


Johannes Schütz
Die Unterbrechung / The Interruption
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| Autor(en) | Johannes Schütz, Marina Galic, Sasha Rau, Annette Storr, Klaus vom Bruch, Roland Schimmelpfennig, Stefan Tigges |
| Gestaltung | Carsten Eisfeld |
| Maße | 19,5 × 27,5 cm |
| Umschlag | Hardcover |
| Seitenzahl | 416 |
| Abbildungen | 420 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-095-8 |
Johannes Schütz (geb. 1950 in Frankfurt am Main, lebt in Berlin) gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Bühnenbildnern und Regisseuren. Seinen Stil könnte man als „einfach, klar und radikal“ bezeichnen. An allen großen Schauspiel- und Opernhäusern im deutschsprachigen Raum, aber auch im Ausland sind die Arbeiten von Schütz zu sehen. Er lernte bei Wilfried Minks und machte 1971 sein erstes Bühnenbild für Luc Bondy. Am Berliner Schillertheater und den Münchner Kammerspielen ging seine Laufbahn als Bühnenbildner weiter, danach war er Ausstattungsleiter am Bremer Theater und am Schauspielhaus Bochum. Von 1992 bis 1998 lehrte Schütz Szenografie am ZKM in Karlsruhe und seit 2010 ist er Professor für Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf.
In seinem Buch Die Unterbrechung spricht er mit Annette Storr über seine neuen Bühneninszenierungen, die mit Modellen und Fotografien, aber am häufigsten mit Stills aus den Aufführungen dokumentiert werden. Darunter sind die Stücke Penthesilea von Heinrich von Kleist, Landestheater Salzburg, 2018; Hamlet von William Shakespeare, Schauspielhaus Bochum, 2019; Reich des Todes von Rainald Goetz, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 2020; Richard II von William Shakespeare, Burgtheater, Wien, 2021 und Der Idiot von Dostojewskij, Thalia Theater, Hamburg, 2021.
Weitere Bücher
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Katja Aufleger
Schwindelerregende Höhen30€ In den WarenkorbKippmomente und vergängliche Augenblicke
Die Arbeiten von Katja Aufleger (geb. 1983 in Oldenburg, lebt und arbeitet in Berlin) fokussieren Momente der Unsicherheit und Ungewissheit in unterschiedlichen ästhetischen Formen. Ausgangspunkt sind dabei meist Alltagsphänomene sowie physikalische Modelle, die sie mit unterschiedlichen kulturhistorischen und psychologischen Konzepten verbindet. Die Publikation präsentiert mehrere Werkserien, die zum Teil explosive Spannungen darstellen. Darunter auch Fotografien von selbstgebauten Molotow-Cocktails aus entzündeten Parfumflakons, die neuste Serie der Künstlerin, in der das Potential von Materialästhetik und Emotionalität ausgelotet wird. Den einführenden Text schrieb Julia Katharina Thiemann.
Katja Aufleger studierte bildende Kunst an der HFBK in Hamburg bei Andreas Slominski, Matt Mullican und Michael Diers.
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Sebastian Stöhrer
Bewohner40€ In den WarenkorbSebastian Stöhrers Werk kann mit Recht als Schöpfung bezeichnet werden. Aus Ton – also im Grunde aus Erde – formt er seine „Bewohner“: farbenfrohe, freundlich wirkende Skulpturen-Wesen, teils mit an Extremitäten erinnernden Erweiterungen aus Stöcken oder Ästen. Sie kommen locker-humorvoll daher, sind aber keineswegs bloß das Produkt einer Eingebung oder Laune. Es bedarf jahrzehntelanger akribischer Erkundungen am Brennofen auf Grundlage der jahrtausendealten Töpferkunst sowie fundierter Kenntnisse der Chemie und Physik, um solche Farben und Formen zu schaffen. Stöhrer wird als Alchemist bezeichnet, und tatsächlich tritt er zur Ehrenrettung dieser forschenden Zunft, eine Vorläuferin der modernen Naturwissenschaften, an. Die Alchemie vereint wie Stöhrers Werk pure Vernunft mit dem Zufall und einem Fünkchen Magie. Der Künstler treibt ein intuitives, sinnliches Spiel mit der Tonerde und der kaum kalkulierbaren Farbigkeit der Glasuren – die Schöpfung trägt nun mal auch das Chaos, das Anarchische, Triebhafte in sich. Als ihre Verkörperung treten uns Stöhrers „Bewohner“ entgegen; als Abbilder, vielleicht auch als Boten einer künftigen gutmütigen Version unserer selbst.
