






Christoph Borek
manyFACES
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|---|---|
| Herausgeber | Stiftung manyFACES |
| Autor(en) | Christoph Borek, Matthias Löcker |
| Gestaltung | Matthias Löcker |
| Maße | 28 x 25,5 cm |
| Umschlag | Hardcover |
| Seitenzahl | 504 |
| Abbildungen | 3250 |
| Sprache(n) | Deutsch, Englisch |
| ISBN | 978-3-96912-280-8 |
Der deutsche Fotograf Christoph Borek (geb. 1980 in Wolfenbüttel) ermutigt Menschen ihre Masken abzulegen und echte Gefühle zu zeigen. Denn das verbindet. „Wir reden ständig darüber, wie unterschiedlich wir sind – und übersehen dabei, wie ähnlich wir fühlen.“ Acht Jahre lang reiste Borek, suchte menschliche Begegnungen und porträtierte über tausend Freiwillige. Jede Person wurde gebeten vor der Kamera unverfälscht die drei grundlegendsten menschlichen Gefühle zu zeigen: Freude, Wut und Schmerz. Statt der zur Normalität gewordenen Selbstinszenierung und Idealisierung stehen hier Verletzlichkeit und Authentizität im Visier. Das Buch manyFACES versammelt diese über 3000 Menschenbilder und bietet Reflektionen des Künstlers zum Projekt. Ein Band über das Miteinander statt Gegeneinander.
Ausstellung
manyFaces – We are all unique. We are all the same
Bis 22. November 2026
Finissage am Freitag, den 20. November 2026
Sankt Leonhard 2a
38102 Braunschweig
weitere Infos hier
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Erich Hörtnagl
Unforgettable – Unforgotten48€ In den WarenkorbWie lässt sich ein Leben erinnern – was bleibt, was vergeht?
In Unforgettable | Unforgotten versammelt Erich Hörtnagl fotografische Fragmente, die mehr sind als Erinnerungen: Sie sind Sinnbilder gelebter Zeit. In Roland Barthes’ Begriff der „Punctum“-Erfahrung – jenem Moment, in dem ein Detail im Bild wie ein Stachel das Herz trifft – findet sich ein Schlüssel zu Hörtnagls fotografischem Blick. Es sind nicht die Spektakel, sondern die leisen, beiläufigen Dinge, die berühren. Das scheinbar Unbedeutende wird zur Projektionsfläche für Erinnerung, Verlust und Empfindung. Nicht das Inszenierte, sondern das, was sich dem Zugriff entzieht, steht im Zentrum.
Begleitet von klugen Texten von Alois Schöpf und Kurt Höretzeder entsteht ein leiser Monolog über Glück und Versäumnis, über das, was wir empfangen – und was wir geben. Ein Buch, das keine Antworten gibt, sondern Fragen stellt: Was macht ein Leben lebenswert? Was bleibt unvergessen?
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Erich Hörtnagl
to be a man38€ In den WarenkorbDiane Arbus: „A photograph is a secret about a secret. The more it tells you, the less you know.“
„Ein Foto ist ein Geheimnis um ein Geheimnis. Je mehr es dir erzählt, desto weniger weißt du.“ Dieses Diane Arbus zugeschriebene Bonmot beschreibt treffend die doppelte Kodierung der Bilder von Erich Hörtnagl (geb. 1950 in Innsbruck). In ästhetischen, überwiegend schwarz-weißen Fotografien zeigt er Männer (und Frauen) in unterschiedlichen kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Kontexten: von schwedischen Bikern und Dragqueens zu Mönchen in Myanmar, von türkischen Bauchtänzern zu Tiroler Trachtlern. Was vordergründig als klassischer Fotobildband daherkommt, erweist sich bald als virtuoses interaktives Vexierspiel mit positiv und negativ besetzten Klischeevorstellungen von Männlichkeit, Genderrollen und persistenten Geschlechterstereotypen. Der erfahrene Theater- und Filmregisseur Hörtnagl hat uns mit seiner geschickt komponierten visuellen Metaerzählung to be a man in eine Falle gelockt, aus der wir nur noch nach vorn entkommen können: durch Selbstreflexion und Hinterfragung unserer eigenen Vorurteile.
