


Anaïs Horn
Fading
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| Herausgeber | Katharina Manojlovic |
| Autor(en) | Katharina Manojlovic |
| Gestaltung | Alexander Nussbaumer, Fondazione Europa |
| Umschlag | Broschur |
| Maße | 12 x 18 cm |
| Seitenzahl | 140 |
| Abbildungen | 60 |
| Sprache(n) | Deutsch |
| ISBN | 978-3-947563-43-2 |
Das Rätsel der Liebe und ihrer Sprache, übersetzt in einen fotografischen Diskurs
Ausgangspunkt der 2013 begonnenen, mittlerweile 80 Fotografien umfassenden Serie der in Wien und Paris tätigen Künstlerin Anaïs Horn sind die Fragments d‘un discours amoureux (Fragmente einer Sprache der Liebe) des französischen Philosophen und Schriftstellers Roland Barthes. Begriffe wie „Askese“, „Magie“, „Sehnen, „anbetungswürdig“ oder „unbegreiflich“ dienen Horn als Vorlage für ihre fotografischen Inszenierungen. Die sprachlichen „Figuren“, aus denen Barthes seinen „Discours“ in einer offenen Struktur entwickelte, finden ihre Entsprechungen in Ansichten von Menschen, Landschaften, Gegenständen und Räumen. So entsteht ein ebenso unverbindlicher wie intimer, ergreifender wie leichter, verletzlicher wie herausfordernder Bilderkosmos, der unendlich erweiterbar scheint. In der Zusammenschau werden Fragmente kollektiver Erfahrungen und kulturelle Codes unserer Vorstellungen von Liebe sichtbar.
Weitere Bücher
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Museum Brot und Kunst
Forum Welternährung24€ In den WarenkorbEssen, Kunst und Konsum
Das Verlangen nach Nahrung und die Vermeidung von Hunger sind seit Jahrtausenden ein zentrales Anliegen der Menschheit. Ob Wirtschaft, Wissenschaft, Politik oder Kultur, alles ist bestimmt und beeinflusst von unserem Grundbedürfnis zu essen. Der Katalog zur Dauerausstellung des Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung beleuchtet 19 Themenschwerpunkte rund um die Bedeutung von Brot als Begriff für Nahrung insgesamt. Als erstes Museum weltweit hat es sich seit seiner Gründung im Jahr 1955 auf dieses Thema spezialisiert; die dazugehörige Sammlung umfasst eine Vielzahl von Objekten aus kultur-, sozial- und technikgeschichtlichen Zusammenhängen aus mehreren Jahrhunderten. Die großzügig bebilderte Publikation veranschaulicht das weite Feld der Ernährung im Dialog mit der Kunst und trägt zu einem besseren Verständnis unserer Lebenswelt bei.
Mit Arbeiten von Ernst Barlach, Bernhard Johannes Blume, Pieter Brueghel, Marc Chagall, Salvador Dalí, Simone Demandt, Agnes Denes, Frans Francken, Georg Flegel, Erich Heckel, Christian Jankowski, Markus Lüpertz, Gerhard Marcks, Max Pechstein, Pablo Picasso, Claire Pentecost, Thomas Rentmeister, Daniel Spoerri, Andy Warhol und anderen.
Das Buch wurde auf die Shortlist der Schönsten Deutschen Bücher 2021 aufgenommen.
