





America! America!
How real is real?
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| Herausgeber | Stiftung Frieder Burda, Helmut Friedel |
| Autor(en) | Brigitte von Stebut, Christiane Righetti, Christoph Neuberger, Helmut Friedel, Heribert Pranti, Judith Irrgang |
| Gestaltung | BUREAU Mario Lombardo |
| Maße | 23 x 28 cm |
| Seitenzahl | 180 |
| Abbildungen | 150 |
| Umschlag | Hardcover |
| Sprache(n) | Deutsch |
| ISBN | 978-3-942924-28-3 |
Mythen, Projektionen, Sehnsüchte
In Zeiten von Fake News und Alternative Facts wird deutlich, wie sehr der amerikanische Traum mit emotional aufgeladenen Bildern und Symbolen verwoben ist. Wohl kaum eine andere Nation ist sich der Wirkungskraft von Bildern so bewusst. Die Images des American Way of Life, die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen. Die psychologisch aufgeladenen Leinwände von Eric Fischl, die hermetischen Szenen von Alex Katz, die riesigen Film-Noir-artigen Grafitzeichnungen von Robert Longo sezieren die Träume und Ängste einer verunsicherten weißen Mittelschicht. Zur selben Zeit erobern Künstlerinnen und Künstler wie Jeff Wall oder Cindy Sherman die Szene, die unsere medial geprägte Wahrnehmung kritisch reflektieren. Mit siebzig Meisterwerken der US-Gegenwartskunst zeigt das Buch, wie Künstlerinnen und Künstler von den 1960er Jahren bis heute die amerikanische Realität kommentieren.
Weitere Bücher
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Norbert Bisky
Im FreienWeiterlesenDie Schönheit männlicher Körper, Hedonismus und intensive Farben – Norbert Bisky (geb. 1970 in Leipzig, lebt und arbeitet in Berlin) gilt als erfolgreichster Vertreter der zeitgenössischen figurativen Malerei in Deutschland. Nun hat der Künstler eine Reihe von 17 Leinwänden und Papierarbeiten geschaffen, die sich assoziativ mit dem Werk des Expressionisten Max Pechstein (1881–1955) auseinandersetzen. Ihr Titel „Im Freien“ nimmt nicht nur Bezug auf die dargestellten Szenen, die sich unter freiem Himmel abspielen, sondern es geht Bisky – der in der DDR, also in „nicht freien Verhältnissen“, wie er es selber nennt, aufwuchs – auch um die Frage, wie wir heute mit Freiheit umgehen. So steht bei beiden Malern die Suche nach der persönlichen Utopie im Vordergrund. Pechstein fand sie in der Südsee, wo er 1914 die damalige deutsche Kolonie Palau besucht hatte, die für ihn ein paradiesisches Idyll fernab von politischer und sozialer Realität war. Bisky hingegen konzentriert sich weniger auf die exotische Landschaft als auf ihre Bewohner und inszeniert sie als Individuen einer globalisierten Gesellschaft.
Norbert Bisky begann 1994 ein Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Berliner Humboldt-Universität, wechselte aber noch im gleichen Jahr an die Hochschule der Künste Berlin, wo er bei Georg Baselitz Malerei studierte und 1999 dessen Meisterschüler wurde. 2008–2010 war er Gastprofessor an der Haute école d’art et de design in Genf und 2016–2018 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
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Under the Milky Way
Abstraktion, Autonomie und post-vandalistische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart38€ In den WarenkorbDas Draußen ist Schule geworden, die städtische Unterwelt Atelier, und entgrenzte Antiautorität ersetzt den Einfluss der Akademie und des Markts. Hier sind Kunstbewegungen und Hidden Masters entstanden, die inzwischen auch institutionell in Erscheinung treten. Manche haben einen Graffiti-Hintergrund, andere Malerei studiert, einige waren zuvor Stadteinbrecher, die an Orten malten, wo sie vor Behörden fliehen mussten. Die daraus erwachsene Kunst lässt sich am besten mit drei Begriffen beschreiben: Abstraktion, Autonomie und – je nach Sichtweise – Post-Vandalismus.