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Jeff Wall
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Das Markenzeichen von Jeff Wall (geb. 1946 in Vancouver, lebt und arbeitet in Vancouver) sind großformatige Dialeuchtkästen, auf denen er sorgfältig komponierte Szenen wie Film-Stills präsentiert. Der studierte Kunsthistoriker knüpft mit seinen Werken vielseitige Verbindungen zur Kunstgeschichte und wird aufgrund seiner aufwendigen Inszenierungen immer wieder mit den Meistern der Moderne verglichen. Mit einem besonderen Fokus auf Konstellationen, die das fotografische Medium in Form einer Spurensuche präsentieren, ermöglicht das Buch einen neuen Blick auf Arbeiten des Künstlers, die bisher selten in Ausstellungen gezeigt wurden.
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Jakob Ganslmeier
Lovely Planet. Polen / Poland16€ In den WarenkorbEin ungewöhnlicher und zugleich humorvoller Führer durch ein Land der Gegensätze
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MOVE!
Scheinbar kinetische Kunst 1926–202215€ In den WarenkorbMOVE! im Kunstmuseum Reutlingen | konkret vereint Werke, die scheinbar fließen, oszillieren, zittern, oder gar implodieren. Sie fordern unsere Sehgewohnheiten heraus, indem sie mit Rastern, Verschiebungen oder Moiré-Effekten spielen und dabei Kinetik, Rhythmus und Plastizität simulieren. Über 80 zum Teil serielle Kunstwerke aus den Jahren 1926 bis 2022 stellen das Schaffen von 46 Künstler:innen aus 16 Ländern vor. Das Spektrum umfasst Malerei, Zeichnung, Fotografie, Plastik, Collage, Serigrafie, Wandobjekt und Rauminstallation. Ein Schwerpunkt der Auswahl liegt auf Op-Art, Konstruktivismus, geometrischem Minimalismus sowie konzeptueller Kunst. Das Buch MOVE! begleitet diese wichtige von Holger Kube Ventura kuratierte Ausstellung.
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Ausstellung MOVE! Scheinbar kinetisch
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bis 28. Februar 2027 -

100 Windows
Site-specific art installations at Berlin-Weekly project space28€ In den WarenkorbIn einer beidseitig verglasten ehemaligen Tordurchfahrt für Pferdekutschen gründete Stefanie Seidl 2010 den Projektraum BERLIN-WEEKLY, der diesen hohen verschlossenen Schaufensterraum Künstler:innen als eine Art öffentliche Bühne anbietet, auf der sie raum- oder ortsspezifische Installationen für eine breite Öffentlichkeit inszenieren können. Durch die einseitige Ausrichtung zur Straße funktioniert BERLIN-WEEKLY als künstlerische Intervention in den Stadtraum über das Format Schaufenster. Das Buch zeigt anhand von 100 ausgewählten Fensterinstallationen, wie unterschiedlich die einzelnen Künstler:innen sich mit den Gegebenheiten des Ortes auseinandergesetzt und dadurch den kleinen begrenzten Raum immer wieder grundlegend verändert haben.
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Passage through Presence45€ In den WarenkorbGroßformatige Raum-Zeit-Schichtungen
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Larissa Kikol
Neue abstrakte Malerei26€ In den WarenkorbDie abstrakte Malerei hat sich neu erfunden: befreit von politischen und ideologischen Lasten, steht sie heute für pure künstlerische Autonomie. Vom abstrakten Expressionismus der Nachkriegszeit bis zur zeitgenössischen Leichtigkeit – Larissa Kikol beleuchtet in Essays und Künstler:innengesprächen, wie diese Kunstform ihre ursprünglichen Narrative hinter sich ließ und einen „großen Reset“ vollzog. Von wegweisenden Innovationen von Künstler:innen wie Katharina Grosse oder Albert Oehlen über radikal subjektivistische Ansätze von Cecily Brown oder André Butzer bis zu den jüngsten Strömungen wie Dirty Minimalism und Post-Vandalismus bietet das Buch spannende Einblicke in eine Malerei, die Emotion, Farbe und Form ins Zentrum rückt. Ein inspirierender Blick auf die Renaissance der abstrakten Kunst im 21. Jahrhundert und ein unverzichtbares neues Standardwerk für alle Kunstinteressierten.
