



Andreas Eriksson
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|---|---|
| Herausgeber | SAK – Sveriges Allmänna Konstförening |
| Autor(en) | Sara Walker |
| Gestaltung | Patric Leo |
| Umschlag | Hardcover |
| Maße | 22 x 29 cm |
| Seitenzahl | 304 |
| Abbildungen | 250 |
| Sprache(n) | Englisch, Schwedisch |
| ISBN | 978-3-96912-039-2 |
Alles hängt zusammen, von außen nach innen. Schau was dahinterliegt.
Andreas Eriksson (geb. 1975 in Björsäter, lebt und arbeitet in Medelplana, Schweden) ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Schwedens. Seine Kunst gründet auf einer traditionellen Bildsprache der Malerei, die sich kontinuierlich auf andere Felder ausgeweitet hat. So hat Eriksson zahlreiche Textilarbeiten produziert und sich mit verschiedenen Epochen und konzeptuellen Verfahren in der Skulptur und Drucktechnik auseinandergesetzt. Seine erste Monografie unternimmt den Versuch, Erikssons Entwicklung und Gedanken im Kontext des großen Spektrums seiner Arbeiten zu illustrieren. Dieses Buch ist ein konzentrierter Blick hinter die Leinwand.
Andreas Eriksson studierte von 1993 bis 1998 an der Königlichen Hochschule der Bildenden Künste in Stockholm und repräsentierte Schweden im Nordischen Pavillon auf der 54. Biennale di Venezia. Seine bisher größte Einzelausstellung fand 2014 in der Bonniers Konsthall, Stockholm statt.
Weitere Bücher
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Stephen Buckley
Close Cousins. Paintings48€ In den WarenkorbDie erste Werkschau des Künstlers nach mehr als dreißig Jahren
Stephen Buckley (geb. 1944 in Leicester) setzt sich seit mehr als vierzig Jahren mit den großen Themen der Kunst des 20. Jahrhunderts auseinander: Seine Bilder oszillieren zwischen der Materialität der Arbeiten von Kurt Schwitters, der Dandyhaftigkeit eines Francis Picabia und der intellektuellen Unerbittlichkeit Marcel Duchamps. Aus den beiden Bestandteilen der traditionellen Malerei, Keilrahmen und Leinwand, formt er dreidimensionale Konstruktionen, aus Einzelbildern überlappende Strukturen, er bemalt die Rahmen und bringt Pappröhren, Seile, Fundstücke sowie ausgeschnittene Formen in seine Bilder. In den 1970er- und 1980er Jahren wurde Buckley in der Kunstwelt als „Punk der zeitgenössischen Malerei“ gefeiert. Das Buch präsentiert eine Auswahl seiner Malerei von 1968 bis heute.
Stephen Buckley studierte am King’s College der Durham University in Newcastle upon Tyne und an der University of Reading. Er lehrte am Canterbury College of Art, Leeds College of Art und an der Chelsea School of Art, London und war als Professor of Fine Art an der University of Reading tätig.
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Billy Al Bengston
Watercolors48€ In den WarenkorbDer Pop-Art-Künstler als Meister der Aquarellmalerei
Billy Al Bengston (geb. 1934 in Dodge City, lebt und arbeitet in Venice, Kalifornien, und Honolulu, Hawaii) ist ein Meister des Aquarells. Themen und Motive, die auch das malerische Werk bestimmen, gewinnen hier eine besondere Ausdruckskraft: bizarre Landschaften und opulente Blüten, fantastische Himmelskörper und farbenfrohe Abstraktionen. Der opulente Band präsentiert diesen Teil des OEuvres erstmals in großer Breite mit rund 400 Arbeiten. Sie beweisen die Könnerschaft eines Künstlers, der das Aquarell zu äußerster Präzision gebracht und in Kombination mit Collage, Gouache und Mischtechnik um zahlreiche neue Aspekte bereichert hat.
Billy Al Bengston studierte am California College of Arts and Crafts, Oakland, und am Otis Art Institute, Los Angeles. Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen Sammlungen weltweit, unter anderem im Centre Georges Pompidou, Paris, im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, und im Museum of Modern Art, New York.
