





Clemens Krauss
Antidot | Gegengift
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| Herausgeber | Tereza de Arruda, Jörg-Uwe Neumann |
| Autor(en) | Tereza de Arruda, Clemens Krauss, Anna Meinecke, Antje Schunke, Marc Wellmann |
| Gestaltung | Studio Hülsenberg Berlin mit Niklas Sagebiel |
| Maße | 22 x 30 cm |
| Umschlag | Hardcover |
| Seitenzahl | 216 |
| Abbildungen | 185 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-205-1 |
Clemens Krauss pendelt rastlos zwischen den Zeiten, seine Vehikel sind die Malerei, die Videokunst, die Bildhauerei und die Performance. Krauss ist jedoch nicht „nur“ Künstler, sondern auch Psychoanalytiker und Mediziner. Als solcher hat er die Zeitlichkeit als bestimmenden Faktor des Daseins erlebt, was ihn zum Spiel damit herausfordert. Im Schoß der Malerei fühlt er sich am sichersten bei seinen riskanten Touren zurück in seine Jugend und voraus in den Tod. Es ist eine pastose Malerei, die körperlich, materiell und daher zeitgebunden ist: alles vergeht, auch das Bild. Am flüchtigsten sind Begegnungen, wie Krauss sie im Rahmen seiner psychoanalytischen Performances inszeniert; unauslöschlich ist bloß der Eindruck, den sie hinterlassen. Unauslöschlich sein, Vergangenes wieder aufrufen, zugleich „das Ungeschehene geschehen lassen“, wie er sagt, diese Ziele verfolgt er in seiner Kunst. Mit dem vorliegenden Katalog zwischen zwei Buchdeckeln konserviert und tausendfach vervielfältigt, gelangen seine Werke zur selben und für unbestimmte Zeit in unzählige Hände, um von dort aus mühelos die Schranken zu unserem Inneren zu überwinden. So kommen wir alle der Transzendenz einen Schritt näher.
Weitere Bücher
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Andreas Eriksson
WeiterlesenAlles hängt zusammen, von außen nach innen. Schau was dahinterliegt.
Andreas Eriksson (geb. 1975 in Björsäter, lebt und arbeitet in Medelplana, Schweden) ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Schwedens. Seine Kunst gründet auf einer traditionellen Bildsprache der Malerei, die sich kontinuierlich auf andere Felder ausgeweitet hat. So hat Eriksson zahlreiche Textilarbeiten produziert und sich mit verschiedenen Epochen und konzeptuellen Verfahren in der Skulptur und Drucktechnik auseinandergesetzt. Seine erste Monografie unternimmt den Versuch, Erikssons Entwicklung und Gedanken im Kontext des großen Spektrums seiner Arbeiten zu illustrieren. Dieses Buch ist ein konzentrierter Blick hinter die Leinwand.
Andreas Eriksson studierte von 1993 bis 1998 an der Königlichen Hochschule der Bildenden Künste in Stockholm und repräsentierte Schweden im Nordischen Pavillon auf der 54. Biennale di Venezia. Seine bisher größte Einzelausstellung fand 2014 in der Bonniers Konsthall, Stockholm statt.
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Drucksache Bauhaus
38€ In den WarenkorbDie Anfänge der Weimarer Druckwerkstatt
Am Staatlichen Bauhaus in Weimar nahm die Druckerei im Frühjahr 1919 als erste Werkstatt ihren Betrieb auf. Druckgrafik entsprach dem Grundgedanken des Bauhauses, indem sie die Einheit von Kunst und Handwerk in idealer Weise verwirklichte. Mit dem wegweisenden Projekt Bauhaus-Drucke. Neue Europaeische Graphik wurden vier Mappen geschaffen, an denen 45 Vertreter und Vertreterinnen der künstlerischen Avantgarde Europas beteiligt waren. Im Ankündigungsprospekt von 1921 hieß es: „All die Vielen, die noch nichts von Bauhausarbeit wissen und nicht wissen können, sollen durch dieses Werk auf uns hingewiesen werden.“ Das Buch präsentiert die zwischen 1921 und 1924 publizierten Mappen gemeinsam mit weiteren am Bauhaus gedruckten Arbeiten von Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer. Der Stuttgarter Prolog beleuchtet darüber hinaus den Einfluss Adolf Hölzels, dessen Schüler und spätere Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer und Johannes Itten viele seiner Ideen ans Bauhaus brachten.
