






Konkrete Progressionen
François Morellet, Vera Molnar, Manfred Mohr, Hartmut Böhm
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Herausgeber | Holger Kube Ventura |
Autor(en) | Holger Kube Ventura |
Gestaltung | Thomas Schmid |
Maße | 19 x 21 cm |
Umschlag | Softcover |
Seitenzahl | 144 |
Abbildungen | 70 |
Sprache(n) | Deutsch |
ISBN | 978-3-96912-138-2 |
2022 erhielt das Kunstmuseum Reutlingen | konkret durch eine umfangreiche Schenkung bedeutende Sammlungszugänge. Die erste Ausstellung dazu präsentiert unter dem Titel Konkrete Progressionen vier international renommierte Künstler:innen, deren Werke auf mathematischen oder geometrischen Ableitungen basieren: die konkreten Systematiker Hartmut Böhm (1938–2021) und François Morellet (1926–2016) sowie die Pioniere der computergenerierten Kunst Manfred Mohr (geb. 1938) und Vera Molnar (geb. 1924).
Das Buch dokumentiert die seriellen Malereien, Zeichnungen, Collagen, Wandobjekte und monumentalen Rauminstallationen aus Stahlträgern oder Betonsteinen. Die Arbeiten sind konkrete Spiele zur Mustererkennung in binären Gegensätzen oder geschichteten Rastern. Sie zeigen Sinuskurven, Vektorreihen, Hyperwürfel sowie aus der Kreiszahl π oder der Fibonacci-Folge abgeleitete Markierungen – und demonstrieren dabei vor allem stets die Verselbstständigung der jeweiligen Kalkulationsgrundlage.
Die Ausstellung im Kunstmuseum Reutlingen läuft noch bis zum 14. April 2024.
Weitere Bücher
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PULS 20
New Entries in the MNAC Collection36€ In den WarenkorbPULS 20 vereint die wertvollsten Fundstücke einer gemeinschaftlichen Schatzsuche. Vertreter*innen der rumänischen Kunstszene und des Nationalmuseums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest haben sich zusammengeschlossen, um aus den unzähligen hochkarätigen Positionen Rumäniens Werke auszuwählen, die von herausragender Qualität sind und die Vielfalt der dortigen Kunstproduktion der letzten 50 Jahre widerspiegeln. 2020, zum 20-jährigen Jubiläum der Gründung des MNAC, hat diese Institution schließlich jene 180 Arbeiten angekauft, die in diesem Katalog abgebildet sind. PULS 20 ist damit in zweifacher Hinsicht ein einmaliges Dokument: Es ist gelungen, Schlüsselwerke der rumänischen Kunst zwischen zwei Buchdeckeln zusammenzubringen, und zugleich handelt es sich bei dieser Publikation um den Ertrag eines erfolgreichen kooperativen kuratorischen Prozesses, eines organischen Diskurses unterschiedlichster Akteur*innen. Damit wurde bewiesen, dass ein demokratischer Dialog in der Kunst nicht nur möglich, sondern auch überaus fruchtbar und daher notwendig ist. Für Neulinge in der zeitgenössischen rumänischen Kunst ebenso wie für Spezialist*innen ist dieser Katalog daher genau die richtige Wahl.
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Ann Wolff
Observations and Reflections44€ In den Warenkorb“Art is coming from my inside. I am working as its servant. – I let it out not thinking too much – using my hands and gesture – choosing a material to put it on place. I do not use the art. It is using me.“
Ann Wolff (geb. 1937 in Lübeck, lebt und arbeitet in Visby und Kyllaj, Schweden) gehört seit über fünfzig Jahren international zu den bedeutendsten und einflussreichsten Künstler:innen, die mit Glas arbeiten. Aber auch aus Bronze, Aluminium, Nickelsilber und Beton hat sie sowohl abstrakte als auch figurative Skulpturen geschaffen. Daneben ist ein umfangreiches Œuvre auf Papier mit Pastellen, Zeichnungen und Druckgrafik entstanden. Ann Wolff studierte in den 1950er Jahren an der legendären Hochschule für Gestaltung in Ulm bei Otl Aicher visuelle Kommunikation. Von 1993 bis 1998 hatte sie eine Professur für „materialbezogenes Design“ an der Hochschule für bildende Künste Hamburg inne. Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, in vielen Einzelausstellungen gezeigt und befinden sich in namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit.