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Simone Haack
HAIR30€ In den WarenkorbSimone Haack (geb. 1978 in Rotenburg/Wümme, lebt und arbeitet in Berlin) macht in ihrer Malerei von jeher das Innere an der äußeren Erscheinung ihrer Figuren lesbar. So auch in ihrem Werkblock der gleichnamigen Ausstellung Hair. Bereits im ausgehenden 17. Jahrhundert wurden Magie und Aberglauben dem Haar zugeschrieben. In ihm vermutete man die ganze Kraft der Seele. Die in der Malerei-Klasse von Katharina Grosse und Karin Kneffel ausgebildete Künstlerin legt durch ihre mitunter makroskopisch ins Bild gerückten Haarlandschaften im Geiste eines Neuen Magischen Realismus symbolhaft die Fragilität der DNA menschlichen Wesens offen. Dabei erzählt ihre begleitende Ausstellungspublikation immer auch vom Spannungsdreieck physischer wie psychischer Existenz, die bei ihr die malerische Psychoanalyse durchläuft.
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Ernst Gamperl
Zwiesprache Dialogue34€ WeiterlesenEinzigartige Holzskulpturen als Ergebnis eines zehn Jahre langen Prozesses
Den Künstler Ernst Gamperl (geb. 1965 in München, lebt und arbeitet in Tremosine) faszinieren der Dialog mit dem lebendigen Material und die Qualität des Unvorhersehbaren. Er gestaltet Holzobjekte, bei denen er den natürlichen Trocknungsprozess, Risse und Unregelmäßigkeiten in die Formgebung einbezieht. Diese revolutionäre Technik des Drechselns hat zu völlig neuen Maßstäben geführt, technisch oft an der Grenze des Machbaren. In einem zehn Jahre währenden Prozess verwandelte Gamperl eine rund 230 Jahre alte entwurzelte Eiche in ein Ensemble aus Gefäßen und Skulpturen. Das Künstlerbuch transportiert die Faszination des Materials und des Handwerks, führt nah heran an die Objekte und dokumentiert den herausfordernden Werksprozess.
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Rooted
Brasilianische Künstlerinnen28€ In den WarenkorbDas Buch Rooted. Brasilianische Künstlerinnen, begleitet die gleichnamige Ausstellung bei Brainlab/München, die noch bis Ende September 2025 zu sehen ist. Die Werke der 16 Künstlerinnen stammen aus der Sammlung von Sergio Linhares und Stefan Vilsmeier. Die Sammler präsentieren die Auswahl in der Hoffnung damit wichtige und schwierige Themen wie u.a. Diskriminierung, Vertreibung, und Gewalt zu beleuchten, aber zugleich an das uns allen gemeinsame Verwurzeltsein in der Natur zu erinnern. “Kunst muss nicht beruhigen, sie darf irritieren und uns vor Augen führen, dass unser Zusammenleben immer fragil bleiben wird”, sagen die Sammler. Der Band zeigt sowohl Installationsansichten als auch Nahaufnahmen der einzelnen Positionen und enthält neben Kurztexten zu jeder Künstlerin einen Essay der Kuratorin Tereza de Arruda.
Künstlerinnen: Marlene Almeida, Azuhli (Luiza Diogo Veras), Tarsila do Amaral, Beatrice Arraes, Carmezia Emiliano, Sonia Gomes, Iêda Jardim, Lucia Laguna, Laura Lima, Rosilene Luduvico, Rosana Paulino, Solange Pessoa, Paula Siebra, Luzia Simons, Nádia Taquary, Alexsandra Ribeiro, Larissa de Souza
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Julius Hofmann
Western Philosophies35€ In den WarenkorbJulius Hofmann (geb. 1983 in Göttingen, lebt und arbeitet bei Göttingen) beherrscht die traditionellen Aspekte der Malerei und verfügt über ein vielfältiges Repertoire an künstlerischen Techniken. Damit ausgestattet, stellt er die klassische Malerei infrage, indem er sie mit der Ästhetik einer Computergrafik aus den1990er Jahren verbindet. Die einfachen, oft grotesken Symbole der unvollkommenen Computerbilder werden einer perfektionistischen, figurativen Malerei entgegengesetzt. Diese Arbeitsweise verleiht seinen Bildern etwas Befremdliches und Unerwartetes.