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Kraftwerk
Innovation durch Transformation34€ In den WarenkorbDas 1915 von Paul Bonatz erbaute Kraftwerk Rottweil hat einen interessanten und bewegten Werdegang hinter sich: Bis 1976 diente es als Stromerzeuger für eine Pulverfabrik, später für ein Kunstseidenwerk und zeitweise auch für die Stadt Rottweil. Die Fassadengestaltung, die Freitreppe und die hohen Schornsteine demonstrieren noch immer die einstige Bedeutung des modernistischen Industriebaus. 20 Jahre nach seiner Stilllegung übernahmen die Unternehmer Thomas Wenger und Mike Wutta mit ihrer Eventagentur trend factory das marode Gebäude und das umliegende Gelände und sanierten es unter Bewahrung seiner architektonischen Elemente und der wichtigsten Teile des Inventars. (Über einen Zeitraum von 15 Jahren wurden über 5.400 m² wieder nutzbar gemacht, wobei ein besonderer Wert auf die Mischung von morbidem Charme und zeitgenössischem Design gelegt wurde.) Heute ist das Kraftwerk die Homebase der Firma, aber vor allem ein angesagter Veranstaltungsort für Konzerte, Kongresse und Firmenfeiern, der weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus bekannt ist.
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Călin Dan
POLLIO34€ In den WarenkorbDas Werk des rumänischen Künstlers Călin Dan (geb. 1955 in Arad, Rumänien, lebt und arbeitet in Bukarest) ist von Konzeptualismus und Minimal Art beeinflusst. Sein Buch Pollio bietet einen Überblick über seine künstlerische Praxis der vergangenen Dekade, die Installation, Performance, Film, Fotografie und Skulptur miteinander verbindet und sich aus seiner Tätigkeit als Kunsthistoriker, Schriftsteller und Kurator speist. Neben dem titelgebenden Werkblock, der sich mit dem römischen Geschichtsschreiber Gaius Asinius Pollio befasst, wird auch die Ausstellung Alzheimer (2017) dokumentiert. Călin Dan ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe subREAL. Seine Arbeiten wurden auf den Biennalen von Istanbul (1993), Venedig (1993, 1999, 2001), São Paulo (1994) und Sydney (2006) präsentiert. Seit 2014 ist er Direktor des Nationalen Museums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest.
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Parallel Lines
High Modernism in Croatia 1949–199836€ In den WarenkorbParallel Lines. High Modernism in Croatia 1949–1998 dokumentiert die gleichnamige Ausstellung in Bukarests Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst im Jahr 2025. Gemeinsam mit dem Nationalmuseum für Moderne Kunst in Zagreb organisiert, beleuchtete sie mit 188 Positionen die Kunstszene nach der Kominform-Resolution von 1948, die Jugoslawiens Bruch von sowjetischem Einfluss markierte. Die 60er Jahre sahen Zagreb mit seinen “Neuen Tendenzen” als Zentrum experimenteller Kunst in Antwort auf die Malerei des sozialistischen Realismus. Parallel Lines verweist auf das Nebeneinander institutionell geförderter und alternativer Kunst im jugoslawischen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Mit öffentlichen Dialogen und Debatten sorgten die parallelen Strömungen für eine dynamische Kulturlandschaft.
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Lars Breuer
The Love of the Gods32€ In den WarenkorbDas Werk von Lars Breuer (geb. 1974 in Aachen, lebt und arbeitet in Düsseldorf und Köln) zeichnet sich durch ein breites Spektrum an Bezugssystemen aus. So stellt er unter anderem mit einer selbst entworfenen Typografie in großformatigen Installationen Bezüge zur Literatur und zur Kunstgeschichte her. Neben diesen typografischen Arbeiten entstehen figurative und abstrakte Gemälde und Fotografien.
The Love of the Gods präsentiert 104 C-Prints, bei denen Breuer in den Lauf von ausgedienten Gewehren, Pistolen, Revolvern und Kanonen fotografiert. Diese hat er auf seinen Reisen in Athen, Bangkok, Buenos Aires, Kopenhagen, Leverkusen, Ingolstadt, Melbourne, New York, Oslo und Phnom Penh in Museen, Palästen und auf öffentlichen Plätzen aufgenommen. Breuers konzeptuelle und akribisch nüchterne Herangehensweise zeigt dabei – fast schon abstrakt – nur das runde Loch der Mündung und das dunkle Innere der Waffe auf tiefschwarzem Grund. Man sieht zunächst nur ein ringförmiges Ornament und versteht erst danach, dass es zu einem todbringenden Objekt gehört. Gleichzeitig wird eine grausame Konstante der menschlichen Existenz zur Gewissheit: Menschen waren hinter diesen Waffen Täter, Menschen waren vor diesen Waffen Opfer. Lars Breuers Bilder machen deutlich, was die Aura der Ornamente verbirgt: sie haben den Tod gebracht.
