


Taube
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| Herausgeber | Jens Gerber, Marina Rüdiger, Laurens Schlicht |
| Autor(en) | Marina Rüdiger, Laurens Schlicht |
| Gestaltung | the studio sunshine, Frankfurt am Main |
| Umschlag | Broschur |
| Maße | 20 x 26 cm |
| Seitenzahl | 52 |
| Abbildungen | 27 |
| Sprache(n) | Deutsch |
| ISBN | 978-3-96912-056-9 |
Mensch, Stadt, Taube
In den letzten Jahrhunderten hat sich die Wahrnehmung der Taube immens gewandelt. Galt sie im 18. Jahrhundert noch als erwünschter Gast, um den sich der Mensch stets bemühen sollte, wird sie heute oftmals als lästig empfunden. Sie ist zu einem Tier geworden, das Plätze und Gebäude verunstaltet. Warum löst die Taube in unserem Umfeld eine Wirkung von Ekel und Faszination, aber auch Gleichgültigkeit auf uns aus? Mit seinen Fotografien unternimmt Jens Gerber einen Streifzug durch die Stadt der Tauben. Das Buch beleuchtet mit seinen begleitenden Essays von Marina Rüdiger und Laurens Schlicht das Thema der Stadttaube aus fotografischer, wissenschaftlicher und literarischer Perspektive. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Tauben die gebaute Umwelt und wie diese wiederum ihr Verhalten prägen.
Weitere Bücher
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Candida Höfer
Editions 1987–202044€ In den WarenkorbAlle Editionen von Candida Höfer in einem Buch
Candida Höfer (geb. 1944 in Eberswalde, lebt und arbeitet in Köln) gehört mit ihren menschenleeren Aufnahmen von Bibliotheken, Opernhäusern, Konzertsälen, Kirchen und Museen zur internationalen Avantgarde der Fotografie. In ihrem bekannten Œuvre gibt es immer wieder auch Editionen – Fotoabzüge in verändertem Format und größerer Auflage –, welche die Künstlerin zur Unterstützung von Institutionen und Verlagen produzierte. Zwischen 1987 und 2020 erschienen 105 Editionen, die in diesem Buch erstmals komplett und mit allen produktionstechnischen Angaben veröffentlicht werden. Sie bilden einen repräsentativen Querschnitt durch das gesamte bildnerische Werk von Candida Höfer. Den einführenden Essay schrieb die Kunsthistorikerin Anne Ganteführer-Trier.
„Candida Höfer fotografiert Innenräume natürlich auf der ganzen Welt, beim Durchblättern von Editions 1987–2020 […] ist mir heute aufgefallen, dass so ganz nebenbei auch ein Deutschlandporträt entstanden ist, man sieht das Land über seine Innenräume.“
Christoph Amend, Chefredakteur ZEITmagazin„Niemand bringt die dritte Dimension in der zweiten so sehr zum Strahlen wie die Fotografin und Becher-Schülerin Candida Höfer. […] Alle ihre Editionen versammelt nun ein hervorragend gedruckter Bildband.“
Marcus Woeller, Die Welt„Der Inhalt und die Form des Buches machen diesen Band nicht nur zu einem wichtigen Referenzwerk, sondern auch zu einer schönen Monographie zum Werk der wichtigen Kölner Künstlerin.“
Walther und Franz König, Buchhandlung Walther KönigCandida Höfer studierte in der ersten Fotografieklasse der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher. Ihre Arbeiten wurden 2002 auf der documenta 11 gezeigt und sie repräsentierte Deutschland 2003 gemeinsam mit Martin Kippenberger auf der 50. Biennale di Venezia.
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Parallel Lines
High Modernism in Croatia 1949–199836€ In den WarenkorbParallel Lines. High Modernism in Croatia 1949–1998 dokumentiert die gleichnamige Ausstellung in Bukarests Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst im Jahr 2025. Gemeinsam mit dem Nationalmuseum für Moderne Kunst in Zagreb organisiert, beleuchtete sie mit 188 Positionen die Kunstszene nach der Kominform-Resolution von 1948, die Jugoslawiens Bruch von sowjetischem Einfluss markierte. Die 60er Jahre sahen Zagreb mit seinen “Neuen Tendenzen” als Zentrum experimenteller Kunst in Antwort auf die Malerei des sozialistischen Realismus. Parallel Lines verweist auf das Nebeneinander institutionell geförderter und alternativer Kunst im jugoslawischen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Mit öffentlichen Dialogen und Debatten sorgten die parallelen Strömungen für eine dynamische Kulturlandschaft.