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Philip Loersch
POW – PORTRAITIST OF WRITING34€ In den WarenkorbPhilip Loersch (geb. 1980 in Aachen, lebt und arbeitet bei München) kombiniert minutiös imitierte Druckschrift mit hyperrealistischen Buntstiftzeichnungen, etwa von Seiten aus Konversationslexika, die er nicht nur auf Papier, sondern auch auf dreidimensionale Objekte wie Speckstein überträgt. Seine Arbeiten offenbaren die Fragilität von Wahrheit und Authentizität und sind zugleich subversiv-ironische Kommentare zur postmodernen Auflösung des Originalitätsbegriffs. Seine Werke wurden in renommierten Institutionen wie dem Kunsthaus Zürich, dem Museum Kunstpalast Düsseldorf und der Hamburger Kunsthalle ausgestellt. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den Kunstpreis Berlin für Bildende Kunst. Diese Monografie versammelt seine Arbeiten der Jahre 2016 bis heute.
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Alexandru Chira
42€ In den WarenkorbDas Werk von Alexandru Chira (geb. 1947 in Tauseni, Rumänien, gest. 2011 in Bukarest) kartografiert auf systematische und umfassende Weise eine fiktiven Forschungsbereich. Seine Gemälde, Zeichnungen und Objekte, deren einzelne Elemente an Schalter, Bildschirme, Tastaturen und Hebel erinnern, dienten dem Zweck „Regen und Regenbogen zu bringen“, Wohlstand zu fördern und Hochwasser zu verhindern. In seinem Kunstlabor arbeitete Chira wie ein Bauer, der das Feld bestellt. Er säte in seiner Malerei Symbole, verpflanzte sie bisweilen, um neue semiotische Verbindungen zu schaffen, erntete sie dann und sammelte alles in gemalten Maschinen verschiedener Formen und Dimensionen. In den 1990er-Jahren, als Chira schon Universitätsprofessor und anerkannter Künstler war, erfüllte er sich mit dem „Ensemble von Tauseni“, dem größten Ein-Mann-Monument in Transsylvanien, einen Lebenstraum. So besteht ein Hauptteil seines Werkes aus Skizzen und weiterentwickelten Arbeiten, die sich auf das Monument beziehen. Im Laufe seiner jahrzehntelangen agrar-ästhetischen Faszination verbanden sich Architektur, Design, Astronomie, Geschichte, Magie, Ufologie, Mystik, Schamanismus und Theosophie zu einer Art praktischem Wissen, aber auch zu spiritueller Spekulation für sein Vorhaben.
Die umfangreiche Monografie mit über 750 Abbildungen umfasst vier Dekaden künstlerischen Schaffens von Alexandru Chira und basiert auf langjährigen Recherchen des National Museum of Contemporary Art of Romania. Sie enthält zahlreiche Transkriptionen von Texteinschüben, Legenden, Instruktionen zum Decodieren der Arbeiten und Gedichtfragmenten, die in den Bildern von Chira enthalten sind.
