






Larissa Fassler
Building Worlds
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| Herausgeber | Kunsthalle Lingen |
| Autor(en) | Meike Behm |
| Gestaltung | Correspondence (Justus Gelberg, Berlin & Lukas Engelhardt, Amsterdam) |
| Maße | 12,5 x 19 cm |
| Umschlag | Softcover mit neonfarbenem Schutzumschlag |
| Seitenzahl | 176 |
| Abbildungen | 57 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-245-7 |
Die Zeichnungen und Skulpturen Larissa Fasslers (geb. 1975 in Canada, lebt in Berlin) dokumentieren und hinterfragen die moderne Metropole, deren öffentliche Plätze, Bahnhöfe, und Zweckbauten. Fassler recherchiert die von ihr gewählten Orte ausgiebig in Stadtarchiven und online. Sie verfolgt Trends wie wirtschaftliche Ungleichheit, Gentrifizierung, Obdachlosigkeit, oder Drogenkonsum. Diese statistischen Fakten ergänzt sie mit ihren eigenen subjektiven Erhebungsmethoden, z.B. dem wiederholten Begehen und Beobachten der Orte. Alle gesammelten Informationen finden Eingang in Fasslers komplexe kartografische Zeichnungen und Skulpturen, welche die sozioökonomischen und geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit widerspiegeln. Dieses Buch begleitet Fasslers Ausstellung im Kunstverein Lingen.
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Antonia Hirsch
Phenomenal Fracture24€ In den WarenkorbIn einer eingehenden Auseinandersetzung mit dem Bildschirm, einem heute allgegenwärtigen Objekt, untersucht Antonia Hirsch die Kluft zwischen Digitalem und Analogem als den zwei Sphären, die unsere wahrgenommene Realität ausmachen. In provokanten Installationen und Objekten begreift die Künstlerin die Übergänge zwischen Bildschirm, Spiegel und Klinge als fließend. Ihre Arbeiten weisen streng geometrische Formen aus hartem, schimmerndem Glas und Stahl auf; sie treffen auf seltsam somatisch und vergänglich anmutenden Karton oder weichen Schaumstoff, die an die Körper erinnern, denen sie vielleicht einmal dienten. Glänzende Oberflächen werfen unseren Blick zurück, doch auch die weniger noblen Materialien laden zu einem körperlichen Wiedererkennen ein. Das Buch begleitet Hirschs Einzelausstellung Phenomenal Fracture in der Kunsthalle Lingen und vermittelt in Bild und Text nachhaltig wirkende Eindrücke, die sich im Spektrum vom Unheimlichen bis hin zum dunkel Humorvollen verorten lassen.
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Cudelice Brazelton IV
Mortal Surface35€ In den WarenkorbDie Arbeiten von Cudelice Brazelton IV sind Magneten. Damit sammelt er auf, was er im urbanen Raum, auf der Straße, in Fabriken und Ateliers vorfindet: Stoff, Leder, Metall, Karton und alle möglichen Gebrauchsgegenstände. Er arrangiert diese Materialien und Dinge über- und nebeneinander zu Collagen, Assemblagen und Skulpturen, womit auch deren Herkunftszusammenhänge und das, was er ihre „Unterströmung“ nennt, ihre Subtexte also, aufeinandertreffen. Solche Bezugsrahmen spielen in seinem Werk eine zentrale Rolle, darunter auch jener des Ausstellungsraumes. Damit agiert er mitunter ganz offen, indem er für manche Schauplätze ortsspezifische Arbeiten kreiert. So wird der Raum zum Kontext und Teil des Werks, manchmal auch im materiellen Sinn, etwa wenn Brazelton direkt auf den Wänden arbeitet. Die in diesem Katalog vereinten jüngsten Werke wurden in einem früheren Eisenbahnausbesserungswerk gezeigt. Industrieller, „metallischer“ könnte das Umfeld nicht sein. Hier, ebenso wie zwischen den Buchdeckeln des vorliegenden Katalogs, kommen Brazeltons Arbeiten voll zur Geltung, in diesem Rahmen werden sie zu echten Blickmagneten.