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Maria Balea & George Crîngașu
The Mythenstein Project18€ In den WarenkorbMaria Balea (geb. 1990 in Sighetu Marmației, lebt und arbeitet in Cluj-Napoca, Rumänien) und George Crîngașu (geb. 1988 in Focșani, lebt und arbeitet in Cluj-Napoca und Rom) gehören zur jüngsten Generation der Schule von Cluj, die durch Adrian Ghenie, Hortensia Mi Kafchin und Ciprian Mureșan zu internationaler Berühmtheit gelangt ist. Übergreifendes Thema ihrer in verschiedenen Medien ausgeführten Arbeiten ist die Lebensrealität junger Menschen zwischen einer von Unsicherheiten geprägten physischen Welt und einem virtuellen Paralleluniversum, das mit seinen grenzenlosen Möglichkeiten ein faszinierender, oft aber auch trügerischer Zufluchtsort ist. Beide Künstler:innen suchen in diesem verwirrenden Kaleidoskop der Welten die Schönheit: Balea durch einen romantisch verklärten Fokus auf Reste unberührter oder vom Menschen verlassener Natur; Crîngașu durch die bedingungslose Hingabe an die grafischen Möglichkeiten der digitalen Welt, in welcher Schönheit oft gekoppelt ist an die Verdrehung von Naturgesetzen und die physische Unmöglichkeit von Architektur. Hinter beidem, dem Rückzug in einen vermeintlichen Naturzustand und der Flucht in die grelle Künstlichkeit, lauert allerdings immer auch die Bedrohung.
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Nicola Staeglich
Farbe schwebend / Color floating22€ In den Warenkorb„Je langsamer man sich Staeglichs Werken nähert, umso mehr geben sie preis.“ Stephan Berg
Nicola Staeglich transformiert Farbe und Malspuren in komplexe Bildräume, die Licht freisetzen und Zeit sichtbar machen. Mit einem extrabreiten Pinsel trägt sie leuchtende Ölfarben auf (halb-) transparente Folien und Bildkörper aus Acrylglas. Jede Bewegung ihres Körpers bildet sich auf den Malereien deutlich ab. Sobald die Werke im Ausstellungsraum platziert werden, fangen sie die Umgebung, das Licht und das Auge ein. Durch ihren experimentellen Ansatz zur Malerei entstehen vielfältige Dynamiken: Es ist ein körperloses Schweben der Farbe, ein ständiges Wechselspiel zwischen Farbe und Fläche, zwischen Bildkörper und Raum. Dies eröffnet neue Dimensionen in Raum und Zeit. Das Bild formiert sich in Abhängigkeit zum Einfallswinkel und durch das Lesen der Spuren und Schichten des Farbauftrags im Auge des Betrachters kontinuierlich neu. Staeglichs Arbeiten zeigen Farbe, die zu schweben scheint, und auch in gedruckter Form eine mitreißende Lebendigkeit vermitteln.
Der Katalog begleitet Staeglichs Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Waldkraiburg.
