





Maria Braune
Keep Away From Fire
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|---|---|
| Autor(en) | Anabel Rogue Rodríguez, Gretta Louw, Julia Katharina Thiemann |
| Gestaltung | Tim Paschedag |
| Maße | 18,5 x 24,5 cm |
| Umschlag | Hardcover mit Siebdruck |
| Seitenzahl | 80 |
| Abbildungen | 73 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-164-1 |
Im Zentrum der Arbeit von Maria Braune (geb. 1988 in Berlin, lebt und arbeitet in München und Bamberg) steht ein selbstentwickelter Werkstoff namens Migma, der aus acht verschiedenen natürlich nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dieser wird erhitzt, gegossen und über einen mehrwöchigen Zeitraum geformt. Die so gebildeten Skulpturen und Installationen wuchern wie sinnliche Organismen in den Raum. Assoziationen von Wachstum und Symbiose tauchen auf, aber es werden auch Brüche und Zerfall sichtbar. Braunes künstlerischer Schaffensprozess ist Teil eines Ökosystems und völlig im Jetzt verankert. Ihr Material ist eine hochlebendige Materie, auf die sie unmittelbar reagiert, sie mit mythologischer und narrativer Bedeutung verbindet und zu ihrer eigenen Welt in Beziehung setzt.
Maria Braune wurde 2009–2011 an der Fachhochschule für Bildhauerei in Berchtesgaden zur Holzbildhauerin ausgebildet und absolvierte im Anschluss ein Studium der freien Kunst bei Hermann Pitz an der Akademie für Bildende Künste München, das sie 2017 mit einem Diplom abschloss.
Weitere Bücher
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Ute Bartel
mansionaticum25€ In den WarenkorbEin unwirklicher Blick auf die Wirklichkeit
Ute Bartel (geb. 1961 in Halle, lebt und arbeitet in Köln) beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit alltäglichen Gegebenheiten, dem „mansionaticum“. Ein Begriff, der epochal anmutet, jedoch etymologisch schlicht „das zum Haushalt gehörende“ bedeutet. In konkreter Auseinandersetzung mit bestimmten Orten und Situationen gilt ihr Interesse den Dingen an sich und ihren formalen Besonderheiten, ihren Formen, Farben und Strukturen. Mit analogen wie digitalen Techniken der Fotografie entstehen Collagen, Objekte und in den Raum greifende Arbeiten. Die großzügig illustrierte Monografie zeigt form- und farbstarke Gebilde vertrauter und doch unbekannter Wirklichkeiten und gibt einen umfassenden Einblick in einen der Schwerpunkte im Werk der Künstlerin.
Ute Bartel studierte an der Kunstakademie Münster und war Meisterschülerin von Reiner Ruthenbeck. Ihre Werke wurden vielfach ausgestellt, unter anderem im Kunstverein Speyer, in den Deichtorhallen Hamburg und im Westfälischen Kunstverein, Münster.
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Zwischen Freiheit und Moderne
Die Bildhauerin Renée Sintenis29€ WeiterlesenEine erfolgreiche Bildhauerin und das Sinnbild der „Neuen Frau“
Renée Sintenis (geb. 1888 in Glatz, gest. 1965 in Berlin) gehört zur ersten Generation professioneller Bildhauerinnen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Geschickt nutzte sie die Geschäftsbeziehungen mit ihrem Galeristen Alfred Flechtheim, der sie mit Sammlern in Paris, London und New York bekannt machte. Besonders ihre bewegte Kleintierplastik vermarktete sich überaus lukrativ. Durch ihren Berliner Bären – in kleiner Fassung seit 1960 auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin überreicht – erfuhr sie in den 1950er Jahren erneute Popularität. Der Katalog schildert das vielfältige Œuvre der Bildhauerin und gibt Einblick in das Selbstverständnis einer der erfolgreichsten Künstlerinnen der Weimarer Republik, die durch ihre schillernde Erscheinung zum Sinnbild der „Neuen Frau“ wurde.
Renée Sintenis studierte an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums. Sie nahm an den Ausstellungen der Freien Secession teil und hatte von 1948 bis 1955 eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin inne.
