





GOTT&GILZ
Supernatural Beings
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|---|---|
| Autor(en) | Karina Chernenko |
| Gestaltung | Gilz-Art UG |
| Maße | 24 x 33 cm |
| Umschlag | Hardcover |
| Seitenzahl | 202 |
| Abbildungen | 163 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-185-6 |
GOTT&GILZ hüllen provokante Nacktheit in das Gewand kunsthistorischer Klassiker
Der weibliche Akt ist eine Konstante der Kunstgeschichte, an der wir den Wandel von Darstellungsformen und das Schlingern der Moral ablesen können. Manche Akte landen zunächst in der Schmuddelecke, einige Jahre später sind sie dann schön und schicklich und werden in heiligen Hallen gezeigt (andersrum ist auch möglich). GOTT&GILZ reihen sich mit ihren Foto-Malereien in diese lange Tradition der Darstellung nackter Frauen durch Männer ein – Stichwort „male gaze“ – und machen das mit ihren Verweisen auf Klimt, Schiele, Pollock u. a. auch noch explizit. Das führt bei manchen zu reflexhafter Empörung. Die Anmaßung besteht bei GOTT&GILZ jedoch anders als bei den besagten kunsthistorischen Referenzen nicht im Bruch mit tradierten Darstellungsformen, sondern eben im Zitieren derselben: die Vergangenheit als Affront. Die Frauen auf den Bildern, aber auch die Künstler selbst stellen ihr Begehren souverän zur Schau und stoßen uns so scham- und schonungslos auf die Verfasstheit unserer in der Geschichte ankernden Gesellschaft und Psyche.
Freiheit ist das Schlüsselwort im Œuvre von GOTT&GILZ: die Freiheit, authentisch zu sein und sich ohne Scham auszudrücken. Ihr subtil provokatives Spiel mit ästhetischen Konventionen und Tabus bereichert nicht nur die Kunstszene, sondern entfacht auch wichtige Diskussionen über Geschlechterrollen, Körperbilder und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
Zur limitierten Künstleredition
Indem sie sich nackt machen, führen sie uns vor, wie wir sind, anstatt uns zu zeigen, wie wir (angeblich) sein sollten. Was für eine Provokation!
Weitere Bücher
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Arina Dähnick
The MIES Project45€ In den WarenkorbAuf den Spuren von Ludwig Mies van der Rohe
Arina Dähnick (geb. 1965 in Krefeld, lebt und arbeitet in Berlin) befasst sich in ihren fotografischen Arbeiten mit Urbanität, raumbezogener Realität und visueller Perzeption. Die Architektur Ludwig Mies van der Rohes entdeckte sie 2012 für sich, als sie nach einem Gewitter die Neue Nationalgalerie in einem ebenso faszinierenden wie paradoxen Raumerlebnis von grenzenloser Weite bei einem gleichzeitigen Gefühl des Gehaltenseins wahrnahm. Von da an fotografierte sie das Gebäude bis zu seiner Schließung 2015 unter verschiedenen Bedingungen und folgte den Spuren Mies van der Rohes von Berlin bis Brünn, von Chicago bis New York. Dähnick erfasste seine berühmtesten Gebäude – darunter die Villa Tugendhat, das Seagram Building und die Lake Shore Drive Apartments – in eindrucksvollen Fotoserien, die unter anderem auf der Chicago Architecture Biennial ausgestellt wurden. Das Buch wurde mit der Silbermedaille des Deutschen Fotobuchpreises prämiert.