Die gerade zu Ende gegangene Ausstellung Under the Milky Way im Kunstverein Hannover präsentierte spannende Positionen dieser Szenen aus ganz Europa. Sie war keine Graffiti-Schau, sondern präsentierte einen künstlerischen Transfer, der abstrakte Malerei und andere Praktiken in den musealen Raum überführt. Darin finden sich raue Ideen, Ironie, autonome Kunst sowie konzeptuelle und anarchische Ansätze. Teilweise ungebeten entsteht eine Kunst der Kunst, manchmal geprägt von politischen Haltungen, manchmal von der Freiheit, genau das zu tun, was getan werden will.
Das Buch zur Ausstellung im Kunstverein Hannover versammelt maßgebliche Akteur:innen dieser Entwicklung in einer Konstellation, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Sie stammen aus heterogenen urbanen und künstlerischen Szenen, finden sich jedoch immer wieder unter der Milchstraße: mit einem progressiven Jucken in den Fingern, das nach einer Aktionsfreiheit ruft, die bei Tageslicht kaum möglich scheint.
Mit Amos Angeles, Alexandre Bavard, Cäcilia Brown, Stephen Burke, Bus 126, Brad Downey und Akim, Florentina Holzinger, Antwan Horfee, Hams Klemens, Klub7, Daniel Laufer, Mischa Leinkauf, Martina Morger, Moses und Taps, Martina Morger, Christoph und Sebastian Mügge, Patrick Niemann, Rocco und seine Brüder, Veli Silver, Mathias Weinfurter, Angst Yok.
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Francis Alÿs
The Nature of the Game32€ In den WarenkorbDas Werk des belgischen Künstlers Francis Alÿs (geb. 1959 in Antwerpen) ist ebenso vielschichtig wie poetisch subversiv. Angesiedelt zwischen performativer Konzeptkunst und sozialer Intervention erforschen seine Filme und Zeichnungen die politischen und gesellschaftlichen Realitäten des urbanen Raums. Eines seiner beeindruckendsten Langzeitprojekte ist Children’s Games, Aufnahmen spielender Kinder in aller Welt, von Paris über Mexiko-Stadt bis zum jesidischen Flüchtlingslager Scharya im Irak. Sein reich illustriertes Ideen- und Skizzenbuch zeigt Vorarbeiten zu dieser Werkserie. Es ist ein Blick in den Maschinenraum seiner künstlerischen Praxis, der zentrale Elemente seiner filmischen Poetik sichtbar macht. Ein Essay des Ethnografen und Filmemachers David MacDougall würdigt Alÿs’ Beobachtungen des kindlichen Spiels im Kontext der der Kindheitsforschung und der Geschichte des ethnografischen Dokumentarfilms.
Francis Alÿs (geb. 1959 in Antwerpen) gilt als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Sein vielfach ausgezeichnetes und mit weltweiten Einzelausstellungen gewürdigtes Werk besteht aus Filmen, Fotoarbeiten, Performances, Zeichnungen und Gemälden, die sich häufig mit den sozialen und politischen Realitäten des Stadtraums befassen. Der studierte Architekt lebt und arbeitet seit 1986 in Mexiko-Stadt, wohin er als Wiederaufbauhelfer nach dem großen Erdbeben von 1985 gekommen war.
Francis Alÿs – The Nature of the Game ist die offizielle Publikation des Belgischen Pavillons auf der 59. Biennale di Venezia, kuratiert von Hilde Teerlinck.
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MOVE!