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Brandon Lipchik
10€ In den WarenkorbIn den letzten Jahren hat sich eine wagnerianische Nacht über die Bilder von Brandon Lipchik (geb. 1993 in Erie, PA, lebt und arbeitet in Brooklyn, NY, und Berlin) gesenkt. Monde gehen auf, Bestien und Titanen ziehen in eine homogene Welt der Swimmingpools, weißen Zäune und sauber geschnittenen Rasen ein. Die am Computer gerenderten und dann per Hand auf die Leinwand übertragenen Gemälde des Künstlers kreisen um den Backyard als mythisch aufgeladenen Ort der Popkultur. Die grell ausgeleuchteten, multiperspektivischen Bilder greifen typische Einstellungen aus Schwulenfilmen der 1980er Jahre auf und zitieren einen cleanen American-Apparel-Look. Lipchik dekonstruiert digital Männerkörper, Räume, Pflanzen, Objekte und Fauna, zerlegt sie in rudimentäre, abstrakte Formen. Seine Figuren, die auf Smartphones und Wasseroberflächen starren, erinnern an frühe Computeranimationen. Dabei bleiben sie merkwürdig leer, wie Avatar-Behälter, die mit neuen spekulativen Narrativen gefüllt werden können.
- Erscheint Herbst 2025
Jorinde Voigt
Trust42€ In den WarenkorbJorinde Voigt (geb. 1977 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Berlin), erklärte zum Titel des Buches: „Trust ist ein Hybrid aus dem Wunsch danach und der Entscheidung dafür“. Voigt hat sich entschieden, ihre Werke, die sie von Mai 2019 bis Frühjahr 2021 realisiert hat, unter dem Zeichen des Vertrauens, der Verbundenheit, der Zuverlässigkeit und der Integrität zusammenzustellen. Viele der präsentierten Arbeiten stellen sich in die Kontinuität derjenigen aus der Publikation Immersion, worin Voigts Werke aus der Periode 2018–2019 veröffentlicht sind. In dem umfangreichen Band Trust werden neben den Papierarbeiten, für die sie bekannt ist – hier in ein Pigmentbad eingetaucht und anschließend mit Pastell, Tinte, Tusche, Ölkreide und Blattgold bearbeitet – auch Skulpturen und Mobiles gezeigt.
Jorinde Voigt studierte ab 1996 Philosophie und neuere deutsche Literatur an der Universität Göttingen. 1998 wechselte sie nach Berlin und studierte Soziologie, Philosophie und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 1999–2003 studierte sie Kunst im Bereich Multimedia an der Universität der Künste bei Christiane Möbus und Bildende Kunst und Fotografie bei Katharina Sieverding, deren Meisterschülerin sie 2004 wurde. 2014–2019 war sie Professorin für konzeptuelle Zeichnung und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Seit 2019 ist sie Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
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Paul Uwe Dreyer
Werkverzeichnis der Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken68€ In den WarenkorbMaler, Zeichner und Grafiker der Konkreten Kunst
Paul Uwe Dreyer (geb. 1939 in Osnabrück, gest. 2008 in Stuttgart) war über dreißig Jahre lang Professor für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sein OEuvre lässt sich der geometrisch-konstruktiven Kunst zuordnen. Vor dem Hintergrund subjektiver Erfahrungen von Wirklichkeit veranschaulicht Dreyer in seinen Kompositionen die Dialektik von Ordnungsprinzipien und deren Variationsmöglichkeiten, die bereits in seiner ersten Schaffensperiode ab Anfang der 1960er Jahre und insbesondere seit Beginn der 1970er Jahre mit seinen Bildpaaren und Bildsequenzen zum Ausdruck kommen. In den Arbeiten entsteht ein spannungsvoller, hierarchieloser Dialog zwischen Farben, Flächen und Linien. Die Chronologie des Werkverzeichnisses zeigt die Stringenz der Motiventwicklung von den frühen bis zu den späten Schaffensphasen, von architektonischen, figürlichen und ornamentalen Abbreviaturen über Zeichen- und Signethaftes hin zu komplexen Raumdurchdringungen.