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Menschheitsdämmerung – Kunst in Umbruchzeiten
37€ In den WarenkorbBuch und Ausstellung zeigen Werke aus den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Kunstmuseum Bonn im Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen. Gemeinsam ist den Arbeiten aus beiden Epochen ihr Entstehen in einer Zeit großer gesellschaftlicher und politischer Krisen und deren Reflektion. Damals die Veränderung des Lebens durch die industrielle Revolution, heute die Transformation unseres gesellschaftlichen Miteinanders durch Klimawandel, Kriege und politisches Erstarken rechter Ideologien. Kunst wird hierbei als Mittel der Befragung der Welt verstanden, das neue Denkanstöße gibt und damit auch gesellschaftlich agiert. Der Titel Menschheitsdämmerung ergab sich in Anlehnung an die gleichnamige Gedichtsammlung von Kurt Pinthus aus dem Jahr 1919, die die expressionistische Lyrik des noch jungen Jahrhunderts in vier Kapiteln zusammenfasst: „Sturz und Schrei“, „Liebe den Menschen“, „Erweckung des Herzens“, „Aufruf und Empörung“. Den Hauptessay zum Buch hat Florian Illies verfasst, der schon 2019 für die Neuausgabe von Menschheitsdämmerung – zum hundertjährigen Jubiläum der erfolgreichsten Lyrikanthologie der deutschen Literaturgeschichte – das Nachwort schrieb.
Künstler:innen:
Nevin Aladağ, Francis Alÿs, Kader Attia, Yael Bartana, Rebekka Benzenberg, Monica Bonvicini, Andrea Bowers, Heinrich Campendonk, Louisa Clement, Max Ernst, Georg Herold, Franz M. Jansen, Alexej von Jawlensky, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck, Max Liebermann, August Macke, Helmuth Macke, Goshka Macuga, Marie von Malachowski-Nauen, Carlo Mense, Zanele Muholi, Heinrich Nauen, Grace Ndiritu, Anys Reimann, Deborah Roberts, Daniel Scislowski, Paul Adolf Seehaus, Tschabalala Self, Monika Sosnowska, William Straube, Emma Talbot, Hans Thuar, Lawrence Weiner
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Sonja Yakovleva
Soaplands50€ In den WarenkorbDie Scherenschnitte von Sonja Yakovleva (geb. 1989 in Potsdam, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) sind von einem sex-positivem Feminismus geprägt. In ihnen finden sich gleichermaßen Pornografie und kunstgeschichtliche Verweise, volkstümliche Motive, Märchen und Mythen wieder, mit denen seit dem Mittelalter misogyne, rassistische und homophobe Ideologien in das kollektive Bewusstsein eingeschrieben wurden. Deren Verbreitung wurde durch Scherenschnitte begünstigt, weil sie grafisch vereinfachende Darstellungen nutzten und als häuslich und weiblich galten. Yakovleva bezweckt mit dieser Technik jedoch das Gegenteil. In ihren flirrenden Papierschnitten werden Geschichten von Frauen, prekäre Grauzonen, Machtverhältnisse, Repräsentation, Sexualität und Gewalt neu verhandelt.
Der Titel der ersten Monografie von Sonja Yakovleva Soaplands verweist auf japanische Badehäuser, in denen Männer sich einseifen und massieren lassen und die auch als Bordelle fungieren. Neuerdings gibt es auch Soaplands für Frauen mit männlichen Prostituierten. So haben in den gezeigten – zwischen 2018 und 2023 entstandenen – Papierschnitten Frauen das sexuelle Regime übernommen und unterwerfen das patriarchale System. Ohne Scham benutzen sie Männer als Objekte zur Befriedigung ihrer Lust.