Scheinbar kinetische Kunst 1926–202215€ In den WarenkorbMOVE! im Kunstmuseum Reutlingen | konkret vereint Werke, die scheinbar fließen, oszillieren, zittern, oder gar implodieren. Sie fordern unsere Sehgewohnheiten heraus, indem sie mit Rastern, Verschiebungen oder Moiré-Effekten spielen und dabei Kinetik, Rhythmus und Plastizität simulieren. Über 80 zum Teil serielle Kunstwerke aus den Jahren 1926 bis 2022 stellen das Schaffen von 46 Künstler:innen aus 16 Ländern vor. Das Spektrum umfasst Malerei, Zeichnung, Fotografie, Plastik, Collage, Serigrafie, Wandobjekt und Rauminstallation. Ein Schwerpunkt der Auswahl liegt auf Op-Art, Konstruktivismus, geometrischem Minimalismus sowie konzeptueller Kunst. Das Buch MOVE! begleitet diese wichtige von Holger Kube Ventura kuratierte Ausstellung.
Künstler:innen: Arman, Bernard Aubertin, Marcel-Louis Baugniet, Marina Bindella, Hartmut Böhm, John Carter, Max Cole, Carlos Cruz-Diez, Dadamaino, Paul Uwe Dreyer, Helmut Federle, Hans Jörg Glattfelder, Hermann Glöckner, Esther Hagenmaier, Terry Haggerty, Barbara Hindahl, Hans Peter Hoch, Gottfried Honegger, Renaud Jacquier-Stajnowicz, Imi Knoebel, Norbert Kricke, Thomas Lenk, Vera Leutloff, Dóra Maurer, Manfred Mohr, Guido Molinari, Vera Molnár, François Morellet, Aurélie Nemours, Erich Reusch, Satoshi Saitō, Adrian Schiess, Heidrun Schimmel, Steffen Schlichter, Alf Schuler, Eusebio Sempere, K. R. H. Sonderborg, Stef Stagel, Anton Stankowski, Klaus Staudt, Wolfram Ullrich, Angelo Usai, Victor Vasarely, Paule Vézelay, Herman de Vries, Bernhard Weber
Ausstellung MOVE! Scheinbar kinetisch
Kunstmuseum Reutlingen | konkret
bis 28. Februar 2027 -

Simone Haack
Untangling the Strands / Démêler les Fils24€ In den WarenkorbSimone Haack (geb. 1978 in Rotenburg/Wümme, lebt in Berlin) beschäftigt sich in ihrem jüngsten Werkblock mit dem Thema des Haars als Parameter von Identität an der Grenze zwischen Natur und Kultur. Ihre zweite Publikation mit DCV erscheint anlässlich zweier Ausstellungen: Untangling the Strands in der Berliner Abguss-Sammlung Antiker Plastik – ein Dialog ihrer Haarbilder mit antiken Skulpturen – sowie Helix of Realism in der Galerie Droste, Paris, als Teil des offiziellen Programms der großen Surrealismus-Ausstellung im Centre Pompidou zur Hundertjahrfeier des surrealistischen Manifests. Dieses Buch beleuchtet erstmalig den Aspekt des Surrealen im Werk der Künstlerin und legt eine wichtige Quelle ihrer Bildwelt offen: die Traumtagebücher, die Haack seit ihrem 17. Lebensjahr führt, und ihr damit verbundenes Interesse am Unbewussten. Dabei sind es vor allem die Logik des Traums sowie Gefühle und Stimmungen, die Niederschlag in ihrer Malerei finden.