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GOTT&GILZ
Supernatural Beings54€ In den WarenkorbGOTT&GILZ hüllen provokante Nacktheit in das Gewand kunsthistorischer Klassiker
Der weibliche Akt ist eine Konstante der Kunstgeschichte, an der wir den Wandel von Darstellungsformen und das Schlingern der Moral ablesen können. Manche Akte landen zunächst in der Schmuddelecke, einige Jahre später sind sie dann schön und schicklich und werden in heiligen Hallen gezeigt (andersrum ist auch möglich). GOTT&GILZ reihen sich mit ihren Foto-Malereien in diese lange Tradition der Darstellung nackter Frauen durch Männer ein – Stichwort „male gaze“ – und machen das mit ihren Verweisen auf Klimt, Schiele, Pollock u. a. auch noch explizit. Das führt bei manchen zu reflexhafter Empörung. Die Anmaßung besteht bei GOTT&GILZ jedoch anders als bei den besagten kunsthistorischen Referenzen nicht im Bruch mit tradierten Darstellungsformen, sondern eben im Zitieren derselben: die Vergangenheit als Affront. Die Frauen auf den Bildern, aber auch die Künstler selbst stellen ihr Begehren souverän zur Schau und stoßen uns so scham- und schonungslos auf die Verfasstheit unserer in der Geschichte ankernden Gesellschaft und Psyche.
Freiheit ist das Schlüsselwort im Œuvre von GOTT&GILZ: die Freiheit, authentisch zu sein und sich ohne Scham auszudrücken. Ihr subtil provokatives Spiel mit ästhetischen Konventionen und Tabus bereichert nicht nur die Kunstszene, sondern entfacht auch wichtige Diskussionen über Geschlechterrollen, Körperbilder und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
Zur limitierten Künstleredition
Indem sie sich nackt machen, führen sie uns vor, wie wir sind, anstatt uns zu zeigen, wie wir (angeblich) sein sollten. Was für eine Provokation!
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Dissonance
Platform GermanyWeiterlesenDie Veränderung des Sehens – neue Malerei aus Deutschland
Deutschland ist seit der Wiedervereinigung zu einem bedeutenden Forum der internationalen Malerei geworden. Die Generation der in den 1970er und 1980er Jahren geborenen Künstler:innen folgt keinen kollektiven Strömungen und entzieht sich klar bestimmbaren Einflüssen. Gleichwohl erfasst ihre Kunst die kulturellen und soziologischen Verschiebungen und Divergenzen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs mit seismographischer Präzision.
Die Herausgeber von Dissonance – Platform Germany präsentieren 81 der wichtigsten in Deutschland lebenden Maler:innen der letzten beiden Dekaden. Sie wagen ein Urteil, decken Unerwartetes auf und suchen den Mehrwert in ästhetisch mitreißenden Leistungen programmatischer Pluralität. Ein wichtiges Überblickswerk zu einem der spannendsten Kapitel der jüngsten deutschen Kunstgeschichte.
Einige der gezeigten Künstler:innen haben DCV eine Edition mit wenigen Unikaten zur Verfügung gestellt, die Auswahl finden Sie hier.
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Pensive Images
16 Artists in Dialogue with W. G. Sebald35€ In den WarenkorbÜber Erinnerung und Zeitlichkeit
Ausgehend von der Arbeit des deutschen Schriftstellers W. G. Sebald (geb. 1944 in Wertach, gest. 2011 in Norfolk) thematisiert das Buch die komplexen Beziehungen, die Bild und Erinnerung verbinden. Sebald veröffentlichte zwischen 1990 und 2001 vier fiktive Geschichten, in denen er Schwarz-Weiß-Fotografien ohne weitere Angaben zu Herkunft und Inhalt einfügte und die so den Text wie Erinnerungen begleiten. Pensive Images präsentiert 16 Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit im Stil von Sebald die Bereiche der Erinnerung und Geschichte durch Erfahrung und sich überschneidende Zeitlichkeiten erforschen.
