateliers vorfindet: Stoff, Leder, Metall, Karton und alle möglichen Gebrauchsgegenstände. Er arrangiert diese Materialien und Dinge über- und nebeneinander zu Collagen, Assemblagen und Skulpturen, womit auch deren Herkunftszusammenhänge und das, was er ihre „Unterströmung“ nennt, ihre Subtexte also, aufeinandertreffen. Solche Bezugsrahmen spielen in seinem Werk eine zentrale Rolle, darunter auch jener des Ausstellungsraumes. Damit agiert er mitunter ganz offen, indem er für manche Schauplätze ortsspezifische Arbeiten kreiert. So wird der Raum zum Kontext und Teil des Werks, manchmal auch im materiellen Sinn, etwa wenn Brazelton direkt auf den Wänden arbeitet. Die in diesem Katalog vereinten jüngsten Werke wurden in einem früheren Eisenbahnausbesserungswerk gezeigt. Industrieller, „metallischer“ könnte das Umfeld nicht sein. Hier, ebenso wie zwischen den Buchdeckeln des vorliegenden Katalogs, kommen Brazeltons Arbeiten voll zur Geltung, in diesem Rahmen werden sie zu echten Blickmagneten.
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nolde/kritik/documenta (Englisch)
42€ In den WarenkorbEmil Nolde (1867–1956) zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Seine heutige Wahrnehmung ist durch historische Mythenbildung und deren Dekonstruktion geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lancierten er selbst und die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung das Bild des verfemten Malers. Doch in jüngerer Zeit sind Noldes antisemitische Haltung und sein Opportunismus gegenüber dem NS-Regime erneut ins Bewusstsein gerückt.
Der Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) hat sich mit Unterstützung der Nolde Stiftung Seebüll, auf die Spuren dieser ambivalenten Künstlerpersönlichkeit begeben und sich kritisch mit Werk und Wirkung Emil Noldes auseinandergesetzt. Erste Ergebnisse waren im Winter 2020/2021 in der Draiflessen Collection in Mettingen zu sehen.
Auf Einladung des documenta archivs in Kassel setzte Kuball diese Spurensuche fort. Das forschungsbasierte Ausstellungsprojekt „nolde / kritik / documenta“ beleuchtet die Verschränkung von Werk und Biografie und fragt nach den Widersprüchlichkeiten der Moderne, die in der Künstlerfigur Emil Nolde exemplarisch hervortreten. Im Mittelpunkt steht hierbei die Inszenierung der Werke Noldes im Rahmen der ersten drei Ausgaben der documenta (1955, 1959, 1964), die den „Mythos Nolde“ entscheidend prägten.
Der Katalog „nolde/kritik/documenta“ erscheint begleitend zur Ausstellung im Kasseler Fridericianum (9.12.2022-19.02.2023) in erweiterter Neuauflage.
Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln und assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe.
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Jakob Ganslmeier
Lovely Planet. Polen / Poland16€ In den WarenkorbEin ungewöhnlicher und zugleich humorvoller Führer durch ein Land der Gegensätze
Jakob Ganslmeier (geb. 1990 in München, lebt und arbeitet in Berlin) reiste 2015 längere Zeit durch Polen, um mit seiner Kamera den gravierenden Veränderungen der Lebensbedingungen und der gesellschaftlichen Verhältnisse des Landes nachzuspüren. Bereits der Titel des Projekts ruft Assoziationen zu einem der weltweit verbreitetsten Reiseführer, dem Lonely Planet, hervor. Genauso wie dieser populäre Reisebegleiter seine Empfehlungen für die Erkundung fremder Länder in Rubriken gliedert, geht auch der Fotograf vor. Auf seiner mehr als 10.000 Kilometer langen Reise begegnete er den unterschiedlichsten Menschen und lenkte den Blick meistens auf Orte, über die kein Reiseführer berichten würde. Ganslmeier zeigt ein Land voller extremer Kontraste – zwischen Aufbruch und Verfall, Konsum und Armut, Hochglanzfassaden und dörflicher Trostlosigkeit.
Jakob Ganslmeier studierte an der Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin, und an der FH Bielefeld. Seine Bilder wurden vielfach ausgezeichnet und wurden neben regelmäßigen Veröffentlichungen in deutschen Leitmedien auf Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, unter anderem im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst, Cottbus, im Nobel-Friedenszentrum, Oslo, auf der Triennale der Photographie Hamburg und in der Fondation Calouste Gulbenkian, Paris.