Haack: „Es geht mir darum, realistische Mittel anzuwenden, um Nicht-Sichtbares zu visualisieren. In einen Automatismus zu kommen, das Unbewusste sprechen zu lassen, um den Bildern ihr Eigenleben zu geben. Licht auf den Bereich zu werfen, in dem die Mythen ihren Ursprung haben.“
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CHRISTIAN ROTHMANN
The Light Touch45€ In den WarenkorbEine Monografie der Neugier
Christian Rothmann (geb. 1954 in Kędzierzyn, Polen, lebt und arbeitet in Berlin) ist ein künstlerischer Tausendsassa, ein kultureller Brückenbauer und ein rastlos durch Zeit und Welt Reisender. Er fotografiert überall, vor allem unterwegs und schafft so künstlerische Dokumentationen, spontan entstehende Symbolbilder oder konzeptionelle Serien. Seine Motive sind Basketballkörbe in den aberwitzigsten Orten, Spielzeug in Restaurants und Geschäften, exotische Speisen oder – wie für seine Sequenz Legs of the World– schöne Beine, nicht nur von realen Frauen, sondern auch aus Werbeplakaten oder Kunstobjekten. Ihm gelingt es mühelos, sich Menschen jeden Alters und unterschiedlichster Gesellschafts- und Kulturkreise zu Komplizen zu machen, wie für seine Serien you and me oder Mother & Daughter. Großformatige heftige Gemälde auf Leinwand und zarte Aquarelle auf kleinformatigem Papier aus seinem Berlin-Kreuzberger Atelier ergänzen Rothmanns langjährige Fotoprojekte. Auf beinahe 500 Seiten präsentiert The Light Touch das variantenreiche Bildwerk des Künstlers.
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Claudia Fährenkemper
Kontextforschung / context research 1980–202268€ In den WarenkorbClaudia Fährenkemper (geb. 1959 in Castrop-Rauxel, lebt in Steinheim/Westfalen) fotografiert riesengroße und kleinste Objekte unter Zuhilfenahme von Rasterelektronenmikroskopen. Dabei entstehen faszinierende und zugleich befremdliche Fotografien. Im Spiel mit den extremen Maßstäben bilden sich fantastische Bildwelten: amerikanische Wüsten- und Canyonlandschaften, Maschinengiganten des deutschen Braunkohletagebaus, Insekten, Pflanzensamen, Kristalle und Plankton sowie Rüstungen des europäischen und japanischen Kulturerbes. Erstmals werden in diesem aufwendig gestalteten Buch Arbeiten aus vierzig Jahren künstlerischen Schaffens gegenübergestellt. In der Zusammenschau von Fährenkempers wichtigsten konzeptuell angelegten Werkserien zeigen sich überraschende Verzahnungen von Sujets völlig gegensätzlicher Thematik und Dimension aus Natur, Technik, Wissenschaft und Kulturgeschichte.
Claudia Fährenkemper studierte an der Fachhochschule Köln bei Arno Jansen und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd und Hilla Becher und Nan Hoover. Ihre Fotografien befinden sich in zahlreichen Museumssammlungen, unter anderem im Kunstmuseum Bonn, in der National Gallery of Canada und der Margulies Collection in Miami.
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Shara Hughes
Time Lapsed35€ In den WarenkorbShara Hughes (geb. 1981 in Atlanta, lebt und arbeitet in New York) bezeichnet ihre Bilder und Zeichnungen als psychologische oder erfundene Landschaften. Die Gemälde nutzen, wie der New Yorker schrieb, „alle möglichen Tricks, um zu verführen, und schaffen es dennoch, als arglose Visionen von gar nicht so fernen Welten zu erscheinen“. Mit Ölfarbe, Pinsel, Spachtel und Spray zelebriert die Künstlerin die Malerei an sich und zitiert dabei nicht selten die Meister anderer Kunstepochen. Shara Hughes studierte an der Rhode Island School of Design und besuchte später die Skowhegan School of Painting and Sculpture. Ihre neuesten Einzelausstellungen sind in der FLAG Art Foundation, New York, und im Kunstmuseum Luzern zu sehen.