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Yes To All
Die Schenkung Paul Maenz Gerd de Vries42€ In den WarenkorbDer die Ausstellung YES TO ALL begleitende Katalog gewährt einen tiefen Einblick in eine mehr als 900 Arbeiten auf Papier – von Postkarten und Zeichnungen bis hin zu Fotografien und Plakaten – umfassende Schenkung, die 2022 ans Kupferstichkabinett gelangte und bis 2025 weitere Ergänzungen erfuhr. Stifter sind Paul Maenz und Gerd de Vries, die bis 1990 in Köln eine Galerie für zeitgenössische Kunst führten und die Entwicklung der Avantgarde-Kunst von der Conceptual Art der späten 1960er Jahre bis hin zur neoexpressiven Malerei der 1980er Jahre begleiteten. Die jüngsten Werke der Schenkung stammen aus dem Jahr 2024. In mehreren Essays und einem Gespräch mit den Stiftern wird die Vielstimmigkeit der westlichen Kunst im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert neu erfahrbar.
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Cristina Lucas
Maschine im Stillstand29€ In den WarenkorbMechanismen der Macht
Die spanische Künstlerin Cristina Lucas (geb. 1973 in Jaén, lebt und arbeitet in Madrid) arbeitet in zahlreichen Medien und Genres. Zentrale Anliegen sind dabei die Konfrontation von subjektiver und politischer Geschichtsschreibung und die Aufarbeitung von kulturellen Klischees. Ausgangspunkt der Publikation ist die Mehrkanal-Videoinstallation Unending Lightning, mit der Lucas seit 2013 die Historie des Luftkriegs akribisch erforscht. Daneben werden auch Arbeiten gezeigt, die sich mit einer aktuellen Sichtweise auf Wertschöpfungsketten und der Kapitalisierung von Zeit und Landschaft beschäftigen. Darüber hinaus hat sie einen Korpus an kritischen kartografischen Modellen entwickelt, mit denen sie algorithmisch, philosophisch, poetisch oder auch humorvoll neu gesehene Zusammenhänge verdeutlicht. Als erste deutsche Publikation dokumentiert dieses Buch ausführlich das Werk von Cristina Lucas.
Cristina Lucas studierte bildende Kunst an der University of California und an der Universidad Complutense in Madrid. Es folgten Künstlerresidenzen in Paris, Amsterdam und New York. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im MUDAM Luxembourg, im Museo de Arte Contemporaneo, Santiago de Chile, sowie im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, im Kiasma, Helsinki, und im Centre Pompidou, Paris, ausgestellt.
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FINALE
DIRECTOR’S CUT. EINBLICKE IN DAS WACHSEN EINER SAMMLUNG25€ In den WarenkorbDie schönste Aufgabe …
Seit 1994 leitet Britta Erika Buhlmann als Direktorin die Geschicke des Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, das sie im Frühjahr 2022 verlassen wird. In den 28 Jahren ihrer Tätigkeit hat sie die Kunstsammlung des Museums ausgebaut und entscheidend geprägt. So wurde die klassische Moderne mit bedeutenden Werken von Otto Dix, Hermann Scherrer und Karl Buchheister verstärkt, die Skulpturenabteilung um wichtige Positionen von François Morellet, Martin Willing, Werner Pokorny und anderen ergänzt und ein neuer Sammlungsbereich mit Arbeiten amerikanischer Künstler wie Eric Levin, Kiki Smith, Charles Pollock und Richard Pousette-Dart etabliert. Nicht wenige Künstlerinnen und Künstler wurden im mpk erstmals in einem deutschen oder sogar europäischen Publikum vorgestellt, dazu gehören Carmen Herrera, Pierrette Bloch, Eva Jospin und Nobuyuki Tanaka.