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Liam Gillick
Filtered Time (DEUTSCH)28€ In den WarenkorbDer Bildhauer und Objektkünstler Liam Gillick (geb. 1964 in Aylesbury, UK, lebt und arbeitet in New York) hat für die historischen Räume des Pergamonmuseums eine Intervention mit dem Titel Filtered Time geschaffen. Mit Licht- und Farbprojektionen sowie Klangbildern vermittelt er 6.000 Jahre Kulturgeschichte als immersive Raumerfahrung. Gillick lässt die ikonische Prozessionsstraße und das Ischtar-Tor Babylons, die monumentalen Skulpturen von Tell Halaf und andere Exponate in einen Dialog treten und erzeugt so über alle historischen Perioden hinweg neue Bedeutungsebenen. Das erste gemeinsame Projekt des Berliner Vorderasiatischen Museums und des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart präsentiert damit ein einzigartiges visuelles und sensorisches Erlebnis. Die vom Künstler selbst gestaltete Publikation gibt nicht nur die farbgewaltige Inszenierung wieder, sondern auch einen Einblick in die wechselvolle Historie des fast hundert Jahre alten Museums.
Liam Gillick studierte 1983–1984 am Hertfordshire College of Art und 1984–1987 am Goldsmiths, University of London. Gillicks umfangreiches publizistisches Werk umfasst Essays, Kritiken, fiktionale Texte und theaterähnliche Szenarien
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Rooted
Brasilianische Künstlerinnen28€ In den WarenkorbDas Buch Rooted. Brasilianische Künstlerinnen, begleitet die gleichnamige Ausstellung bei Brainlab/München, die noch bis Ende September 2025 zu sehen ist. Die Werke der 16 Künstlerinnen stammen aus der Sammlung von Sergio Linhares und Stefan Vilsmeier. Die Sammler präsentieren die Auswahl in der Hoffnung damit wichtige und schwierige Themen wie u.a. Diskriminierung, Vertreibung, und Gewalt zu beleuchten, aber zugleich an das uns allen gemeinsame Verwurzeltsein in der Natur zu erinnern. “Kunst muss nicht beruhigen, sie darf irritieren und uns vor Augen führen, dass unser Zusammenleben immer fragil bleiben wird”, sagen die Sammler. Der Band zeigt sowohl Installationsansichten als auch Nahaufnahmen der einzelnen Positionen und enthält neben Kurztexten zu jeder Künstlerin einen Essay der Kuratorin Tereza de Arruda.
Künstlerinnen: Marlene Almeida, Azuhli (Luiza Diogo Veras), Tarsila do Amaral, Beatrice Arraes, Carmezia Emiliano, Sonia Gomes, Iêda Jardim, Lucia Laguna, Laura Lima, Rosilene Luduvico, Rosana Paulino, Solange Pessoa, Paula Siebra, Luzia Simons, Nádia Taquary, Alexsandra Ribeiro, Larissa de Souza
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Birgitta Thaysen
Amor und Psyche24€ In den WarenkorbAspekte der Liebe
Die Fotokünstlerin Birgitta Thaysen (geb. 1962 in Gelsenkirchen, lebt und arbeitet in Düsseldorf) studierte bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Nan Hoover. In ihren Fotografien findet man ebenso urbane Motive wie Menschenbildnisse. Mit schwarz-weißen Porträtaufnahmen greift sie die antike Erzählung Amor und Psyche auf, dessen Figuren stellvertretend für die Sehnsucht nach Liebe und die Verwirrung der Seele stehen – seit langem vielfältige Interpretationsräume in der bildenden Kunst. Als Entstehungsort für ihre Porträts wählte Thaysen den Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf aus, wo jenes Märchen auf einer aufwendigen Kunsttapete aus dem 19. Jahrhundert verwirklicht ist. Die Protagonisten der Aktion wurden auf dem Boden liegend, auf Kissen gebettet, kopfüber fotografiert – für den Betrachter ein verwirrender Augenblick zwischen Hingabe und Zweifel.
Birgitta Thaysen studierte freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd und Hilla Becher. Ihre konzeptuellen Bildserien wurden in zahlreichen Ausstellungen einem breiten Publikum gezeigt.
