




Jeff Wall
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| Herausgeber | Clément Minighetti, Kunsthalle Mannheim, Christophe Gallois, Mudam Luxembourg – Musée d'Art Moderne, Grand-Duc-Jean, Sebastian Baden, Suzanne Cotter, Ulrike Lorenz |
| Autor(en) | Bernd Stiegler, Christophe Gallois, Clement Minighetti, David Campany, Jean-Francois Chevrier, Sebastian Baden, Suzanne Cotter, Ulrike Lorenz |
| Gestaltung | Christian Ertel, Jeff Wall (Cover) |
| Umschlag | Hardcover mit Schutzumschlag |
| Maße | 28 x 32 cm |
| Seitenzahl | 144 |
| Abbildungen | 60 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch, Französisch |
| ISBN | 978-3-947563-08-1 |
Ein neuer Blick auf das Werk des Fotokünstlers
Das Markenzeichen von Jeff Wall (geb. 1946 in Vancouver, lebt und arbeitet in Vancouver) sind großformatige Dialeuchtkästen, auf denen er sorgfältig komponierte Szenen wie Film-Stills präsentiert. Der studierte Kunsthistoriker knüpft mit seinen Werken vielseitige Verbindungen zur Kunstgeschichte und wird aufgrund seiner aufwendigen Inszenierungen immer wieder mit den Meistern der Moderne verglichen. Mit einem besonderen Fokus auf Konstellationen, die das fotografische Medium in Form einer Spurensuche präsentieren, ermöglicht das Buch einen neuen Blick auf Arbeiten des Künstlers, die bisher selten in Ausstellungen gezeigt wurden.
Jeff Wall studierte Kunstgeschichte an der University of British Columbia, Vancouver, sowie am Courtauld Institute of Art, London. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Museum of Modern Art, New York, in der Tate Modern, London, und im Art Institute of Chicago ausgestellt. 2008 erhielt er den Audain-Preis für sein Lebenswerk.
Weitere Bücher
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Afrika
im Blick der Fotografen19,90€ In den WarenkorbZeitgenössische Fotografie aus Afrika
Noch immer ist das Bild Afrikas in der westlichen Welt geprägt von Stereotypen, die Wahrnehmung von Städten wie Lagos, Porto-Novo oder Kinshasa begrenzt. Das Buch zeigt Fotografien afrikanischer Künstlerinnen und Künstler, die vom Alltag in den Metropolen, von widerspenstiger Natur, von Industrie, den Spuren der Vergangenheit und Popkultur erzählen. So verbindet Osborne Macharia die kulturelle Identität Kenias mit fiktiven afrofuturistischen Geschichten, Yoriyas dokumentiert Alltagsmomente seiner Heimat Casablanca, die schon in der New York Times, im National Geographic und der Vogue abgedruckt wurden und Alice Mann untersucht in intimen Porträt-Essays die Vorstellungen vom Bildermachen als einem Akt der Zusammenarbeit. Mit weiteren Arbeiten von Ilan Godfrey, Fabrice Monteiro, Kibuuka Mukisa Oscar, Léonard Pongo und Fethi Sahraoui gibt das Buch einen zutiefst originären Blick in die afrikanische Wirklichkeit.
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Stephan Kaluza
Das Rheinprojekt48€ In den WarenkorbNeuinterpretation des klassischen Panoramas
Der mythische Charakter des Rheins als ‚deutsches Symbol‘ hat seit je das besondere Interesse von Dichtern und bildenden Künstlern geweckt. Heute stellt sich der Rhein dagegen über weite Teile nicht mehr als romantischer Strom dar: zwischen Basel und Rotterdam fungiert er als ‚Schiffsautobahn‘ und an seinen Ufern haben sich mehrere Industrieregionen entwickelt.
Stephan Kaluza (geb. 1964 in Bad Iburg, lebt und arbeitet in Düsseldorf) hat zu Beginn des neuen Jahrtausends in knapp acht Monaten den Rhein von der Quelle am Piz Badus in der Schweiz bis zur Mündung in die Nordsee bei Rotterdam erwandert, ein Fußweg entlang des rechten Rheinufers von 1.620 km Länge. Im Minutentakt – alle 70 bis 90 Meter – hat er dabei das gegenüberliegende Ufer fotografiert. Mit der Kamera erfasste er den Rhein minutiös in 21.449 Einzelbildern. Alle Aufnahmen digital hintereinander montiert ergeben bei einer Höhe von 15 cm eine Fotostrecke von 4 km.