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Fahar Al-Salih
Jenseits von Märchen39€ In den WarenkorbBrücken zwischen Ost und West
Schutz und Heimat sowie ihr Verlust sind zentrale Themen in den Arbeiten von Fahar Al-Salih (geb. 1964 in Belgrad, lebt und arbeitet in Karlsruhe). Aufgewachsen in Kuwait, eine klassische Künstler:innenausbildung somit undenkbar, wandte Al-Salih sich erst spät der Kunst zu. Er studierte unter anderem bei Markus Lüpertz und wurde Meisterschüler von Hermann Nitsch. Sich selbst als „Brückenbauer“ zwischen dem arabischen und europäischen Kulturraum betrachtend, setzt sich Al-Salih mit den verschiedenen Lebensrealitäten einer von zahlreichen Stationen geprägten Biografie auseinander. Sein Werk ist ebenso wenig linear wie sein Lebenslauf und von Sujets geprägt, zu denen er immer wieder zyklisch zurückfindet. Erstmals wird mit dieser Publikation Einblick in das Schaffen Al-Salihs und seinen Ausdruck von individueller Sehnsucht, Geborgenheit sowie politischer und gesellschaftlicher Umbrüche gegeben. Ihm gelingt darin eine intelligente Verwebung zwischen globalen Perspektiven und migrantischer Realität.
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Fabian Treiber
For a While Longer34€ In den WarenkorbInstabile Prototypen einer uns bekannten Wirklichkeit
Fabian Treiber (geb.1986 in Ludwigsburg, lebt und arbeitet in Stuttgart) zeigt in seinen Gemälden vermeintliche Interieurs, hinterfragt aber subjektive Projektionen und unsere Wahrnehmung der Realität. Die artifiziellen Räume zeugen von menschlicher Existenz, obwohl keine Personen zu sehen sind. In seinen Stillleben verhandelt Treiber klassische Fragestellungen der Malerei: Form und Struktur, Farbe und Komposition, Räumlichkeit und Flächenaufteilung. Mit seinen Gemälden trifft er vor allem formale und nicht erzählerische Entscheidungen. Damit provoziert der Künstler einen bewussten Bruch und erklärt das vermeintlich Falsche zur eigentlichen Qualität der Malerei – mit dem Effekt, dass seine Werke zwar irgendwie nicht ganz richtig erscheinen, aber genau richtig sind.
Fabian Treiber studierte Malerei und Intermedia Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Er wurde für seine Arbeiten mit dem Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium ausgezeichnet und war Finalist für den Großen Hans-Purrmann-Preis 2021. Seine Arbeiten wurden u.a. in Einzelausstellungen in der Kunsthalle Nürnberg, dem Kunstverein Ludwigsburg, der Galerie Ruttkowski;68, Köln, sowie in Gruppenausstellungen in der Kunsthalle Düsseldorf, der Villa Merkel – Galerien der Stadt Esslingen a.N. und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden gezeigt. For a while longer erscheint anlässlich seiner ersten Einzelausstellung in der Haverkampf Galerie.
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Ira Hoffecker
Imagined Landscapes38€ In den WarenkorbImagined Landscapes ist eine während der Corona-Pandemie begonnene Werkgruppe der deutschen Malerin Ira Hoffecker (lebt in Vancouver, Kanada). 2020 legte sie einen Garten an und malte die Pflanzenwelt, die ihr in der Isolation als visueller und haptischer Anker diente. Hoffeckers neuere Gemälde haben hingegen keinen realen Bezug, sondern entwerfen imaginäre Landschaften, die vermitteln, wie sich ein Zufluchtsort anfühlen könnte. Inspiriert u.a. von Botanik, Musik, Lyrik, Philosophie, Mystik und Kunst, verkörpern ihre Arbeiten Harmonie, Spannung und Andacht. Dieses Buch stellt über 70 Werke der vergangenen sechs Jahre vor, jedes mit einem Essay von Debora Allana, die schreibt: „Kultivierung entsteht hier aus der Laune heraus und durch das ‚Verwildern‘ des imaginierten Raums.“
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Pat Steir & Ugo Rondinone
Waterfalls & Clouds20€ In den WarenkorbDie eindrucksvolle Installation Waterfalls & Clouds besteht aus drei Skulpturen des Schweizer Künstlers Ugo Rondinone (geb. 1964 in Brunnen, Schweiz, lebt und arbeitet in New York) und 19 Gemälden der amerikanischen Malerin Pat Steir (geb. 1940 in Newark, NJ, USA, lebt und arbeitet in New York). Die drei großen grauen Monolithen aus Beton, Sand und Kieselsteinen tragen die Titel Faces, Look und Twisted und gehören zu einer 2018 entstandenen Serie von insgesamt 20 Arbeiten. Sie werden umrundet von 19 hohen und schmalen schwarzen Ölmalereien Flags for Ugo #1 bis #19 von 2021, auf denen bunte oder weiße Farbe nach unten läuft und die an Steirs Waterfall-Serie aus den 1980er Jahren anknüpfen. Trotz aller Unterschiede haben die Werke eine symbiotische Verbindung: Die Skulpturen verkörpern mit ihrer immanenten Erosion die Zeit, während die Bilder die Schwerkraft und damit die Natur an sich symbolisieren.