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Cornelia Baltes
Dingbats44€ In den WarenkorbDie Malereien und Installationen von Cornelia Baltes (geb. 1978 in Mönchengladbach, lebt und arbeitet in Berlin) bewegen sich an der Grenze von Abstraktion und Figuration. Ihre Bilder basieren auf Beobachtungen des Alltäglichen wie Kleidung, Körperteilen oder Gesichtsausdrücken und sind auf einfache Linien und Formen reduziert. In kräftigen Farben und gestische Flächen deuten sie eine Erzählung im Bildraum an. Baltes arbeitet mit ruhig modulierten Farbverläufen, auf die sie dicke, selbstbewusste Zeichen setzt. Dabei hinterfragt sie oftmals die Funktion eines Gemäldes, indem sie über das Rechteck der Leinwand hinaus auf die Wand malt oder es als eigenständiges Objekt frei im Raum aufhängt oder auf den Boden legt. Die Arbeiten sind eine Mischung aus Pop- und Minimal-Art, die mit ihrer Intensität und Dynamik und manchmal mit einem humorvollen Augenzwinkern jede und jeden in ihren Bann ziehen.
Die vorliegende Publikation ist die erste umfassende Monografie zum Werk der Künstlerin.
Cornelia Baltes studierte 2000–2003 an der Bergischen Universität Wuppertal und 2003–2006 an der Folkwang Universität der Künste in Essen, 2009–2011 setzte sie ihre Ausbildung an der Slade School of Fine Art in London fort.
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Christoph Borek
manyFACES65€ In den WarenkorbDer deutsche Fotograf Christoph Borek (geb. 1980 in Wolfenbüttel) ermutigt Menschen ihre Masken abzulegen und echte Gefühle zu zeigen. Denn das verbindet. „Wir reden ständig darüber, wie unterschiedlich wir sind – und übersehen dabei, wie ähnlich wir fühlen.“ Acht Jahre lang reiste Borek, suchte menschliche Begegnungen und porträtierte über tausend Freiwillige. Jede Person wurde gebeten vor der Kamera unverfälscht die drei grundlegendsten menschlichen Gefühle zu zeigen: Freude, Wut und Schmerz. Statt der zur Normalität gewordenen Selbstinszenierung und Idealisierung stehen hier Verletzlichkeit und Authentizität im Visier. Das Buch manyFACES versammelt diese über 3000 Menschenbilder und bietet Reflektionen des Künstlers zum Projekt. Ein Band über das Miteinander statt Gegeneinander.
Ausstellung
manyFaces – We are all unique. We are all the same
Bis 22. November 2026Finissage am Freitag, den 20. November 2026
Sankt Leonhard 2a
38102 Braunschweig
weitere Infos hier
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Tim Eitel
Vorschläge für Nachbilder 2015–202436€ In den WarenkorbTim Eitel vermittelt zwischen dem Gedächtnis und der Malerei. Er sagt, für ihn sei das Malen „ein Gespräch über Wirklichkeit und Erinnerung“, das er mit der Leinwand führt. Im Rahmen dieses Dialogs reflektiert Eitel seine Erlebnisse und schafft darüber eine eigenständige, figürlich-abstrakte Realität, die in sich stimmig sein muss – die Leinwand hat einen starken Willen. Die auf seinen Gemälden dargestellten Szenen sind daher Analogien, Nachbilder einer Situation und eben keine Abbilder davon. Das erzeugt eine gewisse Offenheit, ermöglicht es den Betrachtenden, auch ihre eigenen Erinnerungen in den Bildraum hineinzutragen. Aus einem Dialog zwischen der Leinwand und dem Künstler wird so ein Zwiegespräch zwischen dem:der Betrachter:in und dem fertigen Bild. Dass viele von Eitels Malereien, die im vorliegenden Katalog versammelt sind, Menschen im Museum zeigen, ist daher kein Zufall, das unterstützt das Eintreten in den Bildraum. Die Betrachtenden haben eine ähnliche wie die abgebildete Situation schon einmal erlebt oder erleben sie gerade und stehen damit bereits mitten im Gemälde; sie werden ein Teil der Malerei, und das Bild wird zum Partikel ihrer Erinnerung.