Zur limitierten Künstleredition
Mit diesem Projekt hat Kaluza etwas geschaffen, das vor der Entwicklung der digitalen Fotografie undenkbar gewesen wäre, da nur diese eine fugenlose Präsentation der Aufnahmen in einem einzigen Bildstreifen ermöglicht. Auch die Datenmengen wären vor einigen Jahren schlichtweg nicht zu verarbeiten gewesen. Die Assistenten des Künstlers benötigten alleine zwei Jahre für die Bildbearbeitung. Mit Hilfe der Digitaltechnik schafft Kaluza für die Fotografie das, was vorher der Malerei vorbehalten war: die Perspektive auf das große Ganze. 2007 wurde eine Vielzahl der faszinierenden Panorama-Aufnahmen in dem beindruckenden Bildband Der Rhein veröffentlich. Das Rheinprojekt zeigt nun eine neue komponierte Auswahl dieser Bilder.
Stephan Kaluza studierte in den 1990er Jahren in Düsseldorf an der Fachhochschule Fotografie, an der Kunstakademie Kunstgeschichte und an der Universität Geschichte und Philosophie. Seine Arbeiten werden seit 1995 in zahlreichen Galerien und Museen, unter anderem in Seoul, Shanghai, Jerusalem, Los Angeles und Berlin ausgestellt. Die von Kaluza verfassten Theaterstücke wurden in Düsseldorf, Berlin und Stuttgart aufgeführt.
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GOTT&GILZ
Supernatural Beings54€ In den WarenkorbGOTT&GILZ hüllen provokante Nacktheit in das Gewand kunsthistorischer Klassiker
Der weibliche Akt ist eine Konstante der Kunstgeschichte, an der wir den Wandel von Darstellungsformen und das Schlingern der Moral ablesen können. Manche Akte landen zunächst in der Schmuddelecke, einige Jahre später sind sie dann schön und schicklich und werden in heiligen Hallen gezeigt (andersrum ist auch möglich). GOTT&GILZ reihen sich mit ihren Foto-Malereien in diese lange Tradition der Darstellung nackter Frauen durch Männer ein – Stichwort „male gaze“ – und machen das mit ihren Verweisen auf Klimt, Schiele, Pollock u. a. auch noch explizit. Das führt bei manchen zu reflexhafter Empörung. Die Anmaßung besteht bei GOTT&GILZ jedoch anders als bei den besagten kunsthistorischen Referenzen nicht im Bruch mit tradierten Darstellungsformen, sondern eben im Zitieren derselben: die Vergangenheit als Affront. Die Frauen auf den Bildern, aber auch die Künstler selbst stellen ihr Begehren souverän zur Schau und stoßen uns so scham- und schonungslos auf die Verfasstheit unserer in der Geschichte ankernden Gesellschaft und Psyche.
Freiheit ist das Schlüsselwort im Œuvre von GOTT&GILZ: die Freiheit, authentisch zu sein und sich ohne Scham auszudrücken. Ihr subtil provokatives Spiel mit ästhetischen Konventionen und Tabus bereichert nicht nur die Kunstszene, sondern entfacht auch wichtige Diskussionen über Geschlechterrollen, Körperbilder und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
Zur limitierten Künstleredition
Indem sie sich nackt machen, führen sie uns vor, wie wir sind, anstatt uns zu zeigen, wie wir (angeblich) sein sollten. Was für eine Provokation!
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PULS 22
36€ In den WarenkorbPULS, eine Initiative des Bukarester Nationalmuseums für Zeitgenössische Kunst (MNAC), begann in der COVID-Krise. Seitdem unterstützt das Museum rumänische Künstler:innen durch den Ankauf von über 100 relevanten Positionen, die aus einem großen Bewerbungspool von einer demokratischen Jury aus Künstler:innen und Kunstexpert:innen bedacht ausgewählt werden. PULS22 präsentiert nun in Buchform die jüngsten Ankäufe und deren Ausstellung. Der Band, wie der vorherige PULS20, ist eine spannende panoramische Momentaufnahme der dynamischen Kunstszene des Landes und stellt jede Position mit Reproduktionen, einem informativen Essay und Lebenslauf vor. Die Installationsaufnahmen im Buch zeugen von einer hervorragenden Ausstellung und dem Potenzial für zukünftige Leihgaben an kuratierte Ausstellungen andernorts.
