





Cornelia Baltes
Dingbats
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|---|---|
| Autor(en) | Larissa Kikol, Alexander Klar, George Vasey |
| Gestaltung | Jan Motyka |
| Maße | 22 x 30 cm |
| Umschlag | Hardcover mit Stanzung |
| Seitenzahl | 240 |
| Abbildungen | 237 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-182-5 |
Die Malereien und Installationen von Cornelia Baltes (geb. 1978 in Mönchengladbach, lebt und arbeitet in Berlin) bewegen sich an der Grenze von Abstraktion und Figuration. Ihre Bilder basieren auf Beobachtungen des Alltäglichen wie Kleidung, Körperteilen oder Gesichtsausdrücken und sind auf einfache Linien und Formen reduziert. In kräftigen Farben und gestische Flächen deuten sie eine Erzählung im Bildraum an. Baltes arbeitet mit ruhig modulierten Farbverläufen, auf die sie dicke, selbstbewusste Zeichen setzt. Dabei hinterfragt sie oftmals die Funktion eines Gemäldes, indem sie über das Rechteck der Leinwand hinaus auf die Wand malt oder es als eigenständiges Objekt frei im Raum aufhängt oder auf den Boden legt. Die Arbeiten sind eine Mischung aus Pop- und Minimal-Art, die mit ihrer Intensität und Dynamik und manchmal mit einem humorvollen Augenzwinkern jede und jeden in ihren Bann ziehen.
Die vorliegende Publikation ist die erste umfassende Monografie zum Werk der Künstlerin.
Cornelia Baltes studierte 2000–2003 an der Bergischen Universität Wuppertal und 2003–2006 an der Folkwang Universität der Künste in Essen, 2009–2011 setzte sie ihre Ausbildung an der Slade School of Fine Art in London fort.
Weitere Bücher
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Francis Alÿs
The Nature of the Game
Sonderausgabe60€ In den WarenkorbSONDERAUSGABE im Leinenschuber
Das Werk des belgischen Künstlers Francis Alÿs (geb. 1959 in Antwerpen) ist ebenso vielschichtig wie poetisch subversiv. Angesiedelt zwischen performativer Konzeptkunst und sozialer Intervention erforschen seine Filme und Zeichnungen die politischen und gesellschaftlichen Realitäten des urbanen Raums. Eines seiner beeindruckendsten Langzeitprojekte ist Children’s Games, Aufnahmen spielender Kinder in aller Welt, von Paris über Mexiko-Stadt bis zum jesidischen Flüchtlingslager Scharya im Irak. Sein reich illustriertes Ideen- und Skizzenbuch zeigt Vorarbeiten zu dieser Werkserie. Es ist ein Blick in den Maschinenraum seiner künstlerischen Praxis, der zentrale Elemente seiner filmischen Poetik sichtbar macht. Ein Essay des Ethnografen und Filmemachers David MacDougall würdigt Alÿs’ Beobachtungen des kindlichen Spiels im Kontext der der Kindheitsforschung und der Geschichte des ethnografischen Dokumentarfilms.
Francis Alÿs (geb. 1959 in Antwerpen) gilt als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Sein vielfach ausgezeichnetes und mit weltweiten Einzelausstellungen gewürdigtes Werk besteht aus Filmen, Fotoarbeiten, Performances, Zeichnungen und Gemälden, die sich häufig mit den sozialen und politischen Realitäten des Stadtraums befassen. Der studierte Architekt lebt und arbeitet seit 1986 in Mexiko-Stadt, wohin er als Wiederaufbauhelfer nach dem großen Erdbeben von 1985 gekommen war.
Francis Alÿs – The Nature of the Game ist die offizielle Publikation des Belgischen Pavillons auf der 59. Biennale di Venezia, kuratiert von Hilde Teerlinck.