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Tim David Trillsam
Willkommen im Panoptikum38€ In den WarenkorbMit seinen idiosynkratischen figürlichen Bronzeskulpturen hat Tim David Trillsam (geb. 1985 in der Schwäbischen Alb) einen Nerv getroffen. Trillsams „Denkmäler des Selbsts“ fordern uns als Betrachter:innen auf, die Vergänglichkeit und Illusion eben dieses Selbsts zu bedenken. Obwohl Trillsam sich eines befrachteten Materials bedient, das große Bildhauer vor ihm evoziert, sperren sich seine Figuren gegenüber der Vergangenheit. Sie sind fühlbar Protagonist:innen der Gegenwart, und provozieren mit sinnlicher Überhöhung, verdrehten Körpern und übergroßen Händen und Füßen. „Die Überdimensionierung ist Programm. Ebenso wie das skeptische Herantreten an die Spezies Mensch.“ schreibt Dorothee Baer-Bogenschütz. Deren tiefgreifende kunsthistorische Analyse ist Teil dieses umfassenden Buches über Trillsams Werk seit 2012.
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Hofmanns Wege
Frühe Zeichnungen (1898-1937)24,80€ In den WarenkorbEine Wiederentdeckung: das zeichnerische Frühwerk Hans Hofmanns
Als Vertreter des Abstrakten Expressionismus war Hans Hofmann (geb. 1880 in Weißenburg/Mittelfranken, gest. 1966 in New York) einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine Karriere als Lehrer und Künstler startete Mitte der 1930er Jahre in den USA. Das zuvor entstandene, bislang weitgehend unbekannte zeichnerische Œuvre zeigt den variantenreichen Entwicklungsprozess, der Hans Hofmanns einflussreichem malerischen Werk der Nachkriegszeit vorausging.
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Fritz Overbeck und Hermine Overbeck-Rohte
Der Briefwechsel38€ In den WarenkorbIntime Einblicke in eine Worpsweder Künstlerehe
Im ausgehenden 19. Jahrhundert zog es zahlreiche Maler in das Dorf am Weyerberg, gefolgt von jungen Malerinnen, die bei den ansässigen Künstlern Unterricht nahmen. Mit Fritz Overbeck (geb. 1869 in Bremen; gest. 1909 in Bröcken bei Vegesack) und Hermine Overbeck-Rohte (geb. 1869 in Walsrode; gest. 1937 in Bremen) gesellte sich zu den berühmten Worpsweder Künstlerehen Otto Modersohn und Paula Becker sowie Rainer Maria Rilke und Clara Westhoff ein weiteres Paar hinzu. Sie alle repräsentierten gleichermaßen das Leben und Schaffen in der Künstlerkolonie und den Kampf um die Gleichberechtigung in der Kunstausübung. Die Beziehung Overbeck/Rohte zerbrach jedoch nicht, wie die der anderen beiden Paare, am Konflikt zwischen Kunst und Ehe, sondern hatte bis zum tragischen frühen Tod Fritz Overbecks Bestand. Erstmals wird der beinahe vollständig erhaltene Briefwechsel der Eheleute ungekürzt und mit umfangreichen Anmerkungen versehen in diesem Buch veröffentlicht. Er bietet einen neuen und differenzierten Einblick in das Leben und Werk seiner Protagonisten – eine bewegende und unterhaltsame Lektüre.
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Gabriele Basch
fortuna24€ In den WarenkorbPapier‑ und Folienschnitte in innovativer Formensprache: Ein Überblick über die Arbeiten von Gabriele Basch aus den Jahren 2008 bis 2019
Seit den 1990er Jahren arbeitet Gabriele Basch (geb. 1964 in Bad Homburg, lebt und arbeitet in Berlin) mit Cut-outs und übersetzt die uralte Tradition des Scherenschnitts in eine ebenso eigenwillige wie innovative Formensprache. Die Künstlerin verwebt Kreation und Zerstörung, Planung und Zufall zu einer komplexen, vielschichtigen Wirklichkeit und macht Durchblicke ins räumliche Umfeld zum integralen Bestandteil ihrer Arbeiten. Vordergrund und Hintergrund, Materialität und Aussparung verbinden sich in ihren Papier- und Folienschnitten zu einem Werkganzen, das zwischen Malerei und Zeichnung ebenso oszilliert wie zwischen urbanen Strukturen und biomorphen Anklängen – in zarten Farbverläufen, strudelhaften Strukturen, spontanen Gesten und schablonierten Flächen. Die großzügig bebilderte Monografie bietet einen umfassenden Überblick über die Arbeiten der Künstlerin von 2008 bis 2019.




