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Cahier 002
Silke Wagner. bürgersteig22€ In den WarenkorbZwischen 2001 und 2002 war in verschiedenen deutschen Städten ein VW-Bus mit der Aufschrift “Lufthansa Deportation Class” zu sehen. Es handelte sich um die provokante Aktion bürgersteig von Silke Wagner (geb. 1968, lebt in Frankfurt) über die Bereitstellung von Lufthansa-Flugzeugen für Deportationszwecke. Der Bus löste heftige Diskussionen aus und wurde zum Vehikel von Aktivist:innenvernetzung und Kommunikation zwischen Bürger:innen. Das partizipative Kunstprojekt war seinerzeit wegweisend in seiner Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Initiativen. Im Cahier 002 wird bürgersteig erstmals vollständig dokumentiert, in dem die Publikation die Quellen für die Aktion sowie Material zu den juristischen Konflikten offenlegt, die dem Projekt folgten.
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Sam Falls
After LifeWeiterlesenSam Falls (geb. 1984 in San Diego, lebt und arbeitet in New York) gibt die Autorschaft für seine Arbeiten an die Phänomene der Natur ab. Indem er Trägermaterialien wie Leinwand, Aluminium oder Kacheln mit wasserreaktiven Trockenpigmenten und Pflanzenteilen versieht und über einen längeren Zeitraum den Einwirkungen von Sonne, Regen und Wind an einem bestimmten Ort überlässt, bezieht er bewusst den Zufallsmoment in sein Werk mit ein. Der spielerische und doch konzeptionell strenge Prozess ist eine Metapher für die Vergänglichkeit alles Körperlichen. Falls’ symbiotische Arbeit mit der Natur und ihren Elementen macht Referenzen an die Technik des Fotogramms und an die Land Art deutlich. Damit verbindet er so verschiedene Medien wie Fotografie, Skulptur und Malerei und schließt die Kluft zwischen Künstler, Objekt und Betrachter.
Sam Falls studierte am Reed College in Portland, Maine, und am International Center of Photography Bard in New York. Er hatte unter anderem Einzelausstellungen im Hammer Museum, Los Angeles, im Mori Museum, Tokio, und im Frankfurter Kunstverein.
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Horst Schwitzki (1932–2016)
Eine Werkmonografie38€ In den Warenkorb„Ich habe meinen Platz in der konkreten Malerei!“Das Talent von Horst Schwitzki (geb. 1932 in Marburg/Lahn, gest. 2016 in Frankfurt/Main) wurde früh von namhaften Malern wie Arnold Bode und Fritz Winter erkannt. Mit der konkreten Kunst kam Schwitzki über sein Studium an der Werkakademie Kassel, der späteren Kunsthochschule, in Berührung. Das damit einhergehende Netzwerk erwies sich als hilfreich und eröffnete ihm Ausstellungen in so renommierten Galerien wie denen von Rolf Ricke und Rudolf Zwirner. In den 1970er Jahren sah er sich jedoch gezwungen, seinen Lebensunterhalt erst als Grafiker in einer Werbeagentur und dann als Bauzeichner zu verdienen – für die Malerei blieb wenig Zeit. Dennoch malte er bis 2010 kontinuierlich Bilder. Sein beinahe sechs Jahrzehnte umspannendes Werk, in dem Schwitzki immer wieder zu neuen Bildschöpfungen im Formenrepertoire des Konkreten gefunden hat, wird in diesem Buch erstmals umfassend dokumentiert. Die Biografie gewährt mit Statements von Zeitzeugen und Wegbegleitern zugleich profunde Einblicke in die Höhen und Tiefen eines Künstlerlebens, das für die in den 1930er Jahren geborene Künstlergeneration eine gewisse Allgemeingültigkeit beanspruchen kann.