Mit Arbeiten von Mathieu Kleyebe Abonnenc, Dove Allouche, Lonnie van Brummelen / Siebren de Haan, Moyra Davey, Tacita Dean, Jason Dodge, Félix González-Torres, Ian Kiaer, Jochen Lempert, Zoe Leonard, Helen Mirra, Dominique Petitgand, John Stezaker, Danh Vo und Tris Vonna-Michell.
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Andreas Wegner
Wir fahren mit der Schneckenpost, weil die uns keinen Pfennig kost50€ In den WarenkorbDie Kunst von Andreas Wegner hinterfragt den kapitalistischen Stadtraum. Wegners Interventionen erproben alternative Modelle für urbane Interaktion, für Handel, Bebauung, Verkehr oder die Nutzung öffentlichen Raums. Inspiriert von Joseph Beuys’ Sozialer Plastik und Charles Fouriers’ Sozialutopien, gründete Wegner u.a. ein genossenschaftliches Kaufhaus in Berlin, einen Lebensmittelladen in Wien, und betrieb Immobiliengeschäfte als kreativen Widerstand. Diese Monografie illustriert die wichtigsten Projekte des Künstlers mit Abbildungen, Essays namhafter Autoren, Interviews, und eigenen Texten. Neben kollektiven Initiativen, Installationen, Fotografie, Film, und Skulptur ist Malerei bis heute eine Konstante in Wegners Werk.
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Beyond the Box
Dohmen Collection30€ In den WarenkorbKonventionen sprengen
Mit Installationen, Skulpturen, Objekten und Gemälden aus Mexiko, Kuba, Westafrika, Israel, Bulgarien, Russland, Südkorea und Japan, ergänzt durch außergewöhnliche Arbeiten aus den USA und Europa, beinhaltet diese Auswahl aus der Sammlung Dohmen künstlerische Positionen aus Ländern, die bis vor 15 Jahren noch nicht zum Kontext „westlicher“ Rezeption gehörten. Erst mit der bahnbrechenden, von Okwui Enwezor geleiteten documenta 11 von 2002 hat ein geopolitisches Umdenken in der zeitgenössischen Kunst Einzug gehalten. Ihrer Zeit entscheidend voraus und doch der Öffentlichkeit lange nicht präsent, wird in diesem Buch die Privatsammlung des Aachener Arztes Werner Dohmen vorgestellt. Sie beinhaltet Werke von Mariana Castillo Deball, Wim Delvoye, Jimmie Durham, Diango Hernández, Rodney McMillian, Pavel Pepperstein, Nora Turato, Haegue Yang und anderen Künstlerinnen und Künstlern, die bis heute provozieren, hinterfragen und Gedanken anstoßen.
Dr. med. Werner Dohmen ist seit 1988 Vorstandsvorsitzender des Neuen Aachener Kunstvereins. Neben dem Aufbau seiner eigenen Sammlung engagiert er sich für das interkulturelle Projekt No es arte, das die Rückführung von Goldarbeiten des präkolumbianischen Volkes Tairona unterstützt, die während der Kolonialisierung Südamerikas aus heiligen Stätten gestohlenen wurden.
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Afrika
im Blick der Fotografen19,90€ In den WarenkorbZeitgenössische Fotografie aus Afrika
Noch immer ist das Bild Afrikas in der westlichen Welt geprägt von Stereotypen, die Wahrnehmung von Städten wie Lagos, Porto-Novo oder Kinshasa begrenzt. Das Buch zeigt Fotografien afrikanischer Künstlerinnen und Künstler, die vom Alltag in den Metropolen, von widerspenstiger Natur, von Industrie, den Spuren der Vergangenheit und Popkultur erzählen. So verbindet Osborne Macharia die kulturelle Identität Kenias mit fiktiven afrofuturistischen Geschichten, Yoriyas dokumentiert Alltagsmomente seiner Heimat Casablanca, die schon in der New York Times, im National Geographic und der Vogue abgedruckt wurden und Alice Mann untersucht in intimen Porträt-Essays die Vorstellungen vom Bildermachen als einem Akt der Zusammenarbeit. Mit weiteren Arbeiten von Ilan Godfrey, Fabrice Monteiro, Kibuuka Mukisa Oscar, Léonard Pongo und Fethi Sahraoui gibt das Buch einen zutiefst originären Blick in die afrikanische Wirklichkeit.