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Winston Roeth
Speed of Light32€ In den WarenkorbFarbe ist Licht
Intensive monochrome Farbflächen, strahlende Pigmente und vielschichtige Oberflächen sind die Charakteristika des Werkes von Winston Roeth (geb. 1945 in Chicago, lebt und arbeitet in Beacon, New York, und Waldoboro, Maine). Seit den 1970er Jahren beschäftigt er sich mit abstrakter Farbfeldmalerei und dem immer wiederkehrenden Motiv des Rasters, beide lädt er mit malerischen Erinnerungen an das Licht auf. „Licht, das hervorspringen und die Betrachtenden packen kann, eine Farbsättigung, die pulsiert vor tiefem Glühen“, wie er es selbst beschreibt. In seinen Bildern strahlt es aus den Farbschichten heraus, von außen kommend prägt es als einfallendes Licht die Farbwirkung seiner Malerei. Roeth experimentiert dabei mit reinen Pigmenten, die er selbst zu Farben anrührt und in Farbschichten auf verschiedene Bildträger wie Papier, Aluminium-, Waben-, Schiefer- und Holzplatten aufträgt. Das Buch dokumentiert einen Ausstellungsrundgang und zeigt Werke von den frühen 1990er Jahren bis ins Jahr 2020.
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Yes To All
Die Schenkung Paul Maenz Gerd de Vries42€ In den WarenkorbDer die Ausstellung YES TO ALL begleitende Katalog gewährt einen tiefen Einblick in eine mehr als 900 Arbeiten auf Papier – von Postkarten und Zeichnungen bis hin zu Fotografien und Plakaten – umfassende Schenkung, die 2022 ans Kupferstichkabinett gelangte und bis 2025 weitere Ergänzungen erfuhr. Stifter sind Paul Maenz und Gerd de Vries, die bis 1990 in Köln eine Galerie für zeitgenössische Kunst führten und die Entwicklung der Avantgarde-Kunst von der Conceptual Art der späten 1960er Jahre bis hin zur neoexpressiven Malerei der 1980er Jahre begleiteten. Die jüngsten Werke der Schenkung stammen aus dem Jahr 2024. In mehreren Essays und einem Gespräch mit den Stiftern wird die Vielstimmigkeit der westlichen Kunst im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert neu erfahrbar.
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Anna Virnich
10€ In den WarenkorbDie Arbeiten von Anna Virnich (geb. 1984 in Berlin, lebt und arbeitet in Berlin) sind wie eine spekulative Erzählung. Seit ihrer Kindheit sammelt die Künstlerin Stoffe, Kleider und Decken, die sie zerschneidet, der Witterung aussetzt, bleicht, einfärbt und auch bemalt, um daraus Bilder und Räume zu konstruieren. Ihre Werke sind Gemälde und Objekte zugleich, extrem körperlich, aber auch geisterhaft leer. Sie erinnern an Helen Frankenthalers verflüssigte Farblandschaften, die Post-Minimal-Körperlichkeit von Paul Thek und die Silberfolien-Transzendenz von Andy Warhols Factory. Alles in Virnichs Kunst ist Hülle oder Membran, durch die etwas hinein- oder hinausgeht, „Teil von Vernetzungen und einem Austausch von Substanzen, Technologie, Körpern, Bildwelten, vom Licht der Augen“, wie Baptist Ohrtmann schreibt. Zusammen ergeben die Textilien eine abstrakte Narration von Werden, Vergehen, Malerei, Geburt, Künstlichkeit und Science-Fiction.
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Fiona Rae
Row Paintings24€ In den WarenkorbElemente der Energie und Komplexität
Fiona Rae (geb. 1963 in Hongkong, lebt und arbeitet in London) wurde mit ihrer abstrakten Malerei einem breiten Publikum mit der Teilnahme an der legendären Ausstellung Freeze 1988 in den Londoner Docklands bekannt. Sie war damit eine der frühen Vertreterinnen der Young British Artists, die nicht nur die britische Kunstwelt verändern sollten. Ausgehend von einer konzeptuellen Auseinandersetzung mit den Fragestellungen und Möglichkeiten der abstrakten Malerei sind Raes unverkennbare Arbeiten bis heute herausragend und wegweisend. 2011 wurde sie als eine der ersten Frauen als Professorin für Malerei an die Royal Academy berufen. Der Katalog zeigt erstmals die wichtigsten Bilder aus dieser Zeit, die Row Paintings. Sie markieren den Beginn des international beachteten Werks der Künstlerin. Terry R. Myers würdigt in seinem Essay die Bedeutung der Row Paintings in historischem Zusammenhang sowie im aktuellen Diskurs der Malerei.