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Under the Milky Way
Abstraktion, Autonomie und post-vandalistische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart38€ In den WarenkorbDas Draußen ist Schule geworden, die städtische Unterwelt Atelier, und entgrenzte Antiautorität ersetzt den Einfluss der Akademie und des Markts. Hier sind Kunstbewegungen und Hidden Masters entstanden, die inzwischen auch institutionell in Erscheinung treten. Manche haben einen Graffiti-Hintergrund, andere Malerei studiert, einige waren zuvor Stadteinbrecher, die an Orten malten, wo sie vor Behörden fliehen mussten. Die daraus erwachsene Kunst lässt sich am besten mit drei Begriffen beschreiben: Abstraktion, Autonomie und – je nach Sichtweise – Post-Vandalismus.
Die gerade zu Ende gegangene Ausstellung Under the Milky Way im Kunstverein Hannover präsentierte spannende Positionen dieser Szenen aus ganz Europa. Sie war keine Graffiti-Schau, sondern präsentierte einen künstlerischen Transfer, der abstrakte Malerei und andere Praktiken in den musealen Raum überführt. Darin finden sich raue Ideen, Ironie, autonome Kunst sowie konzeptuelle und anarchische Ansätze. Teilweise ungebeten entsteht eine Kunst der Kunst, manchmal geprägt von politischen Haltungen, manchmal von der Freiheit, genau das zu tun, was getan werden will.
Das Buch zur Ausstellung im Kunstverein Hannover versammelt maßgebliche Akteur:innen dieser Entwicklung in einer Konstellation, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Sie stammen aus heterogenen urbanen und künstlerischen Szenen, finden sich jedoch immer wieder unter der Milchstraße: mit einem progressiven Jucken in den Fingern, das nach einer Aktionsfreiheit ruft, die bei Tageslicht kaum möglich scheint.
Mit Amos Angeles, Alexandre Bavard, Cäcilia Brown, Stephen Burke, Bus 126, Brad Downey und Akim, Florentina Holzinger, Antwan Horfee, Hams Klemens, Klub7, Daniel Laufer, Mischa Leinkauf, Martina Morger, Moses und Taps, Martina Morger, Christoph und Sebastian Mügge, Patrick Niemann, Rocco und seine Brüder, Veli Silver, Mathias Weinfurter, Angst Yok.
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Ruth Wolf-Rehfeldt – Wie eine Spinne im Netz
38€ In den WarenkorbRuth Wolf-Rehfeldt (geb. 1932 in Wurzen; lebt in Berlin) ist eine der wenigen Künstlerinnen, die sich in der DDR der Schreibmaschinengrafik widmeten. Auf ihrer „Erika“-Schreibmaschine ließ sie aus Buchstaben, Zahlen, Kommas und Pluszeichen fantasievolle Bilder entstehen. Unter ihren Händen verwandelten sich die schwarzen und roten Lettern in poetische Sprachbilder, sanft dahingleitende Wellen, serielle Muster und in architektonische oder figurative Gebilde. Diese Typewritings suchen die Nähe zur Konkreten Poesie und weisen deutliche Parallelen zur Konzeptkunst und Minimal Art auf. In den 1980er-Jahren wurden sie zudem zu Collagen erweitert, die an die dadaistischen Bildmontagen Hannah Höchs erinnern. Mit ihren Grafiken partizipierte Wolf-Rehfeldt auch aktiv am Mail Art-Programm der DDR. Sie verschickte die Typewritings an Künstler:innen außerhalb der unüberwindbaren, nationalen Grenzen und baute so ein umfangreiches Kommunikationsnetz auf, das sich um den gesamten Globus spannte.
Die reich bebilderte Monografie unterstreicht die Vielfalt und darüber hinaus die Aktualität von Wolf-Rehfeldts Arbeiten, die unter dem Eindruck des Kalten Krieges entstanden und den fragilen Zustand des Friedens thematisieren, aber auch die schon damals spürbare Umweltzerstörung in den Blick nehmen.
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Simone Haack
HAIR30€ In den WarenkorbSimone Haack (geb. 1978 in Rotenburg/Wümme, lebt und arbeitet in Berlin) macht in ihrer Malerei von jeher das Innere an der äußeren Erscheinung ihrer Figuren lesbar. So auch in ihrem Werkblock der gleichnamigen Ausstellung Hair. Bereits im ausgehenden 17. Jahrhundert wurden Magie und Aberglauben dem Haar zugeschrieben. In ihm vermutete man die ganze Kraft der Seele. Die in der Malerei-Klasse von Katharina Grosse und Karin Kneffel ausgebildete Künstlerin legt durch ihre mitunter makroskopisch ins Bild gerückten Haarlandschaften im Geiste eines Neuen Magischen Realismus symbolhaft die Fragilität der DNA menschlichen Wesens offen. Dabei erzählt ihre begleitende Ausstellungspublikation immer auch vom Spannungsdreieck physischer wie psychischer Existenz, die bei ihr die malerische Psychoanalyse durchläuft.