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Flatland
35€ WeiterlesenZwischen den Dimensionen
Der Titel dieses Buchs ist von einem literarischen Werk Edwin Abott Abbotts aus dem Jahr 1884 übernommen. In der berühmten allegorischen Satire mit geometrischen Formen als Protagonisten berichtet ein Quadrat von seiner Entdeckung der dreidimensionalen Welt. Flatland widmet sich der Frage, wie sich Künstler seit den 1960er Jahren von abstraktem Formenvokabular inspirieren ließen. Das aufwändig gestaltete Buch bringt Arbeiten aus über fünfzig Jahren zusammen, die orthodoxe Lesarten der Abstraktion in Frage stellen.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Laëtitia Badaut Haussmann, Francis Baudevin, Philippe Decrauzat, Marie-Michelle Deschamps, Angela Detanico / Rafael Lain, Hoël Duret, Sylvie Fanchon, Liam Gillick, Mark Hagen, Christian Hidaka, Sonia Kacem, Tarik Kiswanson, Vera Kox, Sarah Morris, Reinhard Mucha, Damián Navarro, Camila Oliveira Fairclough, Bruno Peinado, Julien Prévieux, Eva Taulois, John Tremblay, Pierre Vadi, Elsa Werth, Raphaël Zarka
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Museum Brot und Kunst
Forum Welternährung24€ In den WarenkorbEssen, Kunst und Konsum
Das Verlangen nach Nahrung und die Vermeidung von Hunger sind seit Jahrtausenden ein zentrales Anliegen der Menschheit. Ob Wirtschaft, Wissenschaft, Politik oder Kultur, alles ist bestimmt und beeinflusst von unserem Grundbedürfnis zu essen. Der Katalog zur Dauerausstellung des Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung beleuchtet 19 Themenschwerpunkte rund um die Bedeutung von Brot als Begriff für Nahrung insgesamt. Als erstes Museum weltweit hat es sich seit seiner Gründung im Jahr 1955 auf dieses Thema spezialisiert; die dazugehörige Sammlung umfasst eine Vielzahl von Objekten aus kultur-, sozial- und technikgeschichtlichen Zusammenhängen aus mehreren Jahrhunderten. Die großzügig bebilderte Publikation veranschaulicht das weite Feld der Ernährung im Dialog mit der Kunst und trägt zu einem besseren Verständnis unserer Lebenswelt bei.
Mit Arbeiten von Ernst Barlach, Bernhard Johannes Blume, Pieter Brueghel, Marc Chagall, Salvador Dalí, Simone Demandt, Agnes Denes, Frans Francken, Georg Flegel, Erich Heckel, Christian Jankowski, Markus Lüpertz, Gerhard Marcks, Max Pechstein, Pablo Picasso, Claire Pentecost, Thomas Rentmeister, Daniel Spoerri, Andy Warhol und anderen.
Das Buch wurde auf die Shortlist der Schönsten Deutschen Bücher 2021 aufgenommen.
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Rainer Jacob
justICE30€ In den WarenkorbSeit 2013 installiert Rainer Jacob (geboren 1970 in Jena, lebt und arbeitet in Leipzig) anonym im öffentlichen Raum z. B. in Berlin, Leipzig, Paris, Moskau, Oslo, Prag, Budapest Objekte aus Eis, lässt sie dematerialisieren und dokumentiert dies fotografisch. Wiederkehrende Motive sind Heizkörper, Steckdosen, QR-Codes und das Duchamp’sche Pissoir. Die Vergänglichkeit der Eisobjekte baut Brücken zu Streetart, Fluxus und zur Aktionskunst. Seine Arbeiten sind gesellschaftskritische Beobachtungen zu Ressourcenverteilung und politischem Machtgefälle, sie reflektieren unsere Wahrnehmung, hinterfragen die Idee von Originalität in der Kunst, erkunden aber auch die Grenzen der Bildhauerei. Die Publikation zeigt die Eisobjekte der letzten zehn Jahre und setzt sie ins Verhältnis mit einer Dekade, die für die Menschheit große Umbrüche bedeutete: JustICE ist ein künstlerischer Blick auf gesellschaftliche Prozesse.