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GOTT&GILZ
Supernatural Beings54€ In den WarenkorbGOTT&GILZ hüllen provokante Nacktheit in das Gewand kunsthistorischer Klassiker
Der weibliche Akt ist eine Konstante der Kunstgeschichte, an der wir den Wandel von Darstellungsformen und das Schlingern der Moral ablesen können. Manche Akte landen zunächst in der Schmuddelecke, einige Jahre später sind sie dann schön und schicklich und werden in heiligen Hallen gezeigt (andersrum ist auch möglich). GOTT&GILZ reihen sich mit ihren Foto-Malereien in diese lange Tradition der Darstellung nackter Frauen durch Männer ein – Stichwort „male gaze“ – und machen das mit ihren Verweisen auf Klimt, Schiele, Pollock u. a. auch noch explizit. Das führt bei manchen zu reflexhafter Empörung. Die Anmaßung besteht bei GOTT&GILZ jedoch anders als bei den besagten kunsthistorischen Referenzen nicht im Bruch mit tradierten Darstellungsformen, sondern eben im Zitieren derselben: die Vergangenheit als Affront. Die Frauen auf den Bildern, aber auch die Künstler selbst stellen ihr Begehren souverän zur Schau und stoßen uns so scham- und schonungslos auf die Verfasstheit unserer in der Geschichte ankernden Gesellschaft und Psyche.
Freiheit ist das Schlüsselwort im Œuvre von GOTT&GILZ: die Freiheit, authentisch zu sein und sich ohne Scham auszudrücken. Ihr subtil provokatives Spiel mit ästhetischen Konventionen und Tabus bereichert nicht nur die Kunstszene, sondern entfacht auch wichtige Diskussionen über Geschlechterrollen, Körperbilder und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
Zur limitierten Künstleredition
Indem sie sich nackt machen, führen sie uns vor, wie wir sind, anstatt uns zu zeigen, wie wir (angeblich) sein sollten. Was für eine Provokation!
- vorübergehend nicht lieferbar
Shara Hughes
Day by Day by DayWeiterlesenZeichnerische Ausformungen des Unbewussten
Die Malerin Shara Hughes (geb. 1981 in Atlanta, GA, lebt und arbeitet in Brooklyn, NY, USA) gehört zu den „Rising Stars“ der US-amerikanischen Kunstszene. Ihre bunten, imaginären Landschaften in strahlender Palette und expressivem Gestus sind Reverenzen an Symbolismus, Fauvismus und Expressionismus und halten einem Vergleich zu deren Umgang mit Licht und Raum problemlos Stand. Hughes arbeitet intuitiv, bringt Farben auf die Leinwand, die ihren momentanen Gefühlen entsprechen. Sie nennt die Bilder „psychologische Landschaften“, bei denen sie nicht weiß, was als nächstes passiert und die eine verletzliche Grenze tangieren. Das umfangreiche Buch zeigt zahlreiche, meist großformatige Papierarbeiten aus den letzten drei Jahren und enthält einen Essay des New Yorker Kunstkritikers Andrew Russeth.
Shara Hughes machte ihren Abschluss an der Rhode Island School of Design und besuchte später die Skowhegan School of Painting & Sculpture in Madison, ME. Sie hatte Einzelausstellung im Arts Club, London, im Newport Art Museum, in der Metropolitan Opera, New York, und im Museum of Contemporary Art of Georgia in Atlanta. 2017 nahm sie an der Whitney Biennial im Whitney Museum of American Art in New York teil.
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Cornelia Baltes
Dingbats44€ In den WarenkorbDie Malereien und Installationen von Cornelia Baltes (geb. 1978 in Mönchengladbach, lebt und arbeitet in Berlin) bewegen sich an der Grenze von Abstraktion und Figuration. Ihre Bilder basieren auf Beobachtungen des Alltäglichen wie Kleidung, Körperteilen oder Gesichtsausdrücken und sind auf einfache Linien und Formen reduziert. In kräftigen Farben und gestische Flächen deuten sie eine Erzählung im Bildraum an. Baltes arbeitet mit ruhig modulierten Farbverläufen, auf die sie dicke, selbstbewusste Zeichen setzt. Dabei hinterfragt sie oftmals die Funktion eines Gemäldes, indem sie über das Rechteck der Leinwand hinaus auf die Wand malt oder es als eigenständiges Objekt frei im Raum aufhängt oder auf den Boden legt. Die Arbeiten sind eine Mischung aus Pop- und Minimal-Art, die mit ihrer Intensität und Dynamik und manchmal mit einem humorvollen Augenzwinkern jede und jeden in ihren Bann ziehen.