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GOTT&GILZ
Supernatural Beings54€ In den WarenkorbGOTT&GILZ hüllen provokante Nacktheit in das Gewand kunsthistorischer Klassiker
Der weibliche Akt ist eine Konstante der Kunstgeschichte, an der wir den Wandel von Darstellungsformen und das Schlingern der Moral ablesen können. Manche Akte landen zunächst in der Schmuddelecke, einige Jahre später sind sie dann schön und schicklich und werden in heiligen Hallen gezeigt (andersrum ist auch möglich). GOTT&GILZ reihen sich mit ihren Foto-Malereien in diese lange Tradition der Darstellung nackter Frauen durch Männer ein – Stichwort „male gaze“ – und machen das mit ihren Verweisen auf Klimt, Schiele, Pollock u. a. auch noch explizit. Das führt bei manchen zu reflexhafter Empörung. Die Anmaßung besteht bei GOTT&GILZ jedoch anders als bei den besagten kunsthistorischen Referenzen nicht im Bruch mit tradierten Darstellungsformen, sondern eben im Zitieren derselben: die Vergangenheit als Affront. Die Frauen auf den Bildern, aber auch die Künstler selbst stellen ihr Begehren souverän zur Schau und stoßen uns so scham- und schonungslos auf die Verfasstheit unserer in der Geschichte ankernden Gesellschaft und Psyche.
Freiheit ist das Schlüsselwort im Œuvre von GOTT&GILZ: die Freiheit, authentisch zu sein und sich ohne Scham auszudrücken. Ihr subtil provokatives Spiel mit ästhetischen Konventionen und Tabus bereichert nicht nur die Kunstszene, sondern entfacht auch wichtige Diskussionen über Geschlechterrollen, Körperbilder und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
Zur limitierten Künstleredition
Indem sie sich nackt machen, führen sie uns vor, wie wir sind, anstatt uns zu zeigen, wie wir (angeblich) sein sollten. Was für eine Provokation!
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Fiona Rae
Row Paintings24€ In den WarenkorbElemente der Energie und Komplexität
Fiona Rae (geb. 1963 in Hongkong, lebt und arbeitet in London) wurde mit ihrer abstrakten Malerei einem breiten Publikum mit der Teilnahme an der legendären Ausstellung Freeze 1988 in den Londoner Docklands bekannt. Sie war damit eine der frühen Vertreterinnen der Young British Artists, die nicht nur die britische Kunstwelt verändern sollten. Ausgehend von einer konzeptuellen Auseinandersetzung mit den Fragestellungen und Möglichkeiten der abstrakten Malerei sind Raes unverkennbare Arbeiten bis heute herausragend und wegweisend. 2011 wurde sie als eine der ersten Frauen als Professorin für Malerei an die Royal Academy berufen. Der Katalog zeigt erstmals die wichtigsten Bilder aus dieser Zeit, die Row Paintings. Sie markieren den Beginn des international beachteten Werks der Künstlerin. Terry R. Myers würdigt in seinem Essay die Bedeutung der Row Paintings in historischem Zusammenhang sowie im aktuellen Diskurs der Malerei.
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Räume hautnah (DEUTSCH)
Draiflessen Collection32€ In den WarenkorbWir leben in Räumen, die wir nach unseren Vorstellungen formen. Unser Alltag hinterlässt dabei Spuren, die von unseren Gewohnheiten erzählen. Räume versprechen Schutz und Verortung, können aber auch das Gefühl der Enge hervorrufen. Wir verwachsen mit Räumen – sie wiederum werden zum Abdruck unserer Persönlichkeit. Umgekehrt gestalten Räume je nach Bauweise und Standort unser Dasein. RÄUME HAUTNAH versammelt künstlerische Positionen, die die Sphären von Mensch und Raum nicht unabhängig voneinander betrachten, sondern in komplexen Verflechtungsprozessen begreifen: als leibliche Erfahrung, emotionale Abhängigkeit oder instinktives Bedürfnis nach Schutz. Olesja Nein, die Kuratorin dieses Projekts, führt mit ihrem Katalogbeitrag in die Ausstellung ein und erläutert als Rundgang in Textform jede dieser künstlerischen Positionen näher, beschreibt den jeweiligen Wirkungsraum und gibt hilfreiche Informationen an die Hand. Philipp Zitzlsperger wiederum greift den in der Ausstellung wichtigen Aspekt des Abdrucks als auratisches künstlerisches Verfahren auf und erläutert dessen Herkunft und Bedeutung im Rückgriff auf die Vormoderne.