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Jan Zöller
Ritual Believer40€ In den WarenkorbIn seinen Gemälden, Skulpturen und Installationen beschäftigt sich Jan Zöller (geb. 1992 in Haslach, lebt und arbeitet in Karlsruhe) mit dem Zwiespalt zwischen der wirtschaftlichen Produktion und der spirituellen, magischen Seite der Kunst. Das Künstlerbuch Ritual Believer gibt einen Überblick über die zwischen 2019 und 2023 entstandene Werkgruppe der sogenannten „Charcoal Paintings“. Bei diesen Bildern wird mit Kohle direkt auf die ungrundierte Leinwand gemalt, was ein Ausbessern von „Fehlern“ unmöglich macht. Außerdem verzichten sie weitgehend auf Farben und sind im Vergleich zu den sonst sehr farbintensiven Gemälden von Zöller eher reduziert. Neben den für sein Werk typischen Motiven von Vögeln und laufenden Beinen ist Schrift und Text ein wichtiges Element der „Charcoal Paintings“. Dazu gehört auch, dass die Titel der Arbeiten eine zentrale Rolle spielen und fast als eigenständiger Teil betrachtet werden können. Für den Text im Buch hat der Künstler die Titel der gezeigten Werke an seinen Bruder geschickt, der daraus eine Erzählung geschrieben hat. Im hinteren Teil befindet sich zusätzlich gescanntes Archivmaterial. Notizbücher und Zines von Zöller aus den Jahren 2015–2017 geben interessante Verweise auf seine Bild- und Motivfindung.
Jan Zöller studierte 2012–2017 an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Marijke van Warmerdam und Leni Hoffmann und 2016 an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris bei Jean-Marc Bustamante und Götz Arndt.
Zur limitierten Künstleredition
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wolfgang thiel
skulpturale standpunkte38€ In den WarenkorbWolfgang Thiel (geb. 1952 in Zweibrücken, lebt und arbeitet in Plochingen) ist ein figurativ arbeitender Bildhauer. Sein besonderes Interesse gilt der süddeutschen Tradition farbig gefasster Skulpturen, die er versucht, in unsere Gegenwart zu übersetzen. Sein experimenteller Umgang mit den verschiedenen Genres und Materialien ist der eines Forschers. Der Wechsel zwischen verschiedenen Materialien ist Thiel besonders wichtig, da er ihm immer wieder neue Aufmerksamkeit abverlangt. Der spielerische Aspekt ist das Wesentliche in allen seinen Arbeiten, zu denen neben großformatigen Plastiken im öffentlichen Raum (davon über 30 in Deutschland) auch skulpturale Gartenlandschaften sowie Bühnenbilder und Kostüme gehören.
Das opulente querformatige Buch bietet in fast 300 Abbildungen einen repräsentativen Überblick über das Werk von Wolfgang Thiel sowie erstmalig ein vollständiges chronologisches Verzeichnis seiner Arbeiten in Holz.
Wolfgang Thiel studierte 1970–1976 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo er 1987–1991 einen Lehrauftrag innehatte. 2008–2018 unterrichtete er an der Hochschule für Technik Stuttgart. 1990 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Stuttgart. Seit 1977 wurden Thiel zahlreiche Einzelausstellungen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland ausgerichtet.
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Nicola Staeglich
Farbe schwebend / Color floating22€ In den Warenkorb„Je langsamer man sich Staeglichs Werken nähert, umso mehr geben sie preis.“ Stephan Berg
Nicola Staeglich transformiert Farbe und Malspuren in komplexe Bildräume, die Licht freisetzen und Zeit sichtbar machen. Mit einem extrabreiten Pinsel trägt sie leuchtende Ölfarben auf (halb-) transparente Folien und Bildkörper aus Acrylglas. Jede Bewegung ihres Körpers bildet sich auf den Malereien deutlich ab. Sobald die Werke im Ausstellungsraum platziert werden, fangen sie die Umgebung, das Licht und das Auge ein. Durch ihren experimentellen Ansatz zur Malerei entstehen vielfältige Dynamiken: Es ist ein körperloses Schweben der Farbe, ein ständiges Wechselspiel zwischen Farbe und Fläche, zwischen Bildkörper und Raum. Dies eröffnet neue Dimensionen in Raum und Zeit. Das Bild formiert sich in Abhängigkeit zum Einfallswinkel und durch das Lesen der Spuren und Schichten des Farbauftrags im Auge des Betrachters kontinuierlich neu. Staeglichs Arbeiten zeigen Farbe, die zu schweben scheint, und auch in gedruckter Form eine mitreißende Lebendigkeit vermitteln.
Der Katalog begleitet Staeglichs Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Waldkraiburg.