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PULS 20
New Entries in the MNAC Collection36€ In den WarenkorbPULS 20 vereint die wertvollsten Fundstücke einer gemeinschaftlichen Schatzsuche. Vertreter*innen der rumänischen Kunstszene und des Nationalmuseums für zeitgenössische Kunst (MNAC) in Bukarest haben sich zusammengeschlossen, um aus den unzähligen hochkarätigen Positionen Rumäniens Werke auszuwählen, die von herausragender Qualität sind und die Vielfalt der dortigen Kunstproduktion der letzten 50 Jahre widerspiegeln. 2020, zum 20-jährigen Jubiläum der Gründung des MNAC, hat diese Institution schließlich jene 180 Arbeiten angekauft, die in diesem Katalog abgebildet sind. PULS 20 ist damit in zweifacher Hinsicht ein einmaliges Dokument: Es ist gelungen, Schlüsselwerke der rumänischen Kunst zwischen zwei Buchdeckeln zusammenzubringen, und zugleich handelt es sich bei dieser Publikation um den Ertrag eines erfolgreichen kooperativen kuratorischen Prozesses, eines organischen Diskurses unterschiedlichster Akteur*innen. Damit wurde bewiesen, dass ein demokratischer Dialog in der Kunst nicht nur möglich, sondern auch überaus fruchtbar und daher notwendig ist. Für Neulinge in der zeitgenössischen rumänischen Kunst ebenso wie für Spezialist*innen ist dieser Katalog daher genau die richtige Wahl.
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Sprache/Text/Bild
32€ In den WarenkorbGesprochenes, Texte und Bilder gehen aus sozialen und kulturellen Kontexten hervor; sie sind daher mit Bedeutungen aufgeladen, sind Träger von Werten und Normen. Zwangsläufig markieren sie auch Grenzen, dienen dazu, Menschen zu Mitgliedern von Gruppen oder zu Außenseitern zu erklären. Umso wichtiger ist die Frage, was denn nun gesagt und gezeigt werden darf und wer oder was darüber entscheidet. Der vorliegende Katalog behandelt dieses Thema anhand von herausragenden künstlerischen Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die darin vereinten Arbeiten erzählen von Mechanismen der Ein- und Ausgrenzung, von Zuschreibungen und den dafür geschaffenen Narrativen. Und sie erinnern uns daran, dass diese Erscheinungen menschengemacht und daher veränderbar sind – sie machen uns mitverantwortlich.
Künstler:innen: John Baldessari, Maria Bartuszová, Alice Bidault, Alejandro Cesarco, Ayşe Erkmen, Nadine Fecht, Gary Hill, Janice Kerbel, Gabriel Kladek, Gordon Parks, The National AIDS Memorial, Markus Vater, Gillian Wearing
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Der tanzende Blick
Roman Novitzkys Stuttgarter BallettWeiterlesenSchwerelosigkeit, Grazie, Emotion
Die Fotos von Roman Novitzky (geb. 1984 in Bratislava) offenbaren das gesamte Vokabular des Tanzes und transportieren doch viel mehr als das. Mit seiner Kamera dokumentiert der Erste Solist des Stuttgarter Balletts auch verborgene Momente bei der Probe, aus der Garderobe oder von der Seitenbühne und öffnet dem Betrachter damit die Tür zu einem ganz eigenen Kosmos. Er schaut der Compagnie des Stuttgarter Balletts hautnah über die Schulter, zeigt auch Schweiß und Anspannung, Zweifel und Euphorie. Roman Novitzkys erste Monografie umfasst mehr als sechzig Fotos. Sie steht nicht nur für seine beiden großen Leidenschaften, sondern beschreibt zugleich seine fotografische, durch jahrelange Tanzerfahrung geformte Herangehensweise, die dem Betrachter vertraute Einblicke in sein alltägliches Umfeld gewährt.
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Claudia Fährenkemper
Kontextforschung / context research 1980–202268€ In den WarenkorbClaudia Fährenkemper (geb. 1959 in Castrop-Rauxel, lebt in Steinheim/Westfalen) fotografiert riesengroße und kleinste Objekte unter Zuhilfenahme von Rasterelektronenmikroskopen. Dabei entstehen faszinierende und zugleich befremdliche Fotografien. Im Spiel mit den extremen Maßstäben bilden sich fantastische Bildwelten: amerikanische Wüsten- und Canyonlandschaften, Maschinengiganten des deutschen Braunkohletagebaus, Insekten, Pflanzensamen, Kristalle und Plankton sowie Rüstungen des europäischen und japanischen Kulturerbes. Erstmals werden in diesem aufwendig gestalteten Buch Arbeiten aus vierzig Jahren künstlerischen Schaffens gegenübergestellt. In der Zusammenschau von Fährenkempers wichtigsten konzeptuell angelegten Werkserien zeigen sich überraschende Verzahnungen von Sujets völlig gegensätzlicher Thematik und Dimension aus Natur, Technik, Wissenschaft und Kulturgeschichte.