Künstler*innen: Absalon, Shannon Bool, Heidi Bucher, Eileen Gray, Do Ho Suh, Mary Mattingly, Tracey Snelling, Francesca Woodman
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X x X
Semjon Contemporary50€ In den WarenkorbDie Galerie Semjon Contemporary – gegründet 2011 von Semjon H. N. Semjon – hat ein eigenes, unverkennbares Profil entwickelt, das sie zum Unikat in der Kunstwelt macht. Vertreten werden internationale Positionen der zeitgenössischen Kunst, die trotz ihrer Divergenzen den gemeinsamen Nenner einer hohen Materialintelligenz haben. Das Ergebnis ist eine eigene künstlerische Sprache, die keine Modifikation des Bekannten zulässt. Trotz aller Unterschiede in Material, Technik und Ausdruck treten die Werke der Künstler:innen miteinander in Dialog, was auch in parallelen Salon-Hängungen und in Sonderausstellungen mit vielen Gastkünstler:innen gezeigt wurde.
Im Buch werden Colin Ardley, Edward L. Buchanan, Takayuki Daikoku, Dittmar Danner aka Krüger, Ute Essig, Experimental Setup (Kollektiv von Kata Hinterlechner und Bosko Gastager), Katja Flint, Andreas Fux, Dave Grossmann, Renate Hampke, Marc von der Hocht, Nataly Hocke, Michael Kutschbach, Henrik U. Müller, Cornelia Nagel, Susanne Knaack, Katja Kollowa, Susanne Pomrehn, Thomas Prochnow, Dirk Rathke, Ursula Sax, Gerda Schütte, Gil Shachar, Li Silberberg, Karina Spechter, Klaus Steinmann, Stefan Thiel, Hitomi Uchikura, Royden Watson und Bettina Weiß in eigenen Kapiteln vorgestellt. Hinzu kommen Statements von Sammler:innen wie Thomas Lenhart, Cornelie Kunkat, Gabriele Quandt, Roland Schnell, Nobert Fuhr und Klaus Werner, Roswitha und Jürgen König sowie Helmut Ließ. Kommentare von Kunstkritiker:innen/-wissenschaftler:innen und ein Interview, das Jan Maruhn mit Semjon führte, geben weitere Einblicke in die Arbeit der Galerie.
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Zwischen Freiheit und Moderne
Die Bildhauerin Renée Sintenis29€ WeiterlesenEine erfolgreiche Bildhauerin und das Sinnbild der „Neuen Frau“
Renée Sintenis (geb. 1888 in Glatz, gest. 1965 in Berlin) gehört zur ersten Generation professioneller Bildhauerinnen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Geschickt nutzte sie die Geschäftsbeziehungen mit ihrem Galeristen Alfred Flechtheim, der sie mit Sammlern in Paris, London und New York bekannt machte. Besonders ihre bewegte Kleintierplastik vermarktete sich überaus lukrativ. Durch ihren Berliner Bären – in kleiner Fassung seit 1960 auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin überreicht – erfuhr sie in den 1950er Jahren erneute Popularität. Der Katalog schildert das vielfältige Œuvre der Bildhauerin und gibt Einblick in das Selbstverständnis einer der erfolgreichsten Künstlerinnen der Weimarer Republik, die durch ihre schillernde Erscheinung zum Sinnbild der „Neuen Frau“ wurde.
Renée Sintenis studierte an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums. Sie nahm an den Ausstellungen der Freien Secession teil und hatte von 1948 bis 1955 eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin inne.