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Erich Hörtnagl
to be a man38€ In den WarenkorbDiane Arbus: „A photograph is a secret about a secret. The more it tells you, the less you know.“
„Ein Foto ist ein Geheimnis um ein Geheimnis. Je mehr es dir erzählt, desto weniger weißt du.“ Dieses Diane Arbus zugeschriebene Bonmot beschreibt treffend die doppelte Kodierung der Bilder von Erich Hörtnagl (geb. 1950 in Innsbruck). In ästhetischen, überwiegend schwarz-weißen Fotografien zeigt er Männer (und Frauen) in unterschiedlichen kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Kontexten: von schwedischen Bikern und Dragqueens zu Mönchen in Myanmar, von türkischen Bauchtänzern zu Tiroler Trachtlern. Was vordergründig als klassischer Fotobildband daherkommt, erweist sich bald als virtuoses interaktives Vexierspiel mit positiv und negativ besetzten Klischeevorstellungen von Männlichkeit, Genderrollen und persistenten Geschlechterstereotypen. Der erfahrene Theater- und Filmregisseur Hörtnagl hat uns mit seiner geschickt komponierten visuellen Metaerzählung to be a man in eine Falle gelockt, aus der wir nur noch nach vorn entkommen können: durch Selbstreflexion und Hinterfragung unserer eigenen Vorurteile.
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Anders Goldfarb
Passed Remains35€ In den WarenkorbVerlassene Tankstellen und ausgebrannte Häuser
Als Anders Goldfarb (geb. 1954 in Brooklyn, lebte und arbeitete in Brooklyn, NY) 1986 nach Greenpoint zog, war er ein junger Fotograf mit Abschluss in Fine Arts der State University of New York at New Paltz. Indem er sich in Williamsburg niederließ, wurde er einer von zahlreichen jungen Künstlern, welche die niedrigen Mieten in einem verfallenden Viertel mit Industriegebäuden und Arbeiterwohnungen schätzten. Mit einer Mittelformat-Rolleiflex-Kamera und Schwarz-Weiß-Film begann Goldfarb 1987 in Williamsburg und Greenpoint zu fotografieren. Auf seinem Fahrrad fuhr er in der Gegend herum und hielt nach der besonderen Schönheit von Abstellgleisen, abblätternder Farbe und Stacheldraht Ausschau. Goldfarbs Aufnahmen sind wertvolle historische Dokumentationen dieser Stadtteile vor ihrer Zerstörung und Gentrifizierung. Seine Sujets sind Metaphern für Verlust und Verletzlichkeit und destillieren Momente aus einer Zeit, die unwiderruflich der Vergangenheit angehört.
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Birgitta Thaysen
Amor und Psyche24€ In den WarenkorbAspekte der Liebe
Die Fotokünstlerin Birgitta Thaysen (geb. 1962 in Gelsenkirchen, lebt und arbeitet in Düsseldorf) studierte bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Nan Hoover. In ihren Fotografien findet man ebenso urbane Motive wie Menschenbildnisse. Mit schwarz-weißen Porträtaufnahmen greift sie die antike Erzählung Amor und Psyche auf, dessen Figuren stellvertretend für die Sehnsucht nach Liebe und die Verwirrung der Seele stehen – seit langem vielfältige Interpretationsräume in der bildenden Kunst. Als Entstehungsort für ihre Porträts wählte Thaysen den Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf aus, wo jenes Märchen auf einer aufwendigen Kunsttapete aus dem 19. Jahrhundert verwirklicht ist. Die Protagonisten der Aktion wurden auf dem Boden liegend, auf Kissen gebettet, kopfüber fotografiert – für den Betrachter ein verwirrender Augenblick zwischen Hingabe und Zweifel.
Birgitta Thaysen studierte freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd und Hilla Becher. Ihre konzeptuellen Bildserien wurden in zahlreichen Ausstellungen einem breiten Publikum gezeigt.