Zur limitierten Künstlerinnenedition
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Im Wald geboren
Jems Koko Bi & HAP Grieshaber24€ In den WarenkorbDie politische Substanz des Holzes
Jems Koko Bi (geb. 1966 in Sinfra, Côte d’Ivoire; lebt und arbeitet in Kaarst, Dakar und Abidjan) ist weltweit bekannt für seine mit der Motorsäge geschaffenen, monumentalen Skulpturen aus Holz. Seine neueste Werkgruppe wird in diesem Buch den großformatigen Holzschnitten von HAP Grieshaber (geb. 1909 in Rot an der Rot; gest. 1981 in Eningen unter Achalm) gegenübergestellt. Obwohl die beiden Künstler sich nie begegnet sind, zeichnet sich ihr Werk durch ähnliche Themen, Werte und Materialität aus. Im Mittelpunkt steht das Schicksal des Waldes und seine politische wie gesellschaftliche Tragweite: Grieshabers Holzschnitte sind Ausdruck des Widerstands gegen den Raubbau an der Natur in den 1970er-Jahren – heute angesichts der Klimakrise und der Fridays-for-Future-Bewegung aktueller denn je. Die Figurengruppen Koko Bis stehen in der Tradition dieser politischen Kunst, wobei seine Arbeiten ein globales, universelles Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen sind.
Jems Koko Bi studierte am Institut National Supérieur des Arts et de l’Action Culturelle (INSAAC) in Abidjan und an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Werke wurden unter anderem im Centre Pompidou in Paris, auf der documenta 13, der Havana Biennial sowie mehrfach auf der Biennale di Venezia und Biennale de Dakar ausgestellt. 2019 gründete er die Waldbiennale Abidjan Green Arts.
HAP Grieshaber studierte Gebrauchsgrafik an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart. Sein Werk gilt als wichtiger Beitrag zur Erneuerung des Mediums Holzschnitt im 20. Jahrhunderts Er war Teilnehmer der documenta I, II und III, Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und wurde mit zahlreichen Preisen und Retrospektiven gewürdigt.
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GABRIELE BASCH, GESA LANGE
UND_NEWS_FROM_NOW_HERE18€ In den WarenkorbÜber die Malerei hinaus
Die Cut-outs von Gabriele Basch (geb. 1964 in Bad Homburg, lebt und arbeitet in Berlin) und die Zeichnungen von Gesa Lange (geb. 1972 in Tongeren, Belgien, lebt und arbeitet in Hamburg) thematisieren Konstruktion und Dekonstruktion, aber auch Zweifel und deren Überwindung. Die Künstlerinnen erweitern die Malerei: Basch, indem sie das Tafelbild durch Einschnitte und die Einbeziehung des farbigen Schattenwurfs zum Wandobjekt macht, Lange, indem ihre mit bunten Garnen bestickten Leinwände den Bildraum nach allen Seiten öffnen. Das Buch stellt Werke beider Künstlerinnen vor, die mit ihrer gegenstandsfreien Bildsprache in einen lebendigen, spannungsreichen Dialog treten. Gabriele Basch ist Professorin für Malerei an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Gesa Lange ist Professorin für Zeichnen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und wurde unter anderem mit dem Preis der Kunsthalle Rostock ausgezeichnet.
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nolde/kritik/documenta (Deutsch)
42€ In den WarenkorbEmil Nolde (1867–1956) zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Seine heutige Wahrnehmung ist durch historische Mythenbildung und deren Dekonstruktion geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lancierten er selbst und die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung das Bild des verfemten Malers. Doch in jüngerer Zeit sind Noldes antisemitische Haltung und sein Opportunismus gegenüber dem NS-Regime erneut ins Bewusstsein gerückt.
Der Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) hat sich mit Unterstützung der Nolde Stiftung Seebüll, auf die Spuren dieser ambivalenten Künstlerpersönlichkeit begeben und sich kritisch mit Werk und Wirkung Emil Noldes auseinandergesetzt. Erste Ergebnisse waren im Winter 2020/2021 in der Draiflessen Collection in Mettingen zu sehen.