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Michael Bertram
mehr licht35€ In den WarenkorbDas Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich 1975–2019
Im Jahr 1975 startete in Mülheim-Kärlich der Bau des einzigen Kernkraftwerks in Rheinland-Pfalz. Nach zahlreichen Klagen und nur zwei Jahren im Probe- und Regelbetrieb wurde das Kraftwerk 1988 abgeschaltet und ab 2001 rückgebaut. Der 162 Meter hohe Kühlturm, höher als der Kölner Dom, war Orientierungspunkt, Wahrzeichen und Schandfleck einer ganzen Region; sein langwieriger Abriss ein Symbol des ewig polarisierenden Atomausstiegs.
Michael Bertram (geb. 1968 in Mendig, lebt und arbeitet in Mayen) fotografierte den zwischen Häusern und Fabriken stehenden Reaktor, um das zukünftig Vergangene festzuhalten. Sieben Milliarden DM für den Aufbau und eine Milliarde Euro für den Abbau wurden für eine vierzig Jahre vorhandene temporäre Anlage ausgegeben, die die Landschaft, Kommunen und dort lebenden Menschen erheblich prägte. Beginnend mit dem Abbau zeigt das Buch in 81 Schwarz-Weiß-Fotografien den invertierten Zeitverlauf. Das Objekt scheint zu entstehen, bis fünf Farbfotografien am Ende der Serie eine gerade erst vergangene Gegenwart vermuten lassen – ein einzigartiges Zeitdokument deutscher Industriekultur.
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Ute Bartel
mansionaticum25€ In den WarenkorbEin unwirklicher Blick auf die Wirklichkeit
Ute Bartel (geb. 1961 in Halle, lebt und arbeitet in Köln) beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit alltäglichen Gegebenheiten, dem „mansionaticum“. Ein Begriff, der epochal anmutet, jedoch etymologisch schlicht „das zum Haushalt gehörende“ bedeutet. In konkreter Auseinandersetzung mit bestimmten Orten und Situationen gilt ihr Interesse den Dingen an sich und ihren formalen Besonderheiten, ihren Formen, Farben und Strukturen. Mit analogen wie digitalen Techniken der Fotografie entstehen Collagen, Objekte und in den Raum greifende Arbeiten. Die großzügig illustrierte Monografie zeigt form- und farbstarke Gebilde vertrauter und doch unbekannter Wirklichkeiten und gibt einen umfassenden Einblick in einen der Schwerpunkte im Werk der Künstlerin.
Ute Bartel studierte an der Kunstakademie Münster und war Meisterschülerin von Reiner Ruthenbeck. Ihre Werke wurden vielfach ausgestellt, unter anderem im Kunstverein Speyer, in den Deichtorhallen Hamburg und im Westfälischen Kunstverein, Münster.
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Jörg Heieck
CRUX29€ In den WarenkorbZwei faszinierende Werkreihen des Fotografen und Physikers
Mit der tradierten fotografischen Technik der Cyanotypie verwandelt Jörg Heieck (geb. 1964 in Münster, lebt und arbeitet in Kaiserslautern) die Natur in ein faszinierendes Spiel von Blautönen und verfremdeten Strukturen. Wüstenartige Landschaften und Ödnisse – die erste Werkreihe des Bandes entstand in der Sahara, in Island und auf Spitzbergen. Der Mensch steht an einem Kreuzweg: Kann er die Zerstörung des Planeten abwenden? Dieser symbolischen Crux stehen im zweiten Teil belebte Straßenkreuzungen aus China, Japan, Russland, Israel, Indien, Griechenland und Georgien gegenüber. Sie bilden einen Kontrapunkt zu den abstrahierenden Fotografien des ersten Teils und geben Einblick in das außergewöhnliche Werk des Künstlers.