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Under the Milky Way
Abstraktion, Autonomie und post-vandalistische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart38€ In den WarenkorbDas Draußen ist Schule geworden, die städtische Unterwelt Atelier, und entgrenzte Antiautorität ersetzt den Einfluss der Akademie und des Markts. Hier sind Kunstbewegungen und Hidden Masters entstanden, die inzwischen auch institutionell in Erscheinung treten. Manche haben einen Graffiti-Hintergrund, andere Malerei studiert, einige waren zuvor Stadteinbrecher, die an Orten malten, wo sie vor Behörden fliehen mussten. Die daraus erwachsene Kunst lässt sich am besten mit drei Begriffen beschreiben: Abstraktion, Autonomie und – je nach Sichtweise – Post-Vandalismus.
Die gerade zu Ende gegangene Ausstellung Under the Milky Way im Kunstverein Hannover präsentierte spannende Positionen dieser Szenen aus ganz Europa. Sie war keine Graffiti-Schau, sondern präsentierte einen künstlerischen Transfer, der abstrakte Malerei und andere Praktiken in den musealen Raum überführt. Darin finden sich raue Ideen, Ironie, autonome Kunst sowie konzeptuelle und anarchische Ansätze. Teilweise ungebeten entsteht eine Kunst der Kunst, manchmal geprägt von politischen Haltungen, manchmal von der Freiheit, genau das zu tun, was getan werden will.
Das Buch zur Ausstellung im Kunstverein Hannover versammelt maßgebliche Akteur:innen dieser Entwicklung in einer Konstellation, die es so zuvor noch nicht gegeben hat. Sie stammen aus heterogenen urbanen und künstlerischen Szenen, finden sich jedoch immer wieder unter der Milchstraße: mit einem progressiven Jucken in den Fingern, das nach einer Aktionsfreiheit ruft, die bei Tageslicht kaum möglich scheint.
Mit Amos Angeles, Alexandre Bavard, Cäcilia Brown, Stephen Burke, Bus 126, Brad Downey und Akim, Florentina Holzinger, Antwan Horfee, Hams Klemens, Klub7, Daniel Laufer, Mischa Leinkauf, Martina Morger, Moses und Taps, Martina Morger, Christoph und Sebastian Mügge, Patrick Niemann, Rocco und seine Brüder, Veli Silver, Mathias Weinfurter, Angst Yok.
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Ute Bartel
mansionaticum25€ In den WarenkorbEin unwirklicher Blick auf die Wirklichkeit
Ute Bartel (geb. 1961 in Halle, lebt und arbeitet in Köln) beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit alltäglichen Gegebenheiten, dem „mansionaticum“. Ein Begriff, der epochal anmutet, jedoch etymologisch schlicht „das zum Haushalt gehörende“ bedeutet. In konkreter Auseinandersetzung mit bestimmten Orten und Situationen gilt ihr Interesse den Dingen an sich und ihren formalen Besonderheiten, ihren Formen, Farben und Strukturen. Mit analogen wie digitalen Techniken der Fotografie entstehen Collagen, Objekte und in den Raum greifende Arbeiten. Die großzügig illustrierte Monografie zeigt form- und farbstarke Gebilde vertrauter und doch unbekannter Wirklichkeiten und gibt einen umfassenden Einblick in einen der Schwerpunkte im Werk der Künstlerin.
Ute Bartel studierte an der Kunstakademie Münster und war Meisterschülerin von Reiner Ruthenbeck. Ihre Werke wurden vielfach ausgestellt, unter anderem im Kunstverein Speyer, in den Deichtorhallen Hamburg und im Westfälischen Kunstverein, Münster.