Auf Einladung des documenta archivs in Kassel setzte Kuball diese Spurensuche fort. Das forschungsbasierte Ausstellungsprojekt „nolde / kritik / documenta“ beleuchtet die Verschränkung von Werk und Biografie und fragt nach den Widersprüchlichkeiten der Moderne, die in der Künstlerfigur Emil Nolde exemplarisch hervortreten. Im Mittelpunkt steht hierbei die Inszenierung der Werke Noldes im Rahmen der ersten drei Ausgaben der documenta (1955, 1959, 1964), die den „Mythos Nolde“ entscheidend prägten.
Der Katalog „nolde/kritik/documenta“ erscheint begleitend zur Ausstellung im Kasseler Fridericianum (9.12.2022-19.02.2023) in erweiterter Neuauflage.
Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln und assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe.
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Wyatt Kahn
Paintings and Sculptures36€ In den WarenkorbDie Arbeiten von Wyatt Kahn (geb. 1983 in New York, lebt und arbeitet in New York) bewegen sich an der Grenze zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und führen Aspekte der amerikanischen Minimal Art der 1960er Jahre fort. Der Tradition der minimalistischen Abstraktion folgend, wirken seine mehrteiligen Gemälde inhaltsleer, ihre Konstruktion ist jedoch ein raffiniertes Wechselspiel aus geometrischen Formen. Anstatt sie auf die Leinwand selbst zu zeichnen, verwandelt er sie in physische Komponenten aus hölzernen mit Leinwand überzogenen Leisten, die als Reliefs an die Wand gehängt werden, die damit zu einem integralen Bestandteil der Komposition wird. An der Schnittstelle von Malerei und Skulptur arbeitend, verweist der Künstler auch selbst auf die einfach und mehrfach geformten Leinwände von Ellsworth Kelly.
Wyatt Kahns Werke sind in so bedeutenden Sammlungen wie der des Metropolitan Museum of Art, New York, des Museum of Modern Art, New York, des Whitney Museum of American Art, New York, des Centre Pompidou, Paris, des Museum of Contemporary Art, Los Angeles, des Dallas Museum of Art, des Museum of Contemporary Art, Chicago, und der Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, vertreten.
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Membrane
38€ In den WarenkorbDer Band Membrane dokumentiert die gleichnamige Ausstellung in der Neuen Galerie Gladbeck sowie deren Erweiterungsbau. In den Positionen der 7 eingeladenen Künstler:innen geht es um Haut im erweiterten Sinn—Membran schließt auch Bekleidung, Verschleierung und Maskierung aus verschiedenen kulturellen Perspektiven ein. Bekannte Porträts von Thomas Ruff, Shirin Neshat und Cindy Sherman erscheinen in neuem Licht neben Helena Parada Kims Thematisierung von ikonografischen und zeremoniellen Modecodes, Daniele Buettis Kritik des kommerzialisierten Körpers, oder Nicola Samorìs Auseinandersetzung mit Haut in historischen Meisterwerken. Die Innen- und Außenflächen des Galerieneubaus sind ebenfalls vom Konzept Membran inspiriert und ein interessanter Text vom Architekten erläutert dessen Herangehensweise.
Künstler:innen: Daniele Buetti, Sławomir Elsner, Shirin Neshat, Helena Parada Kim, Thomas Ruff, Nicola Samorì & Cindy Sherman
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Annette Messager
Tragikomedie48€ In den WarenkorbSeit über fünfzig Jahren arbeitet Annette Messager (geb. 1943) mit Fotografie, Textilien und Fundstücken, um eine Welt zu erschaffen, in der Zärtlichkeit auf Unbehagen trifft und das Vertraute fremd wird. Dieser Katalog dokumentiert ihre Ausstellung „Tragikomedie“ in der Kunsthalle Praha, die Werke aus ihrem gesamten Schaffen vereint – von ihren Album-Sammlungen der frühen 1970er Jahre bis hin zu den groß angelegten Installationen der letzten Jahre. Der Katalog enthält zahlreiche Fotos von Messagers Werken, die lose nach wiederkehrenden Themen in ihrem Schaffen geordnet sind, darunter die Transformation von Alltagsgegenständen, märchenhafte Parabeln und kritische Reflexionen über das Frausein. Er enthält außerdem ein Interview zwischen Messager und Christelle Havranek, einen Essay von Léa Veinstein sowie eine ausführliche kuratorische Einführung.