Jörg Heieck ist promovierter Physiker und war viele Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Agfa, Kodak und dem Kernfusionsreaktor-Projekt ITER tätig. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem in den Goethe-Instituten in Damaskus und Beirut, auf dem Aleppo International Photo Festival, im Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, und in der Kunsthalle Mannheim.
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Female Gaze
From Virtual to Reality25€ In den WarenkorbKunstwerke präsentieren eine Haltung
Der „Female Gaze“ bezeichnet eine Haltung, die konträr zum Male Gaze steht. Der Begriff „Male Gaze“ kam in den 1970er Jahren in der Film- und Werbeindustrie auf. Damit ist gemeint, dass Frauen in Filmen oftmals nicht als Hauptdarstellerinnen agieren, sondern das unterstützende Beiwerk des Mannes sind. Der Male Gaze entspringt einer patriarchalen Gesellschaft, die sich im Wandel befindet. Der Female Gaze propagiert eine moderne Form der Emanzipation, die einerseits den Mann dazu auffordert, eingefahrene Strukturen zu verlassen und – viel mehr noch – die Frauen dazu veranlassen will, sich selbstbewusst die Stärke ihrer Weiblichkeit zu vergegenwärtigen und diese zur Quelle eines eigenen künstlerischen Schaffens und eines eigenen Blicks auf die Welt zu machen. Seit vielen Jahren besucht die Autorin Silke Tobeler Künstler:innen in ihren Ateliers. Aus den dort entstandenen Fotos und geführten Gesprächen entstand der Blog Female Gaze.
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America! America!
How real is real?38€ In den WarenkorbMythen, Projektionen, Sehnsüchte
In Zeiten von Fake News und Alternative Facts wird deutlich, wie sehr der amerikanische Traum mit emotional aufgeladenen Bildern und Symbolen verwoben ist. Wohl kaum eine andere Nation ist sich der Wirkungskraft von Bildern so bewusst. Die Images des American Way of Life, die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen. Die psychologisch aufgeladenen Leinwände von Eric Fischl, die hermetischen Szenen von Alex Katz, die riesigen Film-Noir-artigen Grafitzeichnungen von Robert Longo sezieren die Träume und Ängste einer verunsicherten weißen Mittelschicht. Zur selben Zeit erobern Künstlerinnen und Künstler wie Jeff Wall oder Cindy Sherman die Szene, die unsere medial geprägte Wahrnehmung kritisch reflektieren. Mit siebzig Meisterwerken der US-Gegenwartskunst zeigt das Buch, wie Künstlerinnen und Künstler von den 1960er Jahren bis heute die amerikanische Realität kommentieren.
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Me, Family
Portrait of a Young Planet40€ In den WarenkorbEine Reise durch viele Welten
In dieser Zeit großer Unsicherheit sind die Themen, die in den Werken der 36 internationalen Künstlerinnen und Künstler in Me, Family zur Sprache kommen, so relevant wie noch nie. Der von Francesco Bonami in Anlehnung an die historische Ausstellung von Edward Steichen The Family of Man erarbeitete Band zeichnet ein facettenreiches Bild der Menschheit zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die ursprüngliche Fotografie- und Textinstallation wurde 1955 im Museum of Modern Art in New York eröffnet und tourte anschließend sieben Jahre lang durch über 150 Museen weltweit. Ganz im Sinne von Steichens radikalem Konzept präsentiert Me, Family Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern, die medien- und genreübergreifend untersuchen, wie die Menschheit mit ihren vielfältigen, koexistenten Geschichten umgeht und mit welchen Problemen sie heute konfrontiert ist. Das Buch zeigt mit Darstellungen von zeitgenössischer Kunst, sozialen Netzwerken, Mode, Informationstechnologien, Werbung, Sound, Musik und Performances eine Realität, die zugleich schön, dramatisch und berauschend ist. Mit Texten von Roland Barthes, Francesco Bonami, Edward Steichen und anderen.