Western Philosophies ist eine Episode in Hofmanns fortlaufender Arbeit, in der er die Konsumgesellschaft mit ihren Abgründen und ihrer Gleichgültigkeit konfrontiert. Gleichzeitig erforscht er im malerischen Prozess seine persönlichen Ängste und seine Frustration. Bei der Darstellung seiner Figuren, Landschaften und Maschinen lenkt er die Aufmerksamkeit auf malerisch originelle Strukturen und Oberflächen. Die Protagonisten spielen für den Künstler dabei eine untergeordnete Rolle und dienen meist als Vehikel, da sein Interesse mehr dem „Wie“ als dem „Was“ gilt.
Julius Hofmann studierte von 2005 bis 2011 bei Neo Rauch und Heribert C. Ottersbach Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Seine Werke sind in internationalen Sammlungen und Institutionen vertreten.
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MEUSER
Werke 2012–2023 (DEUTSCH)48€ In den WarenkorbSeit dem Studium bei Joseph Beuys und Erwin Heerich, seit seinen ersten Ausstellungen – etwa 1979 in „Kippenbergers Büro“ – ist Meuser (geb. 1947 in Essen, lebt und arbeitet in Karlsruhe) ein Solitär. Seine Skulpturen und Plastiken sind unbequem und sperrig, aber immer auch verletzlich und zart. Sie haben Witz und herzergreifenden Charme. Meuser findet sein Material auf dem Schrottplatz. Souverän und einfühlsam gibt er den Resten und Überbleibseln der Industriegesellschaft Form und Würde zurück. Als Romantiker gibt er den Dingen ein Eigenleben zurück und macht sie zu mündigen Protagonisten. Unermüdlich arbeitet er an der Re-Poetisierung einer genormten und geschundenen Welt. Die aufwendig gestaltete Monografie erscheint anlässlich von Meusers 75. Geburtstag und versammelt Werke und Ausstellungen der vergangenen zehn Jahre. Acht internationale Autorinnen und Autoren entwerfen ein schillerndes Mosaik und zeigen, wie sich Meuser spielend gegenüber Duchamp, Minimalismus und Sozialer Plastik behauptet. Ein Ausblick mit offenem Ende.
Meuser studierte 1968–1976 an der Kunstakademie, Düsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich. 1991 erhielt er den ars viva-Preis. 1992–2015 Professor an der Kunstakademie Karlsruhe. Seit 1976 zahlreiche institutionelle Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Werke in internationalen Sammlungen: Bundeskunsthalle, Bonn; Deichtorhallen, Hamburg; documenta IX / Fridericianum, Kassel; Fundació Joan Miró, Barcelona; Joanneum, Graz; Kunsthalle Düsseldorf; Museum of Contemporary Art, Monterrey; Martin-Gropius-Bau, Berlin; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Museum Folkwang, Essen; Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien; Museum Morsbroich, Leverkusen; Rijksmuseum Twenthe, Enschede; Sakip Sabanci Museum, Istanbul; Städtische Galerie, Karlsruhe; Vanhaerents Art Collection, Brüssel; ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe.
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Sprache/Text/Bild
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Martin Noël
paintprintpaint35€ In den WarenkorbEin Überblicksband zum zehnten Todestag von Martin Noël
Martin Noël (geb. 1956 in Berlin, gest. 2010 in Bonn) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er gehörte zu den prägenden Erneuerern der lange vernachlässigten Technik des Linol- und Holzschnitts. Mit seinen großformatigen Papierarbeiten schuf er sich eine ebenso viel beachtete wie eigenständige Position in der zeitgenössischen Kunst. Noëls Interesse galt dabei vor allem dem Kompositionsverhältnis der Linie zur Fläche. Zum zehnten Todestag des Künstlers präsentiert der Band eine umfassende Übersicht seines Werks von Mitte der 1980er Jahre bis zu seinem letzten Lebensjahr 2010. Mit 35 außergewöhnlichen Arbeiten wird der Weg Noëls von seinen Anfängen als Maler über die von Linol- und Holzschnitten geprägte mittlere Phase bis hin zu den späten Gemälden dokumentiert.
Martin Noël studierte Grafik und Malerei an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Seine Arbeiten sind unter anderem Teil der Bundeskunstsammlung, der Kunstsammlungen Chemnitz sowie der Sammlung des Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern.