Im vorliegenden Buch stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des mpk ihre Sicht auf ausgewählte Werke vor und erzählen so eine subjektive Geschichte vom Umgang mit den Arbeiten, die dem Museum den Ruf „Haus der Entdeckungen“ eingebracht haben.
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Stephan Kaluza & Dieter Nuhr
Transit42€ In den WarenkorbLandschaften im Dialog von Malerei und Fotografie
Die fotorealistischen Gemälde von Stephan Kaluza (geb. 1964 in Bad Iburg, lebt und arbeitet in Düsseldorf) wirken auf den ersten Blick wie Stillleben einer unberührten Natur, stammen jedoch von Schlachtfeldern oder anderen Plätzen ehemaligen Grauens. Dabei appelliert die Idylle seiner Bilder an unser aller Wachsamkeit, dem Eindruck tiefen Friedens zu widerstehen. Hier setzen die Aufnahmen des vor allem als Kabarettist bekannten Fotografen Dieter Nuhr (geb. 1960 in Wesel, lebt und arbeitet in Ratingen) an, die eher kalkulierte Kompositionen als dokumentarische Zeugnisse bilden. Es sind fokussierte Bilder scheinbar beiläufiger Entdeckungen von seinen Reisen durch Nepal, Bolivien, Indien und den Sudan. Die Zeitlosigkeit von Nuhrs Fotografien korrespondiert mit den historisch aufgeladenen Orten in den Arbeiten von Kaluza, die ohne ihren Kontext wieder zu einem einfachen Stück Natur werden. Der umfassend bebilderte Doppelband ist eine Kollaboration zweier Künstler, die sich der Dialektik von Flüchtigkeit und Ewigkeit angenommen haben.
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Andreas Wegner
Wir fahren mit der Schneckenpost, weil die uns keinen Pfennig kost50€ In den WarenkorbDie Kunst von Andreas Wegner hinterfragt den kapitalistischen Stadtraum. Wegners Interventionen erproben alternative Modelle für urbane Interaktion, für Handel, Bebauung, Verkehr oder die Nutzung öffentlichen Raums. Inspiriert von Joseph Beuys’ Sozialer Plastik und Charles Fouriers’ Sozialutopien, gründete Wegner u.a. ein genossenschaftliches Kaufhaus in Berlin, einen Lebensmittelladen in Wien, und betrieb Immobiliengeschäfte als kreativen Widerstand. Diese Monografie illustriert die wichtigsten Projekte des Künstlers mit Abbildungen, Essays namhafter Autoren, Interviews, und eigenen Texten. Neben kollektiven Initiativen, Installationen, Fotografie, Film, und Skulptur ist Malerei bis heute eine Konstante in Wegners Werk.
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Corona, Queens
Photographs by Cara Galowitz32€ In den WarenkorbSieben Jahre lang ging Cara Galowitz (geb. 1964, lebt und arbeitet in New York) in ihrer täglichen Mittagspause von der nahegelegenen New York Hall of Science, in der sie als Art Director tätig war, durch die Straßen von Corona, einem Viertel des Stadtteils Queens. Die Fotografien, die sie als „eine Übung im Sehen“ bezeichnet, fangen das lebendige Nebeneinander eines der ethnisch vielfältigsten Gegenden der Welt ein.
Mit Ironie Humor und visuelle Raffinesse beschreiben diese Fotografien einen Ort, der sich in stetem Wandel befindet und wo die Vergangenheit, sei es in verblassten Schriftzügen oder bröckelnden Gebäuden, mit der Gegenwart in Form von spontanen Straßendekorationen, Beschilderungen, Graffiti und religiösen Symbolen kollidiert. Die Bilder zeugen von den Anstrengungen und der Anpassungsfähigkeit der Menschen in Corona und dokumentieren zugleich die skurrile Schönheit der Straßen.