Claudia Fährenkemper studierte an der Fachhochschule Köln bei Arno Jansen und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd und Hilla Becher und Nan Hoover. Ihre Fotografien befinden sich in zahlreichen Museumssammlungen, unter anderem im Kunstmuseum Bonn, in der National Gallery of Canada und der Margulies Collection in Miami.
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Sinje Dillenkofer
Archives Vivantes34€ In den WarenkorbIn der Werkgruppe ARCHIVES VIVANTES fragt Sinje Dillenkofer (geb. 1959 Neustadt a.d.W.) nach der Bedeutung von „Archiv“. Mit den Mitteln der bildenden Kunst macht sie das, was das Archiv nicht preisgibt, sicht- und wahrnehmbar. In diesem Bildessay richtet Dillenkofer ihren Blick in konzeptionell strengen und gleichzeitig mit einem breiten Spektrum an künstlerischen Ausdrucksmitteln inszenierten Fotografien auf Präparate, Artefakte, Grafiken und schriftliche Zeugnisse des Forschungsreisenden Alexander von Humboldt (1769–1859) und des Ornithologen Carlo von Erlanger (1872–1904). Damit thematisiert sie das Archiv als Modell von Natur und Wirklichkeit wie auch als Spiegel der „Natur des Menschen“. In ihren auf die jeweiligen Besonderheiten der Sammlungsobjekte ausgerichteten Bildideen entwickelt die Künstlerin visuelle Analogien, Bild-Räume und Raum-Gebilde. Durch den besonderen Einsatz von Licht und Schatten erfahren einst „im Dienste der Wissenschaft“ getötete Tiere und Pflanzen eine „lebendige“ Verkörperung. So wird das Archiv in einen neuen Kontext unseres komplexen Verhältnisses zu Natur, Mensch, Gesellschaft und deren Wertvorstellungen, Rahmen- und Machtbedingungen gestellt. Die Aufnahmen entstanden in sechs deutschen Sammlungsarchiven: im Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim, im Naturhistorischen Museum Mainz, im Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, im Stadtmuseum Berlin und im Staatlichen Naturkundemuseum Stuttgart. Als erste Künstlerin erhielt Dillenkofer von der Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz die Gelegenheit zu einer künstlerischen Umsetzung der amerikanischen Reisetagebücher Humboldts.
Sinje Dillenkofer studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und unterrichtete an Hochschulen und Kunstakademien. Ihre Arbeiten befinden sich u.a. in den Sammlungen des Victoria & Albert Museum, London, des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, der Staatsgalerie Stuttgart und der Berlinischen Galerie.
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Christoph Borek
manyFACES65€ In den WarenkorbDer deutsche Fotograf Christoph Borek (geb. 1980 in Wolfenbüttel) ermutigt Menschen ihre Masken abzulegen und echte Gefühle zu zeigen. Denn das verbindet. „Wir reden ständig darüber, wie unterschiedlich wir sind – und übersehen dabei, wie ähnlich wir fühlen.“ Acht Jahre lang reiste Borek, suchte menschliche Begegnungen und porträtierte über tausend Freiwillige. Jede Person wurde gebeten vor der Kamera unverfälscht die drei grundlegendsten menschlichen Gefühle zu zeigen: Freude, Wut und Schmerz. Statt der zur Normalität gewordenen Selbstinszenierung und Idealisierung stehen hier Verletzlichkeit und Authentizität im Visier. Das Buch manyFACES versammelt diese über 3000 Menschenbilder und bietet Reflektionen des Künstlers zum Projekt. Ein Band über das Miteinander statt Gegeneinander.