Ausstellung Tragikomedie
Kunsthalle Praha, Prag
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Katja Aufleger
Schwindelerregende Höhen30€ In den WarenkorbKippmomente und vergängliche Augenblicke
Die Arbeiten von Katja Aufleger (geb. 1983 in Oldenburg, lebt und arbeitet in Berlin) fokussieren Momente der Unsicherheit und Ungewissheit in unterschiedlichen ästhetischen Formen. Ausgangspunkt sind dabei meist Alltagsphänomene sowie physikalische Modelle, die sie mit unterschiedlichen kulturhistorischen und psychologischen Konzepten verbindet. Die Publikation präsentiert mehrere Werkserien, die zum Teil explosive Spannungen darstellen. Darunter auch Fotografien von selbstgebauten Molotow-Cocktails aus entzündeten Parfumflakons, die neuste Serie der Künstlerin, in der das Potential von Materialästhetik und Emotionalität ausgelotet wird. Den einführenden Text schrieb Julia Katharina Thiemann.
Katja Aufleger studierte bildende Kunst an der HFBK in Hamburg bei Andreas Slominski, Matt Mullican und Michael Diers.
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Konrad Mühe
Guide38€ In den WarenkorbEin Künstlerbuch als „optische Illusion“
Die Arbeiten von Konrad Mühe (geb. 1982 in Karl-Marx-Stadt, lebt und arbeitet in Berlin) befragen unsere Identitätskonstruktionen, indem sie ihre techno-medialen Bedingungen offenbaren und ihnen ein Eigenleben der Objekte gegenüberstellen. Ihr formales Grundprinzip ist die installative Verschränkung von Skulptur und digitalem Bewegtbild. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Projektor und dem räumlichen Zusammenspiel von Sockel bzw. Aufhängung und Projektionsfläche. Will die klassische Black Box in Kino und Ausstellungsraum den technischen Apparat zugunsten einer immersiven Bilderfahrung verschwinden lassen, tritt er hier in den Vordergrund und entfaltet sich als Skulptur und Installation im Raum. Mühes Arbeiten unterlaufen aber auch die konventionelle Zeigeordnung im White Cube, weil als eigentliches künstlerisches Medium und Thema der Vorgang der Projektion selbst erscheint. Im vorliegenden Guide werden Mühes Projekte dargestellt und beschrieben.
Konrad Mühe war Meisterschüler von Hito Steyerl und studierte an der Universität der Künste, Berlin, sowie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seine Arbeiten waren bei zahlreichen Filmfestivals und Ausstellungen zu sehen, darunter die 61. Berlinale, die Kunsthalle Düsseldorf und das Museum für Moderne Kunst Moskau.
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Rooted
Brasilianische Künstlerinnen28€ In den WarenkorbDas Buch Rooted. Brasilianische Künstlerinnen, begleitet die gleichnamige Ausstellung bei Brainlab/München, die noch bis Ende September 2025 zu sehen ist. Die Werke der 16 Künstlerinnen stammen aus der Sammlung von Sergio Linhares und Stefan Vilsmeier. Die Sammler präsentieren die Auswahl in der Hoffnung damit wichtige und schwierige Themen wie u.a. Diskriminierung, Vertreibung, und Gewalt zu beleuchten, aber zugleich an das uns allen gemeinsame Verwurzeltsein in der Natur zu erinnern. “Kunst muss nicht beruhigen, sie darf irritieren und uns vor Augen führen, dass unser Zusammenleben immer fragil bleiben wird”, sagen die Sammler. Der Band zeigt sowohl Installationsansichten als auch Nahaufnahmen der einzelnen Positionen und enthält neben Kurztexten zu jeder Künstlerin einen Essay der Kuratorin Tereza de Arruda.