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Räume hautnah (DEUTSCH)
Draiflessen Collection32€ In den WarenkorbWir leben in Räumen, die wir nach unseren Vorstellungen formen. Unser Alltag hinterlässt dabei Spuren, die von unseren Gewohnheiten erzählen. Räume versprechen Schutz und Verortung, können aber auch das Gefühl der Enge hervorrufen. Wir verwachsen mit Räumen – sie wiederum werden zum Abdruck unserer Persönlichkeit. Umgekehrt gestalten Räume je nach Bauweise und Standort unser Dasein. RÄUME HAUTNAH versammelt künstlerische Positionen, die die Sphären von Mensch und Raum nicht unabhängig voneinander betrachten, sondern in komplexen Verflechtungsprozessen begreifen: als leibliche Erfahrung, emotionale Abhängigkeit oder instinktives Bedürfnis nach Schutz. Olesja Nein, die Kuratorin dieses Projekts, führt mit ihrem Katalogbeitrag in die Ausstellung ein und erläutert als Rundgang in Textform jede dieser künstlerischen Positionen näher, beschreibt den jeweiligen Wirkungsraum und gibt hilfreiche Informationen an die Hand. Philipp Zitzlsperger wiederum greift den in der Ausstellung wichtigen Aspekt des Abdrucks als auratisches künstlerisches Verfahren auf und erläutert dessen Herkunft und Bedeutung im Rückgriff auf die Vormoderne.
Künstler*innen: Absalon, Shannon Bool, Heidi Bucher, Eileen Gray, Do Ho Suh, Mary Mattingly, Tracey Snelling, Francesca Woodman
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Stephan Kaluza
Das Rheinprojekt48€ In den WarenkorbNeuinterpretation des klassischen Panoramas
Der mythische Charakter des Rheins als ‚deutsches Symbol‘ hat seit je das besondere Interesse von Dichtern und bildenden Künstlern geweckt. Heute stellt sich der Rhein dagegen über weite Teile nicht mehr als romantischer Strom dar: zwischen Basel und Rotterdam fungiert er als ‚Schiffsautobahn‘ und an seinen Ufern haben sich mehrere Industrieregionen entwickelt.
Stephan Kaluza (geb. 1964 in Bad Iburg, lebt und arbeitet in Düsseldorf) hat zu Beginn des neuen Jahrtausends in knapp acht Monaten den Rhein von der Quelle am Piz Badus in der Schweiz bis zur Mündung in die Nordsee bei Rotterdam erwandert, ein Fußweg entlang des rechten Rheinufers von 1.620 km Länge. Im Minutentakt – alle 70 bis 90 Meter – hat er dabei das gegenüberliegende Ufer fotografiert. Mit der Kamera erfasste er den Rhein minutiös in 21.449 Einzelbildern. Alle Aufnahmen digital hintereinander montiert ergeben bei einer Höhe von 15 cm eine Fotostrecke von 4 km.
Zur limitierten Künstleredition
Mit diesem Projekt hat Kaluza etwas geschaffen, das vor der Entwicklung der digitalen Fotografie undenkbar gewesen wäre, da nur diese eine fugenlose Präsentation der Aufnahmen in einem einzigen Bildstreifen ermöglicht. Auch die Datenmengen wären vor einigen Jahren schlichtweg nicht zu verarbeiten gewesen. Die Assistenten des Künstlers benötigten alleine zwei Jahre für die Bildbearbeitung. Mit Hilfe der Digitaltechnik schafft Kaluza für die Fotografie das, was vorher der Malerei vorbehalten war: die Perspektive auf das große Ganze. 2007 wurde eine Vielzahl der faszinierenden Panorama-Aufnahmen in dem beindruckenden Bildband Der Rhein veröffentlich. Das Rheinprojekt zeigt nun eine neue komponierte Auswahl dieser Bilder.
Stephan Kaluza studierte in den 1990er Jahren in Düsseldorf an der Fachhochschule Fotografie, an der Kunstakademie Kunstgeschichte und an der Universität Geschichte und Philosophie. Seine Arbeiten werden seit 1995 in zahlreichen Galerien und Museen, unter anderem in Seoul, Shanghai, Jerusalem, Los Angeles und Berlin ausgestellt. Die von Kaluza verfassten Theaterstücke wurden in Düsseldorf, Berlin und Stuttgart aufgeführt.