Cara Galowitz ist Absolventin der Cooper Union School of Art, wo sie sich auf Grafikdesign, Fotografie und bildende Kunst spezialisierte. Sie machte als Art Director im Museum Karriere und stellte ihre Arbeiten im Newark Museum, dem Museum der Stadt New York und der Grey Art Gallery aus.
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Erich Hörtnagl
Unforgettable – Unforgotten48€ In den WarenkorbWie lässt sich ein Leben erinnern – was bleibt, was vergeht?
In Unforgettable | Unforgotten versammelt Erich Hörtnagl fotografische Fragmente, die mehr sind als Erinnerungen: Sie sind Sinnbilder gelebter Zeit. In Roland Barthes’ Begriff der „Punctum“-Erfahrung – jenem Moment, in dem ein Detail im Bild wie ein Stachel das Herz trifft – findet sich ein Schlüssel zu Hörtnagls fotografischem Blick. Es sind nicht die Spektakel, sondern die leisen, beiläufigen Dinge, die berühren. Das scheinbar Unbedeutende wird zur Projektionsfläche für Erinnerung, Verlust und Empfindung. Nicht das Inszenierte, sondern das, was sich dem Zugriff entzieht, steht im Zentrum.
Begleitet von klugen Texten von Alois Schöpf und Kurt Höretzeder entsteht ein leiser Monolog über Glück und Versäumnis, über das, was wir empfangen – und was wir geben. Ein Buch, das keine Antworten gibt, sondern Fragen stellt: Was macht ein Leben lebenswert? Was bleibt unvergessen?
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Wolfgang Gäfgen
Mysterien der Fotografie45€ In den WarenkorbGeheimnisreiches Spiel von Licht und Schatten
Im Unterschied zu den Handzeichnungen und Holzdrucken ist das fotografische Werk von Wolfgang Gäfgen (geb. 1936 in Hamburg, lebt und arbeitet in Stuttgart und Esslingen) nur wenigen bekannt. Das umfangreiche Œuvre der in analoger Fotografie entstandenen Schwarz-Weiß- und Farbabzüge erstreckt sich von den späten 1960er Jahren bis heute und steht gleichrangig neben den zeichnerischen und druckgrafischen Arbeiten. Das vorliegende Buch mit Texten von Christian Gögger, Olivier Kaeppelin, Clemens Ottnad und Michel Poivert versammelt erstmals eine Vielzahl von Bildern, die die Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen bildnerischen Ausdrucksmedien deutlich machen. Scheinbar bedeutungslosen Alltagsdingen wird in kunstvoll arrangierten Stillleben geisterhaftes Leben eingehaucht. Die mitunter auftretenden menschlichen Figuren erscheinen in kultische Handlungen verstrickt und oftmals sind den Foto-Arbeiten ironische Zitate aus der älteren Kunstgeschichte oder Verweise auf historische Mythen beigegeben.
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Herinneringen ophalen
38€ In den WarenkorbWas sehen wir, wenn wir die Fotoalben anderer Menschen betrachten? Beim Durchblättern folgen wir dem Rhythmus der Erinnerung: fragmentarisch, repetitiv, geprägt von Assoziationen und Leerstellen. Uns unbekannte Menschen und Orte wirken dabei oft vertraut. Die Ausstellung Erinnerungen aufschlagen und der begleitende Katalog gehen dieser Resonanz zwischen Vertrautem und Fremdem, Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung und Fotografie nach. Sie bringen historische Fotoalben aus dem Archiv der Draiflessen Collection mit Werken zeitgenössischer Künstler*innen in einen Dialog und verknüpfen unterschiedliche zeitliche Ebenen. Die Arbeiten machen sichtbar, dass die in den Alben angelegten Handlungen kreative Akte sind – geprägt vom Wunsch zu erinnern, zu erzählen, aber auch zu vergessen.
