





Ossian Fraser
DISSOLVING ACTS
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| Herausgeber | Christian Ganzenberg, Lydia Korndörfer |
| Autor(en) | Andreas Merkl, Ilze and Heinrich Wolff, Jean Troillet, Laura Helena Wurth |
| Gestaltung | Parat, Munich |
| Maße | 22 x 30,5 cm |
| Umschlag | Softcover |
| Seitenzahl | 152 |
| Abbildungen | 58 |
| Sprache(n) | Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-148-1 |
Ossian Fraser (geb. 1983 in Edinburgh, lebt in München und Berlin) formt und fasst schwindende Momente. Mit flüchtigen Materialien wie Wasser, Staub oder Licht lässt der Künstler das verborgene Potenzial unscheinbarer Situationen in Stadt und Natur sichtbar werden. Ein Tunnel im urbanen Raum oder eine Felswand im Hochgebirge werden dabei zum Ausgangspunkt und elementaren Bestandteil seiner ortsbezogenen Interventionen, die er in Bildern festhält. Das Buch gibt erstmals einen umfassenden Einblick in Frasers Schaffen. Bildstrecken seiner konzeptuellen und poetischen Arbeiten wechseln mit Gesprächen ab, die nicht nur den Aktionsrahmen für seine künstlerische Praxis abstecken, sondern auch die großen Themen unserer Zeit berühren.
Ossian Fraser studierte freie Kunst und Bildhauerei 2006–2009 an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Bonn und 2009–2013 an der Weißensee Kunsthochschule in Berlin, 2013–2014 war er Meisterschüler bei Albrecht Schäfer.
Weitere Bücher
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100 Windows
Site-specific art installations at Berlin-Weekly project space28€ In den WarenkorbIn einer beidseitig verglasten ehemaligen Tordurchfahrt für Pferdekutschen gründete Stefanie Seidl 2010 den Projektraum BERLIN-WEEKLY, der diesen hohen verschlossenen Schaufensterraum Künstler:innen als eine Art öffentliche Bühne anbietet, auf der sie raum- oder ortsspezifische Installationen für eine breite Öffentlichkeit inszenieren können. Durch die einseitige Ausrichtung zur Straße funktioniert BERLIN-WEEKLY als künstlerische Intervention in den Stadtraum über das Format Schaufenster. Das Buch zeigt anhand von 100 ausgewählten Fensterinstallationen, wie unterschiedlich die einzelnen Künstler:innen sich mit den Gegebenheiten des Ortes auseinandergesetzt und dadurch den kleinen begrenzten Raum immer wieder grundlegend verändert haben.
Mit Arbeiten u.a. von: Menno Aden, Alexandra Baumgartner, Isabelle Borges, Astrid Busch, Simon Faithfull, Moritz Frei, Max Frisinger, Wolfgang Flad, Dagmara Genda, Andreas Greiner & Armin Keplinger, Sabine Groß, Marc van der Hocht, Sabine Hornig, Irène Hug, Bettina Khano, Julia Kissina, Nikolaus List, Ulrike Mohr, Virginie Mosse, Piotr Nathan, Katja Pudor, Philip Topolovac, Inken Reinert, Sophia Schama, Geerten Verheus, Sinta Werner, Barbara Wille
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Stefan Reiterer
Inflection Point38€ In den WarenkorbDer österreichische Künstler Stefan Reiterer (geb. 1988, lebt in Wien) überführt digitale Landkarten und Satellitenaufnahmen mittels abstrakter Malerei in den analogen physischen Raum. Er manipuliert Daten von u.a. Google Earth und NASA und verwandelt sie in illusorische Topologien und Pseudo-Kartographien, um unsere Wahrnehmung herauszufordern. Was wird wiedererkannt, neuerkannt, zurückgewiesen? Wo ist der Standort der Betrachter:innen? Andrea Kopranovic schreibt über Reiterer’s gemalte Leere als Lochfraß und Projektionsfläche „für Glitches, schwarze Löcher und Abgründe“ und sinnbildlich für potentielle „Deutungen, Anreicherungen und noch nicht gedachte Möglichkeitsräume“. Dieses reich bebilderte Buch dokumentiert Reiterer’s Ausstellung aus dem Jahr 2025 im Museum gegenstandsfreier Kunst in Otterndorf.