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Petra Arnold
Beyond Starlight39,90€ WeiterlesenEin fotografisches Langzeitprojekt über die Zirkusfamilie Fischer
Seit über zehn Jahren fotografiert Petra Arnold den Zirkus Starlight und die Artistenfamilie Fischer – analog, vorwiegend schwarz-weiß und hinter den Kulissen. Damals eine Großfamilie mit dreißig Enkelkindern, hat sich das Familienunternehmen über die Jahre deutlich verkleinert. Die Branche ist schwieriger geworden, von einem Zirkus können heute nur noch wenige leben. Arnolds Fotografien blicken hinter den Vorhang und beobachten ein Leben zwischen Zirkusfamilie und Familienzirkus – vorwiegend abseits der Manege. Die Porträt- und Momentaufnahmen sind Zeitdokumente und ein Verweis auf eine immer weiter wegbrechende traditionelle Zirkuskultur.
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Călin Dan
POLLIO34€ In den WarenkorbDas Werk des rumänischen Künstlers Călin Dan (geb. 1955 in Arad, Rumänien, lebt und arbeitet in Bukarest) ist von Konzeptualismus und Minimal Art beeinflusst. Sein Buch Pollio bietet einen Überblick über seine künstlerische Praxis der vergangenen Dekade, die Installation, Performance, Film, Fotografie und Skulptur miteinander verbindet und sich aus seiner Tätigkeit als Kunsthistoriker, Schriftsteller und Kurator speist. Neben dem titelgebenden Werkblock, der sich mit dem römischen Geschichtsschreiber Gaius Asinius Pollio befasst, wird auch die Ausstellung Alzheimer (2017) dokumentiert. Călin Dan ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe subREAL. Seine Arbeiten wurden auf den Biennalen von Istanbul (1993), Venedig (1993, 1999, 2001), São Paulo (1994) und Sydney (2006) präsentiert. Seit 2014 ist er Direktor des Nationalen Museums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest.
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Membrane
38€ In den WarenkorbDer Band Membrane dokumentiert die gleichnamige Ausstellung in der Neuen Galerie Gladbeck sowie deren Erweiterungsbau. In den Positionen der 7 eingeladenen Künstler:innen geht es um Haut im erweiterten Sinn—Membran schließt auch Bekleidung, Verschleierung und Maskierung aus verschiedenen kulturellen Perspektiven ein. Bekannte Porträts von Thomas Ruff, Shirin Neshat und Cindy Sherman erscheinen in neuem Licht neben Helena Parada Kims Thematisierung von ikonografischen und zeremoniellen Modecodes, Daniele Buettis Kritik des kommerzialisierten Körpers, oder Nicola Samorìs Auseinandersetzung mit Haut in historischen Meisterwerken. Die Innen- und Außenflächen des Galerieneubaus sind ebenfalls vom Konzept Membran inspiriert und ein interessanter Text vom Architekten erläutert dessen Herangehensweise.
Künstler:innen: Daniele Buetti, Sławomir Elsner, Shirin Neshat, Helena Parada Kim, Thomas Ruff, Nicola Samorì & Cindy Sherman
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Markus Vater
Objects of Significance32€ In den WarenkorbObjects of Significance ist ein Künstlerbuch, entstanden aus einer Serie von Fotografien und Texten, die Markus Vater (geb. 1970 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in London und Düsseldorf) über mehrere Jahre gesammelt hat. Sie zeigen und beschreiben, was dem Künstler wichtig ist: mit Bedeutung aufgeladene Gegenstände, Fragen, Beziehungen und Erinnerungen. Es ist ein künstlerisches und philosophisches, ein ebenso lustiges wie ernsthaftes Buch rund um Fragen wie: Was siehst du, wenn du deine Augen schließt und den Kopf zur Sonne wendest? Oder: Wieviel wiegt eine Wolke? Vater interviewt dafür die Nordsee und sinniert über den Wind. Er beleuchtet die Entstehungsbedingungen von Kunst und denkt darüber nach, was Löcher sind.