Die vorliegende Publikation ist die erste umfassende Monografie zum Werk der Künstlerin.
Cornelia Baltes studierte 2000–2003 an der Bergischen Universität Wuppertal und 2003–2006 an der Folkwang Universität der Künste in Essen, 2009–2011 setzte sie ihre Ausbildung an der Slade School of Fine Art in London fort.
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James Francis Gill
Werkverzeichnis der Druckgrafik, Band 239€ In den WarenkorbDas Werkverzeichnis des Mitbegründers der amerikanischen Pop Art
James Francis Gill (geb. 1934 in Tahoka, lebt und arbeitet in Texas) zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen und Künstlern der amerikanischen Pop Art. Seine oft auf Fotografien basierenden Gemälde eröffnen einen ungewohnt persönlichen Zugang zu den Ikonen der 1950er- und 1960er Jahre. Gill wurde schlagartig zum gefeierten Künstler Hollywoods, als sein Marilyn Triptych 1962 – noch vor den Werken von Andy Warhol – in die ständige Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen wurde. Durch Freundschaften zu Berühmtheiten wie John Wayne, Martin Luther King oder Marlon Brando ist Gill als Künstler Zeitzeuge einer ganzen Generation geworden. Er wahrte jedoch Distanz zum überschwänglichen Hollywood jener Zeit und zog sich 1972 überraschend zurück, um erst dreißig Jahre später wieder auf dem Kunstmarkt zu erscheinen. Der Catalogue Raisonné in zwei Bänden dokumentiert eindrucksvoll sein Schaffen von frühen politischen Motiven zu den Pop-Art-Ikonen seines Spätwerks.
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Alexandru Chira
42€ In den WarenkorbDas Werk von Alexandru Chira (geb. 1947 in Tauseni, Rumänien, gest. 2011 in Bukarest) kartografiert auf systematische und umfassende Weise eine fiktiven Forschungsbereich. Seine Gemälde, Zeichnungen und Objekte, deren einzelne Elemente an Schalter, Bildschirme, Tastaturen und Hebel erinnern, dienten dem Zweck „Regen und Regenbogen zu bringen“, Wohlstand zu fördern und Hochwasser zu verhindern. In seinem Kunstlabor arbeitete Chira wie ein Bauer, der das Feld bestellt. Er säte in seiner Malerei Symbole, verpflanzte sie bisweilen, um neue semiotische Verbindungen zu schaffen, erntete sie dann und sammelte alles in gemalten Maschinen verschiedener Formen und Dimensionen. In den 1990er-Jahren, als Chira schon Universitätsprofessor und anerkannter Künstler war, erfüllte er sich mit dem „Ensemble von Tauseni“, dem größten Ein-Mann-Monument in Transsylvanien, einen Lebenstraum. So besteht ein Hauptteil seines Werkes aus Skizzen und weiterentwickelten Arbeiten, die sich auf das Monument beziehen. Im Laufe seiner jahrzehntelangen agrar-ästhetischen Faszination verbanden sich Architektur, Design, Astronomie, Geschichte, Magie, Ufologie, Mystik, Schamanismus und Theosophie zu einer Art praktischem Wissen, aber auch zu spiritueller Spekulation für sein Vorhaben.
Die umfangreiche Monografie mit über 750 Abbildungen umfasst vier Dekaden künstlerischen Schaffens von Alexandru Chira und basiert auf langjährigen Recherchen des National Museum of Contemporary Art of Romania. Sie enthält zahlreiche Transkriptionen von Texteinschüben, Legenden, Instruktionen zum Decodieren der Arbeiten und Gedichtfragmenten, die in den Bildern von Chira enthalten sind.