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FLATZ
Hitler. Ein Hundeleben18€ In den WarenkorbEin Versuch der Enttabuisierung – trivial und provozierend
Eine schwarze, reinrassige Deutsche Dogge namens Hitler begleitete den österreichischen Performancekünstler FLATZ (geb. 1952 in Dornbirn, lebt und arbeitet in München und London) wie ein Schatten durch die 1990er Jahre. Die Namensgebung wie auch die Untertitel der entstandenen Fotografien setzen den banalen Hundealltag in Beziehung zur unrühmlichen Vita des Namenspaten und eröffnen damit einen überaus provokativen Assoziationsspielraum. „Hitler ist immer dabei“, so der Künstler, „ebenso wie wir den historischen Hitler immer mit uns herumschleppen, weil er Teil unserer Geschichte ist, die – solange sie verdrängt, verklärt oder tabuisiert wird – eben nicht bewältigt ist.“
FLATZ (Wolfgang) studierte Metalldesign an der HTBL in Graz sowie Goldschmiedekunst und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1992 war er Teilnehmer der documenta IX. 2009 eröffnete das FLATZ Museum der Stadt Dornbrin.
Mit mehr als 350 Abbildungen erscheint Hitler. Ein Hundeleben als erweiterte und überarbeitete Neuauflage des Buches von 1996, das seit langem vergriffen ist.
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Gabriel Vormstein
40€ In den WarenkorbGabriel Vormstein (geb. 1974 in Konstanz; lebt und arbeitet in Berlin) erforscht die Themen Vergänglichkeit, Zeitlichkeit und Scheitern in einer einzigartigen Bildsprache. Er verwendet vorwiegend Zeitungspapier als Malgrund oder kombiniert gefundene Äste und andere vegetabile Materialien zu Installationen. Diese „armen“ Materialien untergraben die in der westlichen Kultur vorherrschende Vorstellung der Konservierung eines Kunstwerks auf dauerhafte Präsenz. Mit unterschiedlichen adaptierten Stilen und Symbolen verweist auch seine Malerei auf das Entstehen und Verschwinden von kunsthistorischen und kulturellen Strömungen.
Das 300 Seiten umfassende Buch bietet einen bildreichen Überblick über Gabriel Vormsteins künstlerisches Schaffen der letzten zwanzig Jahre und gibt einen atmosphärischen Einblick in die Thematik und Arbeitsweise des Künstlers. Den Text schrieb Gean Moreno, der die künstlerische Arbeit Vormsteins so charakterisierte: „Gabriel Vormsteins Gemälde und Skulpturen zeigen sich in einem Zustand vergänglicher Artefakte, als ob für sie (und vielleicht auch für uns) keine andere Art der Existenz möglich wäre.“
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Language/Text/Image
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Margret Eicher
Lob der Malkunst38€ In den WarenkorbAktuelle Bildkommunikation in historischer Webtechnik
In ihren großformatigen Tapisserien verbindet Margret Eicher (geb. 1955 in Viersen, lebt und arbeitet in Berlin) die barocke Form der Bildteppiche mit bekannten Motiven aus aktuellen Medienbildern. Die Bildvorlagen werden digitalisiert und in aufwendiger Bearbeitung am Computer miteinander verbunden. Ihre ‚Medientapisserien‘ befinden sich damit an der Schnittstelle zwischen dem im traditionellen Sinn materiellen Kunstwerk und dem elektronischen Rauschen des Digitalen: zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen und in Eichers Werk doch harmonisch vereint sind. So trifft in Göttliche Liebe Caravaggios Dornenkrönung auf ein sich küssendes schwules Paar aus einer Berliner Toleranzkampagne und Botticellis Geburt der Venus wird mit einer Frankfurter U-Bahnstation gesampelt. Die Praxis der konzeptionellen Kunstproduktion, bei der die künstlerische Idee im Zentrum steht und die Ausführung in den Hintergrund rückt, wird in Lob der Malkunst schließlich selbst zum künstlerischen Konzept erhoben. Im Innenraum der Berliner Paris Bar lässt Eicher den Maler Martin Kippenberger als Dandy posieren und die verschiedenen Strömungen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts aufeinanderprallen.