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Urban Art! Biennale® 2019
27,50€ In den WarenkorbDie weltweit bedeutendste Präsentation der Urban Art – 2019 zum fünften Mal gezeigt
Ihre Themen sind Stadt und urbaner Lebensstil, ihre Leinwände Mauern, Türen oder Fenster, ihre Künstler kosmopolitisch. Seit der Jahrtausendwende ist die Urban Art aus den unkommerziellen, oft illegalen Kunstformen Graffiti und Street-Art hervorgegangen. Zwar bedient sie sich der gleichen Stilmittel – Sprühen, Taggen, bewusstes Setzen von Farbnasen, Verwendung von Graffiti-Schriften etc. –, holt diese aber als beauftragtes Werk in den legalen Raum des Museums, der Galerie oder der Architektur. Die Urban Art Biennale im Weltkulturerbe Völklinger Hütte gilt als ihre größte internationale Werkschau. Fünfzig Exponate und 25 Installationen von hundert Künstlern zeigen neueste Entwicklungen und Positionen aus westlichen Metropolen ebenso wie aktuellen Brennpunkten weltweit.
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Bettina Buck
Finding Form45€ In den WarenkorbDie deutsche Bildhauerin Bettina Buck (1974-2018) erregte Aufsehen mir ihren performativen Skulpturen, die oft im Gegenüber mit musealen Objekten präsentiert wurden. Bucks bevorzugte Materialien stammten aus dem Baumarkt: nicht zur Dauerhaftigkeit bestimmte Werkstoffe wie Wellpappe, Kachelfliesen, Schaumstoff, oder Plastikfolie. Mit diesen kreierte sie eine Art wandelbare und vergängliche „Protagonisten“, die keine endgültige Form besaßen, sondern eher auf den Prozess der Formfindung selbst (wie auch den Verlust von Form) hinwiesen. In einer provokanten Aktion in 2014 zog Buck einen übergroßen Schaumstoffblock durch eine Museumssammlung und ließ ihn neben bekannten Kunstwerken verweilen, die in diesem Zusammenspiel eine neue Dynamik gewannen. Buck selbst sagte einmal, dass ihre Werke „den Betrachter sowohl anziehen als auch verstören“ müssten. Im Ausstellungsraum sollten die Objekte „ein Beben und eine Vibration auslösen, sowie ein Zwiegespräch mit ihrer Umgebung.“
Finding Form, eine posthume Monografie, präsentiert auf über 300 Seiten Bucks komplettes bildhauerisches Werk und enthält Texte von Phyllida Barlow, Paolo Icaro, Cecilia Canziani, Andrea Maria Popelka. Das Buch wurde erstellt und herausgegeben vom Nachlass der Künstlerin, Bureau Bettina Buck.
Bettina Buck ist 2026 mit einer Arbeit in der Präsentation von Chiara Camoni im Italienischen Pavillion der Biennale di Venezia vertreten:
The 61st International Art Exhibition – La Biennale di Venezia
Con te con tutto (With You With Everything)
Italienischer Pavillion, kuratiert von Cecilia Canziani9. Mai bis 22. November 2026
Tese delle Vergini, Arsenale, Venezia
weitere Infos hier -

nolde/kritik/documenta (Deutsch)
42€ In den WarenkorbEmil Nolde (1867–1956) zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Seine heutige Wahrnehmung ist durch historische Mythenbildung und deren Dekonstruktion geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lancierten er selbst und die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung das Bild des verfemten Malers. Doch in jüngerer Zeit sind Noldes antisemitische Haltung und sein Opportunismus gegenüber dem NS-Regime erneut ins Bewusstsein gerückt.
Der Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) hat sich mit Unterstützung der Nolde Stiftung Seebüll, auf die Spuren dieser ambivalenten Künstlerpersönlichkeit begeben und sich kritisch mit Werk und Wirkung Emil Noldes auseinandergesetzt. Erste Ergebnisse waren im Winter 2020/2021 in der Draiflessen Collection in Mettingen zu sehen.
Auf Einladung des documenta archivs in Kassel setzte Kuball diese Spurensuche fort. Das forschungsbasierte Ausstellungsprojekt „nolde / kritik / documenta“ beleuchtet die Verschränkung von Werk und Biografie und fragt nach den Widersprüchlichkeiten der Moderne, die in der Künstlerfigur Emil Nolde exemplarisch hervortreten. Im Mittelpunkt steht hierbei die Inszenierung der Werke Noldes im Rahmen der ersten drei Ausgaben der documenta (1955, 1959, 1964), die den „Mythos Nolde“ entscheidend prägten.