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Franz Erhard Walther
Manifestationen. Werkverzeichnis der Plakate, Bücher und Entwürfe 1958–202068€ In den Warenkorb„Zwischen einem Plakatentwurf und meinen Werkzeichnungen mache ich keinen künstlerischen Unterschied“ – Franz Erhard Walther
Franz Erhard Walther (geb. 1939 in Fulda, lebt und arbeitet in Fulda) ist Bildhauer, Konzept-, Installations- und Prozesskünstler, dessen Werke oftmals in Bezug zum eigenen oder zum Körper der Betrachterin und des Betrachters gestellt werden. Walther gestaltete über vier Jahrzehnte hinweg Künstlerplakate, die in unserer heutigen digitalen Welt ein anachronistisches Phänomen darstellen. Erstmals wird dieses umfangreiche Œuvre zusammen mit einem weitreichenden Überblick über seine Entwürfe und Künstlerbücher veröffentlicht.
„Künstler widmen ihren Büchern so viel Zeit, Leidenschaft und Energie, dass sie genau genommen genauso wichtig sind wie ihre großen Installationen. ‚Manifestationen‘ ist ein sehr wichtiges Künstlerbuch.“
Hans Ulrich Obrist, Künstlerischer Leiter, Serpentine Galleries, London„Das neue Werkverzeichnis von Franz Erhard Walther ist ein Meisterwerk der Ästhetik der Parerga. Mit den ‚Manifestationen‘, der Aufweichung der Grenzen zwischen Werk und Entwurf, schafft Franz Erhard Walther nach seinen performativen Skulpturen einen weiteren großen Wurf für die emanzipatorische Differenzierung des Werkbegriffs.“
Peter Weibel, Leiter, ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe„Franz Erhard Walther ist nichts weniger als ein Ausnahmekünstler im 20. Jahrhundert, der das, was ein Kunstwerk sein kann, konsequent hinterfragt und grundlegend verändert hat. Die innovative Kraft seines umfassenden Werkes wird natürlich in erster Linie durch seine Kunst deutlich, aber auch die vorliegende Publikation seiner vielfältigen Entwürfe gibt hierüber einen ebenso wunderbaren wie außergewöhnlichen Überblick.“
Andreas Beitin, Direktor, Kunstmuseum WolfsburgFranz Erhard Walther studierte an der Werkkunstschule Offenbach am Main und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main. Darauf folgte ein Studienabschnitt bei Karl Otto Götz an der Kunstakademie Düsseldorf, zusammen mit Gerhard Richter und Sigmar Polke. Seine Arbeiten wurden auf der documenta 5, 6, 7 und 8 ausgestellt. 2017 wurde Walther mit dem Goldenen Löwen der 57. Biennale di Venezia ausgezeichnet.
- Erscheint April 2025
Fidel Martínez
Todesfuge. Das Leben des Dichters Paul Celan26€ In den WarenkorbTodesfuge, die Graphic Novel des spanischen Zeichners Fidel Martínez Nadal (geb. 1979 in Sevilla), erzählt das Leben des Dichters Paul Celan (1920–1970), einem der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts. Die Erzählung verbindet biografische und literarische Aspekte von Celans Leben, darunter seine jüdische Identität, das lebenslange Trauma als Holocaust-Überlebender und sein berühmtes Gedicht Todesfuge. Mit ausdrucksstarken, düsteren Illustrationen visualisiert Martínez Celans emotionale Kämpfe, Schuld, Erinnerung und den kreativen Versuch, das Unaussprechliche auszudrücken. Die Graphic Novel ist eine künstlerisch virtuose Hommage an Celans Werk und ein bedeutender Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Shoah im Comic, in der Nachfolge von Art Spiegelman.
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Andreas Eriksson
42€ In den WarenkorbAlles hängt zusammen, von außen nach innen. Schau was dahinterliegt.