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Sabine Hornig
Passage through Presence45€ In den WarenkorbGroßformatige Raum-Zeit-Schichtungen
Sabine Hornig (geb. 1964, lebt und arbeitet in Berlin) ist international durch ihre Skulpturen, Fotografien und Rauminterventionen bekannt geworden, die auf besondere Weise Bild, Perspektive und Raum ineinander verschränken. Ihre Arbeiten integrieren transparente Bildebenen auf Glas skulptural in den Raum, sodass sich die Bedeutung erst durch den Blick und die Bewegung des Betrachters entfaltet. In den neuen architekturbezogenen Arbeiten der Künstlerin werden ganze Fassaden und Durchgänge mit Großfotos überlagert. In dieser Publikation wird erstmalig der Fokus auf Sabine Hornigs räumliche Arbeiten von der Erstellung der Modelle zu Skulpturen und der Kombination mit transparenten Fotoebenen bis hin zu den Arbeiten im öffentlichen Raum gelegt. Dabei steht ihre bisher größte Installation im New Yorker Flughafen LaGuardia im Mittelpunkt, über die sie mit Nicholas Baume, Direktor und künstlerischer Leiter des Public Art Fund New York spricht.
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Nicola Staeglich
Color Light Matter Mind36€ In den Warenkorb„Diese Malerei entspricht der Ambition, Farbe in die Luft zu malen.“ (Ulrich Loock)
Nicola Staeglich (geb. 1970 in Oldenburg, lebt und arbeitet in Berlin) versetzt Farbe in einen Zwischenzustand von materieller Präsenz und atmosphärischem Strahlen. Sie inszeniert die Malerei als performative Handlung mit breiten Farbsetzungen oder als Rauminstallation mehrlagiger transparenter Farbbahnen. Color Light Matter Mind ist Staeglichs erste Monografie und setzt ihre aktuellen Arbeiten in Beziehung zu den früheren (1998–2021). Von den spiralförmigen Reliefs hin zu ihren Liquid Lights öffnet sie der Farbe eine neue Dimension.
Nicola Staeglich studierte an der Städelschule in Frankfurt, an der Kunstakademie Mainz und am Chelsea College of Art in London. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und ist seit 2015 Professorin für Malerei/Grafik an der Hochschule der bildenden Künste Essen. Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland präsentiert und sind Teil privater und öffentlicher Sammlungen.
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Liam Gillick
Filtered Time (ENGLISCH)28€ In den WarenkorbDer Bildhauer und Objektkünstler Liam Gillick (geb. 1964 in Aylesbury, UK, lebt und arbeitet in New York) hat für die historischen Räume des Pergamonmuseums eine Intervention mit dem Titel Filtered Time geschaffen. Mit Licht- und Farbprojektionen sowie Klangbildern vermittelt er 6.000 Jahre Kulturgeschichte als immersive Raumerfahrung. Gillick lässt die ikonische Prozessionsstraße und das Ischtar-Tor Babylons, die monumentalen Skulpturen von Tell Halaf und andere Exponate in einen Dialog treten und erzeugt so über alle historischen Perioden hinweg neue Bedeutungsebenen. Das erste gemeinsame Projekt des Berliner Vorderasiatischen Museums und des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart präsentiert damit ein einzigartiges visuelles und sensorisches Erlebnis. Die vom Künstler selbst gestaltete Publikation gibt nicht nur die farbgewaltige Inszenierung wieder, sondern auch einen Einblick in die wechselvolle Historie des fast hundert Jahre alten Museums.
Liam Gillick studierte 1983–1984 am Hertfordshire College of Art und 1984–1987 am Goldsmiths, University of London. Gillicks umfangreiches publizistisches Werk umfasst Essays, Kritiken, fiktionale Texte und theaterähnliche Szenarien.