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X x X
Semjon Contemporary50€ In den WarenkorbDie Galerie Semjon Contemporary – gegründet 2011 von Semjon H. N. Semjon – hat ein eigenes, unverkennbares Profil entwickelt, das sie zum Unikat in der Kunstwelt macht. Vertreten werden internationale Positionen der zeitgenössischen Kunst, die trotz ihrer Divergenzen den gemeinsamen Nenner einer hohen Materialintelligenz haben. Das Ergebnis ist eine eigene künstlerische Sprache, die keine Modifikation des Bekannten zulässt. Trotz aller Unterschiede in Material, Technik und Ausdruck treten die Werke der Künstler:innen miteinander in Dialog, was auch in parallelen Salon-Hängungen und in Sonderausstellungen mit vielen Gastkünstler:innen gezeigt wurde.
Im Buch werden Colin Ardley, Edward L. Buchanan, Takayuki Daikoku, Dittmar Danner aka Krüger, Ute Essig, Experimental Setup (Kollektiv von Kata Hinterlechner und Bosko Gastager), Katja Flint, Andreas Fux, Dave Grossmann, Renate Hampke, Marc von der Hocht, Nataly Hocke, Michael Kutschbach, Henrik U. Müller, Cornelia Nagel, Susanne Knaack, Katja Kollowa, Susanne Pomrehn, Thomas Prochnow, Dirk Rathke, Ursula Sax, Gerda Schütte, Gil Shachar, Li Silberberg, Karina Spechter, Klaus Steinmann, Stefan Thiel, Hitomi Uchikura, Royden Watson und Bettina Weiß in eigenen Kapiteln vorgestellt. Hinzu kommen Statements von Sammler:innen wie Thomas Lenhart, Cornelie Kunkat, Gabriele Quandt, Roland Schnell, Nobert Fuhr und Klaus Werner, Roswitha und Jürgen König sowie Helmut Ließ. Kommentare von Kunstkritiker:innen/-wissenschaftler:innen und ein Interview, das Jan Maruhn mit Semjon führte, geben weitere Einblicke in die Arbeit der Galerie.
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Julius Hofmann
Western Philosophies35€ In den WarenkorbJulius Hofmann (geb. 1983 in Göttingen, lebt und arbeitet bei Göttingen) beherrscht die traditionellen Aspekte der Malerei und verfügt über ein vielfältiges Repertoire an künstlerischen Techniken. Damit ausgestattet, stellt er die klassische Malerei infrage, indem er sie mit der Ästhetik einer Computergrafik aus den1990er Jahren verbindet. Die einfachen, oft grotesken Symbole der unvollkommenen Computerbilder werden einer perfektionistischen, figurativen Malerei entgegengesetzt. Diese Arbeitsweise verleiht seinen Bildern etwas Befremdliches und Unerwartetes.
Western Philosophies ist eine Episode in Hofmanns fortlaufender Arbeit, in der er die Konsumgesellschaft mit ihren Abgründen und ihrer Gleichgültigkeit konfrontiert. Gleichzeitig erforscht er im malerischen Prozess seine persönlichen Ängste und seine Frustration. Bei der Darstellung seiner Figuren, Landschaften und Maschinen lenkt er die Aufmerksamkeit auf malerisch originelle Strukturen und Oberflächen. Die Protagonisten spielen für den Künstler dabei eine untergeordnete Rolle und dienen meist als Vehikel, da sein Interesse mehr dem „Wie“ als dem „Was“ gilt.
Julius Hofmann studierte von 2005 bis 2011 bei Neo Rauch und Heribert C. Ottersbach Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Seine Werke sind in internationalen Sammlungen und Institutionen vertreten.
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JOHN BOCK
AURAAROMA-Ω-BEULE42€ In den WarenkorbDas Augmented Reality-Buch für John Bock
John Bock (geb. 1965 in Gribbohm, lebt in Berlin) zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Performance- und Videokünstlern. In seinen von Komik und Absurdität geprägten Arbeiten setzt der Künstler Sprache, menschliche Körper, Objekte des Alltags und Räume in eigentümliche Beziehungen. Mit der Installation LiquiditätsAuraAromaPortfolio gelang ihm 1998 auf der ersten Berlin Biennale der internationale Durchbruch. Zusammen mit seiner Arbeit Voll die Beule von 2013 wird sie nun in die Sammlung der Kunsthalle Mannheim aufgenommen. Das Buch kontextualisiert dabei nicht nur, sondern lässt die Betrachterin und den Betrachter mittels eigens entwickelter App und Augmented Reality direkt in die Performances eintauchen, in denen der Kopf des Künstlers auftaucht und ein befüllter Gummihandschuh ausläuft. Ein völlig neuer Zugang zu den Werken von John Bock, verpackt in einem vom Künstler entworfenen Paar Socken.