Mit Arbeiten von Lawrence Abu Hamdan, Doug Aitken, Sophia Al Maria, Yuri Ancarani, Darren Bader, Lara Baladi, Cao Fei, Cheng Ran, Clément Cogitore, István Csákány, Christian Falsnaes, Harun Farocki, Simon Fujiwara, Rainer Ganahl, Theaster Gates, Jack Goldstein, Andreas Gursky, Thomas Hirschhorn, Hassan Khan, Ga Ram Kim, Olia Lialina, Li Ming, Cristina Lucas, Karolina Markiewicz & Pascal Piron, Eva & Franco Mattes, Shirin Neshat, Philippe Parreno, Mario Pfeifer, Jon Rafman, Cindy Sherman, Marianna Simnett, Rudolf Stingel, Thomas Struth, Wolfgang Tillmans, Jordan Wolfson, Wong Ping und Akram Zaatari.
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Weltkulturerbe Völklinger Hütte 1999 – 2019
29,90€ WeiterlesenDie Geschichte einer neuen Industriekultur
Die Völklinger Hütte gehört zu den wichtigsten Industriedenkmälern der Welt. Mit herausragenden Ausstellungen und Veranstaltungen ist das Kulturprojekt weit über die Grenzen des Saarlands hinaus bekannt geworden. Der Künstler Ottmar Hörl konzipierte hier sein großangelegtes Skulpturenprojekt 100 Arbeiter und Christian Boltanskis Installation in der Sinteranlage wurde zum hochemotionalen Erinnerungsort für die hier verpflichteten Zwangsarbeiter. Noch bis zum Jahr 1986 war die Völklinger Eisenhütte in Betrieb und wurde 1994 als erstes Industriekulturdenkmal aus der Hochphase der Industrialisierung in die renommierte Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Das Buch zum 25. Jubiläum dieser Auszeichnung zeigt die vielfältigen und eindrucksvollen Aufnahmen einer Transformation – vom größten Schrotthaufen Europas zum Begnungszentrum der Menschen mit der Kunst. Es dokumentiert die gelungene Umstrukturierung einer hochproduktiven Eisenverhüttungsstätte zu einem Ort für Kultur im 21. Jahrhundert.
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GOTT&GILZ
F.O.T.Z.E.N. Female Outstanding Talents Zeniths of Emerging Notoriety34€ In den WarenkorbGOTT&GILZ präsentieren ein radikales Projekt über Sprache, Bilder und die Re-Appropriation weiblicher und queerer Selbstbestimmung. Was als Provokation im Titel beginnt, wird zur Bühne feministischer Sichtbarkeit: Künstler:innen und Musiker:innen aus der Rap- und Popszene nutzen Bild, Text und Körper, um Zuschreibungen zu sprengen und den Begriff der „Fotze“ neu zu codieren. Was diese Werkserie besonders macht: Die Abgebildeten haben nicht nur für die Kamera posiert, sie haben auch begleitende Texte & Statements verfasst. Die im Buch dargestellten Female Outstanding Talents, Zeniths of Emerging Notoriety nutzen das „New Portrait“ als Ort der Selbstinszenierung, des Widerstands und der ästhetischen Überhöhung. Dieses Buch soll zeigen: Die Macht über das eigene Bild gehört ihnen selbst!
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Bilder des Wohnens
18€ In den WarenkorbErkenntnisformen der Fotografie
In der ganzen Welt wird derzeit auf politischer und wissenschaftlicher Ebene über Wohnungsnotstand und Wohnverhältnisse diskutiert. Im Zentrum des dreijährigen Forschungsprojekts der FH Bielefeld Bilder des Wohnens. Architekturen im Bild standen dabei Fragen der Raumrepräsentation, hybride Formen der Darstellung zwischen Dokumentation und Inszenierung, aber auch die Fotografie als Wissensinventar und Entwurfswerkzeug der Architektur. Das Buch zitiert Untersuchungen gesellschaftlicher Utopien des 20. Jahrhunderts wie im usbekischen Taschkent, das dem städtischen Ideal der sowjetischen Moderne entspricht, darüber hinaus Erkundungen der sozialen und kulturellen Räume in den Küstenregionen Nordmarokkos und Südspaniens, eine fotografische Typologie des deutschen Stadtraums und weitere soziokulturelle Betrachtungen, die sich mit der Bedeutung des heutigen Wohnens auseinandersetzen.