Künstler:innen: Njideka Akunyili Crosby, Tina Barney, Bieke Depoorter, Jim Goldberg, Lebohang Kganye, Dayanita Singh, Jiro Takamatsu, Fiona Tan, Karine Zenja Versluis, Gillian Wearing
Ausstellung ERINNERUNGEN AUFSCHLAGEN
Draiflessen Collection Mettingen
18.10.2026–07.02.2027
mehr Infos hier -

Dissonance
Platform GermanyWeiterlesenDie Veränderung des Sehens – neue Malerei aus Deutschland
Deutschland ist seit der Wiedervereinigung zu einem bedeutenden Forum der internationalen Malerei geworden. Die Generation der in den 1970er und 1980er Jahren geborenen Künstler:innen folgt keinen kollektiven Strömungen und entzieht sich klar bestimmbaren Einflüssen. Gleichwohl erfasst ihre Kunst die kulturellen und soziologischen Verschiebungen und Divergenzen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs mit seismographischer Präzision.
Die Herausgeber von Dissonance – Platform Germany präsentieren 81 der wichtigsten in Deutschland lebenden Maler:innen der letzten beiden Dekaden. Sie wagen ein Urteil, decken Unerwartetes auf und suchen den Mehrwert in ästhetisch mitreißenden Leistungen programmatischer Pluralität. Ein wichtiges Überblickswerk zu einem der spannendsten Kapitel der jüngsten deutschen Kunstgeschichte.
Einige der gezeigten Künstler:innen haben DCV eine Edition mit wenigen Unikaten zur Verfügung gestellt, die Auswahl finden Sie hier.
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Sprache/Text/Bild
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Ilit Azoulay
Facts and Tales. Truth be Told120€ In den WarenkorbIn einer Zeit, in der unterschiedliche Perspektiven und erzählerische Traditionen zunehmend an Bedeutung gewinnen, widmet sich Facts and Tales – Truth Be Told der beeindruckenden Arbeit von Ilit Azoulay. Die 1972 in Jaffa geborene Künstlerin verwandelt Objekte, Archive und Museumsbestände in Gefäße und hinterfragt dabei traditionelle Wissenshierarchien. In ihrer jüngsten Einzelausstellung Mere Things im Jüdischen Museum in New York präsentiert Azoulay Werke, die das Gleichgewicht zwischen faktischer Darstellung und nuanciertem Geschichtenerzählen ausloten.
Die Publikation zur Ausstellung umfasst Archivseiten, Aufzeichnungen der Künstlerin und Abbildungen der Werke sowie eine Einleitung von Kuratorin Shira Backer und einen Essay der 2018 verstorbenen Kunstkritikerin, Kuratorin und Autorin Sarit Shapira über das Frühwerk von Ilit Azoulay: Houses of Junk and Specters: On Ilit Azoulay’s Early Works. Er unterstreicht die Bedeutung von faktischer Genauigkeit und mündlichen Überlieferungen und lädt dazu ein, das komplexe Zusammenspiel zwischen materiellen Zeugnissen und den vielfältigen und nuancenreichen Geschichten zu erkunden.
Azoulay beleuchtet die Leerstellen in hegemonialen Erzählungen und entlarvt diese mittels einer einzigartigen Methode. Sie schneidet ihre Bilder wie für ein Erpresserschreiben aus Archivmaterialien und Fotos von den Wänden verlassener Häuser und formt sie zu multiperspektivischen Collagen. Auf diese Weise hinterfragt sie den ausschließlichen Wahrheitsanspruch musealer Expertise und legt deren Konstruiertheit offen. Der Katalog ihrer Werke, gestaltet als Box voller Texte und Bilder, spiegelt diesen Ansatz wider und zielt darauf ab, etablierte Narrative in vielfältige Perspektiven aufzulösen.