LONGLIST „Schönste Deutsche Bücher 2026“ der Stiftung Buchkunst
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Jürgen Claus
To the Oceans with Imagination18€ In den WarenkorbDas Meer als künstlerischer Erlebnisraum
Das Werk von Jürgen Claus (geb. 1935 in Berlin, lebt und arbeitet in Aachen und Baelen, Belgien) umfasst Malerei, Film, Licht- und Solarinstallationen sowie Unterwasserkunst. Seine kunsttheoretischen Bücher erreichten eine Gesamtauflage von über 100.000 Exemplaren. „Jürgen Claus ist der erste, der das Meer eher als Künstler denn als Wissenschaftler betrachtet“, schreibt Michel Ragon. In diesem Buch verbindet Claus Erfahrungen aus faszinierenden Unterwasserinstallationen mit einem aktuellen Thema: dem weltweiten Streben nach einer Regeneration der Meere. Die Publikation verbindet damit Kunst, Architektur, Poesie und Musik im Zusammenhang mit den Ozeanen der Welt.
Jürgen Claus studierte Theaterwissenschaften an der Universität München. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln.
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Laura Schawelka
Double Issues24€ In den WarenkorbVerkaufswelten ohne Waren
In ihren Installationen setzt Laura Schawelka (geb. 1988 in München, lebt und arbeitet in Berlin) Fotografie, Video und Skulptur in einen vielschichtigen Dialog. In ihren jüngsten Arbeiten thematisiert sie die Rolle der Fotografie in der Entstehung der modernen Konsumgesellschaft. Was bedeutet es, wenn Waren nur noch durch andere Waren – Computer, Handys, Tablets – kommuniziert werden? Wenn diese Vorenthaltung des echten Gegenstandes überhaupt erst ein Verlangen erzeugt? Schawelka schafft Verkaufswelten ohne Waren, in denen Bilder, Fotografien und Videos jegliche Konsumgüter ersetzt haben.
Laura Schawelka studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main und war Meisterschülerin von Tobias Rehberger. 2015 erhielt sie den Master of Fine Arts am California Institute of the Arts in Los Angeles und zog 2017 als Atelierstipendiatin der Hessischen Kulturstiftung nach Paris.
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Adrian Schiess
Das Singende68€ In den WarenkorbDer bekannte Schweizer Künstler und sein Werk im Kontext der Architektur
Mit glatt lackierten, horizontal ausgelegten Platten wurde Adrian Schiess (geb. 1959 in Zürich, lebt und arbeitet in Mouans-Sartoux, Frankreich) international bekannt. Seine Objekte verstehen sich als frei im Raum platzierbare Arbeitsfelder, die das Erscheinen und Verschwinden der Malerei thematisieren. Sie sind zum integralen Bestandteil von Bauten weltberühmter Architekten wie Norman Foster und Herzog & de Meuron geworden. In diesem Buch hat Schiess eindrucksvolle Bildstrecken und umfangreiche Gespräche zusammengestellt, die den fluktuierenden und hybriden, in jedem Moment aber vollkommen eigenständigen Charakter seiner Arbeiten nachzeichnen. Erstmals widmet sich eine Publikation ganz diesem wesentlichen Aspekt des OEuvres und dokumentiert Werke von 1993 bis 2018.
Adrian Schiess studierte an der Kunstgewerbeschule Zürich und absolvierte eine Ausbildung zum grafischen Gestalter. Seine Arbeiten wurden auf der 44. Biennale di Venezia und auf der documenta IX gezeigt.
Die Publikation wird unterstützt von der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

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MS 00 22
Michael Sailstorfer – Works 2000–202245€ In den WarenkorbMS 00 22 – Michael Sailstorfer: Works 2000–2022
Michael Sailstorfer (geb. 1979 in Velden/Vils, lebt und arbeitet in Berlin) ist einer der bekanntesten deutschen Bildhauer und Objektkünstler seiner Generation. Seine oft aufwändig produzierten und lange geplanten skulpturalen Arbeiten entstehen durch Reflektion und Umdeutung alltäglicher Gegenstände. Es sind verblüffende, skurrile und manchmal auch humorvolle Versuchsanordnungen und Objekte, die mit der Umwelt interagieren, Räume schaffen oder sich selbst dekonstruieren. Diese transformativen Prozesse wirken ebenso konzeptuell wie poetisch und erzählen von Zeitlichkeit und Auflösung. Häufig brauchen Sailstorfers Installationen das Zusammenspiel mit dem Betrachtenden, um zu funktionieren. Seine bildhauerischen Experimente werden meist mit der Kamera dokumentiert und später dem Publikum als Videos oder Fotografien zugänglich gemacht.