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John M Armleder
CA. CA.19€ In den WarenkorbKommentare auf unsere heutige Wirklichkeit und den Status der Kunst
John M Armleder (geb. 1948 in Genf, lebt und arbeitet in Genf und New York) ist einer der einflussreichsten Konzept-, Performance- und Objektkünstlerinnen und -künstler der Gegenwart. Tiefgründiges und Banales, Zufall und Planung, Hochkultur und Alltag verbinden sich bei Armleder zu einem einzigartigen Erlebnis. Seine Arbeiten – oft humorvolle oder ironisch gebrochene Kommentare zur heutigen Wirklichkeit – schöpfen aus dem formalen Repertoire der Klassischen Moderne sowie aus Video und Design: Das Buch zeigt anhand von ortsspezifischen, groß angelegten Installationen und Wandarbeiten detailliert die umfassende Bandbreite von Armleders Schaffen.
John M Armleder studierte an der École des Beaux-Arts in Genf. Er repräsentierte die Schweiz 1986 auf der 42. Biennale di Venezia und nahm im Jahr darauf an der documenta 8 teil. Sein Werk wurde unter anderem im Museum of Modern Art, New York, im Palais de Tokyo, Paris, und im Belvedere, Wien ausgestellt.
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Jan Muche
Agora42€ In den WarenkorbArbeitsspuren des Lebens
Im Zentrum der Bildproduktion von Jan Muche (geb. 1975 in Herford, lebt und arbeitet in Berlin) stehen Formen, die an Stahlbaukonstrukte, riesige Anlagekomponenten oder Gerüstbauteile erinnern. Seine konstruktivistisch-abstrakten Gemälde und Skulpturen nehmen Bezug auf Stahl als Symbol für Industrialisierung und die Arbeiter, deren optimistisch überhöhte Darstellung bezeichnend für die kommunistischen, stalinistischen, nationalsozialistischen und realsozialistischen Ideologien des 20. Jahrhunderts waren. Muches kratzige Ästhetik kombiniert proletarischen Charme mit dem Geist des Aufstrebenden, die die Betrachterin und den Betrachter auch in dissonante Regionen führt. Das Buch, gefördert von der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst, spiegelt sein Nachdenken über den Stellenwert von Arbeit, über Maloche im Zeitalter der Digitalisierung sowie die Auseinandersetzung mit den alten „Helden der Arbeit“ wider.
Jan Muche ist ausgebildeter Lithograf und studierte bei Karl Horst Hödicke an der Hochschule der Künste Berlin.
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PULS 20
New Entries in the MNAC Collection36€ In den WarenkorbPULS 20 vereint die wertvollsten Fundstücke einer gemeinschaftlichen Schatzsuche. Vertreter*innen der rumänischen Kunstszene und des Nationalmuseums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest haben sich zusammengeschlossen, um aus den unzähligen hochkarätigen Positionen Rumäniens Werke auszuwählen, die von herausragender Qualität sind und die Vielfalt der dortigen Kunstproduktion der letzten 50 Jahre widerspiegeln. 2020, zum 20-jährigen Jubiläum der Gründung des MNAC, hat diese Institution schließlich jene 180 Arbeiten angekauft, die in diesem Katalog abgebildet sind. PULS 20 ist damit in zweifacher Hinsicht ein einmaliges Dokument: Es ist gelungen, Schlüsselwerke der rumänischen Kunst zwischen zwei Buchdeckeln zusammenzubringen, und zugleich handelt es sich bei dieser Publikation um den Ertrag eines erfolgreichen kooperativen kuratorischen Prozesses, eines organischen Diskurses unterschiedlichster Akteur*innen. Damit wurde bewiesen, dass ein demokratischer Dialog in der Kunst nicht nur möglich, sondern auch überaus fruchtbar und daher notwendig ist. Für Neulinge in der zeitgenössischen rumänischen Kunst ebenso wie für Spezialist*innen ist dieser Katalog daher genau die richtige Wahl.