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Marion Anna Simon
Gemaltes Kaddisch14€ In den WarenkorbEine Künstlerin malt das Kaddisch
In 333 Selbstporträts wagt Marion Anna Simon (geb. 1972 in Bitburg, lebt und arbeitet in Köln) eine ungewöhnliche Niederschrift des jüdischen Gebetes im Zeichen der Trauer. Am 7. Januar 2017, einen Tag nach dem Tod ihrer Mutter, beginnt Marion Anna Simon mit der Arbeit an ihrem gemalten Kaddisch. Was zunächst als ganz persönliche Trauerarbeit einsetzt, entwickelt sich schnell zu einem künstlerischen Konzept: 333 gemalte und gezeichnete Selbstporträts entstehen innerhalb von elf Monaten – in täglicher Aufzeichnung, mit Acryl und Aquarell, Bleistift und Kugelschreiber, Ölkreide und Pastell, auf Papier und Leinwand, Tapete und Karton, in linierte Schulhefte und billige Notizblocks. Marion Anna Simons Zyklus erforscht das eigene Gesicht als Ort der Trauer und Selbstvergewisserung, er dokumentiert jenseits des jüdischen Bilderverbotes und der patriarchalischen Zuschreibungen an die Söhne ein künstlerisches Ritual in der Tradition des Heiligungsgebetes zum Totengedenken.
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nolde/kritik/documenta (Englisch)
42€ In den WarenkorbEmil Nolde (1867–1956) zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Seine heutige Wahrnehmung ist durch historische Mythenbildung und deren Dekonstruktion geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lancierten er selbst und die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung das Bild des verfemten Malers. Doch in jüngerer Zeit sind Noldes antisemitische Haltung und sein Opportunismus gegenüber dem NS-Regime erneut ins Bewusstsein gerückt.
Der Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) hat sich mit Unterstützung der Nolde Stiftung Seebüll, auf die Spuren dieser ambivalenten Künstlerpersönlichkeit begeben und sich kritisch mit Werk und Wirkung Emil Noldes auseinandergesetzt. Erste Ergebnisse waren im Winter 2020/2021 in der Draiflessen Collection in Mettingen zu sehen.
Auf Einladung des documenta archivs in Kassel setzte Kuball diese Spurensuche fort. Das forschungsbasierte Ausstellungsprojekt „nolde / kritik / documenta“ beleuchtet die Verschränkung von Werk und Biografie und fragt nach den Widersprüchlichkeiten der Moderne, die in der Künstlerfigur Emil Nolde exemplarisch hervortreten. Im Mittelpunkt steht hierbei die Inszenierung der Werke Noldes im Rahmen der ersten drei Ausgaben der documenta (1955, 1959, 1964), die den „Mythos Nolde“ entscheidend prägten.
Der Katalog „nolde/kritik/documenta“ erscheint begleitend zur Ausstellung im Kasseler Fridericianum (9.12.2022-19.02.2023) in erweiterter Neuauflage.
Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln und assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe.
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Ernst Gamperl
Zwiesprache Dialogue34€ WeiterlesenEinzigartige Holzskulpturen als Ergebnis eines zehn Jahre langen Prozesses
Den Künstler Ernst Gamperl (geb. 1965 in München, lebt und arbeitet in Tremosine) faszinieren der Dialog mit dem lebendigen Material und die Qualität des Unvorhersehbaren. Er gestaltet Holzobjekte, bei denen er den natürlichen Trocknungsprozess, Risse und Unregelmäßigkeiten in die Formgebung einbezieht. Diese revolutionäre Technik des Drechselns hat zu völlig neuen Maßstäben geführt, technisch oft an der Grenze des Machbaren. In einem zehn Jahre währenden Prozess verwandelte Gamperl eine rund 230 Jahre alte entwurzelte Eiche in ein Ensemble aus Gefäßen und Skulpturen. Das Künstlerbuch transportiert die Faszination des Materials und des Handwerks, führt nah heran an die Objekte und dokumentiert den herausfordernden Werksprozess.