Die groß angelegte Monografie MS 00 22 zeigt die wichtigsten Werke aus Sailstorfers gesamtem Schaffen. Formal unterschiedliche Texte und Gespräche mit dem Künstler geben einen fundierten Einblick in seine Arbeitsweise.
Michael Sailstorfer studierte von 1999 und 2005 bei Olaf Metzel an der Münchner Akademie der Bildenden Künste und 2004/05 am Goldsmiths College in London. Er wurde u.a. dem Kunstpreis junger westen (2011) und dem Vattenfall Contemporary (2012) ausgezeichnet. Einzelausstellungen wurden ihm u.a. in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (2007), der Kestnergesellschaft Hannover (2010), der Kunsthalle Nürnberg (2011) sowie dem Contemporary Arts Center in Cincinnati, Ohio (2014) ausgerichtet.
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Maria Braune
Keep Away From Fire28€ In den WarenkorbIm Zentrum der Arbeit von Maria Braune (geb. 1988 in Berlin, lebt und arbeitet in München und Bamberg) steht ein selbstentwickelter Werkstoff namens Migma, der aus acht verschiedenen natürlich nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dieser wird erhitzt, gegossen und über einen mehrwöchigen Zeitraum geformt. Die so gebildeten Skulpturen und Installationen wuchern wie sinnliche Organismen in den Raum. Assoziationen von Wachstum und Symbiose tauchen auf, aber es werden auch Brüche und Zerfall sichtbar. Braunes künstlerischer Schaffensprozess ist Teil eines Ökosystems und völlig im Jetzt verankert. Ihr Material ist eine hochlebendige Materie, auf die sie unmittelbar reagiert, sie mit mythologischer und narrativer Bedeutung verbindet und zu ihrer eigenen Welt in Beziehung setzt.
Maria Braune wurde 2009–2011 an der Fachhochschule für Bildhauerei in Berchtesgaden zur Holzbildhauerin ausgebildet und absolvierte im Anschluss ein Studium der freien Kunst bei Hermann Pitz an der Akademie für Bildende Künste München, das sie 2017 mit einem Diplom abschloss.
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Language/Text/Image
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Julia Steiner
Am Saum des Raumes24€ In den WarenkorbRaumgreifende Welten
Die Arbeiten von Julia Steiner (geb. 1982 in Büren zum Hof, Schweiz; lebt und arbeitet in Basel) sind mit dem Pinsel gezeichnet und monumental im Format. Dennoch strahlen sie etwas Zartes, Flüchtiges aus, wuchern über das Papier hinaus und besetzen den Raum. Im Moment eingefrorene Prozesse – wie Wind, der durch Wolken fegt, die Nacht durchdringendes Licht oder auseinanderberstende Erde – brechen sich auf energische Weise Bahn. Wer ein Motiv erkannt zu haben meint, verliert es sogleich wieder in der Abstraktion der malerischen Zeichnung. Das Werk der Künstlerin bildet einen Kosmos von Bildern, die splittern und zerbersten, explodieren und implodieren. Das vorliegende Buch begleitet Julia Steiners erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.
Julia Steiner studierte von 2002 bis 2007 an der Hochschule der Künste Bern (HKB), absolvierte 2005 ein Auslandssemester an der Universität der Künste Berlin und hatte 2018–19 die Verwaltungsprofessur für die Fachklasse Zeichnen an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) inne. Steiner wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter 2009 mit dem Swiss Art Award und 2017 mit dem Wiener STRABAG Artaward International.
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Liam Gillick
Filtered Time (ENGLISCH)28€ In den WarenkorbDer Bildhauer und Objektkünstler Liam Gillick (geb. 1964 in Aylesbury, UK, lebt und arbeitet in New York) hat für die historischen Räume des Pergamonmuseums eine Intervention mit dem Titel Filtered Time geschaffen. Mit Licht- und Farbprojektionen sowie Klangbildern vermittelt er 6.000 Jahre Kulturgeschichte als immersive Raumerfahrung. Gillick lässt die ikonische Prozessionsstraße und das Ischtar-Tor Babylons, die monumentalen Skulpturen von Tell Halaf und andere Exponate in einen Dialog treten und erzeugt so über alle historischen Perioden hinweg neue Bedeutungsebenen. Das erste gemeinsame Projekt des Berliner Vorderasiatischen Museums und des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart präsentiert damit ein einzigartiges visuelles und sensorisches Erlebnis. Die vom Künstler selbst gestaltete Publikation gibt nicht nur die farbgewaltige Inszenierung wieder, sondern auch einen Einblick in die wechselvolle Historie des fast hundert Jahre alten Museums.