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Rooted
Brasilianische Künstlerinnen28€ In den WarenkorbDas Buch Rooted. Brasilianische Künstlerinnen, begleitet die gleichnamige Ausstellung bei Brainlab/München, die noch bis Ende September 2025 zu sehen ist. Die Werke der 16 Künstlerinnen stammen aus der Sammlung von Sergio Linhares und Stefan Vilsmeier. Die Sammler präsentieren die Auswahl in der Hoffnung damit wichtige und schwierige Themen wie u.a. Diskriminierung, Vertreibung, und Gewalt zu beleuchten, aber zugleich an das uns allen gemeinsame Verwurzeltsein in der Natur zu erinnern. “Kunst muss nicht beruhigen, sie darf irritieren und uns vor Augen führen, dass unser Zusammenleben immer fragil bleiben wird”, sagen die Sammler. Der Band zeigt sowohl Installationsansichten als auch Nahaufnahmen der einzelnen Positionen und enthält neben Kurztexten zu jeder Künstlerin einen Essay der Kuratorin Tereza de Arruda.
Künstlerinnen: Marlene Almeida, Azuhli (Luiza Diogo Veras), Tarsila do Amaral, Beatrice Arraes, Carmezia Emiliano, Sonia Gomes, Iêda Jardim, Lucia Laguna, Laura Lima, Rosilene Luduvico, Rosana Paulino, Solange Pessoa, Paula Siebra, Luzia Simons, Nádia Taquary, Alexsandra Ribeiro, Larissa de Souza
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Peter Zimmermann
abstractnessWeiterlesenGrenzgänge der Originalität
Peter Zimmermann (geb. 1956 in Freiburg, lebt und arbeitet in Köln) zählt zu den bedeutendsten Künstlern konzeptueller Malerei. In seinem Werk experimentiert er konsequent mit bildnerischen Reproduktionstechniken und wird mit den Book Cover Paintings Ende der 1980er Jahre international bekannt. Motive von Buchcovern wie dem Diercke Weltatlas oder den Polyglott Reiseführern bringt Zimmermann mit Öl und Epoxidharzen auf die Leinwand. Das Verhältnis von Original und Abbild ist zentrales Thema seines Schaffens, mit dem er sich in der Ambivalenz von künstlerischer und digitaler Autorschaft bewegt. Die Monografie vereint frühe Werke und eine Auswahl aus aktuellen Produktionen.
Peter Zimmermann studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war von 2002 bis 2007 Professor an der Kunsthochschule für Medien Köln.
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Călin Dan
POLLIO34€ In den WarenkorbDas Werk des rumänischen Künstlers Călin Dan (geb. 1955 in Arad, Rumänien, lebt und arbeitet in Bukarest) ist von Konzeptualismus und Minimal Art beeinflusst. Sein Buch Pollio bietet einen Überblick über seine künstlerische Praxis der vergangenen Dekade, die Installation, Performance, Film, Fotografie und Skulptur miteinander verbindet und sich aus seiner Tätigkeit als Kunsthistoriker, Schriftsteller und Kurator speist. Neben dem titelgebenden Werkblock, der sich mit dem römischen Geschichtsschreiber Gaius Asinius Pollio befasst, wird auch die Ausstellung Alzheimer (2017) dokumentiert. Călin Dan ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe subREAL. Seine Arbeiten wurden auf den Biennalen von Istanbul (1993), Venedig (1993, 1999, 2001), São Paulo (1994) und Sydney (2006) präsentiert. Seit 2014 ist er Direktor des Nationalen Museums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest.
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Julia Steiner
Am Saum des Raumes24€ In den WarenkorbRaumgreifende Welten
Die Arbeiten von Julia Steiner (geb. 1982 in Büren zum Hof, Schweiz; lebt und arbeitet in Basel) sind mit dem Pinsel gezeichnet und monumental im Format. Dennoch strahlen sie etwas Zartes, Flüchtiges aus, wuchern über das Papier hinaus und besetzen den Raum. Im Moment eingefrorene Prozesse – wie Wind, der durch Wolken fegt, die Nacht durchdringendes Licht oder auseinanderberstende Erde – brechen sich auf energische Weise Bahn. Wer ein Motiv erkannt zu haben meint, verliert es sogleich wieder in der Abstraktion der malerischen Zeichnung. Das Werk der Künstlerin bildet einen Kosmos von Bildern, die splittern und zerbersten, explodieren und implodieren. Das vorliegende Buch begleitet Julia Steiners erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.