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Michael Bielicky
Perpetuum mobile54€ In den WarenkorbZeitgenössische Medienkunst
Seit über vierzig Jahren kreiert der deutsch-tschechische Künstler Michael Bielicky (geb. 1954 in Prag, lebt und arbeitet in Karlsruhe) innovative Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Video und netzbasierter Installation. Seine Werke stehen stets im Dialog mit neuen technischen Entwicklungen und reichen von der medienhistorischen Tiefenzeit bis zu den magischen mathematischen Praktiken der mittelalterlichen Kabbalisten: Eigenwillige Hybride, die zugleich einer analogen wie digitalen Welt angehören und im Grenzbereich zwischen dem realen und dem virtuellen Raum agieren. Dabei stößt der Medienkünstler eine kritische Beschäftigung mit dem Wesen von Technologie, ihren materiellen und immateriellen Bedeutungen sowie ihrem Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unser Handeln an. Das Buch Perpetuum mobile bietet erstmals einen Überblick über Bielickys vielfältiges Gesamtwerk. Das Layout wurde vom Künstler selbst erarbeitet und integriert die experimentellen Bilder in einen grafischen „Stream of Consciousness“.
Michael Bielicky kam 1969 nach Deutschland, wo er zunächst Medizin studierte. Nach einem längeren Aufenthalt in New York studierte er von 1984 bis 1990 an der Kunstakademie Düsseldorf zuerst bei Bernd Becher und später als Meisterschüler bei Nam June Paik. 1991 wurde er Professor an der Akademie der Bildenden Künste Prag und 2006 Professor für Neue Medien an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Bielicky nahm unter anderem an der São Paulo Biennale (1987), der Videonale, Bonn (1988, 1990, 1992), der Ars Electronica, Linz (1992, 1994, 1995) und der Havanna Biennale (2012) teil.
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GOTT&GILZ
F.O.T.Z.E.N. Female Outstanding Talents Zeniths of Emerging Notoriety34€ In den WarenkorbGOTT&GILZ präsentieren ein radikales Projekt über Sprache, Bilder und die Re-Appropriation weiblicher und queerer Selbstbestimmung. Was als Provokation im Titel beginnt, wird zur Bühne feministischer Sichtbarkeit: Künstler:innen und Musiker:innen aus der Rap- und Popszene nutzen Bild, Text und Körper, um Zuschreibungen zu sprengen und den Begriff der „Fotze“ neu zu codieren. Was diese Werkserie besonders macht: Die Abgebildeten haben nicht nur für die Kamera posiert, sie haben auch begleitende Texte & Statements verfasst. Die im Buch dargestellten Female Outstanding Talents, Zeniths of Emerging Notoriety nutzen das „New Portrait“ als Ort der Selbstinszenierung, des Widerstands und der ästhetischen Überhöhung. Dieses Buch soll zeigen: Die Macht über das eigene Bild gehört ihnen selbst!
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Tobias Pils
Drawings55€ In den WarenkorbDrawings widmet sich erstmalig ausschließlich den Zeichnungen des Malers Tobias Pils (geb. 1971 in Linz, lebt und arbeitet in Wien). Seine grafischen Formen – die Linien, Gebilde, ja selbst die Zwischenräume – ändern permanent die Richtung, die sie einschlagen. Ihre Ambivalenz erzeugt Verunsicherung bei ihrer Interpretation. Eigentlich müsste Pils die Unbestimmtheit seiner Bildsprache als quälend empfinden, doch dieser Zustand existenzieller Anspannung bereitet ihm ein irrwitziges Vergnügen. Pils konzipiert seine Arbeiten nicht mit einem klaren Ziel vor Augen, sondern lässt sich in sie hineinfallen. Er – seine Kunst – bleibt offen für alles, was im Entstehungsprozess geschieht. Insgesamt bewegen sich Pils’ Zeichnungen an der diffusen Grenze zwischen Ordnung und Unordnung, als stammten sie in Anerkennung einer ungeordneten Gegenwart (das Leben, das wir führen) aus einer geordneten Vergangenheit (das Leben, das wir uns konstruiert haben).