Liam Gillick studierte 1983–1984 am Hertfordshire College of Art und 1984–1987 am Goldsmiths, University of London. Gillicks umfangreiches publizistisches Werk umfasst Essays, Kritiken, fiktionale Texte und theaterähnliche Szenarien.
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Elias Sime
Echo የገደል ማሚቶ35€ In den WarenkorbÄthopiens vielfach ausgezeichneter Künstler Elias Sime (geb. 1968 in Addis Abeba) beeindruckt mit monumentalen Wandreliefs aus ornamental verflochtenen Drähten und Kabeln oder zersägten Hauptplatinen. Gemeinsam mit seinem Team verarbeitet er seit Jahren unermüdlich ausrangierte Elektronikkomponente zu komplexen und farbenfrohen Assemblagen. Er knüpft dabei an althergebrachte Techniken des Webens, Flechtens und Schnitzens in seiner Heimat an. Ihn interessiert die “Biografie des Materials” und jede Collage ist eine Spurensuche (nach lokaler and globaler Vergangenheit). Den Elektroschrott, den die Länder des globalen Nordens bekanntlich gern im afrikanischen Kontinent “entsorgen,” bezieht Sime auf den Flohmärkten in Addis Abeba. Seine Friese sind Monumente für sowohl die Wegwerfgesellschaft als auch die globale Vernetzung und Interaktion.
Echo የገደል ማሚቶ ein reich bebildertes Buch, gibt einen Überblick über den (spannenden) Werdegang des Künstlers und erscheint anlässlich seiner Einzelausstellung im Kunstpalast Düsseldorf. Der Band enthält Essays von Felicity Korn und Andria Hickey sowie ein Gespräch mit Hans Ulrich Obrist von 2016. Außerdem beleuchtet wird der von Sime (gemeinsam mit Kuratorin Meskerem Assegued) initiierte Zoma Museum Komplex, ein Gesamtkunstwerk, das beispielgebend für Nachhaltigkeit und „community building“ ist.
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nolde/kritik/documenta (Englisch)
42€ In den WarenkorbEmil Nolde (1867–1956) zählt zu den bekanntesten Künstlern der klassischen Moderne. Seine heutige Wahrnehmung ist durch historische Mythenbildung und deren Dekonstruktion geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lancierten er selbst und die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung das Bild des verfemten Malers. Doch in jüngerer Zeit sind Noldes antisemitische Haltung und sein Opportunismus gegenüber dem NS-Regime erneut ins Bewusstsein gerückt.
Der Düsseldorfer Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) hat sich mit Unterstützung der Nolde Stiftung Seebüll, auf die Spuren dieser ambivalenten Künstlerpersönlichkeit begeben und sich kritisch mit Werk und Wirkung Emil Noldes auseinandergesetzt. Erste Ergebnisse waren im Winter 2020/2021 in der Draiflessen Collection in Mettingen zu sehen.
Auf Einladung des documenta archivs in Kassel setzte Kuball diese Spurensuche fort. Das forschungsbasierte Ausstellungsprojekt „nolde / kritik / documenta“ beleuchtet die Verschränkung von Werk und Biografie und fragt nach den Widersprüchlichkeiten der Moderne, die in der Künstlerfigur Emil Nolde exemplarisch hervortreten. Im Mittelpunkt steht hierbei die Inszenierung der Werke Noldes im Rahmen der ersten drei Ausgaben der documenta (1955, 1959, 1964), die den „Mythos Nolde“ entscheidend prägten.
Der Katalog „nolde/kritik/documenta“ erscheint begleitend zur Ausstellung im Kasseler Fridericianum (9.12.2022-19.02.2023) in erweiterter Neuauflage.
Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln und assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe.
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Tamara Suhr
Skulpturen24€ In den WarenkorbZurückhaltend und doch unmittelbar präsent
Tamara Suhr (geb. 1968 in Tübingen, lebt und arbeitet in Ludwigsburg) hat sich als Bildhauerin unbeirrt der menschlichen Figur verschrieben. Ihr Sujet sind Kinderfiguren, die in ihrer Zurückhaltung stets eine gewisse Neugier, eine Erwartungshaltung verkörpern. In ihrer Form auf das Wesentliche reduziert, beinahe archaisch, strahlen sie auf den Betrachter Ruhe und Gelassenheit aus – getragen von einer motivischen wie assoziativen Balance. In ihrer Kleinheit und Verletzbarkeit scheinbar schutzbedürftig, wirken Suhrs figürliche, sorgfältig aus Bronze gefertigten Plastiken doch stark und mutig. Sie stehen, schauen, kauern, angeln, schwimmen oder balancieren. Sie sind präsent, ganz im Hier und Jetzt, ein Symbol für die Kinder der Welt.