John Bock studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und lehrt seit 2004 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe als Professor für Bildhauerei. Er war Teilnehmer der 55. Biennale di Venezia und ist mit Einzelausstellungen weltweit präsent, unter anderem in der Berlinischen Galerie, im Contemporary Austin, Texas, im Barbican Centre, London und im Städel Museum, Frankfurt.
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Simone Haack
HAIR30€ In den WarenkorbSimone Haack (geb. 1978 in Rotenburg/Wümme, lebt und arbeitet in Berlin) macht in ihrer Malerei von jeher das Innere an der äußeren Erscheinung ihrer Figuren lesbar. So auch in ihrem Werkblock der gleichnamigen Ausstellung Hair. Bereits im ausgehenden 17. Jahrhundert wurden Magie und Aberglauben dem Haar zugeschrieben. In ihm vermutete man die ganze Kraft der Seele. Die in der Malerei-Klasse von Katharina Grosse und Karin Kneffel ausgebildete Künstlerin legt durch ihre mitunter makroskopisch ins Bild gerückten Haarlandschaften im Geiste eines Neuen Magischen Realismus symbolhaft die Fragilität der DNA menschlichen Wesens offen. Dabei erzählt ihre begleitende Ausstellungspublikation immer auch vom Spannungsdreieck physischer wie psychischer Existenz, die bei ihr die malerische Psychoanalyse durchläuft.
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Kensise Anders
10€ In den WarenkorbKensise Anders befasst sich in ihrem Werk mit der Lebensrealität Schwarzer Menschen. Sie wurde auf Haiti geboren und als Zweijährige nach Deutschland adoptiert. Nach einer schwierigen Kindheit mit Psychiatrie- und Internatsaufenthalt gelangte sie schließlich zur Kunst, in der sie ihre Erfahrungen verarbeitet. Sie fertigt mit der Häkelnadel Masken, mit denen sie sich weiße Identitäten ironisch aneignet, und Spielteppiche, die die Welt ihrer Kindheit zeigen – Wohnblöcke, Straßenzüge; das „Loch“, wie sie dieses Umfeld nennt. Zudem arrangiert sie auf Leinwänden gehäkelte Fäden, als seien es Pinselstriche. Je eine Bilderreihe ist einer Schwarzen Puppe und nackten weiblichen Körpern gewidmet, darunter auch ihr eigener, mit Bezügen zu Courbets L’Origine du monde (1866). Das sind Akte des Widerstands gegen die Prüderie und die Herrschaft der Weißen. In der Kolonialzeit wurden Schwarze Puppen hierzulande populär, seitdem waren sie nie ganz weg, so wie der Rassismus in unserer Gesellschaft und unseren Köpfen. Dagegen häkelt Anders geduldig, mit Fingerspitzengefühl, sowie mit der gebotenen Radikalität an.
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Roman Ondak
The Day After Yesterday48€ In den WarenkorbDer international gefeierte slowakische Konzeptkünstler Roman Ondak (geb. 1966) reagiert auf die historischen Besonderheiten Mitteleuropas, reflektiert zugleich aber auch das Funktionieren der Gesellschaft in der heutigen globalisierten Welt in Werken, die die zyklische Natur von Prozessen und das wechselseitige Spiegeln von Vergangenheit und Gegenwart hervorheben. Zu seinen markanten künstlerischen Merkmalen gehören die Verwendung gewöhnlicher Objekte und Materialien sowie alltäglicher Situationen, die er in den Ausstellungsraum überträgt. Dieser reich bebilderte Katalog mit Essays von Barbora Ropková und Dieter Roelstraete begleitet die Ausstellung The Day After Yesterday in der Kunsthalle Praha und erkundet Ondaks künstlerisches Universum, in dem existentielle und gesellschaftliche Themen sich ganz natürlich mit einer Geschichte seiner eigenen Familie verweben.