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Bettina Hauke
Vor der Verwandlung38€ In den WarenkorbDie Kunst von Bettina Hauke (geb. 1968 in Duisburg, lebt und arbeitet in Berlin und Oldenburg) ist farbenprächtig, subtil konstruiert, abgründig. Was spielerisch, surreal oder märchenhaft erscheint, erweist sich als präzise Reflexion. Haukes Figuren treten souverän auf, blicken, halten Dinge, ohne ihre Bedeutung zu erklären. Darin liegt die Kraft dieser Malerei: Sie ersetzt Botschaft durch Konstellation, Eindeutigkeit durch ein tastendes Sehen. In einer Gegenwart beschleunigter Bildzirkulation beharrt Hauke auf Achtsamkeit. Vor der Verwandlung erschließt ihr Werk aus zwei einander ergänzenden Perspektiven mit Beiträgen von Larissa Kikol und Axel Ruoff und macht eine Malerei sichtbar, die historische Bildordnungen prüft und daraus eine unverwechselbare eigene Sprache entwickelt.
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Martin Noël
paintprintpaint35€ In den WarenkorbEin Überblicksband zum zehnten Todestag von Martin Noël
Martin Noël (geb. 1956 in Berlin, gest. 2010 in Bonn) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er gehörte zu den prägenden Erneuerern der lange vernachlässigten Technik des Linol- und Holzschnitts. Mit seinen großformatigen Papierarbeiten schuf er sich eine ebenso viel beachtete wie eigenständige Position in der zeitgenössischen Kunst. Noëls Interesse galt dabei vor allem dem Kompositionsverhältnis der Linie zur Fläche. Zum zehnten Todestag des Künstlers präsentiert der Band eine umfassende Übersicht seines Werks von Mitte der 1980er Jahre bis zu seinem letzten Lebensjahr 2010. Mit 35 außergewöhnlichen Arbeiten wird der Weg Noëls von seinen Anfängen als Maler über die von Linol- und Holzschnitten geprägte mittlere Phase bis hin zu den späten Gemälden dokumentiert.
Martin Noël studierte Grafik und Malerei an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Seine Arbeiten sind unter anderem Teil der Bundeskunstsammlung, der Kunstsammlungen Chemnitz sowie der Sammlung des Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern.
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Jeff Wall
AppearanceWeiterlesenEin neuer Blick auf das Werk des Fotokünstlers
Das Markenzeichen von Jeff Wall (geb. 1946 in Vancouver, lebt und arbeitet in Vancouver) sind großformatige Dialeuchtkästen, auf denen er sorgfältig komponierte Szenen wie Film-Stills präsentiert. Der studierte Kunsthistoriker knüpft mit seinen Werken vielseitige Verbindungen zur Kunstgeschichte und wird aufgrund seiner aufwendigen Inszenierungen immer wieder mit den Meistern der Moderne verglichen. Mit einem besonderen Fokus auf Konstellationen, die das fotografische Medium in Form einer Spurensuche präsentieren, ermöglicht das Buch einen neuen Blick auf Arbeiten des Künstlers, die bisher selten in Ausstellungen gezeigt wurden.
Jeff Wall studierte Kunstgeschichte an der University of British Columbia, Vancouver, sowie am Courtauld Institute of Art, London. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Museum of Modern Art, New York, in der Tate Modern, London, und im Art Institute of Chicago ausgestellt. 2008 erhielt er den Audain-Preis für sein Lebenswerk.
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Dietmar Lutz
Ein Jahr40€ In den WarenkorbTag um Tag
Ein Jahr lang, von August 2020 bis August 2021, hat Dietmar Lutz (geb. 1968 in Ellwangen, lebt und arbeitet in Düsseldorf) jeden Tag ein Bild gemalt oder eine Zeichnung gemacht, in denen Momente seines Alltags zu sehen sind. Alle 365 Arbeiten sind in chronologischer Reihenfolge entweder direkt oder auf Fotografien im Umfeld ihrer Entstehung abgebildet. Sie lassen das Jahr aus einer radikal subjektiven Perspektive Revue passieren. Die Gemälde halten Erinnerungen fest, sind aber jeweils aus einer bestimmten Situation heraus entstanden, ohne dieser zwangsläufig Ereignishaftigkeit zuzuschreiben. Der Künstler beobachtet sich selbst in seiner Welt und definiert seine Rolle in ihr. Das Malen als tägliche Aufgabe scheint die Zeit zu strukturieren, nicht umgekehrt. Jedes Bild erschließt einen neuen Raum, in dem die unterschiedlichen Facetten der Zeit sinnlich erfahrbar werden.