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Billy Al Bengston
Paintings & Watercolors48€ In den WarenkorbDie Erste Monografie des kalifornischen Pop-Art-Künstlers seit über dreißig Jahren
Billy Al Bengston (geb. 1934 in Dodge City, lebt und arbeitet in Venice, Kalifornien, und Honolulu, Hawaii) steht für das heitere, unbekümmerte Lebensgefühl Kaliforniens – mit seinem Werk ebenso wie seiner Person als ehemaliger Surfer und Motorradrennfahrer, extravaganter Künstler und zentraler Figur der West Coast Pop Art. Nach Studien am California College of Arts and Crafts und am Otis Art Institute stellte er bereits 1957 in der legendären Ferus Gallery aus und war Mittelpunkt einer Künstlergruppe, zu der auch Frank Gehry, Edward Kienholz, Ed Ruscha und Ken Price gehörten. BAB, wie er sich selbst apostrophiert, fügt Auto- und Motorradteile als Motive in seine ansonsten abstrakten Bilder ein, benutzt statt Ölfarbe Lack und Sprühdose und statt der traditionellen Leinwand Aluminiumplatten mit zuweilen eingedellter Oberfläche. Kunstschaffen und Lebensstil verbinden sich zur individuellen „Bengston-Ikonografie“ des California Cool.
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Nikolaus List
Analphabetismus Nr. 737€ In den WarenkorbDie farblich betörenden, zwischen Opulenz und Verhaltenheit changierenden Bilder von Nikolaus List (geb. 1965 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Berlin) thematisieren die Beziehung von Natur und Künstlichkeit. Naturbeobachtungen im Umland Berlins verbinden sich in ihnen mit der Künstlichkeit barocker Gärten oder früher Videospiele. List beschäftigt sich mit der menschlichen Wahrnehmung, der gemalte Raum wechselt dabei zwischen zentralperspektivischer Tiefe und schematisierter Flachheit. Die rhythmisch gegliederten Kompositionen heben die Hierarchie zwischen Vordergrund und Hintergrund auf. Dieser Effekt wird durch die oftmals dissonante Farbwahl verstärkt und lässt Lists Kunst als „dezidiert anti-erhaben und anti-minimal“ erscheinen. Ein gestürzter Baum, leuchtendes, wucherndes, sich windendes Geäst wird zur Metapher für unsere Beziehungen, unsere Existenz, für Werden und Vergehen, Erneuerung und Zeit.
Nikolaus List studierte bei Thomas Bayrle, Peter Kogler und Christa Näher an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt. Er hatte Lehraufträge für Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und dem Berlin Art Institute.
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HALBwertsZeit
Zum Umgang mit ‚abgelaufenen‘ Sammlungen28€ In den WarenkorbHaben Sammlungen eine Halbwertszeit? Unterschiedliche Interessen, gesellschaftliche Entwicklungen und Diskurse beeinflussen, wann eine Sammlung oder Sammlungspräsentation für veraltet erklärt wird und welche Handlungszwänge oder Optionen daraus erwachsen. Die Überarbeitung oder Neuausrichtung einer Sammlung setzen eine kritische Auseinandersetzung mit den für gültig erachteten Kriterien voraus, die unter anderem die Herkunft, Zusammensetzung, Zielsetzung und Bedeutung einer Sammlung betreffen.