Andreas Eriksson (geb. 1975 in Björsäter, lebt und arbeitet in Medelplana, Schweden) ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Schwedens. Seine Kunst gründet auf einer traditionellen Bildsprache der Malerei, die sich kontinuierlich auf andere Felder ausgeweitet hat. So hat Eriksson zahlreiche Textilarbeiten produziert und sich mit verschiedenen Epochen und konzeptuellen Verfahren in der Skulptur und Drucktechnik auseinandergesetzt. Seine erste Monografie unternimmt den Versuch, Erikssons Entwicklung und Gedanken im Kontext des großen Spektrums seiner Arbeiten zu illustrieren. Dieses Buch ist ein konzentrierter Blick hinter die Leinwand.
Andreas Eriksson studierte von 1993 bis 1998 an der Königlichen Hochschule der Bildenden Künste in Stockholm und repräsentierte Schweden im Nordischen Pavillon auf der 54. Biennale di Venezia. Seine bisher größte Einzelausstellung fand 2014 in der Bonniers Konsthall, Stockholm statt.
- Erscheint Februar 2025
Cudelice Brazelton IV
Mortal Surface35€ In den WarenkorbDie Arbeiten von Cudelice Brazelton IV sind Magneten. Damit sammelt er auf, was er im urbanen Raum, auf der Straße, in Fabriken und Ateliers vorfindet: Stoff, Leder, Metall, Karton und alle möglichen Gebrauchsgegenstände. Er arrangiert diese Materialien und Dinge über- und nebeneinander zu Collagen, Assemblagen und Skulpturen, womit auch deren Herkunftszusammenhänge und das, was er ihre „Unterströmung“ nennt, ihre Subtexte also, aufeinandertreffen. Solche Bezugsrahmen spielen in seinem Werk eine zentrale Rolle, darunter auch jener des Ausstellungsraumes. Damit agiert er mitunter ganz offen, indem er für manche Schauplätze ortsspezifische Arbeiten kreiert. So wird der Raum zum Kontext und Teil des Werks, manchmal auch im materiellen Sinn, etwa wenn Brazelton direkt auf den Wänden arbeitet. Die in diesem Katalog vereinten jüngsten Werke wurden in einem früheren Eisenbahnausbesserungswerk gezeigt. Industrieller, „metallischer“ könnte das Umfeld nicht sein. Hier, ebenso wie zwischen den Buchdeckeln des vorliegenden Katalogs, kommen Brazeltons Arbeiten voll zur Geltung, in diesem Rahmen werden sie zu echten Blickmagneten.
- Vergriffen
Eva Jospin
Wald(t)räume22€ WeiterlesenDer Sehnsuchtsort Wald: Magische Skulpturen aus Wellpappe
Die französische Künstlerin Eva Jospin (geb. 1975 in Paris, lebt und arbeitet in Paris) schneidet und schichtet Skulpturen und Reliefs aus Wellpappe. Handarbeit und Präzision sind dabei wesentliche Aspekte ihrer Arbeit. Die ursprüngliche Farbe des Kartons behält die Künstlerin bei, da das Material für sie genügend Farbvarianten und -nuancen enthält. Wiederkehrendes Motiv ist der Wald – bestehend aus zahlreichen Stämmen, Ästen und Zweigen in extremer Dichte und durchsetzt von schwarzen Schatten. Sie suggerieren Tiefe und regen die Fantasie des Betrachters an. Jospin gibt die Natur nicht eins zu eins wieder, sondern vermittelt die durch sie ausgelösten Gefühle von Angst, Anarchie oder Freiheit: Der Wald als universeller Sehnsuchtsort.
Eva Jospin studierte an der École Nationale Supérieur des Beaux-Arts de Paris. Sie erhielt 2015 den Prix de l’Académie des Beaux-Arts, 2016 folgte ein Aufenthalt in der Villa Medici, Rom.