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Wyatt Kahn
Paintings and Sculptures36€ In den WarenkorbDie Arbeiten von Wyatt Kahn (geb. 1983 in New York, lebt und arbeitet in New York) bewegen sich an der Grenze zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und führen Aspekte der amerikanischen Minimal Art der 1960er Jahre fort. Der Tradition der minimalistischen Abstraktion folgend, wirken seine mehrteiligen Gemälde inhaltsleer, ihre Konstruktion ist jedoch ein raffiniertes Wechselspiel aus geometrischen Formen. Anstatt sie auf die Leinwand selbst zu zeichnen, verwandelt er sie in physische Komponenten aus hölzernen mit Leinwand überzogenen Leisten, die als Reliefs an die Wand gehängt werden, die damit zu einem integralen Bestandteil der Komposition wird. An der Schnittstelle von Malerei und Skulptur arbeitend, verweist der Künstler auch selbst auf die einfach und mehrfach geformten Leinwände von Ellsworth Kelly.
Wyatt Kahns Werke sind in so bedeutenden Sammlungen wie der des Metropolitan Museum of Art, New York, des Museum of Modern Art, New York, des Whitney Museum of American Art, New York, des Centre Pompidou, Paris, des Museum of Contemporary Art, Los Angeles, des Dallas Museum of Art, des Museum of Contemporary Art, Chicago, und der Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, vertreten.
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Nadira Husain
Manzil Monde30€ In den WarenkorbNadira Husain (geb. 1980 in Paris, lebt und arbeitet in Berlin, Paris und Hyderabad) verbindet in ihren Arbeiten Figuren, Symbole und Ornamente verschiedener Kulturkreise zu komplexen Bildwelten, die ihre eigenen multikulturellen Erfahrungen reflektieren. Dabei bezieht die Künstlerin zugunsten einer harmonischen, aber durchaus spannungsreichen Koexistenz aller Elemente gleichberechtigt Malerei, Zeichnung, Druckverfahren, traditionelle Handwerkstechniken und unterschiedliche Materialien wie Textil und Keramik ein. Überblendungen und motivischer Transfer zeigen Ähnlichkeiten und Divergenzen von Mythologie und Popkultur: die indische Gottheit, die Comicfigur und das Modelabel treten gleichwertig nebeneinander auf.
Das Buch stellt in mehreren Essays Nadira Husain als signifikante künstlerische Position im Diskurs von Postmigration, Transkulturalität und Feminismus in der zeitgenössischen Kunst vor.
Nadira Husain studierte an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris und an der University of British Columbia in Vancouver. Als Gastprofessorin unterrichtet sie im Lehrteam mit der belarussischen Künstlerin Marina Naprushkina an der UdK Berlin.
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Tobias Rehberger
1993–202244€ In den WarenkorbTobias Rehberger (geb. 1966 in Esslingen, lebt und arbeitet in Frankfurt/Main) verbindet in seinen bildhauerischen Arbeiten Strategien aus unterschiedlichen, auch kunstfernen Disziplinen. Mit seinen zur Nutzung bestimmten Interieurs gehört er zu den einflussreichsten Künstlern seiner Generation. Das Kunstmuseum Stuttgart richtet Rehberger 2022 eine großangelegte Ausstellung mit einigen der wichtigsten Werkgruppen der letzten drei Jahrzehnte aus. Das dazu erscheinende Buch leistet einen zentralen Beitrag zur fortlaufenden Aufarbeitung seines Œuvres.
Tobias Rehberger studierte bei Thomas Bayrle und Martin Kippenberger an der Frankfurter Städelschule, wo er heute selbst eine Professur inne hat. 2009 bekam er für seine Skulptur Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen, die als zentrale Cafeteria der Biennale di Venezia dient, den goldenen Löwen.
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Katja Aufleger
Schwindelerregende Höhen30€ In den WarenkorbKippmomente und vergängliche Augenblicke
Die Arbeiten von Katja Aufleger (geb. 1983 in Oldenburg, lebt und arbeitet in Berlin) fokussieren Momente der Unsicherheit und Ungewissheit in unterschiedlichen ästhetischen Formen. Ausgangspunkt sind dabei meist Alltagsphänomene sowie physikalische Modelle, die sie mit unterschiedlichen kulturhistorischen und psychologischen Konzepten verbindet. Die Publikation präsentiert mehrere Werkserien, die zum Teil explosive Spannungen darstellen. Darunter auch Fotografien von selbstgebauten Molotow-Cocktails aus entzündeten Parfumflakons, die neuste Serie der Künstlerin, in der das Potential von Materialästhetik und Emotionalität ausgelotet wird. Den einführenden Text schrieb Julia Katharina Thiemann.