Die Beiträge dieses Buches verbinden historische Rückblicke mit aktuellen Fragestellungen nach den Gründen und Umständen, die zu der Einschätzung führen, dass die Halbwertszeit einer Sammlung überschritten sei.
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Justine Otto
New Traditionalists38€ In den WarenkorbJustine Otto (geb. 1974 in Zabrze, Polen, lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin) gehört zu den vielversprechendsten Künstlerinnen der gegenwärtigen Malerei. Sie liebt das Absurde und lässt in ihren Bildern einen metaphysisch-psychedelischen, oftmals grell leuchtenden Kosmos entstehen, in dem Gegenständlichkeit und Abstraktion aufeinanderprallen. Waren die Sujets in ihrem Frühwerk vorwiegend Mädchen, Frauen und Tiere, so zeigen ihre Bilder mittlerweile Helden – und damit männliche Mythen. Nach Generälen, Offizieren und Feldherren sind es jetzt Cowboys, manchmal hoch zu Ross mit Lasso, manchmal mit Musikinstrument unter einem Baum.
Justine Otto studierte freie Malerei an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main bei Peter Angermann und Michael Krebber und schloss 2003 als Meisterschülerin ab. Nebenher arbeitete sie als Bühnenbildnerin bei den Städtischen Bühnen Frankfurt. Ihre Gemälde befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Hessischen Landesmuseum, Darmstadt, des Museum Franz Gertsch im schweizerischen Burgdorf und in der Phillips Art Collection, Washington, D.C.
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Tim David Trillsam
Willkommen im Panoptikum38€ In den WarenkorbMit seinen idiosynkratischen figürlichen Bronzeskulpturen hat Tim David Trillsam (geb. 1985 in der Schwäbischen Alb) einen Nerv getroffen. Trillsams „Denkmäler des Selbsts“ fordern uns als Betrachter:innen auf, die Vergänglichkeit und Illusion eben dieses Selbsts zu bedenken. Obwohl Trillsam sich eines befrachteten Materials bedient, das große Bildhauer vor ihm evoziert, sperren sich seine Figuren gegenüber der Vergangenheit. Sie sind fühlbar Protagonist:innen der Gegenwart, und provozieren mit sinnlicher Überhöhung, verdrehten Körpern und übergroßen Händen und Füßen. „Die Überdimensionierung ist Programm. Ebenso wie das skeptische Herantreten an die Spezies Mensch.“ schreibt Dorothee Baer-Bogenschütz. Deren tiefgreifende kunsthistorische Analyse ist Teil dieses umfassenden Buches über Trillsams Werk seit 2012.
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Pensive Images
16 Artists in Dialogue with W. G. Sebald35€ In den WarenkorbÜber Erinnerung und Zeitlichkeit
Ausgehend von der Arbeit des deutschen Schriftstellers W. G. Sebald (geb. 1944 in Wertach, gest. 2011 in Norfolk) thematisiert das Buch die komplexen Beziehungen, die Bild und Erinnerung verbinden. Sebald veröffentlichte zwischen 1990 und 2001 vier fiktive Geschichten, in denen er Schwarz-Weiß-Fotografien ohne weitere Angaben zu Herkunft und Inhalt einfügte und die so den Text wie Erinnerungen begleiten. Pensive Images präsentiert 16 Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit im Stil von Sebald die Bereiche der Erinnerung und Geschichte durch Erfahrung und sich überschneidende Zeitlichkeiten erforschen.
Mit Arbeiten von Mathieu Kleyebe Abonnenc, Dove Allouche, Lonnie van Brummelen / Siebren de Haan, Moyra Davey, Tacita Dean, Jason Dodge, Félix González-Torres, Ian Kiaer, Jochen Lempert, Zoe Leonard, Helen Mirra, Dominique Petitgand, John Stezaker, Danh Vo und Tris Vonna-Michell.