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Emil Nolde
A Critical Approach by Mischa Kuball40€ In den WarenkorbSichtbares und Nicht-sichtbares
Mischa Kuball (geb. 1959 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Düsseldorf) untersucht öffentliche und institutionelle Räume und die sie bestimmenden gesellschaftlichen und politischen Diskurse. Auf Einladung der Draiflessen Collection und begleitet von der Nolde Stiftung hat sich der Konzeptkünstler mit dem Maler Emil Nolde (1867–1956) auseinandergesetzt und die Werkgruppe Nolde/critique/Kuball geschaffen. Immer wieder entzieht Kuball den Werken Noldes ihre Farbe, für die der Expressionist so berühmt geworden ist, fordert die Betrachterhaltung heraus und thematisiert Wahrnehmung sowie ihre Prozesse. Entsprechend in Schwarz-Weiß angelegt, richtet das Buch die Aufmerksamkeit nicht nur auf das, was ein Bild zeigt, sondern auch darauf, wie Strukturen und Ordnungen sichtbar werden.
Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln und assoziierter Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe.
Hinweis: Diese Publikation erscheint in deutscher, englischer und niederländischer Fassung. Bitte geben Sie bei der Bestellung an, welche Ausgabe gewünscht ist. Nutzen Sie hierfür das Anmerkungsfeld auf der Kassenseite.
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Birgitta Thaysen
Amor und Psyche24€ In den WarenkorbAspekte der Liebe
Die Fotokünstlerin Birgitta Thaysen (geb. 1962 in Gelsenkirchen, lebt und arbeitet in Düsseldorf) studierte bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Nan Hoover. In ihren Fotografien findet man ebenso urbane Motive wie Menschenbildnisse. Mit schwarz-weißen Porträtaufnahmen greift sie die antike Erzählung Amor und Psyche auf, dessen Figuren stellvertretend für die Sehnsucht nach Liebe und die Verwirrung der Seele stehen – seit langem vielfältige Interpretationsräume in der bildenden Kunst. Als Entstehungsort für ihre Porträts wählte Thaysen den Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf aus, wo jenes Märchen auf einer aufwendigen Kunsttapete aus dem 19. Jahrhundert verwirklicht ist. Die Protagonisten der Aktion wurden auf dem Boden liegend, auf Kissen gebettet, kopfüber fotografiert – für den Betrachter ein verwirrender Augenblick zwischen Hingabe und Zweifel.
Birgitta Thaysen studierte freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd und Hilla Becher. Ihre konzeptuellen Bildserien wurden in zahlreichen Ausstellungen einem breiten Publikum gezeigt.
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Anders Goldfarb
Passed Remains35€ In den WarenkorbVerlassene Tankstellen und ausgebrannte Häuser
Als Anders Goldfarb (geb. 1954 in Brooklyn, lebte und arbeitete in Brooklyn, NY) 1986 nach Greenpoint zog, war er ein junger Fotograf mit Abschluss in Fine Arts der State University of New York at New Paltz. Indem er sich in Williamsburg niederließ, wurde er einer von zahlreichen jungen Künstlern, welche die niedrigen Mieten in einem verfallenden Viertel mit Industriegebäuden und Arbeiterwohnungen schätzten. Mit einer Mittelformat-Rolleiflex-Kamera und Schwarz-Weiß-Film begann Goldfarb 1987 in Williamsburg und Greenpoint zu fotografieren. Auf seinem Fahrrad fuhr er in der Gegend herum und hielt nach der besonderen Schönheit von Abstellgleisen, abblätternder Farbe und Stacheldraht Ausschau. Goldfarbs Aufnahmen sind wertvolle historische Dokumentationen dieser Stadtteile vor ihrer Zerstörung und Gentrifizierung. Seine Sujets sind Metaphern für Verlust und Verletzlichkeit und destillieren Momente aus einer Zeit, die unwiderruflich der Vergangenheit angehört.