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Judit Reigl
Kraftfelder / Centers of Dominance28€ In den WarenkorbJudit Reigl (geb. 1923 in Kapuvár, Ungarn, gest. 2020 in Marcoussis, Frankreich) entwickelt seit den 1950er Jahren ein einzigartiges künstlerisches Werk zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen Surrealismus und gestischer Malerei. Nach ihrem Kunststudium in Budapest flieht Reigl 1950 nach Paris, wo sie André Breton kennenlernt, der 1954 ihre erste Ausstellung organisiert. Unter Einfluss der École de Paris kommt sie über die Écriture automatique zur freien Expression. Wie ihre Zeitgenossen Jackson Pollock und Helen Frankenthaler in New York legt sie immer größere ungrundierte Leinwände auf den Boden und bearbeitet sie mit einem Pinsel, ihren Fingern oder anderen Instrumenten. Ab 1966 entstehen Körperformen aus der Abstraktion und in den Bildern erscheinen wieder Figuren. Anlässlich Reigls 100. Geburtstag und einer Schenkung von drei Hauptwerken richtet die Neue Nationalgalerie die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin in Deutschland aus. Das Buch gibt einen Überblick über das Œuvre einer der wichtigsten Protagonistinnen der europäischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Judit Reigl studierte von 1942 bis 1945 Malerei an der Akademie der Schönen Künste in Budapest, 1947–48 war sie Stipendiatin der Ungarischen Akademie in Rom. Ab 1950 lebte und arbeitete sie in Frankreich.
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Ed Sommer
Planetare Allianz22€ In den WarenkorbEine Monografie zum Vorreiter der Op-Art
Das vielschichtige und außergewöhnliche Werk von Ed Sommer (geb. 1932 in Schwäbisch Gmünd, gest. 2015 ebenda), der sich selbst lieber als Bildsprachenmaler bezeichnete, umfasst Metallobjekte, Formungen aus Acrylglas, gestische Malerei, erotische Filme, Projektionsfotografien, dialogische Porträts und Sprechtexte. Im Jahr 2014 übernahm das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe eine Vielzahl an Werken des Künstlers in seine Sammlung. Die Publikation präsentiert den Sammlungsbestand, ergänzt durch weitere Werke Ed Sommers.
Ed Sommer gehörte zusammen mit seinem Künstlerfreund Marc Adrian zu den wichtigen Vertretern der Op-Art und Kinetik und erlangte in den 1970er mit seinen Filmen und Fotografien große Aufmerksamkeit.
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Verena Issel
Yellow Pages. Installations and their individual components45€ In den WarenkorbVerena Issels Installationen wirken freundlich, einladend, sie sind weich, rund, bunt, zaubern uns ein Lächeln auf die Lippen. Ihre dafür gestalteten Skulpturen und Bilder sind teils ironisierende Nachahmungen von Bekanntem aus der Natur und der Kultur – Palmen, antike Säulen etc. Die fertigt sie aus dem, was uns im Alltag und im Haushalt umgibt, etwa einer alten Tasche, Schaumstofffragmenten, einem Abflussrohr. Es sind tollpatschige Riesen, monochrome, vereinfachte, zwei- und dreidimensionale Formen, die uns nichts Böses wollen. Auf den zweiten Blick wird offenbar, dass sie Verlorengegangenes verkörpern, dass sie eine Plastikversion dessen sind, was wir zerstören oder schon zerstört haben: eben die Natur und uns selbst sowie unsere kulturellen und sozialen Errungenschaften. In den Frohsinn und die Sympathie mischt sich Melancholie, es schmerzt der Verlust doppelt, wenn deutlich wird, dass die Skulpturen und Grafiken Lebendigkeit bloß in überspitzter Form imitieren. Dieser Katalog gibt einen Überblick über Issels vielseitiges, wucherndes Œuvre. Die farbenfrohen Werke werden gekonnt in Szene gesetzt, womit ein vitaler Eindruck ihrer Installationen vermittelt wird.
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Jenny Michel
Doors, Windows and Cells38€ In den WarenkorbDie Überreste unserer Gesellschaft
Seit rund zwei Jahrzehnten beschäftigt sich die Künstlerin Jenny Michel (geb. 1975 in Worms; lebt und arbeitet in Berlin) mit kleinsten Teilchen wie Staub, Spinnweben und elektromagnetischen Feldern im Raum. Ihre Faszination für Wissensordnungen, Symbole und Utopien zeigt sich in Installationen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen, die in raumgreifenden Gesamtkompositionen ausgestellt werden. Michel lässt ihre fantastischen Weltfragmente aus Papier, Klebeband, Heftklammern und anderen industriell gefertigten Kleinteilen zu verstörend dichten Strukturen wachsen – das menschliche Wissen wird zum Zivilisationsschrott, dessen Lesbarkeit sich unter Schichten von Bedeutung, Umschreibungen und Überlagerungen verliert. Die umfangreiche Monografie präsentiert die wichtigsten Werkgruppen der Künstlerin und neue Arbeiten auf Papier.