Künstlerinnen: Marlene Almeida, Azuhli (Luiza Diogo Veras), Tarsila do Amaral, Beatrice Arraes, Carmezia Emiliano, Sonia Gomes, Iêda Jardim, Lucia Laguna, Laura Lima, Rosilene Luduvico, Rosana Paulino, Solange Pessoa, Paula Siebra, Luzia Simons, Nádia Taquary, Alexsandra Ribeiro, Larissa de Souza
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Rainer Jacob
justICE30€ In den WarenkorbSeit 2013 installiert Rainer Jacob (geboren 1970 in Jena, lebt und arbeitet in Leipzig) anonym im öffentlichen Raum z. B. in Berlin, Leipzig, Paris, Moskau, Oslo, Prag, Budapest Objekte aus Eis, lässt sie dematerialisieren und dokumentiert dies fotografisch. Wiederkehrende Motive sind Heizkörper, Steckdosen, QR-Codes und das Duchamp’sche Pissoir. Die Vergänglichkeit der Eisobjekte baut Brücken zu Streetart, Fluxus und zur Aktionskunst. Seine Arbeiten sind gesellschaftskritische Beobachtungen zu Ressourcenverteilung und politischem Machtgefälle, sie reflektieren unsere Wahrnehmung, hinterfragen die Idee von Originalität in der Kunst, erkunden aber auch die Grenzen der Bildhauerei. Die Publikation zeigt die Eisobjekte der letzten zehn Jahre und setzt sie ins Verhältnis mit einer Dekade, die für die Menschheit große Umbrüche bedeutete: JustICE ist ein künstlerischer Blick auf gesellschaftliche Prozesse.
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Bettina Buck
Finding Form45€ In den WarenkorbDie deutsche Bildhauerin Bettina Buck (1974-2018) erregte Aufsehen mir ihren performativen Skulpturen, die oft im Gegenüber mit musealen Objekten präsentiert wurden. Bucks bevorzugte Materialien stammten aus dem Baumarkt: nicht zur Dauerhaftigkeit bestimmte Werkstoffe wie Wellpappe, Kachelfliesen, Schaumstoff, oder Plastikfolie. Mit diesen kreierte sie eine Art wandelbare und vergängliche „Protagonisten“, die keine endgültige Form besaßen, sondern eher auf den Prozess der Formfindung selbst (wie auch den Verlust von Form) hinwiesen. In einer provokanten Aktion in 2014 zog Buck einen übergroßen Schaumstoffblock durch eine Museumssammlung und ließ ihn neben bekannten Kunstwerken verweilen, die in diesem Zusammenspiel eine neue Dynamik gewannen. Buck selbst sagte einmal, dass ihre Werke „den Betrachter sowohl anziehen als auch verstören“ müssten. Im Ausstellungsraum sollten die Objekte „ein Beben und eine Vibration auslösen, sowie ein Zwiegespräch mit ihrer Umgebung.“
Finding Form, eine posthume Monografie, präsentiert auf über 300 Seiten Bucks komplettes bildhauerisches Werk und enthält Texte von Phyllida Barlow, Paolo Icaro, Cecilia Canziani, Andrea Maria Popelka. Das Buch wurde erstellt und herausgegeben vom Nachlass der Künstlerin, Bureau Bettina Buck.