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Beate Passow
Monkey Business24€ In den WarenkorbAus der Vergangenheit eine bessere Zukunft gestalten
Beate Passow (geb. 1945 in Stadtoldendorf, lebt und arbeitet in München) arbeitet mit ihren Installationen, Fotodokumentationen und Collagen gegen das Vergessen, sieht ihr Schaffen aber nicht als Vergangenheitsbewältigung, sondern als „Gegenwartsbewältigung“. Mit ihren Bildfindungen legt sie den Finger in die Wunden der Erinnerung. Allerdings nicht, um Erkenntnis zu gewinnen, sondern um sichtbare und überprüfbare Gegebenheiten zu verdeutlichen. In ihrem Bilderzyklus Monkey Business entwirft die Künstlerin eine rätselhafte Fabelwelt mit politischer Dimension. Eigenartige Tiere und mythische Figuren bevölkern die großformatigen, schwarzweißen Bilder, die erst bei näherer Betrachtung als gewebte Tapisserien zu erkennen sind. Die ungewöhnlichen Protagonisten bewegen sich durch leicht zu identifizierende Orte: Gibraltar, die New Yorker Wall Street, Brüssel oder die Insel Lampedusa. Hinter diesen geografischen Zuordnungen verbergen sich die politischen Abgründe des gegenwärtigen Europa, dessen herrschende Systeme, ökonomische Strukturen und politische Bewegungen von Passow zur Debatte gestellt werden.
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Jörg Heieck
CRUX29€ In den WarenkorbZwei faszinierende Werkreihen des Fotografen und Physikers
Mit der tradierten fotografischen Technik der Cyanotypie verwandelt Jörg Heieck (geb. 1964 in Münster, lebt und arbeitet in Kaiserslautern) die Natur in ein faszinierendes Spiel von Blautönen und verfremdeten Strukturen. Wüstenartige Landschaften und Ödnisse – die erste Werkreihe des Bandes entstand in der Sahara, in Island und auf Spitzbergen. Der Mensch steht an einem Kreuzweg: Kann er die Zerstörung des Planeten abwenden? Dieser symbolischen Crux stehen im zweiten Teil belebte Straßenkreuzungen aus China, Japan, Russland, Israel, Indien, Griechenland und Georgien gegenüber. Sie bilden einen Kontrapunkt zu den abstrahierenden Fotografien des ersten Teils und geben Einblick in das außergewöhnliche Werk des Künstlers.
Jörg Heieck ist promovierter Physiker und war viele Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Agfa, Kodak und dem Kernfusionsreaktor-Projekt ITER tätig. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem in den Goethe-Instituten in Damaskus und Beirut, auf dem Aleppo International Photo Festival, im Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, und in der Kunsthalle Mannheim.
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Taube
18€ In den WarenkorbMensch, Stadt, Taube
In den letzten Jahrhunderten hat sich die Wahrnehmung der Taube immens gewandelt. Galt sie im 18. Jahrhundert noch als erwünschter Gast, um den sich der Mensch stets bemühen sollte, wird sie heute oftmals als lästig empfunden. Sie ist zu einem Tier geworden, das Plätze und Gebäude verunstaltet. Warum löst die Taube in unserem Umfeld eine Wirkung von Ekel und Faszination, aber auch Gleichgültigkeit auf uns aus? Mit seinen Fotografien unternimmt Jens Gerber einen Streifzug durch die Stadt der Tauben. Das Buch beleuchtet mit seinen begleitenden Essays von Marina Rüdiger und Laurens Schlicht das Thema der Stadttaube aus fotografischer, wissenschaftlicher und literarischer Perspektive. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Tauben die gebaute Umwelt und wie diese wiederum ihr Verhalten prägen.