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Maria Braune
Keep Away From Fire28€ In den WarenkorbIm Zentrum der Arbeit von Maria Braune (geb. 1988 in Berlin, lebt und arbeitet in München und Bamberg) steht ein selbstentwickelter Werkstoff namens Migma, der aus acht verschiedenen natürlich nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dieser wird erhitzt, gegossen und über einen mehrwöchigen Zeitraum geformt. Die so gebildeten Skulpturen und Installationen wuchern wie sinnliche Organismen in den Raum. Assoziationen von Wachstum und Symbiose tauchen auf, aber es werden auch Brüche und Zerfall sichtbar. Braunes künstlerischer Schaffensprozess ist Teil eines Ökosystems und völlig im Jetzt verankert. Ihr Material ist eine hochlebendige Materie, auf die sie unmittelbar reagiert, sie mit mythologischer und narrativer Bedeutung verbindet und zu ihrer eigenen Welt in Beziehung setzt.
Maria Braune wurde 2009–2011 an der Fachhochschule für Bildhauerei in Berchtesgaden zur Holzbildhauerin ausgebildet und absolvierte im Anschluss ein Studium der freien Kunst bei Hermann Pitz an der Akademie für Bildende Künste München, das sie 2017 mit einem Diplom abschloss.
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Franziska Opel
Distanz als Nähe32€ In den WarenkorbSexspielzeug birgt ein gewaltiges Potential für Fehlinterpretationen und -nutzungen; davon zehren zahllose Slapstickkomödien. Diese anarchische Kraft des Missverstehens nutzt Franziska Opel, um fern vom schnellen Lacher unsere Wahrnehmung und Weltsicht gezielt aus den Angeln zu heben. Ihre Werke sind akribisch geplante Versuchsanordnungen, in denen sie Alltagsobjekte genauso wie besagte Sex Toys auf subtile Weise verändert, verformt oder in Reihe schaltet, woraufhin wir sie mit ganz anderen Augen sehen. Sie ziehen uns in ihren Bann, von ihnen geht eine sinnliche Anziehungskraft aus, und zugleich sorgen sie im Durchlaufen des Schaltkreises unserer Assoziationen für eine gewisse Irritation. Neugier, Attraktion, Verwirrung, Scham – eine große Bandbreite von Gefühlen wird von ihren für diesen Katalog meisterhaft in Szene gesetzten Werken aufgerufen. Zusätzlich befeuert wird diese aktivierende Widersprüchlichkeit von eigenständigen, poetisch-erzählerischen Texten begnadeter Autor*innen, in denen einige Kernaspekte von Opels Schaffen auf unangestrengte und doch herausfordernde Weise reflektiert werden.
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Elias Sime
Echo የገደል ማሚቶ35€ In den WarenkorbÄthopiens vielfach ausgezeichneter Künstler Elias Sime (geb. 1968 in Addis Abeba) beeindruckt mit monumentalen Wandreliefs aus ornamental verflochtenen Drähten und Kabeln oder zersägten Hauptplatinen. Gemeinsam mit seinem Team verarbeitet er seit Jahren unermüdlich ausrangierte Elektronikkomponente zu komplexen und farbenfrohen Assemblagen. Er knüpft dabei an althergebrachte Techniken des Webens, Flechtens und Schnitzens in seiner Heimat an. Ihn interessiert die “Biografie des Materials” und jede Collage ist eine Spurensuche (nach lokaler and globaler Vergangenheit). Den Elektroschrott, den die Länder des globalen Nordens bekanntlich gern im afrikanischen Kontinent “entsorgen,” bezieht Sime auf den Flohmärkten in Addis Abeba. Seine Friese sind Monumente für sowohl die Wegwerfgesellschaft als auch die globale Vernetzung und Interaktion.
Echo የገደል ማሚቶ ein reich bebildertes Buch, gibt einen Überblick über den (spannenden) Werdegang des Künstlers und erscheint anlässlich seiner Einzelausstellung im Kunstpalast Düsseldorf. Der Band enthält Essays von Felicity Korn und Andria Hickey sowie ein Gespräch mit Hans Ulrich Obrist von 2016. Außerdem beleuchtet wird der von Sime (gemeinsam mit Kuratorin Meskerem Assegued) initiierte Zoma Museum Komplex, ein Gesamtkunstwerk, das beispielgebend für Nachhaltigkeit und „community building“ ist.