Bettina Buck ist 2026 mit einer Arbeit in der Präsentation von Chiara Camoni im Italienischen Pavillion der Biennale di Venezia vertreten:
The 61st International Art Exhibition – La Biennale di Venezia
Con te con tutto (With You With Everything)
Italienischer Pavillion, kuratiert von Cecilia Canziani9. Mai bis 22. November 2026
Tese delle Vergini, Arsenale, Venezia
weitere Infos hier -

Flatland
35€ WeiterlesenZwischen den Dimensionen
Der Titel dieses Buchs ist von einem literarischen Werk Edwin Abott Abbotts aus dem Jahr 1884 übernommen. In der berühmten allegorischen Satire mit geometrischen Formen als Protagonisten berichtet ein Quadrat von seiner Entdeckung der dreidimensionalen Welt. Flatland widmet sich der Frage, wie sich Künstler seit den 1960er Jahren von abstraktem Formenvokabular inspirieren ließen. Das aufwändig gestaltete Buch bringt Arbeiten aus über fünfzig Jahren zusammen, die orthodoxe Lesarten der Abstraktion in Frage stellen.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Laëtitia Badaut Haussmann, Francis Baudevin, Philippe Decrauzat, Marie-Michelle Deschamps, Angela Detanico / Rafael Lain, Hoël Duret, Sylvie Fanchon, Liam Gillick, Mark Hagen, Christian Hidaka, Sonia Kacem, Tarik Kiswanson, Vera Kox, Sarah Morris, Reinhard Mucha, Damián Navarro, Camila Oliveira Fairclough, Bruno Peinado, Julien Prévieux, Eva Taulois, John Tremblay, Pierre Vadi, Elsa Werth, Raphaël Zarka
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Peter Hermann
Skulpturen24€ In den WarenkorbDem klassischen Kanon trotzend
Die Figuren von Peter Hermann (geb. 1962 in Bietigheim, lebt und arbeitet in Ludwigsburg) stehen und schauen. Aus Lindenholz oder Bronze gefertigt, sind seine Skulpturen in altmeisterlicher Manier präzise gearbeitet und stehen so im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Positionen. Andererseits trotzen sie in ihrer statischen Strenge, den verkürzten und leicht karikaturhaften Gliedmaßen sowie der damit einhergehenden Ironie dem klassischen Kanon figürlicher Bildhauerei. Peter Hermann findet seine Themen im Alltag und es gelingt ihm, diese scheinbare Alltäglichkeit in der Begegnung zwischen Kunst und Betrachter weiter schwingen zu lassen.
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ELASTE
1980 – 198649€ In den WarenkorbDie Geschichte von ELASTE ist die Geschichte einer Bewegung – die der New Wave-Generation in Westdeutschland. Gegründet 1980 in Hannover, war das Magazin ein Fanal der Kulturrevolte und das erste glossy Indie-Magazin der Bundesrepublik: im Eigenverlag herausgegeben, ein Statement irgendwo zwischen Pop-Avantgarde, Subversion und Stilbewusstsein. Zu denen, die Look und Geist des Magazins prägten, gehörten u. a. Jon Savage, Ellen von Unwerth und Diedrich Diederichsen. Wie kein zweites Magazin agierte ELASTE dabei an der Schnittstelle von Musik, Mode und Gesellschaft, mit Headlinern wie Warhol, The Rolling Stones, Kraftwerk. Dieses Buch von den ELASTE-Herausgebern Thomas Elsner und Michael Reinboth, blickt zurück auf den Pioniergeist, die Köpfe und die Geschichten hinter der Zeitschrift.
Inkl. Download-Code für 14 Tracks von ELASTE RECORDS
ELASTE Lesung, Talk und DJ Set
mit Michael Reinboth und Thomas Elsner und ihren Talkgästen:
Max Dax, Kurt Dahlke (Pyrolator), Ralf Niemczyk und Emilio WinschettiWANN: Freitag, 18. September 2026, 20 Uhr
WO: Synthesizer Museum, Skalitzerstrasse 135a, 10999 Berlin -

Călin Dan
POLLIO34€ In den WarenkorbDas Werk des rumänischen Künstlers Călin Dan (geb. 1955 in Arad, Rumänien, lebt und arbeitet in Bukarest) ist von Konzeptualismus und Minimal Art beeinflusst. Sein Buch Pollio bietet einen Überblick über seine künstlerische Praxis der vergangenen Dekade, die Installation, Performance, Film, Fotografie und Skulptur miteinander verbindet und sich aus seiner Tätigkeit als Kunsthistoriker, Schriftsteller und Kurator speist. Neben dem titelgebenden Werkblock, der sich mit dem römischen Geschichtsschreiber Gaius Asinius Pollio befasst, wird auch die Ausstellung Alzheimer (2017) dokumentiert. Călin Dan ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe subREAL. Seine Arbeiten wurden auf den Biennalen von Istanbul (1993), Venedig (1993, 1999, 2001), São Paulo (1994) und Sydney (2006) präsentiert. Seit 2014 ist er Direktor des Nationalen Museums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest.