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Der tanzende Blick
Roman Novitzkys Stuttgarter BallettWeiterlesenSchwerelosigkeit, Grazie, Emotion
Die Fotos von Roman Novitzky (geb. 1984 in Bratislava) offenbaren das gesamte Vokabular des Tanzes und transportieren doch viel mehr als das. Mit seiner Kamera dokumentiert der Erste Solist des Stuttgarter Balletts auch verborgene Momente bei der Probe, aus der Garderobe oder von der Seitenbühne und öffnet dem Betrachter damit die Tür zu einem ganz eigenen Kosmos. Er schaut der Compagnie des Stuttgarter Balletts hautnah über die Schulter, zeigt auch Schweiß und Anspannung, Zweifel und Euphorie. Roman Novitzkys erste Monografie umfasst mehr als sechzig Fotos. Sie steht nicht nur für seine beiden großen Leidenschaften, sondern beschreibt zugleich seine fotografische, durch jahrelange Tanzerfahrung geformte Herangehensweise, die dem Betrachter vertraute Einblicke in sein alltägliches Umfeld gewährt.
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Arantxa Etcheverria
Doors38€ In den WarenkorbGitter mit mythischer Kraft
Das künstlerische Tätigkeitsfeld von Arantxa Etcheverria (geb. 1975 in Frankreich, lebt und arbeitet in Bukarest) umfasst Malerei, Skulptur, Performance, Fotografie und Film. Seit 2006 gilt ihr Interesse der modernistischen Architektur, die in ihrer Wahlheimat Rumänien allgegenwärtig ist. Rational, aber auch spekulativ, benutzt die Künstlerin historische Referenzen wie postkommunistische Turbo-Architektur, Op Art und Minimalismus für ihre Arbeiten, die sich zwischen Figuration und Abstraktion, Konstruktion und Dekonstruktion bewegen. Dieses Buch dokumentiert neuere Tafelbilder und Installationen von Etcheverria, mit denen Darstellerinnen und Darsteller in monochromen Kostümen agieren. Die Texte schrieben der in Paris ansässige rumänische Kurator und Kritiker Ami Barak und die Kunsthistorikerin und Kuratorin Alina Şerban.
Arantxa Etcheverria studierte Bildende Kunst an der Villa Arson in Nizza und Bühnenbild am Théâtre national de Strasbourg.
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Uwe Schütte
Deutschland in 50 Briefmarken24€ In den WarenkorbDie Briefmarke, so prophezeite 1928 der passionierte Philatelist Walter Benjamin, werde „das 20. Jahrhundert nicht überleben“. Zeit für eine Rückschau also: In 50 Essays reist Uwe Schütte durch 175 Jahre deutsche Post- und Mentalitätsgeschichte. Schütte analysiert die Bildsprache der Briefmarken und ihre Bedeutung für das kollektive Gedächtnis der Deutschen, vom Schwarzen Einser bis zur aktuellen Kryptomarke der Deutschen Post. Das zeigt, wie sich die Briefmarke von ihrer Funktion als Portonachweis emanzipierte, um ab dem frühen 20. Jahrhundert zu einer künstlerischen Kleingrafik in Massenauflage zu werden. Briefmarken dienten fortan als Propagandainstrument, wurden gesammelt und gefälscht, und avancierten zum Spiegel gesellschaftlicher Diskurse.
Der Kulturessayist Uwe Schütte, geboren 1967 im Sauerland und Philatelist von Kindesbeinen an, promovierte bei W.G. Sebald in German Literature. Nach zwei Jahrzehnten als Universitätsdozent in England lebt und arbeitet er nun in Berlin. Sein Werk umfasst mehr als 30 Bücher, die sich mit extremistischer Kunst und Okkultismus sowie mit avancierter Popkultur und Gegenwartsliteratur beschäftigen.
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Otto Dix in Baden-Württemberg
Museumsführer9,80€ WeiterlesenSieben Museen präsentieren gemeinsam das weltweit größte Konvolut an Werken des berühmten deutschen Malers
Im Jahr 1933, nach dem Verlust seiner Dresdner Professur und der zunehmenden Diffamierung durch die Nationalsozialisten, zog sich Otto Dix (geb. 1891 in Untermhaus, gest. 1969 in Singen) an den Bodensee zurück, wo er mehr als dreißig Jahre lebte. Sieben Museen des Landes Baden-Württemberg – darunter auch das Museum in seinem ehemaligen Wohnhaus in Hemmenhofen – verfügen gemeinsam über die weltweit umfangreichste Sammlung seiner Werke, die einen Einblick in sämtliche Facetten des Schaffens erlaubt: Von der mit bisweilen brachialem Verismus vorgetragenen Gesellschaftskritik des Hauptwerks über die altmeisterliche Lasurmalerei der inneren Emigration bis hin zu den expressiven Alla-Prima-Gemälden der späten Jahre. Erstmals wird dieser Schatz in einem Band vorgestellt.