Katja Aufleger studierte bildende Kunst an der HFBK in Hamburg bei Andreas Slominski, Matt Mullican und Michael Diers.
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B.A.R.O.C.K.
24,80€ In den WarenkorbKünstlerische Interventionen in Schloss Caputh. Parallelen der Gegenwart zum Barock
Vier internationale Künstlerinnen haben sich mehr als drei Jahre lang mit Schloss Caputh nahe Potsdam auseinandergesetzt und gezielt Arbeiten für diesen prachtvollen Ort geschaffen. Die Tapisserien von Margret Eicher (geb. 1955 in Viersen, lebt und arbeitet in Berlin), die Blumenscans von Luzia Simons (geb. 1953 in Quixadá, Brasilien, lebt und arbeitet in Berlin), die Wachsskulpturen von Rebecca Stevenson (geb. 1971, lebt und arbeitet in London) und die Deckenbildprojektionen von Myriam Thyes (geb. 1963 in Luxemburg, lebt und arbeitet in Düsseldorf) fügen sich gleichermaßen selbstverständlich wie überraschend in den umgebenden Raum ein. Der großformatige Katalog mit zwölf doppelseitigen Collagen versteht sich als bildnerisch-künstlerische Kommentierung des ambitionierten Projekts.
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Sabine Hornig
Passage through Presence45€ In den WarenkorbGroßformatige Raum-Zeit-Schichtungen
Sabine Hornig (geb. 1964, lebt und arbeitet in Berlin) ist international durch ihre Skulpturen, Fotografien und Rauminterventionen bekannt geworden, die auf besondere Weise Bild, Perspektive und Raum ineinander verschränken. Ihre Arbeiten integrieren transparente Bildebenen auf Glas skulptural in den Raum, sodass sich die Bedeutung erst durch den Blick und die Bewegung des Betrachters entfaltet. In den neuen architekturbezogenen Arbeiten der Künstlerin werden ganze Fassaden und Durchgänge mit Großfotos überlagert. In dieser Publikation wird erstmalig der Fokus auf Sabine Hornigs räumliche Arbeiten von der Erstellung der Modelle zu Skulpturen und der Kombination mit transparenten Fotoebenen bis hin zu den Arbeiten im öffentlichen Raum gelegt. Dabei steht ihre bisher größte Installation im New Yorker Flughafen LaGuardia im Mittelpunkt, über die sie mit Nicholas Baume, Direktor und künstlerischer Leiter des Public Art Fund New York spricht.
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Cristina Lucas
Maschine im Stillstand29€ In den WarenkorbMechanismen der Macht
Die spanische Künstlerin Cristina Lucas (geb. 1973 in Jaén, lebt und arbeitet in Madrid) arbeitet in zahlreichen Medien und Genres. Zentrale Anliegen sind dabei die Konfrontation von subjektiver und politischer Geschichtsschreibung und die Aufarbeitung von kulturellen Klischees. Ausgangspunkt der Publikation ist die Mehrkanal-Videoinstallation Unending Lightning, mit der Lucas seit 2013 die Historie des Luftkriegs akribisch erforscht. Daneben werden auch Arbeiten gezeigt, die sich mit einer aktuellen Sichtweise auf Wertschöpfungsketten und der Kapitalisierung von Zeit und Landschaft beschäftigen. Darüber hinaus hat sie einen Korpus an kritischen kartografischen Modellen entwickelt, mit denen sie algorithmisch, philosophisch, poetisch oder auch humorvoll neu gesehene Zusammenhänge verdeutlicht. Als erste deutsche Publikation dokumentiert dieses Buch ausführlich das Werk von Cristina Lucas.
Cristina Lucas studierte bildende Kunst an der University of California und an der Universidad Complutense in Madrid. Es folgten Künstlerresidenzen in Paris, Amsterdam und New York. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im MUDAM Luxembourg, im Museo de Arte Contemporaneo, Santiago de Chile, sowie im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, im Kiasma, Helsinki, und im Centre Pompidou, Paris, ausgestellt.




