Tobias Pils studierte von 1990 bis 1994 an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt, so im mumok, Wien (2021), in der Pinakothek der Moderne, München (2020), im Musée Picasso, Paris (2020), im Kunstmuseum Bonn (2020), bei Le Consortium, Dijon (2018), im Aspen Art Museum (2018), in der John Chamberlain Building der Chinati Foundation, Marfa (2016), und im National Art Museum of China, Peking (2010). 2020 führte er eine große Wandarbeit an der École normale supérieure in Paris-Saclay aus.
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Michelle Jezierski
Verge28€ In den WarenkorbWie wird aus einer einfachen Linie ein Horizont? Ab wann erkennen wir in Farben und Formen eine Landschaft? Michelle Jezierski nähert sich in ihrer Malerei jenem Kipppunkt, an dem die Wahrnehmung zwischen Farbe/Fläche und Räumlichkeit/Gegenständlichkeit zu oszillieren beginnt. Genau da fängt sie die Essenz der Landschaft an sich ein, die kein konkreter Ort, sondern eine Metapher für innere Zustände ist. Um zu diesem Punkt zu gelangen, destilliert Jezierski aus dem, was sie in ihrer Umgebung sieht, das für die Malerei Wesentliche – Farben und Formen –, das gerade noch einen Bildraum erkennen lässt, jedoch fortwährend in die Abstraktion driftet. Kennzeichnend für ihre Arbeitsweise ist, dass sie mehrere Bildebenen und Räume übereinander, gegeneinander verschoben auf die Leinwand bringt. So entdeckt sie „permanent neue Wege, den Bildraum zu stören“, wie sie selbst sagt, es entstehen Brüche und Strukturen, die multiple Perspektiven, ein Portal zur Reflexion der eigenen Wahrnehmung eröffnen. Vor allem aber verleihen die Schnitte ihren Bildern einen eigentümlichen Rhythmus und eine enorme Sogwirkung, die beim Durchblättern dieses Katalogs Zeit und Raum vergessen machen.
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Larissa Kikol
SIGNED. Unterwegs mit der 1UP-Crew und Moses & Taps18€ In den WarenkorbWem gehört die Stadt? Eine Frage, auf die Graffitisprayer und Politik unterschiedliche Antworten geben. 1UP und Moses & Taps sind internationale Größen der Szene, ihre Aktionen spektakulär, ihre künstlerischen Konzepte radikal. Die Kunstkritikerin Larissa Kikol hat sie drei Jahre lang auf ihren nächtlichen Streifzügen begleitet und ihre Erlebnisse in diesem Buch verarbeitet, das zu einer einmaligen Hommage an die Graffiti-Szene geworden ist. Das Buch ist ein Making-of ihrer Werke im Spannungsfeld von zivilem Ungehorsam, Gesetzesbruch und der Freiheit des Trotzdem. Kikol fährt quer durch Deutschland und schildert in packenden Dialogen verschiedene Welten: die legale und die illegale Kunstwelt, zwischen Malerei und Protest. Immer auf dem Sprung und kurz davor, entdeckt und verhaftet zu werden. Eine Reise hinter die Grenzen der gestatteten Kunst in U-Bahn-Tunnel, auf Hausdächer und Abstellgleise. Dabei entsteht ein Porträt Deutschlands und Berlins und der Machtverhältnisse, die auf unsere Gesellschaft einwirken.
Larissa Kikol (*1986) ist freie Kunstkritikerin, Kunstwissenschaftlerin und Autorin. Sie schreibt unter anderem für Die Zeit, Spiegel Online, Art, die Kunstzeitung, Mare, Monopol Online und Kunstforum International. 2016 gewann sie den internationalen Wettbewerb Talents des C/O Berlin für Kunstkritik. Sie lehrt und hält Vorträge an Kunsthochschulen und Universitäten in Deutschland und Frankreich. Kikol studierte Bühnenbild und Dramaturgie in Berlin-Weißensee und promovierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe in Kunstwissenschaft. Sie lebt und arbeitet in Marseille und Köln.





