Dietmar Lutz studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und ist für seine großformatigen Gemälde bekannt, in denen er Alltagssituationen beschreibt und Referenzen zur Film- und Literaturgeschichte kreiert. Lutz ist Mitbegründer des deutsch-britischen Künstlerkollektivs hobbypopMuseum, mit dem er unter anderem auf der 1. Athen Biennale, bei Deitch Projects in New York und in der Tate Britain in London ausgestellt hat.
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Corona, Queens
Photographs by Cara Galowitz32€ In den WarenkorbSieben Jahre lang ging Cara Galowitz (geb. 1964, lebt und arbeitet in New York) in ihrer täglichen Mittagspause von der nahegelegenen New York Hall of Science, in der sie als Art Director tätig war, durch die Straßen von Corona, einem Viertel des Stadtteils Queens. Die Fotografien, die sie als „eine Übung im Sehen“ bezeichnet, fangen das lebendige Nebeneinander eines der ethnisch vielfältigsten Gegenden der Welt ein.
Mit Ironie Humor und visuelle Raffinesse beschreiben diese Fotografien einen Ort, der sich in stetem Wandel befindet und wo die Vergangenheit, sei es in verblassten Schriftzügen oder bröckelnden Gebäuden, mit der Gegenwart in Form von spontanen Straßendekorationen, Beschilderungen, Graffiti und religiösen Symbolen kollidiert. Die Bilder zeugen von den Anstrengungen und der Anpassungsfähigkeit der Menschen in Corona und dokumentieren zugleich die skurrile Schönheit der Straßen.
Cara Galowitz ist Absolventin der Cooper Union School of Art, wo sie sich auf Grafikdesign, Fotografie und bildende Kunst spezialisierte. Sie machte als Art Director im Museum Karriere und stellte ihre Arbeiten im Newark Museum, dem Museum der Stadt New York und der Grey Art Gallery aus.
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Stephan Kaluza
Die dritte Natur14€ In den WarenkorbDie Kunstnatur als Totale und Idyll
Naturphilosophie ist zentral im Werk des Künstlers Stephan Kaluza (geb. 1964 in Bad Iburg, lebt und arbeitet in Düsseldorf). In seiner Sicht existieren verschiedene, aufeinanderfolgende Naturen: Mit der ersten Naturbeschreibt Kaluza eine von (frühen) Menschen unmittelbar erlebte Welt, die Teil einer großangelegten Naherfahrung ‚Natur‘ war, die sie nicht nur physisch, sondern auch spirituell und emotional als Ereigniskette wahrnahmen. Die zweite Natur begrenzt sich auf einen objekthaften und utilitaristischen Charakter; die Natur wird zur Ressource, zur Lebensgrundlage, zur Umwelt. Eine mittelbare sprachliche Ersatz- und Gegenwelt im Sinne eines linguistic turn rückt sie in eine konträre Position zur Kultur; die Natur wird zugunsten der Kultur ersetzbar. Eine Kultur, die allerdings alles andere als frei von Sehnsüchten nach eben jener verloren Unmittelbarkeit ist; eine Kultur, die ihrerseits eine ‚künstliche Idyllnatur‘ entwickelt. Diese dritte Natur der Künste – eine reine Menschennatur – knüpft mit Eskapismus und totalisierter Immersion wiederum an die Urbilder einer ersten Natur an.