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Hans Karl Zeisel
Hundred and more34,95€ WeiterlesenEndlose Möglichkeiten der Form
Was ist machbar, ohne das Klare, das Konkrete zu verlassen? In dem Buch Hundred and more eröffnet der Typograph, Grafiker, Designer und Autor Hans Karl Zeisel in Anlehnung an die Bauhaus-Lehre zahllose Gestaltungsmöglichkeiten mit den Grundformen. Die beigelegten Holzquader fordern dabei einen humorvollen Umgang mit Skulptur und sind Kreativitätstraining, Studienmittel und Meditationshilfe zugleich. Ein spielerisches Experiment, mit der sich die Vielfalt der konkreten Kunst entdecken lässt.
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Ernst Gamperl
Zwiesprache Dialogue34€ WeiterlesenEinzigartige Holzskulpturen als Ergebnis eines zehn Jahre langen Prozesses
Den Künstler Ernst Gamperl (geb. 1965 in München, lebt und arbeitet in Tremosine) faszinieren der Dialog mit dem lebendigen Material und die Qualität des Unvorhersehbaren. Er gestaltet Holzobjekte, bei denen er den natürlichen Trocknungsprozess, Risse und Unregelmäßigkeiten in die Formgebung einbezieht. Diese revolutionäre Technik des Drechselns hat zu völlig neuen Maßstäben geführt, technisch oft an der Grenze des Machbaren. In einem zehn Jahre währenden Prozess verwandelte Gamperl eine rund 230 Jahre alte entwurzelte Eiche in ein Ensemble aus Gefäßen und Skulpturen. Das Künstlerbuch transportiert die Faszination des Materials und des Handwerks, führt nah heran an die Objekte und dokumentiert den herausfordernden Werksprozess.
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X x X
Semjon Contemporary50€ In den WarenkorbDie Galerie Semjon Contemporary – gegründet 2011 von Semjon H. N. Semjon – hat ein eigenes, unverkennbares Profil entwickelt, das sie zum Unikat in der Kunstwelt macht. Vertreten werden internationale Positionen der zeitgenössischen Kunst, die trotz ihrer Divergenzen den gemeinsamen Nenner einer hohen Materialintelligenz haben. Das Ergebnis ist eine eigene künstlerische Sprache, die keine Modifikation des Bekannten zulässt. Trotz aller Unterschiede in Material, Technik und Ausdruck treten die Werke der Künstler:innen miteinander in Dialog, was auch in parallelen Salon-Hängungen und in Sonderausstellungen mit vielen Gastkünstler:innen gezeigt wurde.
Im Buch werden Colin Ardley, Edward L. Buchanan, Takayuki Daikoku, Dittmar Danner aka Krüger, Ute Essig, Experimental Setup (Kollektiv von Kata Hinterlechner und Bosko Gastager), Katja Flint, Andreas Fux, Dave Grossmann, Renate Hampke, Marc von der Hocht, Nataly Hocke, Michael Kutschbach, Henrik U. Müller, Cornelia Nagel, Susanne Knaack, Katja Kollowa, Susanne Pomrehn, Thomas Prochnow, Dirk Rathke, Ursula Sax, Gerda Schütte, Gil Shachar, Li Silberberg, Karina Spechter, Klaus Steinmann, Stefan Thiel, Hitomi Uchikura, Royden Watson und Bettina Weiß in eigenen Kapiteln vorgestellt. Hinzu kommen Statements von Sammler:innen wie Thomas Lenhart, Cornelie Kunkat, Gabriele Quandt, Roland Schnell, Nobert Fuhr und Klaus Werner, Roswitha und Jürgen König sowie Helmut Ließ. Kommentare von Kunstkritiker:innen/-wissenschaftler:innen und ein Interview, das Jan Maruhn mit Semjon führte, geben weitere Einblicke in die Arbeit der Galerie.






