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João Penalva
The Asian Books40€ In den WarenkorbDer erste Überblicksband zu den außergewöhnlichen Künstlerbüchern von João Penalva
Der portugiesische Künstler João Penalva (geb. 1949 in Lissabon, lebt und arbeitet in London) schafft poetische Fiktionen, die die Fantasie stimulieren. Seine visuellen Geschichten, ob kleine Arbeiten von persönlichem Charakter oder raumgreifende inszenierte Installationen, kombinieren Malerei, Fotografie, Video und Dokumente; Bild, Text und Ton. Seit 2007 stellt Penalva Bücher in großem Format aus. Diese mit archivalischer Tinte auf Kunstdruckpapiere gebrachten Arbeiten werden stets ungebunden auf Tischen präsentiert, damit Betrachter sich setzen können, um sie frei zu durchblättern. Jedes dieser Bücher wurde lediglich in einer Auflage von drei einschließlich eines Künstlerabzuges publiziert. Mit The Asian Books werden erstmals alle Bücher von Penalva, die einen faktischen oder fiktionalen Bezug zu Asien haben, in einem aufwändigen Künstlerbuch vereint: Taipei Story, 2007; Portraits: Machines and Kabuki Wigs, 2009; The Toshiba Book of Happiness, 2009; Hello? Are you there?, 2009; Michio Harada, 2015; Boro, 2017.
João Penalva studierte Fine Art an der Chelsea School of Art in London. Seine Arbeiten wurden vielfach auf internationalen Ausstellungen gezeigt. Er repräsentierte Portugal 2001 auf der Biennale von Venedig und 1996 auf der Biennale von São Paulo.
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Mirror
Collaborative Pictures by Merrick d’Arcy-Irvine x Julia Bajanova40€ In den WarenkorbWir Menschen sind soziale Wesen. Ohne andere, die unser Verhalten spiegeln, geht verloren, was uns ausmacht – Sprache, Kultur, die Fähigkeit zum künstlerischen Ausdruck. Dem Fotografen Merrick d’Arcy-Irvine und der Modedesignerin Julia Bajanova ist daher an intensiven Begegnungen gelegen; mit den Personen, die auf ihren Bildern zu sehen sind, sowie miteinander, als Künstler*in und Mensch. Es berühren sich dabei ihre Medien und die Stoffe, die dafür in Gebrauch sind. Deren Materialität und ihr sinnliches Erleben im physischen Raum stehen bei den in diesem Band vereinten Bildern im Fokus, weshalb d’Arcy-Irvine und Bajanova auf digitale Mittel verzichten. Über die Sinnlichkeit entsteht eine emotionale Verbindung zwischen ihren künstlerischen Universen, deren Grenzen wie jene der Genres fluide werden. Farben und Formen verschmelzen zu einer gemeinsamen Sprache von bildender Kunst und Mode, in der d’Arcy-Irvine und Bajanova mit Licht auf dem Fotopapier ihre Botschaften verfassen. Sie erzählen davon, was uns Menschen ausmacht: vom freien Schaffen jenseits alltäglicher Notwendigkeiten. Die Bilder in Mirror sind demnach Spiegelungen unseres Daseins, Pforten zur Selbsterkenntnis.
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Wege in die Abstraktion
Marta Hoepffner und Willi Baumeister24,90€ In den WarenkorbUnbekannte Einflüsse der modernen Malerei und Fotografie
Marta Hoepffner (geb. 1912 in Pirmasens, gest. 2000 in Lindenberg) gilt als Pionierin der experimentellen Fotografie. Erstmals werden mit diesem Buch frühe fotografische Experimente, Porträts und farbfotografische Studien der Künstlerin den Gemälden von Willi Baumeister (geb. 1889 in Stuttgart, gest. 1955 Stuttgart) gegenübergestellt. Baumeister prägte als Professor an der Frankfurter Kunstschule – der heutigen Städelschule – entscheidend die Entwicklung seiner Studentin Hoepffner. Ein außergewöhnliches Buch, das mehr als fünfzig Arbeiten aus den 1910er- bis 1970er Jahren präsentiert.
Marta Hoepffners Werke wurden unter anderem im Centre Georges Pompidou, im San Francisco Museum of Modern Art und der National Portrait Gallery, London, ausgestellt. Willi Baumeister studierte an der Kunstakademie Stuttgart und war Mitglied der einflussreichen Novembergruppe. Er galt zu Zeiten des NS-Regimes als „entartet“ und zählt heute zu den herausragenden Künstlerinnen und Künstlern der Moderne.




