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Digitale Skulptur
Follow the unknown19,80€ In den WarenkorbDie Grenzen des Greifbaren
Erstmalig in der Geschichte der bildenden Kunst wurde ein Wettbewerb zur Digitalen Skulptur ausgerufen. Was ist eine digitale Skulptur überhaupt? Wann verschmelzen Grenzen zwischen Realität und Virtualität? Mit dem Aufkommen digital erzeugter Bildformen haben sich die Voraussetzungen unserer Wahrnehmung und die Parameter unserer Sehgewohnheiten verändert. Durch die interaktive Einbeziehung des Betrachters führen softwaregesteuerte Bildphänomene wie virtuelle Umgebungen zu einem erkundenden Sehen. Das Buch präsentiert und dokumentiert zukunftsweisende Arbeiten, die im Rahmen einer internationalen Ausschreibung des Museums Ulm konzipiert wurden.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Morehshin Allahyari, Giulia Bowinkel & Friedemann Banz, Jörg Brinkmann, George Crîngaşu, Nieves de la Fuente Gutiérrez, Marcel Karnapke, Leonard Kern, Nicolò Krättli + Jann Erhard, Martina Menegon, Marjan Moghaddam
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Chunqing Huang
Painter’s Portrait II18€ In den WarenkorbDie Painter’s Portraits der Künstlerin Chunqing Huang (geb. 1974 in Heze, China) sind keine Abbilder. Die Maler:innenporträts von Künstler:innen wie Louise Bourgeois, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger oder Imi Knoebel sind Akte gestisch-expressiver Abstraktion, künstlerische Studien der eigenen Erinnerung. Chunqing Huang schafft mit ihren Gemälden Bilder über die Kunst selbst, indem sie das Vokabular abstrakter Malerei von Deutschland bis in die USA durchexerziert. Die Serie Painter’s Portrait II zeigt die dreißig neusten Arbeiten Chunqing Huangs aus einer Werkgruppe, die die Künstlerin seit 2016 auf 40 x 30 cm große Leinwände überführt.
Painter’s Portrait II ist eine persönliche Reflexion Chunqing Huangs über ihre Einflüsse vom Impressionismus bis hin zu expressiven Strömungen abstrakter Malerei, die nun erstmals auch in Buchform erscheint. Auf 80 Seiten präsentiert der Katalog die Porträts mit ihrem jeweils ganz eigenen Gestus und individuellen Farbklang.
Chunqing Huang studierte freie Malerei und interdisziplinäre Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Wolfgang Tillmans, Peter Angermann und als Meisterschülerin bei Hermann Nitsch. Die Arbeiten der deutsch-chinesischen Künstlerin wurden in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Ein erster Teil der Serie Painter’s Portrait wurde im Sommer 2021 in der Kunsthalle Wiesbaden und im Museum Wiesbaden ausgestellt, der Katalog Painter’s Portrait II erscheint begleitend zur gleichnamigen Ausstellung bei 68projects in Berlin.
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Billy Al Bengston
Paintings & Watercolors48€ In den WarenkorbDie Erste Monografie des kalifornischen Pop-Art-Künstlers seit über dreißig Jahren
Billy Al Bengston (geb. 1934 in Dodge City, lebt und arbeitet in Venice, Kalifornien, und Honolulu, Hawaii) steht für das heitere, unbekümmerte Lebensgefühl Kaliforniens – mit seinem Werk ebenso wie seiner Person als ehemaliger Surfer und Motorradrennfahrer, extravaganter Künstler und zentraler Figur der West Coast Pop Art. Nach Studien am California College of Arts and Crafts und am Otis Art Institute stellte er bereits 1957 in der legendären Ferus Gallery aus und war Mittelpunkt einer Künstlergruppe, zu der auch Frank Gehry, Edward Kienholz, Ed Ruscha und Ken Price gehörten. BAB, wie er sich selbst apostrophiert, fügt Auto- und Motorradteile als Motive in seine ansonsten abstrakten Bilder ein, benutzt statt Ölfarbe Lack und Sprühdose und statt der traditionellen Leinwand Aluminiumplatten mit zuweilen eingedellter Oberfläche. Kunstschaffen und Lebensstil verbinden sich zur individuellen „Bengston-Ikonografie“ des California Cool.