Julia Steiner studierte von 2002 bis 2007 an der Hochschule der Künste Bern (HKB), absolvierte 2005 ein Auslandssemester an der Universität der Künste Berlin und hatte 2018–19 die Verwaltungsprofessur für die Fachklasse Zeichnen an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) inne. Steiner wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter 2009 mit dem Swiss Art Award und 2017 mit dem Wiener STRABAG Artaward International.
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Im Wald geboren
Jems Koko Bi & HAP Grieshaber24€ In den WarenkorbDie politische Substanz des Holzes
Jems Koko Bi (geb. 1966 in Sinfra, Côte d’Ivoire; lebt und arbeitet in Kaarst, Dakar und Abidjan) ist weltweit bekannt für seine mit der Motorsäge geschaffenen, monumentalen Skulpturen aus Holz. Seine neueste Werkgruppe wird in diesem Buch den großformatigen Holzschnitten von HAP Grieshaber (geb. 1909 in Rot an der Rot; gest. 1981 in Eningen unter Achalm) gegenübergestellt. Obwohl die beiden Künstler sich nie begegnet sind, zeichnet sich ihr Werk durch ähnliche Themen, Werte und Materialität aus. Im Mittelpunkt steht das Schicksal des Waldes und seine politische wie gesellschaftliche Tragweite: Grieshabers Holzschnitte sind Ausdruck des Widerstands gegen den Raubbau an der Natur in den 1970er-Jahren – heute angesichts der Klimakrise und der Fridays-for-Future-Bewegung aktueller denn je. Die Figurengruppen Koko Bis stehen in der Tradition dieser politischen Kunst, wobei seine Arbeiten ein globales, universelles Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen sind.
Jems Koko Bi studierte am Institut National Supérieur des Arts et de l’Action Culturelle (INSAAC) in Abidjan und an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Werke wurden unter anderem im Centre Pompidou in Paris, auf der documenta 13, der Havana Biennial sowie mehrfach auf der Biennale di Venezia und Biennale de Dakar ausgestellt. 2019 gründete er die Waldbiennale Abidjan Green Arts.
HAP Grieshaber studierte Gebrauchsgrafik an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart. Sein Werk gilt als wichtiger Beitrag zur Erneuerung des Mediums Holzschnitt im 20. Jahrhunderts Er war Teilnehmer der documenta I, II und III, Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und wurde mit zahlreichen Preisen und Retrospektiven gewürdigt.
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Clemens Krauss
Antidot | Gegengift40€ In den WarenkorbClemens Krauss pendelt rastlos zwischen den Zeiten, seine Vehikel sind die Malerei, die Videokunst, die Bildhauerei und die Performance. Krauss ist jedoch nicht „nur“ Künstler, sondern auch Psychoanalytiker und Mediziner. Als solcher hat er die Zeitlichkeit als bestimmenden Faktor des Daseins erlebt, was ihn zum Spiel damit herausfordert. Im Schoß der Malerei fühlt er sich am sichersten bei seinen riskanten Touren zurück in seine Jugend und voraus in den Tod. Es ist eine pastose Malerei, die körperlich, materiell und daher zeitgebunden ist: alles vergeht, auch das Bild. Am flüchtigsten sind Begegnungen, wie Krauss sie im Rahmen seiner psychoanalytischen Performances inszeniert; unauslöschlich ist bloß der Eindruck, den sie hinterlassen. Unauslöschlich sein, Vergangenes wieder aufrufen, zugleich „das Ungeschehene geschehen lassen“, wie er sagt, diese Ziele verfolgt er in seiner Kunst. Mit dem vorliegenden Katalog zwischen zwei Buchdeckeln konserviert und tausendfach vervielfältigt, gelangen seine Werke zur selben und für unbestimmte Zeit in unzählige Hände, um von dort aus mühelos die Schranken zu unserem Inneren zu überwinden. So kommen wir alle der Transzendenz einen Schritt näher.
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Die Kraft des Staunens
Der Neue Materialismus in der Gegenwartskunst34€ In den WarenkorbLange Zeit wurde Materie nur als passives, lebloses Objekt betrachtet. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat in der bildenden Kunst und in der Wissenschaft jedoch eine Neubewertung eingesetzt, die Materie als aktiv, widerspenstig und eigenständig versteht. Der Ethnologe Hans Peter Hahn spricht vom „Eigensinn der Dinge“, die belgische Philosophin Isabelle Stengers sogar von der „power of wonder“ – der Kraft des Staunens und der Überraschung angesichts einer materiellen Welt, die sich nicht immer in Worte fassen lässt.