Die beteiligten Museen: Kunstmuseum Albstadt, Zeppelin Museum Friedrichshafen, Museum Haus Dix, Gaienhofen-Hemmenhofen, Kunsthalle Mannheim, Kunstmuseum Singen, Kunstmuseum Stuttgart, Staatsgalerie Stuttgart
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Michael Williams
New Paintings40€ In den WarenkorbUnangenehme Unsicherheiten
Michael Williams (geb. 1978 in Doylestown, Pa., lebt und arbeitet in Los Angeles) hinterfragt in seinen Arbeiten die Geschichte der Malerei, wobei er ihre Komponenten oftmals in Einzelteile zerlegt. Seine Bilder reflektieren die Komplexität und die Widersprüche des modernen Lebens. Auf seinen Leinwänden kommen unterschiedliche Techniken wie Ölmalerei, Collage und Inkjet-Druck zum Einsatz. In seinen neuen Bildern beschäftigt sich Williams mit der Beziehung zwischen Malerei und Fotografie. Durch das fotografische „Negativ“ erzielt er eine glatte Leinwand, die von ihren Eigenschaften als Gemälde und dem historischen Ballast der Malerei befreit ist. Das vorliegende Künstlerbuch veranschaulicht auf mehreren Ausklapptafeln die Arbeitsweise von Williams und enthält einen Text seines österreichischen Malerkollegen Tobias Pils.
Michael Williams studierte Kunst an der Washington University in St. Louis und stellte unter anderem in der Wiener Secession und im Museum of Modern Art, New York aus.
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GOTT&GILZ
Supernatural Beings54€ In den WarenkorbGOTT&GILZ hüllen provokante Nacktheit in das Gewand kunsthistorischer Klassiker
Der weibliche Akt ist eine Konstante der Kunstgeschichte, an der wir den Wandel von Darstellungsformen und das Schlingern der Moral ablesen können. Manche Akte landen zunächst in der Schmuddelecke, einige Jahre später sind sie dann schön und schicklich und werden in heiligen Hallen gezeigt (andersrum ist auch möglich). GOTT&GILZ reihen sich mit ihren Foto-Malereien in diese lange Tradition der Darstellung nackter Frauen durch Männer ein – Stichwort „male gaze“ – und machen das mit ihren Verweisen auf Klimt, Schiele, Pollock u. a. auch noch explizit. Das führt bei manchen zu reflexhafter Empörung. Die Anmaßung besteht bei GOTT&GILZ jedoch anders als bei den besagten kunsthistorischen Referenzen nicht im Bruch mit tradierten Darstellungsformen, sondern eben im Zitieren derselben: die Vergangenheit als Affront. Die Frauen auf den Bildern, aber auch die Künstler selbst stellen ihr Begehren souverän zur Schau und stoßen uns so scham- und schonungslos auf die Verfasstheit unserer in der Geschichte ankernden Gesellschaft und Psyche.
Freiheit ist das Schlüsselwort im Œuvre von GOTT&GILZ: die Freiheit, authentisch zu sein und sich ohne Scham auszudrücken. Ihr subtil provokatives Spiel mit ästhetischen Konventionen und Tabus bereichert nicht nur die Kunstszene, sondern entfacht auch wichtige Diskussionen über Geschlechterrollen, Körperbilder und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
Zur limitierten Künstleredition
Indem sie sich nackt machen, führen sie uns vor, wie wir sind, anstatt uns zu zeigen, wie wir (angeblich) sein sollten. Was für eine Provokation!




