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G. I. Widmann
Retrospektive24€ In den WarenkorbWürdigung zum hundertsten Geburtstag. Eine der wichtigen figurativen Positionen der jungen Bundesrepublik
Sie war eine ungewöhnliche Malerin, die mit dem Künstlernamen ihr Geschlecht zu verbergen suchte, während sie gleichzeitig auf ihren großformatigen Leinwänden die eigenen Lebensumstände als freischaffende Künstlerin und alleinerziehende Mutter thematisierte. Gudrun Irene Widmann (geb. 1919 in Reutlingen, gest. 2011 in Reutlingen) schuf ein Œuvre, das Geltung als eine der bedeutenden figurativen Positionen der 1950er- und 1960er Jahre beansprucht. Der Band zur Retrospektive zeugt von einer starken Persönlichkeit und beleuchtet neben dem künstlerischen Selbstverständnis auch die Einflüsse von Gesellschaft sowie persönlichen Lebenszusammenhängen – stellvertretend für die Situation weiblicher Kunstschaffender im Allgemeinen.
Gudrun Irene Widmann studierte während des Zweiten Weltkriegs an den Akademien in Düsseldorf, Stuttgart und Wien. In ihrer Heimatstadt Reutlingen arbeitete sie bis zu ihrem Tod im eigenen Atelier.
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Paul Uwe Dreyer
Werkverzeichnis der Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken68€ In den WarenkorbMaler, Zeichner und Grafiker der Konkreten Kunst
Paul Uwe Dreyer (geb. 1939 in Osnabrück, gest. 2008 in Stuttgart) war über dreißig Jahre lang Professor für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sein OEuvre lässt sich der geometrisch-konstruktiven Kunst zuordnen. Vor dem Hintergrund subjektiver Erfahrungen von Wirklichkeit veranschaulicht Dreyer in seinen Kompositionen die Dialektik von Ordnungsprinzipien und deren Variationsmöglichkeiten, die bereits in seiner ersten Schaffensperiode ab Anfang der 1960er Jahre und insbesondere seit Beginn der 1970er Jahre mit seinen Bildpaaren und Bildsequenzen zum Ausdruck kommen. In den Arbeiten entsteht ein spannungsvoller, hierarchieloser Dialog zwischen Farben, Flächen und Linien. Die Chronologie des Werkverzeichnisses zeigt die Stringenz der Motiventwicklung von den frühen bis zu den späten Schaffensphasen, von architektonischen, figürlichen und ornamentalen Abbreviaturen über Zeichen- und Signethaftes hin zu komplexen Raumdurchdringungen.
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Emmanuel Bornstein
Wildwechsel25€ In den WarenkorbWie uns das Wild, das unvermittelt auf die Straße springt, zur Wachsamkeit zwingt, so fordert auch die selten gefällige, oft verstörende Kunst von Emmanuel Bornstein (geb. 1986 in Toulouse, lebt und arbeitet in Berlin) eine Auseinandersetzung mit der Realität. In seinen früheren Arbeiten befasste der deutsch-französische Künstler sich vorrangig mit dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg, wobei seine Bilder stark von der eigenen Familiengeschichte geprägt waren. Die Betrachtung und Bearbeitung dieser Thematik am Ort des Geschehens, nämlich in Berlin, trug wesentlich zur Umsetzung dieser Serien bei, die den Spuren der Vergangenheit nachgingen. Später löst sich Bornstein von seiner subjektiven Erfahrung und widmet sich verstärkt der Untersuchung und Rekonstruktion zeitgenössischer Ereignisse. Wildwechsel zeichnet die Entwicklung seines Werks im Spiegel seiner Biografie nach, die unter dem Zeichen des kulturellen Austauschs zwischen Deutschland und Frankreich steht.
Emmanuel Bornstein studierte Malerei zunächst an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris, später an der Universität der Künste in Berlin. Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen privaten und institutionellen Sammlungen in New York, Paris, Berlin, Wien, Madrid und Istanbul.




