Jenny Michel studierte an der Kunsthochschule Kassel und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Museum Wiesbaden, in der Draiflessen Collection, in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt und in der Berlinische Galerie zu sehen. 2010 wurde Michel mit dem HAP-Grieshaber-Preis ausgezeichnet.
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Shara Hughes
Day by Day by DayWeiterlesenZeichnerische Ausformungen des Unbewussten
Die Malerin Shara Hughes (geb. 1981 in Atlanta, GA, lebt und arbeitet in Brooklyn, NY, USA) gehört zu den „Rising Stars“ der US-amerikanischen Kunstszene. Ihre bunten, imaginären Landschaften in strahlender Palette und expressivem Gestus sind Reverenzen an Symbolismus, Fauvismus und Expressionismus und halten einem Vergleich zu deren Umgang mit Licht und Raum problemlos Stand. Hughes arbeitet intuitiv, bringt Farben auf die Leinwand, die ihren momentanen Gefühlen entsprechen. Sie nennt die Bilder „psychologische Landschaften“, bei denen sie nicht weiß, was als nächstes passiert und die eine verletzliche Grenze tangieren. Das umfangreiche Buch zeigt zahlreiche, meist großformatige Papierarbeiten aus den letzten drei Jahren und enthält einen Essay des New Yorker Kunstkritikers Andrew Russeth.
Shara Hughes machte ihren Abschluss an der Rhode Island School of Design und besuchte später die Skowhegan School of Painting & Sculpture in Madison, ME. Sie hatte Einzelausstellung im Arts Club, London, im Newport Art Museum, in der Metropolitan Opera, New York, und im Museum of Contemporary Art of Georgia in Atlanta. 2017 nahm sie an der Whitney Biennial im Whitney Museum of American Art in New York teil.
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SERIEN
DRUCKGRAPHIK VON WARHOL BIS WOOL40€ In den WarenkorbKünstlerische Strategie und Technik der Moderne
Serien sind offene Systeme, erzählen Geschichten, spielen mit dem Rhythmus, erlauben Variationen und dokumentieren künstlerische Prozesse. Mit seinen berühmten Siebdrucken hat Andy Warhol die serielle Wiederholung von Bildern zu seinem Markenzeichen gemacht. Mitte der 1960er-Jahre war die Druckgrafik durch Pop Art und Fluxus zu einer der wichtigsten künstlerischen Medien geworden. Neue grafische Techniken wie Siebdruck und Offset erlaubten mit aggressiven Farben und schlagkräftigen Motiven nicht nur hohe Auflagen, sondern auch einen bis dahin unbekannten Zugriff auf die Bildmotive populärer Print- und Werbemedien. Ausgehend von der Frage nach dem künstlerischen Entstehungsprozess serieller Prints präsentiert und kontextualisiert das Buch die visuelle und politische Sprengkraft grafischer Serien. Die Auswahl von rund 50 grafischen Folgen präsentiert nicht nur Hauptwerke dieses Genres von der Pop Art bis heute, sondern wirft auch einen Blick auf die Geschichte ihrer Entstehung und die Kooperationen mit führenden Drucker*innen, Verleger*innen und Editionen. Neben zahlreichen Abbildungen und Essays beinhaltet die Publikation ein Interview mit Thomas Schütte und Ellen Sturm.
Mit Arbeiten von Josef Albers, Joseph Beuys, Ulla von Brandenburg, John Cage, Helen Cammock, Nina Canell, Jim Dine, Dan Flavin, David Hockney, Jenny Holzer, Olav Christopher Jenssen, Donald Judd, Ronald B. Kitaj, Maria Lassnig, Sol LeWitt, Roy Lichtenstein, Richard Lindner, Robert Mangold, Brice Marden, Stefan Marx, Bruce Nauman, Dennis Oppenheim, Nam June Paik, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Dieter Roth, Fred Sandback, Nora Schultz, Thomas Schütte, Dasha Shishkin, Frank Stella, Rosemarie Trockel, Victor Vasarely, Wolf Vostell, Andy Warhol, Corinne Wasmuht, Emmett Williams, Christopher Wool und anderen.