Der Katalog „nolde/kritik/documenta“ erscheint begleitend zur Ausstellung im Kasseler Fridericianum (9.12.2022-19.02.2023) in erweiterter Neuauflage.
Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln und assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe.
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MEUSER
Works 2012–2023 (ENGLISCH)WeiterlesenSeit dem Studium bei Joseph Beuys und Erwin Heerich, seit seinen ersten Ausstellungen – etwa 1979 in „Kippenbergers Büro“ – ist Meuser (geb. 1947 in Essen, lebt und arbeitet in Karlsruhe) ein Solitär. Seine Skulpturen und Plastiken sind unbequem und sperrig, aber immer auch verletzlich und zart. Sie haben Witz und herzergreifenden Charme. Meuser findet sein Material auf dem Schrottplatz. Souverän und einfühlsam gibt er den Resten und Überbleibseln der Industriegesellschaft Form und Würde zurück. Als Romantiker gibt er den Dingen ein Eigenleben zurück und macht sie zu mündigen Protagonisten. Unermüdlich arbeitet er an der Re-Poetisierung einer genormten und geschundenen Welt. Die aufwendig gestaltete Monografie erscheint anlässlich von Meusers 75. Geburtstag und versammelt Werke und Ausstellungen der vergangenen zehn Jahre. Acht internationale Autorinnen und Autoren entwerfen ein schillerndes Mosaik und zeigen, wie sich Meuser spielend gegenüber Duchamp, Minimalismus und Sozialer Plastik behauptet. Ein Ausblick mit offenem Ende.
Meuser studierte 1968–1976 an der Kunstakademie, Düsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich. 1991 erhielt er den ars viva-Preis. 1992–2015 Professor an der Kunstakademie Karlsruhe. Seit 1976 zahlreiche institutionelle Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Werke in internationalen Sammlungen: Bundeskunsthalle, Bonn; Deichtorhallen, Hamburg; documenta IX / Fridericianum, Kassel; Fundació Joan Miró, Barcelona; Joanneum, Graz; Kunsthalle Düsseldorf; Museum of Contemporary Art, Monterrey; Martin-Gropius-Bau, Berlin; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Museum Folkwang, Essen; Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien; Museum Morsbroich, Leverkusen; Rijksmuseum Twenthe, Enschede; Sakip Sabanci Museum, Istanbul; Städtische Galerie, Karlsruhe; Vanhaerents Art Collection, Brüssel; ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe.
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Nicola Staeglich
Color Light Matter Mind36€ In den Warenkorb„Diese Malerei entspricht der Ambition, Farbe in die Luft zu malen.“ (Ulrich Loock)
Nicola Staeglich (geb. 1970 in Oldenburg, lebt und arbeitet in Berlin) versetzt Farbe in einen Zwischenzustand von materieller Präsenz und atmosphärischem Strahlen. Sie inszeniert die Malerei als performative Handlung mit breiten Farbsetzungen oder als Rauminstallation mehrlagiger transparenter Farbbahnen. Color Light Matter Mind ist Staeglichs erste Monografie und setzt ihre aktuellen Arbeiten in Beziehung zu den früheren (1998–2021). Von den spiralförmigen Reliefs hin zu ihren Liquid Lights öffnet sie der Farbe eine neue Dimension.
Nicola Staeglich studierte an der Städelschule in Frankfurt, an der Kunstakademie Mainz und am Chelsea College of Art in London. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und ist seit 2015 Professorin für Malerei/Grafik an der Hochschule der bildenden Künste Essen. Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland präsentiert und sind Teil privater und öffentlicher Sammlungen.
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Freeters
HELP! Artistic Intelligence38€ In den WarenkorbFREETERS steht für ein Künstlerkollektiv, das designt, kreiert, transformiert und mit Räumen und mit Menschen spielt, die ihre Zeit darin verbringen. Die dabei freiwerdende künstlerische Intelligenz verwandelt sich in Raum zum Denken, Arbeiten, Leben, Spielen und Lernen; sie schafft Identität, Emotion und Inspiration.