Diese Publikation zeigt erstmals anhand von sechs ausgewählten künstlerischen Positionen die Bedeutung des Neuen Materialismus für die Kunst der Gegenwart auf. Die Künstler:innen nutzen Jahrmillionen alte Materie wie Gesteine aus einem Tagebau genauso wie klassische, anorganische Werkstoffe wie Keramik oder neueste Materialien wie digitale Produkte, die in hochtechnologischen Verfahren in bisher unbekannte hybride Gegenstände transformiert werden. Damit verleihen sie der Kunst in den aktuellen Diskussionen um die Stellung des Menschen gegenüber seiner Umwelt, um Nachhaltigkeit, Teilhabe und Gerechtigkeit eine kraftvolle Stimme.
Mit Arbeiten von Ilana Halperin, Agata Ingarden, David Jablonowski, Markus Karstieß, Robert Smithson und SUPERFLEX.
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Andreas Wegner
Wir fahren mit der Schneckenpost, weil die uns keinen Pfennig kost50€ In den WarenkorbDie Kunst von Andreas Wegner hinterfragt den kapitalistischen Stadtraum. Wegners Interventionen erproben alternative Modelle für urbane Interaktion, für Handel, Bebauung, Verkehr oder die Nutzung öffentlichen Raums. Inspiriert von Joseph Beuys’ Sozialer Plastik und Charles Fouriers’ Sozialutopien, gründete Wegner u.a. ein genossenschaftliches Kaufhaus in Berlin, einen Lebensmittelladen in Wien, und betrieb Immobiliengeschäfte als kreativen Widerstand. Diese Monografie illustriert die wichtigsten Projekte des Künstlers mit Abbildungen, Essays namhafter Autoren, Interviews, und eigenen Texten. Neben kollektiven Initiativen, Installationen, Fotografie, Film, und Skulptur ist Malerei bis heute eine Konstante in Wegners Werk.
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Under the Milky Way
Abstraktion, Autonomie und post-vandalistische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart38€ In den WarenkorbDas Draußen ist Schule geworden, die städtische Unterwelt Atelier, und entgrenzte Antiautorität ersetzt den Einfluss der Akademie und des Markts. Hier sind Kunstbewegungen und Hidden Masters entstanden, die inzwischen auch institutionell in Erscheinung treten. Manche haben einen Graffiti-Hintergrund, andere Malerei studiert, einige waren zuvor Stadteinbrecher, die an Orten malten, wo sie vor Behörden fliehen mussten. Die daraus erwachsene Kunst lässt sich am besten mit drei Begriffen beschreiben: Abstraktion, Autonomie und – je nach Sichtweise – Post-Vandalismus.
Die gerade zu Ende gegangene Ausstellung Under the Milky Way im Kunstverein Hannover präsentierte spannende Positionen dieser Szenen aus ganz Europa. Sie war keine Graffiti-Schau, sondern präsentierte einen künstlerischen Transfer, der abstrakte Malerei und andere Praktiken in den musealen Raum überführt. Darin finden sich raue Ideen, Ironie, autonome Kunst sowie konzeptuelle und anarchische Ansätze. Teilweise ungebeten entsteht eine Kunst der Kunst, manchmal geprägt von politischen Haltungen, manchmal von der Freiheit, genau das zu tun, was getan werden will.
Das Buch zur Ausstellung im Kunstverein Hannover versammelt maßgebliche Akteur:innen dieser Entwicklung in einer Konstellation, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Sie stammen aus heterogenen urbanen und künstlerischen Szenen, finden sich jedoch immer wieder unter der Milchstraße: mit einem progressiven Jucken in den Fingern, das nach einer Aktionsfreiheit ruft, die bei Tageslicht kaum möglich scheint.
Mit Amos Angeles, Alexandre Bavard, Cäcilia Brown, Stephen Burke, Bus 126, Brad Downey und Akim, Florentina Holzinger, Antwan Horfee, Hams Klemens, Klub7, Daniel Laufer, Mischa Leinkauf, Martina Morger, Moses und Taps, Martina Morger, Christoph und Sebastian Mügge, Patrick Niemann, Rocco und seine Brüder, Veli Silver, Mathias Weinfurter, Angst Yok.




