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Art in a Conflicted World
34€ In den WarenkorbTranseuropäische Perspektiven im Zeitalter kultureller Fragmentierung
Nach der Jahrtausendwende hat sich ein großer Teil der Welt zu einem zunehmend instabilen und dissonanten Raum entwickelt. In vielen Bereichen prägen Brüche unsere soziokulturellen und politischen Beziehungen. Vor diesem Hintergrund zeigt Art in a Conflicted World kritische Positionen von Künstler*innen und Autor*innen aus der Ukraine, aus Russland und aus Großbritannien – Regionen, die sich in außergewöhnlichen Konflikt- und Umbruchsituationen befinden. Die Publikation bringt diese differenzierten Zustände sozialer Dissonanz offen zum Ausdruck und spiegelt sie in verschiedenen künstlerischen und literarischen Fragen und Antworten. Sie sind das Ergebnis eines interdisziplinären Stipendienprogramms der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf, in dem künstlerische und kulturelle Erkenntnisse gewonnen, der Umgang mit Komplexität erprobt und Modelle für die Zukunft über Ländergrenzen hinweg entwickelt werden.
Die Publikation präsentiert Arbeiten von Sarah Dobai, Nikita Kadan, Ali Eisa und Sebastian Lloyd Rees (Lloyd Corporation) sowie Texte von Alissa Ganijewa und Tanya Zaharchenko.
Das Projekt wurde begleitet von Wolfgang Tillmans, Tom McCarthy, Katharina Raabe und Mark Gisbourne und gefördert vom Auswärtigen Amt.
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Erinnerungen aufschlagen
38€ In den WarenkorbWas sehen wir, wenn wir die Fotoalben anderer Menschen betrachten? Beim Durchblättern folgen wir dem Rhythmus der Erinnerung: fragmentarisch, repetitiv, geprägt von Assoziationen und Leerstellen. Uns unbekannte Menschen und Orte wirken dabei oft vertraut. Die Ausstellung Erinnerungen aufschlagen und der begleitende Katalog gehen dieser Resonanz zwischen Vertrautem und Fremdem, Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung und Fotografie nach. Sie bringen historische Fotoalben aus dem Archiv der Draiflessen Collection mit Werken zeitgenössischer Künstler*innen in einen Dialog und verknüpfen unterschiedliche zeitliche Ebenen. Die Arbeiten machen sichtbar, dass die in den Alben angelegten Handlungen kreative Akte sind – geprägt vom Wunsch zu erinnern, zu erzählen, aber auch zu vergessen.
Künstler:innen: Njideka Akunyili Crosby, Tina Barney, Bieke Depoorter, Jim Goldberg, Lebohang Kganye, Dayanita Singh, Jiro Takamatsu, Fiona Tan, Karine Zenja Versluis, Gillian Wearing
Ausstellung ERINNERUNGEN AUFSCHLAGEN
Draiflessen Collection Mettingen
18.10.2026–07.02.2027
mehr Infos hier -

auf Erkundung
Anne Deuter und Monika Supé25€ In den WarenkorbEin Dialog über die Zeit
Die beiden Künstlerinnen Anne Deuter (geb. 1986 in Halle, lebt und arbeitet in Halle) und Monika Supé (geb. 1967 in München, lebt und arbeitet in München) suchen selbsterkundend Wege, um Körper, Raum und Zeit erfahrbar zu machen. In der Auseinandersetzung mit formalistischen Elementen entwickeln sie ihre kompositorischen Praxen in Grafit und Tusche sowie in Wort und Bild. Im Zusammenspiel mit ausgewählter zeitgenössischer Lyrik eröffnet die Publikation neue Perspektiven auf die Bedeutung von Zeitlichkeit.
Anne Deuter studierte Bildende Kunst und Kunstgeschichte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Ihr Studium setzte sie mit Schwerpunkt Buchkunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle fort. Monika Supé studierte Architektur an der Technischen Universität München und promovierte zum Thema des visuellen Wahrnehmungstrainings an der Technischen Universität Kaiserslautern. Seit 1995 lehrt sie im Gestaltungsbereich an verschiedenen Hochschulen.




