Box mit 6 unterschiedlichen Einzelpublikationen, limitiert auf 500 Exemplare
DIE PUBLIKATION WURDE ERMÖGLICHT DURCH DIE GROSSZÜGIGE UNTERSTÜTZUNG DER GALERIE LOHAUS SOMINSKY, MÜNCHEN
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PULS 22
36€ In den WarenkorbPULS, eine Initiative des Bukarester Nationalmuseums für Zeitgenössische Kunst (MNAC), begann in der COVID-Krise. Seitdem unterstützt das Museum rumänische Künstler:innen durch den Ankauf von über 100 relevanten Positionen, die aus einem großen Bewerbungspool von einer demokratischen Jury aus Künstler:innen und Kunstexpert:innen bedacht ausgewählt werden. PULS22 präsentiert nun in Buchform die jüngsten Ankäufe und deren Ausstellung. Der Band, wie der vorherige PULS20, ist eine spannende panoramische Momentaufnahme der dynamischen Kunstszene des Landes und stellt jede Position mit Reproduktionen, einem informativen Essay und Lebenslauf vor. Die Installationsaufnahmen im Buch zeugen von einer hervorragenden Ausstellung und dem Potenzial für zukünftige Leihgaben an kuratierte Ausstellungen andernorts.
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Barbara Armbruster
Meins Mine24€ In den WarenkorbEin interkulturelles Künstlernarrativ zwischen Deutschland und Ägypten
Barbara Armbruster (geb. in Bad Waldsee, lebt und arbeitet in Stuttgart) setzt sich in ihrem Werk mit kulturellen und gesellschaftlichen Räumen, Strukturen und Identitäten auseinander. Geprägt von vielen Jahren des Aufenthalts in der nordafrikanischen Metropole Kairo sind Armbrusters Arbeiten Beziehungspunkte zweier völlig verschiedener Kulturräume. Die Monografie zeigt einen faszinierenden Einblick in ihre kontinuierlich entwickelte Ausdruckssprache zwischen arabischer Kalligrafie, stilisierter Ornamentik und fotografischer Inszenierung von Alltagsarchitektur.
Barbara Armbruster studierte Freie Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, an der sie später einen Lehrauftrag innehatte. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgestellt, darunter im Goethe-Institut in Kairo, im Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, und im Kunstverein Freiburg.
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Beate Passow
Monkey Business24€ In den WarenkorbAus der Vergangenheit eine bessere Zukunft gestalten
Beate Passow (geb. 1945 in Stadtoldendorf, lebt und arbeitet in München) arbeitet mit ihren Installationen, Fotodokumentationen und Collagen gegen das Vergessen, sieht ihr Schaffen aber nicht als Vergangenheitsbewältigung, sondern als „Gegenwartsbewältigung“. Mit ihren Bildfindungen legt sie den Finger in die Wunden der Erinnerung. Allerdings nicht, um Erkenntnis zu gewinnen, sondern um sichtbare und überprüfbare Gegebenheiten zu verdeutlichen. In ihrem Bilderzyklus Monkey Business entwirft die Künstlerin eine rätselhafte Fabelwelt mit politischer Dimension. Eigenartige Tiere und mythische Figuren bevölkern die großformatigen, schwarzweißen Bilder, die erst bei näherer Betrachtung als gewebte Tapisserien zu erkennen sind. Die ungewöhnlichen Protagonisten bewegen sich durch leicht zu identifizierende Orte: Gibraltar, die New Yorker Wall Street, Brüssel oder die Insel Lampedusa. Hinter diesen geografischen Zuordnungen verbergen sich die politischen Abgründe des gegenwärtigen Europa, dessen herrschende Systeme, ökonomische Strukturen und politische Bewegungen von Passow zur Debatte gestellt werden.




