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Kraftwerk
Innovation durch Transformation34€ In den WarenkorbDas 1915 von Paul Bonatz erbaute Kraftwerk Rottweil hat einen interessanten und bewegten Werdegang hinter sich: Bis 1976 diente es als Stromerzeuger für eine Pulverfabrik, später für ein Kunstseidenwerk und zeitweise auch für die Stadt Rottweil. Die Fassadengestaltung, die Freitreppe und die hohen Schornsteine demonstrieren noch immer die einstige Bedeutung des modernistischen Industriebaus. 20 Jahre nach seiner Stilllegung übernahmen die Unternehmer Thomas Wenger und Mike Wutta mit ihrer Eventagentur trend factory das marode Gebäude und das umliegende Gelände und sanierten es unter Bewahrung seiner architektonischen Elemente und der wichtigsten Teile des Inventars. (Über einen Zeitraum von 15 Jahren wurden über 5.400 m² wieder nutzbar gemacht, wobei ein besonderer Wert auf die Mischung von morbidem Charme und zeitgenössischem Design gelegt wurde.) Heute ist das Kraftwerk die Homebase der Firma, aber vor allem ein angesagter Veranstaltungsort für Konzerte, Kongresse und Firmenfeiern, der weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus bekannt ist.
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Can Yasar Köklü
CYK55€ In den WarenkorbCan Yasar Köklü (geb. 2003 in Schwelm, lebt und arbeitet in Brooklyn) ist ein junger Fotograf, Grafikdesigner und Filmemacher, der in Köln und Istanbul aufgewachsen ist und jetzt am renommierten New Yorker Pratt Institute studiert. In seiner ersten Publikation CYK – einem Künstlerbuch mit atemberaubend schönen Fotografien und persönlichen Texten – erkundet er sein Heranwachsen, seine Prägung und seine Gefühle in drei verschiedenen Kulturen: „Heimat“ beschreibt sein Geburtsland Deutschland, in dem er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, „Memleket“ ist der Türkei gewidmet, in der seine Wurzeln liegen, und „Home“ zeigt die Eindrücke, die Köklü während eines Schuljahres in Los Angeles und jetzt bei seiner Ausbildung in New York gesammelt hat. Mit seiner Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen fängt er einzigartige – faszinierende und sehr berührende – Momente ein.
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Ralf Cohen
Synthese25€ In den WarenkorbDie erste umfassende Werkübersicht des Fotokünstlers von 1972 bis heute
Ralf Cohen (geb. 1949 in Solingen, lebt und arbeitet in Karlsruhe) nutzt den gesamten Materialkomplex der fotografischen Bildproduktion für seine gestalterischen Zwecke. Er arbeitet ausschließlich analog und lotet mit vielfältigen Experimenten in der Dunkelkammer die Grenzen des Mediums aus, verfremdet seine Fotografien durch Solarisation, Langzeitbelichtung, Hell-Dunkel-Umkehrung, chromatische Filterung und weitere manuelle Bearbeitung. Der umfangreiche Band präsentiert Cohens Arbeiten von den kontrastreichen schwarz-weißen Architekturfotografien der Frühzeit über die Werkgruppen der Menschen in Städten aus den späten 1980er Jahren bis zu den jüngsten fotografischen Serien mit ihren rätselhaften Lichteffekten, scheinbar glühenden Planetenoberflächen, Sternenhageln und fantastischen Inseln.
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Candida Höfer
Kunsthistorisches Institut Bonn35€ In den WarenkorbDas Kunsthistorische Institut Bonn im Wandel der Zeit
Architektonische Präsenz bei gleichzeitiger Abwesenheit von Menschen ist das Charakteristikum der fotografischen Werke, mit denen Candida Höfer (geb. 1944 in Eberswalde, lebt und arbeitet in Köln) internationales Renommee erlangte. 1992 nahm sie vom Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zehn Schwarz-Weiß-Bilder in analoger Technik auf, die bisher nicht gezeigt wurden. 2020 kehrte Höfer zurück und fotografierte das Institut mit einer digitalen Kamera erneut. Beide Fotoserien werden erstmals in diesem Buch präsentiert. In einem historisch und ästhetisch reizvollen Vergleich spürt Höfer den Veränderungen des Universitätsbetriebs nach fast drei Dekaden nach.
Candida Höfer studierte in der ersten Fotografieklasse der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher. Ihre Arbeiten wurden 2002 auf der documenta 11 gezeigt und sie repräsentierte Deutschland 2003 gemeinsam mit Martin Kippenberger auf der 50. Biennale di Venezia.




