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Jenny Michel
Doors, Windows and Cells38€ In den WarenkorbDie Überreste unserer Gesellschaft
Seit rund zwei Jahrzehnten beschäftigt sich die Künstlerin Jenny Michel (geb. 1975 in Worms; lebt und arbeitet in Berlin) mit kleinsten Teilchen wie Staub, Spinnweben und elektromagnetischen Feldern im Raum. Ihre Faszination für Wissensordnungen, Symbole und Utopien zeigt sich in Installationen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen, die in raumgreifenden Gesamtkompositionen ausgestellt werden. Michel lässt ihre fantastischen Weltfragmente aus Papier, Klebeband, Heftklammern und anderen industriell gefertigten Kleinteilen zu verstörend dichten Strukturen wachsen – das menschliche Wissen wird zum Zivilisationsschrott, dessen Lesbarkeit sich unter Schichten von Bedeutung, Umschreibungen und Überlagerungen verliert. Die umfangreiche Monografie präsentiert die wichtigsten Werkgruppen der Künstlerin und neue Arbeiten auf Papier.
Jenny Michel studierte an der Kunsthochschule Kassel und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Museum Wiesbaden, in der Draiflessen Collection, in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt und in der Berlinische Galerie zu sehen. 2010 wurde Michel mit dem HAP-Grieshaber-Preis ausgezeichnet.
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Stefan Knauf
10€ In den WarenkorbStefan Knauf (geb. 1990 in München, lebt und arbeitet in Berlin) setzt sich mittels bestimmter Materialien wie Baustoffe oder Pflanzen mit der Historie der Botanik, der Migration, des Handels, der Wissenschaft und der Architektur auseinander. Er kritisiert dabei ein idealisiertes, anthropozentrisches Naturverständnis, das immer noch vorherrschend ist. Seine Skulpturen, geometrisch-abstrakten Bilder und Installationen, in denen Konstruktivismus und Minimal Art nachhallen, sind Kontaktzonen, in denen alles miteinander zu tun hat: die menschliche und die nicht menschliche Geschichte, Natürliches und Künstliches, Ökologie und Ideologie. Diese Verstrickungen will Knauf in seinen Werken nicht auflösen. Er schlägt stattdessen unter dem Begriff der „modifizierten Landschaft“ andere Sichtweisen und Topografien vor. Er sucht nach materiellen, alchemistischen Formen von Wissen, nach einem neuen, multiperspektivischen Zugang zu Geschichte und Realität des Anthropozäns.
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Karin Hochstatter
gegengerade20€ In den WarenkorbEine Provokation des Sehens zwischen Fläche und Tiefe
Karin Hochstatter (geb. 1960 in Köln, lebt und arbeitet in Köln) thematisiert in ihren Arbeiten Formen und ihre Auflösung sowie die dadurch entstehenden Wahrnehmungsmechanismen. Alltägliche Gebrauchsmaterialien aus hochtechnisierten Produktionsprozessen, wie Baustoffe oder Folien, werden zu fragilen und expansiven Gebilden, die unser Sehen und unsere Vorstellung von Skulptur hinterfragen. Das Buch dokumentiert ihre neueren Arbeiten aus den Jahren ab 2012, die stets als singuläre Ereignisse im Raum existieren und kein zweites Mal in der gleichen Art und Weise in Erscheinung treten.
Karin Hochstatter studierte Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf und Philosophie an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf. Seit 1998 ist sie als Gastprofessorin und Lehrbeauftragte in Deutschland und den USA tätig.
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Rooted
Brasilianische Künstlerinnen28€ In den WarenkorbDas Buch Rooted. Brasilianische Künstlerinnen, begleitet die gleichnamige Ausstellung bei Brainlab/München, die noch bis Ende September 2025 zu sehen ist. Die Werke der 16 Künstlerinnen stammen aus der Sammlung von Sergio Linhares und Stefan Vilsmeier. Die Sammler präsentieren die Auswahl in der Hoffnung damit wichtige und schwierige Themen wie u.a. Diskriminierung, Vertreibung, und Gewalt zu beleuchten, aber zugleich an das uns allen gemeinsame Verwurzeltsein in der Natur zu erinnern. “Kunst muss nicht beruhigen, sie darf irritieren und uns vor Augen führen, dass unser Zusammenleben immer fragil bleiben wird”, sagen die Sammler. Der Band zeigt sowohl Installationsansichten als auch Nahaufnahmen der einzelnen Positionen und enthält neben Kurztexten zu jeder Künstlerin einen Essay der Kuratorin Tereza de Arruda.