In diesem Buch geht es um die Vermittlung von künstlerischem Denken und künstlerischer Aktion als Methode. Die Kunstpraxis von FREETERS zeichnet sich durch Strategien von Überlegung und Handeln aus, die in einer Gesellschaft mit sich ständig verändernden Bedingungen und in einer sich in ihrer Dynamik selbst überbietenden Arbeitswelt, gebraucht werden. Die Notwendigkeit, die Gegenwart durch künstlerische Gedanken und Taten zu gestalten, darf nicht länger auf den Bereich der Kunst beschränkt sein.
Die Herangehensweise von FREETERS an AI sollte weniger als Wissenschaft und mehr als Aufruf verstanden werden, unsere Intelligenz nicht nur auf rationale Denkprozesse mit einer Nutzenmaxime zu reduzieren. Natürlich hat AI schon beeindruckende Fortschritte auf vielen Gebieten unserer öffentlichen Versorgung durch die Hartkomponente des maschinellen Lernens gemacht. Trotzdem ist zu bezweifeln, dass allein diese Annäherung schon einen Zugang zu einer Superintelligenz ermöglichen kann, die eines Tages ein ressourcenschonendes Paradies auf Erden schafft. Auch gibt es keine Garantie dafür, dass wir als Homo Sapiens von so einer einseitig begabten Superintelligenz einen Platz in diesem Paradies zugeteilt bekommen. Geistig wird uns diese Maschine auf jeden Fall überlegen sein– nur das notwendige Gefühl vom Glück einer einvernehmlichen Koexistenz erscheint nicht wirklich vorstellbar.
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Simone Haack
Untangling the Strands / Démêler les Fils24€ In den WarenkorbSimone Haack (geb. 1978 in Rotenburg/Wümme, lebt in Berlin) beschäftigt sich in ihrem jüngsten Werkblock mit dem Thema des Haars als Parameter von Identität an der Grenze zwischen Natur und Kultur. Ihre zweite Publikation mit DCV erscheint anlässlich zweier Ausstellungen: Untangling the Strands in der Berliner Abguss-Sammlung Antiker Plastik – ein Dialog ihrer Haarbilder mit antiken Skulpturen – sowie Helix of Realism in der Galerie Droste, Paris, als Teil des offiziellen Programms der großen Surrealismus-Ausstellung im Centre Pompidou zur Hundertjahrfeier des surrealistischen Manifests. Dieses Buch beleuchtet erstmalig den Aspekt des Surrealen im Werk der Künstlerin und legt eine wichtige Quelle ihrer Bildwelt offen: die Traumtagebücher, die Haack seit ihrem 17. Lebensjahr führt, und ihr damit verbundenes Interesse am Unbewussten. Dabei sind es vor allem die Logik des Traums sowie Gefühle und Stimmungen, die Niederschlag in ihrer Malerei finden.
Haack: „Es geht mir darum, realistische Mittel anzuwenden, um Nicht-Sichtbares zu visualisieren. In einen Automatismus zu kommen, das Unbewusste sprechen zu lassen, um den Bildern ihr Eigenleben zu geben. Licht auf den Bereich zu werfen, in dem die Mythen ihren Ursprung haben.“
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Art in a Conflicted World
34€ In den WarenkorbTranseuropäische Perspektiven im Zeitalter kultureller Fragmentierung
Nach der Jahrtausendwende hat sich ein großer Teil der Welt zu einem zunehmend instabilen und dissonanten Raum entwickelt. In vielen Bereichen prägen Brüche unsere soziokulturellen und politischen Beziehungen. Vor diesem Hintergrund zeigt Art in a Conflicted World kritische Positionen von Künstler*innen und Autor*innen aus der Ukraine, aus Russland und aus Großbritannien – Regionen, die sich in außergewöhnlichen Konflikt- und Umbruchsituationen befinden. Die Publikation bringt diese differenzierten Zustände sozialer Dissonanz offen zum Ausdruck und spiegelt sie in verschiedenen künstlerischen und literarischen Fragen und Antworten. Sie sind das Ergebnis eines interdisziplinären Stipendienprogramms der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf, in dem künstlerische und kulturelle Erkenntnisse gewonnen, der Umgang mit Komplexität erprobt und Modelle für die Zukunft über Ländergrenzen hinweg entwickelt werden.