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Justine Otto
New Traditionalists38€ In den WarenkorbJustine Otto (geb. 1974 in Zabrze, Polen, lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin) gehört zu den vielversprechendsten Künstlerinnen der gegenwärtigen Malerei. Sie liebt das Absurde und lässt in ihren Bildern einen metaphysisch-psychedelischen, oftmals grell leuchtenden Kosmos entstehen, in dem Gegenständlichkeit und Abstraktion aufeinanderprallen. Waren die Sujets in ihrem Frühwerk vorwiegend Mädchen, Frauen und Tiere, so zeigen ihre Bilder mittlerweile Helden – und damit männliche Mythen. Nach Generälen, Offizieren und Feldherren sind es jetzt Cowboys, manchmal hoch zu Ross mit Lasso, manchmal mit Musikinstrument unter einem Baum.
Justine Otto studierte freie Malerei an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main bei Peter Angermann und Michael Krebber und schloss 2003 als Meisterschülerin ab. Nebenher arbeitete sie als Bühnenbildnerin bei den Städtischen Bühnen Frankfurt. Ihre Gemälde befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Hessischen Landesmuseum, Darmstadt, des Museum Franz Gertsch im schweizerischen Burgdorf und in der Phillips Art Collection, Washington, D.C.
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Beate Höing
It’s all about Love28€ In den WarenkorbErinnerung – Was bleibt?
Die Malerin und Keramik-Bildhauerin Beate Höing (geb. 1966, lebt und arbeitet in Coesfeld und Münster) schafft Kunstwerke, die ästhetisch stark von der Ornamentik und handwerklichen Technik der Volkskunst beeinflusst sind. Inspirationen für ihre Motive bieten Souvenirkultur, aber auch Märchen und Mythen. Als Ergebnis entstehen fantasiereiche Bildwelten mit einem prägnanten Stil und einer ganz eigenen Ästhetik. Poetische Bilder und Skulpturen spielen gekonnt mit Kitsch und Formen traditionellen Handwerks. Tatsächlich Vorhandenes, Assoziiertes und Erinnertes fügt sich in einem ambivalenten Spiel aus Realität und Fiktion zusammen, in welchem Traum und Albtraum, Entspannung und Erschrecken dicht beieinander liegen.
Die großzügig bebilderte Monografie bietet einen umfassenden Überblick über die Arbeiten der Künstlerin von 2011 bis 2021.
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Peter Zimmermann
abstractnessWeiterlesenGrenzgänge der Originalität
Peter Zimmermann (geb. 1956 in Freiburg, lebt und arbeitet in Köln) zählt zu den bedeutendsten Künstlern konzeptueller Malerei. In seinem Werk experimentiert er konsequent mit bildnerischen Reproduktionstechniken und wird mit den Book Cover Paintings Ende der 1980er Jahre international bekannt. Motive von Buchcovern wie dem Diercke Weltatlas oder den Polyglott Reiseführern bringt Zimmermann mit Öl und Epoxidharzen auf die Leinwand. Das Verhältnis von Original und Abbild ist zentrales Thema seines Schaffens, mit dem er sich in der Ambivalenz von künstlerischer und digitaler Autorschaft bewegt. Die Monografie vereint frühe Werke und eine Auswahl aus aktuellen Produktionen.
Peter Zimmermann studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war von 2002 bis 2007 Professor an der Kunsthochschule für Medien Köln.
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Dissonance
Platform GermanyWeiterlesenDie Veränderung des Sehens – neue Malerei aus Deutschland
Deutschland ist seit der Wiedervereinigung zu einem bedeutenden Forum der internationalen Malerei geworden. Die Generation der in den 1970er und 1980er Jahren geborenen Künstler:innen folgt keinen kollektiven Strömungen und entzieht sich klar bestimmbaren Einflüssen. Gleichwohl erfasst ihre Kunst die kulturellen und soziologischen Verschiebungen und Divergenzen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs mit seismographischer Präzision.
Die Herausgeber von Dissonance – Platform Germany präsentieren 81 der wichtigsten in Deutschland lebenden Maler:innen der letzten beiden Dekaden. Sie wagen ein Urteil, decken Unerwartetes auf und suchen den Mehrwert in ästhetisch mitreißenden Leistungen programmatischer Pluralität. Ein wichtiges Überblickswerk zu einem der spannendsten Kapitel der jüngsten deutschen Kunstgeschichte.
Einige der gezeigten Künstler:innen haben DCV eine Edition mit wenigen Unikaten zur Verfügung gestellt, die Auswahl finden Sie hier.




