Künstlerinnen: Marlene Almeida, Azuhli (Luiza Diogo Veras), Tarsila do Amaral, Beatrice Arraes, Carmezia Emiliano, Sonia Gomes, Iêda Jardim, Lucia Laguna, Laura Lima, Rosilene Luduvico, Rosana Paulino, Solange Pessoa, Paula Siebra, Luzia Simons, Nádia Taquary, Alexsandra Ribeiro, Larissa de Souza
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Museum Brot und Kunst
Forum Welternährung24€ In den WarenkorbEssen, Kunst und Konsum
Das Verlangen nach Nahrung und die Vermeidung von Hunger sind seit Jahrtausenden ein zentrales Anliegen der Menschheit. Ob Wirtschaft, Wissenschaft, Politik oder Kultur, alles ist bestimmt und beeinflusst von unserem Grundbedürfnis zu essen. Der Katalog zur Dauerausstellung des Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung beleuchtet 19 Themenschwerpunkte rund um die Bedeutung von Brot als Begriff für Nahrung insgesamt. Als erstes Museum weltweit hat es sich seit seiner Gründung im Jahr 1955 auf dieses Thema spezialisiert; die dazugehörige Sammlung umfasst eine Vielzahl von Objekten aus kultur-, sozial- und technikgeschichtlichen Zusammenhängen aus mehreren Jahrhunderten. Die großzügig bebilderte Publikation veranschaulicht das weite Feld der Ernährung im Dialog mit der Kunst und trägt zu einem besseren Verständnis unserer Lebenswelt bei.
Mit Arbeiten von Ernst Barlach, Bernhard Johannes Blume, Pieter Brueghel, Marc Chagall, Salvador Dalí, Simone Demandt, Agnes Denes, Frans Francken, Georg Flegel, Erich Heckel, Christian Jankowski, Markus Lüpertz, Gerhard Marcks, Max Pechstein, Pablo Picasso, Claire Pentecost, Thomas Rentmeister, Daniel Spoerri, Andy Warhol und anderen.
Das Buch wurde auf die Shortlist der Schönsten Deutschen Bücher 2021 aufgenommen.
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João Onofre
Untitled (in awe of)25€ In den WarenkorbJoão Onofres Arbeiten sind Würdigungen der Kunstgeschichte und des Pop. Er liest auf, was gerade verloren zu gehen droht, richtet es neu aus und übersetzt es in etwas Erhabenes. Mit seinen Werken regt er die Betrachter*innen dazu an, sich kritisch mit einer in der kollektiven Erinnerung verblassten Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich so mit ihr zu versöhnen. Im Schaffensprozess orientiert er sich am Material sowie an einem klar formulierten Konzept, das allerdings offenlässt, welche Richtung die Werke einschlagen. Was seine Mittel betrifft, legt er sich demnach nicht fest, es entstehen Videos, Performances, Installationen u.v.m. Gemein ist allen Arbeiten, dass er mit ihnen die Grenzen des jeweiligen Mediums und unserer Wahrnehmung neu auslotet. In diesem Katalog werden drei kürzlich entstandene Werke vorgestellt, in denen das Wesen von Onofres Kunst fassbar wird: Er erschafft aus Mythen und Symbolen Ehrfurcht gebietende Bilder, Töne und Formen – nicht umsonst haftet ihm der Titel des Alchemisten an. Seine handgreiflichen Verdichtungen der Kulturgeschichte wurden für den Katalog in beeindruckende Bilder gefasst und mit einem ambitionierten Begleittext kontextualisiert.




