Die Publikation präsentiert Arbeiten von Sarah Dobai, Nikita Kadan, Ali Eisa und Sebastian Lloyd Rees (Lloyd Corporation) sowie Texte von Alissa Ganijewa und Tanya Zaharchenko.
Das Projekt wurde begleitet von Wolfgang Tillmans, Tom McCarthy, Katharina Raabe und Mark Gisbourne und gefördert vom Auswärtigen Amt.
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Ilit Azoulay
Facts and Tales. Truth be Told120€ In den WarenkorbIn einer Zeit, in der unterschiedliche Perspektiven und erzählerische Traditionen zunehmend an Bedeutung gewinnen, widmet sich Facts and Tales – Truth Be Told der beeindruckenden Arbeit von Ilit Azoulay. Die 1972 in Jaffa geborene Künstlerin verwandelt Objekte, Archive und Museumsbestände in Gefäße und hinterfragt dabei traditionelle Wissenshierarchien. In ihrer jüngsten Einzelausstellung Mere Things im Jüdischen Museum in New York präsentiert Azoulay Werke, die das Gleichgewicht zwischen faktischer Darstellung und nuanciertem Geschichtenerzählen ausloten.
Die Publikation zur Ausstellung umfasst Archivseiten, Aufzeichnungen der Künstlerin und Abbildungen der Werke sowie eine Einleitung von Kuratorin Shira Backer und einen Essay der 2018 verstorbenen Kunstkritikerin, Kuratorin und Autorin Sarit Shapira über das Frühwerk von Ilit Azoulay: Houses of Junk and Specters: On Ilit Azoulay’s Early Works. Er unterstreicht die Bedeutung von faktischer Genauigkeit und mündlichen Überlieferungen und lädt dazu ein, das komplexe Zusammenspiel zwischen materiellen Zeugnissen und den vielfältigen und nuancenreichen Geschichten zu erkunden.
Azoulay beleuchtet die Leerstellen in hegemonialen Erzählungen und entlarvt diese mittels einer einzigartigen Methode. Sie schneidet ihre Bilder wie für ein Erpresserschreiben aus Archivmaterialien und Fotos von den Wänden verlassener Häuser und formt sie zu multiperspektivischen Collagen. Auf diese Weise hinterfragt sie den ausschließlichen Wahrheitsanspruch musealer Expertise und legt deren Konstruiertheit offen. Der Katalog ihrer Werke, gestaltet als Box voller Texte und Bilder, spiegelt diesen Ansatz wider und zielt darauf ab, etablierte Narrative in vielfältige Perspektiven aufzulösen.
Box mit 6 unterschiedlichen Einzelpublikationen, limitiert auf 500 Exemplare
DIE PUBLIKATION WURDE ERMÖGLICHT DURCH DIE GROSSZÜGIGE UNTERSTÜTZUNG DER GALERIE LOHAUS SOMINSKY, MÜNCHEN
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Language/Text/Image
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Maria Braune
Keep Away From Fire28€ In den WarenkorbIm Zentrum der Arbeit von Maria Braune (geb. 1988 in Berlin, lebt und arbeitet in München und Bamberg) steht ein selbstentwickelter Werkstoff namens Migma, der aus acht verschiedenen natürlich nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dieser wird erhitzt, gegossen und über einen mehrwöchigen Zeitraum geformt. Die so gebildeten Skulpturen und Installationen wuchern wie sinnliche Organismen in den Raum. Assoziationen von Wachstum und Symbiose tauchen auf, aber es werden auch Brüche und Zerfall sichtbar. Braunes künstlerischer Schaffensprozess ist Teil eines Ökosystems und völlig im Jetzt verankert. Ihr Material ist eine hochlebendige Materie, auf die sie unmittelbar reagiert, sie mit mythologischer und narrativer Bedeutung verbindet und zu ihrer eigenen Welt in Beziehung setzt.
Maria Braune wurde 2009–2011 an der Fachhochschule für Bildhauerei in Berchtesgaden zur Holzbildhauerin ausgebildet und absolvierte im Anschluss ein Studium der freien Kunst bei Hermann Pitz an der Akademie für Bildende Künste München, das sie 2017 mit einem Diplom abschloss.




















